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Christbaum
24.12.2013 11:03:53

Wir wünschen allen Lesern, Mollydooker's- und Coonie-Freunden wunderschöne, besinnliche Weihnachtstage.

Und hier die letzte Geschichte zum Advent: unser Weihnachtsbaum war DIE Attraktion. Anfangs waren alle noch zurückhaltender im Umgang mit ihm, bestaunten ihn und wir dachten schon, dass wir problemlos durch die Adventszeit kommen würden. Wir wurden getäuscht. Nestor fand von Beginn weg grosse Freude an den wenigen Kugeln und versuchte sie immer mit den Pfoten zu angeln (min. 1m über dem Boden!). So durfte er nur unter Aufsicht zum Weihnachtsbaum. Darüber war natürlich Frodo sehr glücklich, da er nun sehr viel Gesellschaft hatte. Das ganze ging soweit, dass Nestor nun einiges an Frodo abgeguckt hat. Normalerweise miaut Nestor mit einem hohen Stimmchen und Frodo mit diesem rolligen, tiefen Miooooouuuuuu. Wenn Nestor morgens aus dem Katzenzimmer heraus wollte und sein üblicher Protest mit miauen und an der Türe kratzen nichts brachte, begann er nun auch mit diesem tiefen, rolligen Miooooouuuu... Nicht dass es etwas gebracht hätte und nach ein paar Tagen hörte er damit auch wieder auf.

In der Zwischenzeit haben wir uns gefragt, ob unsere Mädels rollig wurden. Ihre Düfte waren nun für beide Herren ganz spannend und ihr Verhalten zwischendurch „fraglich“. Als wir dann an einem Wochenende morgens früh eine jaulende Zinka vor der Schlafzimmertüre hatten, wussten wir Bescheid. Gut ging dieser Zustand bei ihr nicht länger als ein paar Stunden, war dafür ansteckend... Kaum waren bei den Mädels die leichten Anzeichen da, begann Gini zu rollen. Gini rollte so ausgeprägt, dass die Jungs freiwillig ins Katzenzimmer gingen und wir die Wohnung zeitweise fluchtartig verliessen. Dieser Zustand dauerte bei ihr rund 5 Tage und in dieser Zeit tat sie ALLES, um Frodos Aufmerksamkeit zu erlangen. Der Arme wusste jedoch nicht, wie ihm geschah. Noch ein paar Tage zuvor hat er eine Kopfwäsche erhalten, wenn er ihr zu nahe kam und nun kam Gini bettelnd zu ihm... miauuuu, ich will 6, miiiioooooouuuuu, ich will Babys, miiiiioooouuuuu, was auch immer, miau... und so ging das den ganzen Tag! Die einzige Ruhe gab es, wenn Gini schlief. So durfte sie – ausnahmsweise – ins Schlafzimmer... was uns etwas Ruhe gab. Zurück zu Frodo: mit Ginis Getue war er überfordert, aber mit den Katerhosen konnte er auch nichts ausrichten. Mir schien, dass er mitleidig Gini den Kopf leckte, mal am Füdli schnüffelte, dass ihm dauernd hingestreckt wurde. Ein einziges Mal machte er Anstalten, sie besteigen zu wollen, warf aber vorher einen Blick zu mir und der besagte „wehe“... ihr dürft dann ausführlich in einem Monat!

Dafür wurde Gini bereits von Nestor bestiegen, was ich überhaupt nicht goutierte. Er biss sie und jagte sie. Nein Nestor, so nicht! Zurück zu Frodo! Gini schien es eher gleich zu sein, sie war schmerzunempfindlich. Wenn sie wieder ihre Höhepunkte hatte, war sie nicht nur laut, sondern lag auch dauernd irgendwo, wo sie nicht sollte. Erst als ich sie einmal wirklich nicht sah und ich auf ihren Schwanz trat, nahm sie endlich Abstand und ich konnte wieder „frei“ herumlaufen.

Mit der Rolligkeit verlor der Weihnachtsbaum rapide an Aufmerksamkeit. Es drehte sich alles nur noch um Gini. Doch je schneller Ginis Rolligkeit und der Advent fortschritten, desto schneller vertrocknete der Weihnachtsbaum. Zu guter Letzt: ich hatte nach einer Woche noch nie einen so trockenen Weihnachtsbaum. Getrunken hatte der Baum nie. Vermutlich sind wir diesem schönen Weihnachtsbaum auf den Leim gegangen und er hat sich uns in seiner letzten „Blüte“ gezeigt. Dafür war der unverschlossene Wasserspender und Halter die Attraktion. Wir deckten den Wasserteil mit Alufolie ab, doch die war von den beiden Damen schnell weggerissen. So umwickelten wir den Halter mit einem Tuch, das hielt dann doch ein paar Tage, bis die Mädels herausgefunden hatten, dass sie daran ziehen konnten und dann der Wasserteil wieder hervorkommt.

Die unteren Äste hingen schon alle im 45°-Winkel nach unten. Sie bildeten eine ideale Höhle für unsere Damen. Sie liebten es, dort auf dem Podest, unter dem Baum, zu liegen und uns zu beobachten. Doch warum die Äste wirklich herunterhingen, sahen wir erst ein paar Tage später. Noch immer hatte ich morgens das Gefühl, dass es mehr Nadeln auf dem Boden hatte, als an der Tanne. Doch ich fügte mich meinem männlichen Wunsch, den Baum bis zum 25. stehen zu lassen. Für mich war er nur noch Arbeit – nicht einmal die Kerzen konnten wir auf diesen dürren Ästen anzünden! Aber zurück zu Zita. Auf ihren Hinterbeinen stehend attackierte sie den Baum mit ihren zwei Vorderpfoten. Sie hielt sich auf den Ästen und versuchte sich eine Kugel zu angeln – oder was sie gerade bekam. Eines Abends sahen wir, dass Zinka mit einem Strohring herum rennt. Sie verteidigte ihn, knurrte, sprang wieder davon und brachte den Ring ins Badezimmer. Als ich ihr folgte und den Ring nehmen wollte, sprang sie schnell mit ihm davon und verteidigte ihn wieder. Na Bravo! Zinka, nein, ich spiele nicht mit dir und v.a. nicht mit dem Weihnachtsschmuck! So wanderte jeden Tag etwas, von den unteren Kranzreihen, in die oberen Reihen, aber es ging nichts mehr zu Bruch.

Dann kam die Weihnachtsbrücke und schon am dritten Freitag zog ein Donnerwetter über unsere Vierbeiner, weil sie die Pfoten nicht vom Baum lassen konnten. Nun sprach Weibchen mit Männchen: wenn du den Baum noch weitere drei Tage behalten möchtest, dann musst du Nadeln im ganzen Haus akzeptieren... Als im Verlaufe des Tages noch jemand sagte: Was? Ihr wollt die Christbaumkerzen auf eurem dörren Baum anzünden? Ja, dann habt ihr danach eine Cabrio-Wohnung... da war der Fall klar: wieso einen Baum behalten, der seinen eigentlichen Zweck nicht mehr erfüllte?

Das Abräumen, resp. Entschmücken des Weihnachtsbaumes war eine Katzen-Gaudi. Nun wussten sie ja, was alles am Baum gehangen hatte und beim Entschmücken kam alles in ihre Nähe. Zinka vollführte regelrecht einen Tanz auf ihren Hinterbeinen, um an die Baunüsse zu gelangen... Fragt mich jetzt jemand, ob ich nächstes Jahr wieder einen Baum haben werde, würde ich sofort sagen, nie wieder. Denke ich etwas darüber nach, warum nicht, aber anders und garantiert brauche ich einen dörren Baum nicht mehr! Obwohl die Tanne nun wunderschön auf dem Balkon steht und unsere Coonies keine Nadeln mehr im Fell herumtragen, finden wir noch immer an den unmöglichsten Orten Nadeln. Das wird vermutlich noch eine Weile so dauern... andere Jahre war es das Glitzer, dieses Jahr die Nadeln...

Ja, ich hab es Dir ja gesagt... denkt der Leser bestimmt und ja, es stimmt! Trotzdem, die Erfahrung war es wert und alles hat auch positive Seiten. So ist die weihnachtliche Schmückung die wir JETZT haben, noch viel schöner und ohne diese Baumerfahrung wären wir nie auf diese kreative Alternative gekommen... Mit oder ohne Christbaum, Weihnachtsschmuck und Kerzen, wir wünschen allen entspannte Festtage, feines Essen und noch mehr gemütliche Stunden mit Euren Liebsten!

Adventszeit
15.12.2013 12:17:44

Ich weiss nicht, ob wir naiv waren oder dumm oder vielleicht auch nur mutig – oder alles zusammen. Nun es ist, wie es ist und es kam, wie es kommen musste. Habe ich schon erzählt, dass all unsere Coonies noch immer so verspielt sind, wie junge Kätzlein? Nun so ist es. Bei uns wird immer ausprobiert, ob das Neue auch das hält, was es verspricht und ein Weihnachtsbaum verspricht sehr viel!

Weihnachten ohne einen Weihnachtsbaum sind keine Weihnachten. Mutig zogen wir los und suchten uns eine Nordmantanne. Zu dieser frühen Zeit fanden wir trotzdem eine sehr schöne, grosse Tanne. Liebe auf den ersten Blick. Wir stellten die Tanne in unserem Wohnzimmer auf und liessen sie über Nacht stehen, um zu sehen, was passiert. Die Tanne war das Highlight der Nacht! Unsere Coonies konnten sich herrlich in den Zweigen nahe dem Boden verstecken, man konnte sie ausführlich beschnuppern und das Wasser im Ständer lud zum Planschen ein. Nur am nächsten Morgen hatten wir das Gefühl, dass es etwas mehr Nadeln auf dem Boden, als an den Ästen hat. Irrtum, wie sich in den nächsten Tagen herausstellte. Doch so oder so, die Tanne scheint ihre Nadeln nicht so gerne zu haben.

Am nächsten Tag stellten wir die Tanne um und somit an ihren vorläufig endgültigen Standort. Zudem stellten wir sie auf ein kleines Podest, damit wenn unsere Coonies planschen, nicht das Parkett nass wird. Dann liessen wir die Tanne wieder eine Nacht stehen. Doch mit dem Podest hatten wir uns keine Freude gemacht. Unseren Coonies aber schon. Schnell begriffen die Mädels, dass der kleine Tunnel genau ihre Grösse hat und sie sich dort verstecken können. Hoffentlich geht das nur gut!

Als letzter Schritt folgte die Schmückung. Die Schmückung eines Weihnachtsbaums um Katzen herum will wohl überlegt sein und so nahmen wir Sachen hervor, die nicht zerbrechlich sind: Strohsterne! Nebst der Lichterkette und den Kerzen mit Halter haben wir einen Weihnachtsbaum voller Strohsterne. In der Bodenetage hat es noch Holzsterne und über den ganzen Baum verteilt vielleicht ein Dutzend Kugeln. Im oberen Teil habe ich noch ein paar Vögel montiert und zu guter Letzt folgten aus einem impulsiven Entscheid heraus die Girlanden. Fertig war der geschmückte Weihnachtsbaum. Schnell machte ich ein paar Fotos, damit ich wusste, wie der Baum „ausgesehen hätte“. Nur für alle Fälle. Die Weihnachtsdekoration auf dem Esstisch packte ich mit Zellophan ein und nun fehlte nur noch die Krippenfiguren auf dem Wohnzimmertisch und fertig waren wir.

Nun war es Zeit zum Schlafen gehen und sicherheitshalber musste Nestor bei Frodo schlafen. Die Nacht war ruhig und der Schock am Morgen aushaltbar. Ein Holzstern von Tannennadeln umgeben lag auf dem Boden. Die grössere Überraschung folgte am nächsten Morgen: 4 Kerzenhalter mit Kerzen und ein Holzstern. Darauf setzte ich die Kerzenhalter in die oberste Kranzreihe, wenig dekorativ, aber hoffentlich sicher. Doch auch in der Nacht darauf fiel der letzte Kerzenhalter in der untersten Kranzreihe, Girlanden hatte es immer und dieses Mal, oh weh, lag sogar ein Strohstern von den oberen Reihen am Boden. Wie ging das denn?

Gini führte es mir später vor. Mit einem Satz war sie auf der Yucca, auf der Lautsprecherboxe, neben dem Christbaum und von dort hatte sie einen Logenplatz, zum sich Sterne zu angeln. Leider flogen nicht nur die Strohsterne zu Boden, sondern auch einer meiner zerbrechlichen Vögel machte so seinen letzten Flug. Nun gut, mit Verlust muss man rechnen. Doch wann lässt die Attraktion Weihnachtsbaum nach? Zuerst dekorierte ich die Yucca um, damit keine Katze mehr darauf stehen kann – hoffentlich. Dann richte ich den Baum wieder her. Gini liebt es, in die Lichterkette zu beissen und zieht daran. Witzig „Augenverdreh“! Lass das Gini!

So oder so, mit dem täglichen Nadeln aufwischen und Christbaum wieder herstellen, habe ich im Moment mehr Weihnachten als je zuvor! Vielleicht überdenken wir den Entscheid nochmals oder lassen nächstes Mal die Tanne leer stehen...

Eine witzige Reaktion löste unser grosser Strohstern aus. Kaum hatte ich ihn in der Hand und wollte ihn aufhängen, hatte ich einen schwarzen Kater, der mich mit Argusaugen beobachtete. Als der Stern hing, stand ebendieser Kater unter den Stern, sah ihn intensiv an und miaute. Mein Sternansingender Kater. Ich glaube, Nestor versucht sich im Hypnotisieren. Wenn er auf dem Balkon ist und herein will, schaut er mich so intensiv an, als wolle er sagen, lass mich rein. Und mit eben diesem Blick sieht er auch den Strohstern an, als wolle er sagen, falle doch endlich herunter! Letztes Jahr war eben dies passiert und der Strohstern war nicht nur ideal zum Beissen und Spielen, nein, auch um darauf zu kauen. Daran hat sich unser Kater erinnert?

Zinka hat nach ein paar Tagen die Krippenfiguren entdeckt – nehme ich an. Einer der Könige trägt eine kleine Alu-Kugel als Geschenk und eben diese Alukugel war nun in Zinkas Mund und sie trug diese in der ganzen Wohnung herum oder spielte damit. Blöd. Ein König mit einem Geschenk weniger. Dafür machte mir Zinka ein Geschenk: sie stand gerade mit beiden Pfoten in den Wasserbehälter des Christbaums. Bravo! Pflatsch, pflatsch, pflatsch, ist sie auf dem Kuhfehl und schüttelt ihre Pfoten so effektiv, dass es nun überall kleine Wasserspritzer hat. Pflatsch, pflatsch, pflatsch, sie steht auf dem Parkett und leckt sich. Basta, der Wasserbehälter wird mit einem Tuch umwickelt.

Wasser war DAS Thema der vergangenen Tage! Zinka brachte alles, was sie sich vermeintlich erjagt hatte, in den Wassertopf in meinem Badezimmer. Danach wurde es mühsam herausgefischt und dabei mein Badezimmer unter Wasser gestellt. Hinzu kam, dass die Bodenheizung hier auf Hochtouren zu laufen scheint und das Wasser immer warm war. Also zügelte ich diesen Wassernapf in die Küche. Siehe da, das Versenken hörte auf. Dafür stand plötzlich der Trinkbrunnen hoch im Kurs. Ich weiss nicht, wer und wie sie es geschafft haben, aber ich nehme an, dass es in Zusammenarbeit mit meiner kleinen Wasserballerina war, Zita. Wenn ich sie nirgends fand, war sie garantiert vor dem Trinkbrunnen und das Badezimmer bald unter Wasser... Das wurde mir so zu bunt, dass ich Zita irgendwann nahm und mit einem Wassertopf auf den Balkon stellte. Ich stellte ihre Pfoten ins Wasser und sagte, so und jetzt kannst du ausführlich mit Wasser spielen. Doch, wen wundert es, dieses Wasser war überhaupt nicht spannend...

Letzthin hatten wir eine unruhige Nacht. Nach einem lauten, dumpfen Knall wurden wir quasi aus dem Bett geschüttelt. Alles dauerte nur Sekunden und entpuppte sich als ein Erdbeben der Stärke 4. Im Schlafzimmer direkt unter dem Dach war das kein Spass! Das Dach gierte, als würde es zusammenbrechen. Vorher war ich gerade noch auf und hätte bei unseren Coonies überhaupt nichts aussergewöhnliches bemerkt. Als ich mich endlich getraute aufzustehen, sah ich dann nach ihnen.

Zinka wartete vor unserer Schlafzimmertüre, Gini lag müde auf dem Kasten. Wäre sie ein Mensch, hätte ich geschrieben, dass sie sich müde die Augen rieb. Zita machte mir Sorgen. Ängstlich lag sie auf dem Pult und sah mich mit grossen Augen an und dann wieder gerade aus. Ich nahm sie und ging mit ihr ins Wohnzimmer. Ich vermute, dass der Bösewicht für sie der Weihnachtsbaum war, weil er beim Schwanken vermutlich Geräusche von sich gab. Sie schien sich langsam zu beruhigen.

Die Jungs waren im Katzenzimmer. Ah ja, das hatte ich vergessen zu erwähnen. Frodo ist vom Büro nun ins Katzenzimmer umgezogen und dafür haben wir das Gästebett ins Büro gezügelt. Frodo lag nun müde auf dem Tisch, als wäre überhaupt nichts gewesen. Nestor hingegen hatte ganz grosse Augen und sah konzentriert das Bücherregal an. Nestor liebt alles, was nicht „niet und nagelfest“ ist. Ich vermute, dass meine kleine Sammlung im Bücherregal arg gewackelt hat und dass er dort etwas lebendiges vermutet und nun auf der Jagd ist. Mit hypnotisierendem Blick versuchte er das „Lebendige“, was es nicht gab, hervorzulocken. Ja, diese Jagdfreude lassen wir ihm und ich muss endlich schlafen.

Wasserspiel
07.12.2013 00:11:54

Vermutlich hat uns langsam aber sicher der Alltag eingeholt. Die grossen Geschichten blieben aus und die kleinen Beobachtungen nehmen Überhand. Zinka nimmt sich noch immer alle Bonuspunkte bei Nestor und Gini und startet zwischendurch auch Versuche, sich von Frodo lecken zu lassen. Doch vor seiner Nase kann sie lange spazieren, er ist mehr an Zita interessiert. Zita liebt es vor Frodos Nase herumzutanzen, was den armen Frodo ganz „gigerig“ macht. Wenn Gini faucht, hat Zita Angst und verschwindet und Gini hat Freude daran. So reagiert wenigstens eine. Was mir allerdings überhaupt nicht gefällt, ist, dass Zita beim Weg zum Futter immer auch noch auf den Esstisch springen muss. Ich schimpfe schon lange mit ihr, wenn ich es sehe, aber letzthin wurde ich wirklich wütend und hielt ihr Ohr, zum Zeichen, dass ich es ernst meine. Zita haute mir auf den Katzenbaum ab und ich folgte ihr und sagte ihr nochmals meine Meinung; keine Katze auf dem Esstisch. Doch unser Gespräch unter vier Augen wurde rapide beendet, als Nestor vor Zita sprang und ich sie nicht mehr sah. Nestor hat es nicht gerne, wenn ich wütend bin. Ich hoffe aber, dass er Zita auch sagt, dass ich das nicht mehr will!

Gestern, als ich nach Hause kam, muss wohl einer mit dem Pfoten in sein dickes Geschäft gestanden sein. Es hatte zwei markante Pfotenabdrücke vor dem Katzen-Klo. Die Spur führte weiter durchs Wohnzimmer auf den Esstisch. Grusig!

So kommt der Wohnungsputz zustande. Doch wenn ich den Boden feucht aufnehme, kenne ich kein Pardon mehr. Mein grosser, schwarzer Kater liebt es, über den feuchten Boden zu gehen und sich bei einer feuchten Stelle niederzulassen – ich hasse es, beginnt doch dann die Arbeit wieder von vorne. So kam es, dass immer alle Vierbeiner in ein Zimmer gehen müssen. Ist der Boden trocken, dürfen sie wieder hinaus und in der Wohnung beginnt das grosse Zeitungslesen /-Schnüffeln...

In einem solchen Moment haben wir Zinka den Zugang zum WC nicht ermöglicht und sie erledigte kurzerhand ihr Geschäft in diesem Zimmer. Nun geht der Putz von vorne los. Sie wiederholte das in der zweiten Nacht noch einmal. Warum ist uns schleierhaft. Aber in der dritten Nacht schlossen wir die Türe zu diesem Zimmer und nach dieser Nacht fand sie das Katzen-Klo wieder rechtzeitig. Vielleicht waren auch die Spätzle schuld, die sie vom Abendessen bekommen hat. Sie ist ein kleines Bettel-Monster und es ist schwer, ihr zu widerstehen. Doch auch mit dem Füttern vom Tisch hören wir nach der dritten Nacht auf.

Überhaupt fanden wir, dass unsere kleine Zinka langsam einen dicken Bauch bekommt und überdachten die Fütterung nochmals. Sie frisst alles, was wir ihr vorsetzen. Also müssen wir berechnen, wie viel sie fressen darf. Wir gingen über die Bücher, setzten den Fressautomat ein paar Tage aus und gaben ihr das Futter morgens und mittags selbst. Nun hat sie längere Pausen zwischen den Fütterungen, was scheinbar besser ist. Doch als wir einmal mittags nicht da waren, bereiteten wir ihr den Fressautomaten wieder vor. Ich bereitete alles abends nach der Hauptfütterung vor und stellte den Teller bereits in die Box. Dann folgte ein gemütlicher Fernsehabend.

Währenddessen hörte ich, wie Zinka in der Futterbox ein und aus ging. Ich hörte, wie sie immer wieder am Fressautomaten „arbeitete“ und irgendwann hörte ich nichts mehr. Als mein Film fertig war, sah ich, wie Zinka aus der Futterbox heraus kam und sich ausführlichst den Mund und später die Pfoten leckte. Das machte mich stutzig. Ich sah in die Box hinein und war verblüfft. Ja, Zinka, du wirst morgen einen schweren Tag haben! Sie hatte scheinbar den Deckel des Fressautomaten entfernen können und ihre 24h-Ration in einem Schwung gefressen...

Zinka scheint kein „ich habe genug gefressen“ zu kennen, bei ihr geht nur „ich will mehr!“. An diesem Abend lag sie vermehrt herum. Sie lief mir zwar noch immer nach, aber kaum blieb ich irgendwo etwas länger, lag sie schon da. Zinka läuft mir oft nach und liegt irgendwo in meiner Nähe, meistens auch Nestor. So liegen beide oft auf dem Korpus vor meinem Pult. Doch wehe ich stehe auf und hole etwas. Dann ist manchmal mein Bürostuhl belegt oder jemand ist auf meinem Pult herumgelaufen. Das alles ist kein Problem, wenn da nicht mein PC offenstehen würde. Ein Blick auf den Bildschirm zeigt mir, da stimmt etwas nicht. Der Bildschirmschoner steht auf dem Kopf. Nachdem ich die Maus bewegt habe, sehe ich, dass auch die Bildschirmanzeige Kopf steht. Weiss jemand, wie man das hinbekommt? Zinka schon! Mit einer kopfstehenden Bildschirmanzeige google ich und finde heraus, dass die Lösung Ctrl&Alt& eine Pfeiltaste ist. Hey, diese Kombination muss man mit drei Pfoten auch noch hinkriegen!!! Endlich sehe ich wieder alles gerade...

Unser Sorgenkind ist und bleibt Frodo. Langsam mutiert er auch zum Fettlümmel! So duschten wir ihn und wuschen ihn ausgiebig mit dem Abwaschmittel, dass Fettflecken scheinbar mühelos entfernt – aber nicht Frodos Fett. Stattdessen begann sein Schwanz immer mehr zu verfilzen. Hilfe, was tun? Die Entfettungspaste konnten wir nirgends bestellen und eine Lösung war langsam dringend erwünscht! Die Haare können wir so kurz vor der Ausstellung wohl kaum schneiden. Mmmhhh. Dann sah ich es. Mir kam ein Öl in die Hände, dass die Kopfhaut pflegen soll. Warum nicht? Mit dem Öl versuchten wir die Verfilzungen zu lösen und machten die Haare geschmeidiger. So brachten wir einen grossen Teil der Verfilzung weg. Am nächsten Tag ging es dann mit dem Babypuder dahinter, dass tatsächlich die Resten des Fettes „aufsaugte“. Die Prozedur wiederholten wir über eine Woche und nun sieht Frodos Schwanz fantastisch aus...

... aber dann änderte sich wieder alles. Frodo darf mit der Hundewindel in der Wohnung herumlaufen. Da nun vermutlich alle Mädchen aufnehmen würden, wenn er sie decken würde, bin ich froh um diese Windel. Es scheint Frodo nichts auszumachen, mit der Windel herumzulaufen, aber er hasst es, sie anzuziehen, sodass wir das nur noch zu Zweit schaffen. Gleichzeitig hasst er es, alleine im Zimmer zu sein und versteht natürlich nicht, warum er nicht bei den anderen sein kann. Ist er in der Wohnung, markiert er über kurz oder lang in die Windel. Ich hatte erwartet, er würde sich dazu genieren, weil es doch dann bei seinem Fell feucht ist. Nichts. Das ist Frodo egal. Hat er einmal in die Windel markiert, beginnt es langsam in der Wohnung zu stinken – und Frodo auch. Also nehmen wir ihm die Windeln wieder ab, er muss wieder in sein Zimmer und sich seiner Körperpflege widmen. Stinkt Frodo nach einer Weile noch immer, geht es ab unter die Dusche. Einen Tag nach dem Duschen wird Frodos Schwanz wieder fettiger und die Prozedur mit dem Puder beginnt wieder. Sind wir zu Zweit, darf er mit der Windel in die Wohnung. Nach ein paar Stunden ist die Windel wieder voll und und und... Seufzer. Ja, unser Deckkater gibt viel Arbeit...

Nestor sucht noch immer seinen grünen Vogel und bringt ihn zu mir ins Bad. Werfe ich ihm diesen wieder in den ersten Stock zurück, kommt er bald darauf mit dem Vogel zurück. Wenn ich nicht aufpasse, landet der Vogel nicht vor meinen Füssen, sondern im Wassernapf daneben. Bei uns landet einfach alles im Wassernapf. Warum nur? Muss der Stoffvogel ersäuft werden? Prüfen unsere Coonies, ob es schwimmt? Schwimmen tut nur die Alu-Kugel. Ich hatte letzthin einen Mohrenkopf gegessen und beim Rascheln des Papiers hatte ich dann schnell alle unsere Coonies um mich herum. Also forme ich die Aluhülle zu einem Ball und ab geht die Post. Dann wird aus Zinka eine Fussballerin und alle folgen ihr und versuchen auch einmal an den Ball zu kommen. Schwer. Kommt jemand zu nahe, packt Zinka den Ball mit dem Mund und verschwindet ins Bad. Dort legt sie den Aluball in den Wassernapf und versucht ihn dann mit der Pfote wieder herauszugrapschen. Das endet dann mit einem Wasserbad...

Nachts gehe ich oft nochmals auf die Toilette, bevor ich schlafe. Während diesen Minuten kam in den letzten Tag dann Zita zu mir und warf sich vor mich wie ein Hündlein. Sie wollte gestreichelt werden. In diesen nächtlichen Minuten kann sie ewig schmusen – und ich bin müde. Also gut. Ich nehme Zita mit ins Schlafzimmer, streichle sie und schlafe irgendwann ein. Sie schläft bei uns im Gräbli. Ungefähr drei Stunden kann sie ruhig schlafen, dann ist sie hellwach – und ich dann auch.

Zwei Tage später wiederholt sich die Prozedur, doch dieses Mal kam sie früher – oder ich ging später ins Bett. So las ich noch etwas im Bett, während dem sie sich an meine männliche Seite kuschelte und mich ansah. Sie schnurrte. Dann plötzlich bewegte sich meine männliche Seite und verzog sich. Zita stand da und verstand überhaupt nicht, warum er nicht mehr kuscheln wollte. Sie verstand überhaupt nicht und sah mich ganz fragend an. Mmmhh? Nun gut. Ich nahm sie zu mir zurück, las und streichelte sie. Sie bereitete sich aus, wie wenn sie auf einem (Katzen-) Sofa liegen würde. Sie schnurrte, ich streichelte sie, sie streckte sich und schnurrte. Irgendwann landete ihre Pfote auf meiner Backe, so wohlig war es ihr... als ich fertig gelesen hatte, musste sie allerdings mit mir aufstehen und hinaus kommen. Ich möchte nicht wieder in drei Stunden wach sein.

3 Elemente gesamt

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