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Ferien ade

Eigentlich waren wir bis am Schluss nicht sicher, ob wir diese Woche Ferien nehmen sollten oder nicht. Wir hatten zwei Wochen reserviert und wollten die Wetter schönere Woche nehmen. Doch kurzfristig blieb nur noch eine mögliche Woche übrig. Doch die Wetterprognosen waren bescheiden. Sollten wir wirklich? Aber irgendwie hatten wir uns doch schon auf Ferien eingestellt, dass wir uns dann doch von der Arbeit abmeldeten… und bei unseren Vierbeinern anmeldeten. Unsere Coonies freuen sich immer sehr, wenn wir mehr Zuhause sind – und freuen sich auch immer wieder, wenn sie dann wieder Zeit für sich haben. Doch starten wir mit der Wir-Zeit…

Die Woche starteten wir damit, dass wir uns zur Feier einen Blumenstrauss vom Blumenladen gönnten, den wir nach unseren gerade herrschenden Vorlieben extra zusammenstellen liessen. Wir hatten grosse Freude am Strauss und organisierten in weiser Voraussicht eine Vase, die sicher standfest sein würde. Der Strauss in seiner Zusammenstellung hielt vom Freitag bis zum Sonntag. Als wir am Nachmittag nach Hause kamen, war die Vase auf dem Tisch umgekippt, all das Wasser, sicher gut und gerne 3-5 Liter, war auf dem Parkett oder von den Kuhfellen aufgesaugt und der Strauss lag am Boden im Wasser. Ein Drittel der Blumen war geknickt. Der Strauss machte ein trauriges Bild, doch wir retteten, was noch zu retten war. Die wunderschöne Rose im Zentrum des Strausses war jedoch unrettbar geknickt. Sie steckten wir in ein einzelnes Glas und sie ist noch immer wunderschön… Die Kühe hingegen mussten in die Waschmaschine und infolge mangelndem Platz kamen sie anschliessend in den Tumbler. Erstaunlicherweise haben sie sich sehr gut gehalten und sehen jetzt schöner den je aus.

Später in der Woche wagten wir es, nochmals Blumen zu kaufen. Dieses Mal gab es Tulpen und Ranukeln. Letztere hatten wir schon im Blumenstrauss und sie sahen sehr schön aus. Zusammen mit den Tulpen kamen sie in eine Vase. Doch diese Blumen überlebten keine Nacht, obwohl wir die Vase auf die Küchenkombination stellten. Nun waren insbesondere die Mädchen am Werk, sie wurden fast über Nacht zu Blumenmädchen… und knabberten alle Ranunkeln an und köpften sie. Also legte ich alle Köpfe in eine Schale und deckte sie mit Klarsichtfolie ab. Doch als wir am späten Nachmittag nach Hause kamen, waren alle Köpfe auf dem Tisch verteilt – und das Wasser auch. Nun ja, seit neustem gibt es einen neuen Raum, der katzensicher und hell ist. Ich stellte die Schale ins Badezimmer.

Seit ein paar Tagen verschliesse ich die Badezimmertüre. Früher hatten wir einen Badewannen-Pinkler und wir hatten ein Brett zur Abdeckung der Badewanne gekauft. Auf dem Brett hatte ich schon verschiedenste Sachen platziert, damit unsere Coonies dort liegen konnten. Doch immer mal wieder war der Platz vollgepinkelt. Doch neuerdings haben wir einen permanenten Badewannen-Brett-Pinkler und ich musste den darauf liegenden Teppich fast täglich waschen. Bereits am Morgen wusste ich nicht, was mich erwarten würde oder wann es passieren würde. Ich wusste nur, dass es passieren würde. Auch der „Nicht-Pinkeln“-Spray nützte nichts und der Täter liess sich nie auf frischer Tat ertappen. Irgendwann hatte ich die Nase gestrichen voll davon. Wir putzten das Badezimmer, wuschen alles und schlossen die Türe. Unsere Fellnasen dürfen mit mir hineingehen und gehen mit mir wieder hinaus. Und ich geniesse es, einfach immer ein sauberes Badezimmer zu haben – und neuerdings sogar mit Blumen!

Dass unsere Coonies jedoch auf der Küchenkombination sind, stört mich arg. Ich bat schon meinen Liebsten, immer bei unserer Abwesenheit die Storen unten zu lassen. Doch das möchte er scheinbar nicht. Nun sind unsere Vierbeiner weiterhin da oben, wollen unbedingt Vögel gucken, die man natürlich nur da sieht (ich weiss, dass das NICHT stimmt!) und verpfoten alles. Und immer bin ich es, die sie auf frischer Tat ertappt und dann mit ihnen schimpft. Da es meist die Mädchen sind, haben die Kleinen schon Angst vor mir, da immer ich mit ihnen schimpfe... wobei ich manchmal schon denke, Erziehen hoffnungslos… Sie sind schon verzogen!

Der grösste, verzogene Kater hingegen ist Chico. Wenn er nicht bekommt, was er will, kann er sehr gut „trötzelen“. Er findet immer einen Weg. Er ist ein grosses Schlitzohr. Und wenn er dann doch nicht bekommt, was er will, kann er richtig schmollen. Es ist dann sehr schwierig, nicht laut herauszulachen. Anfangs der Woche bekamen wir besuch und nun dürfen bald Dizzy und Dylan ausziehen. Natürlich wurde Chico anfangs ausführlich begrüsst und bestaunt, doch als das weitere Interesse an ihm ausblieb, zog er sich schmollend zurück. Wie ein grosses Baby lag er dann beleidigt da und guckte um die Ecke. Verpassen wollte er doch nichts. Wehe ein anderer Grosser bekam dann die Aufmerksamkeit, dann gab es Ärger. Jaja, diesen Burschen haben wir arg verzogen… und eine Weile viel zu viel Aufmerksamkeit gegeben…

Natürlich kam auch das Spielen nicht zu kurz. Irgendwann begann ich wieder in Etappen zu spielen. Zuerst kamen die Kleinen und Spielwütigen dran. Anschliessend schob ich sie aus dem Zimmer und spielte mit den Grossen. Auch sie lieben es zu spielen, allerdings nur, wenn nicht immer ein Wirbelwind um sie herumschwirrt. An einem anderen Abend habe ich dann jeden, mit dem ich gespielt hatte, aus dem Zimmer geschoben. Begonnen hatte ich mit Darin und Dizzy. Sie hechelten bereits, waren dermassen ausser Atem, aber gaben überhaupt nicht auf. Doch da sie immer zuvorderst waren, kam niemand anders mehr zum Zug. Also bugsierte ich sie hinaus. Mein Liebster nervte sich, weil er noch am Lüften war. Doch er musste sich keine Sorgen machen, dass sie abhauen würden. Sie blieben traurig und gleichzeitig erwartungsvoll vor der Türe stehen – sie hofften weiterhin, dass sie nochmals ins Zimmer durften. Doch mit der Zeit wurden es dann immer mehr „vor der Türe steher“… Keiner kam mehr herein, der hinausbefördert wurde. Am Schluss blieben dann nur noch Missou, Anka und Gini übrig. Somit hatten alle mal mit mir gespielt… Das muss ich unbedingt wiederholen… Wer kam jedoch nicht damit zurecht? Chico: er wurde vor der Türe so wütend, dass er schon in die Röhre abmarschierte und protest-pinkeln wollte… doch mein Liebster ertappte ihn gerade noch rechtzeitig dabei, schimpfte ihn aus (endlich mal) und beförderte ihn ins Klo…

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