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Woche 4 auch schon vorbei
24.06.2013 19:10:50
Heute erlebte ich Überraschung pur! Ich bin es schon gewohnt, dass die Jungs gerne bei den Kitten liegen. Doch warum, habe ich noch nicht so begriffen. Wegen dem guten Futter? Weil immer Bewegung ist? Tatsächlich gleichen die Kitten einem Ameisenhaufen. Es ist nie ruhig, einer bewegt sich immer – ausser nachts, da liegen sie noch immer schön aufgeschichtet zum Haufen im Nest, in der hintersten Ecke. Was ich sehe, ist der fauchende Frodo liegt umgeben von Kitten, hat sich eines gepackt und leckt es von vorne bis hinten ab. Ich bin platt vor Staunen! Hat Gini hier gerade ihren Kindergärtner angestellt? Sind die Kitten nun doch in der „Kita“?
Mein erstauntes Auge ist nicht blind, Frodo! Ich habe es gesehen und ich goutiere das überhaupt nicht! Zum Wasch-Abschluss wird das Kitten gebissen und mit den Pfoten spielerisch geschubst. Hallo Frodo, das sind keine Mäuse! Auch später beobachte ich, dass die Jungs die Kitten immer wieder beschnuppern, vielleicht lecken, Frodo sie ab und an beisst, und sicher beide Male ihre Pranken ausfahren. Neuerdings habe ich meine Jungs mal wieder stark im Visier. Finde ich sie gerade nicht, suche ich sie, nur um sicher zu sein. Nestor liegt nun in der Duschkabine und Frodo im Bad. Wissen sie, dass ich sie heute duschen will? Wir gehen nächste Woche mit unseren Jungs an die Katzenausstellung. Wir brauchen für die Zucht für Frodo ebenfalls eine Auszeichnung (V) und mein Partner will unbedingt unseren hübschen Nestor vorführen. Hoffentlich geht das nur gut. So oder so ist nun intensivere Pflege angesagt, wie bürsten oder eben mal duschen. Das Duschen haben wir mit Frodo von Beginn an geübt, damit wir kein Katzentheater haben. Zuerst kommt Nestor dran und einmal nass sieht man mal die wirkliche Katze. Sonst besteht er ja nur aus Fell. Macht er das Männchen vor der Duschkabinentüre, ist es sowieso perfekt, dann ist der Bauch auch gleich gewaschen. Mit dem anschliessenden Föhnen haben wir schlechte Erfahrung gemacht, sodass wir unsere Liebsten mit einem Tuch abrubbeln. Auf alle Fälle haben die Jungs sicher trotzdem Nachtarbeit vor sich, bis sie sich selbst trocken geleckt haben und mit ihrem Äusseren zufrieden sind. Auch bei Frodo klappt das flott weiter, nur dass er immer unbedingt auf meinem Oberschenkel sitzen muss. Ja, aus seiner Sicht muss wohl Strafe sein und ich muss mitgeduscht werden – oder macht es zu zweit mehr Spass? Auch das habe ich noch nicht herausgefunden, aber es klappt. Frodo ist sehr, sehr stolz auf sein männliches Säcklein und einzig wenn ich das waschen muss, wird der grosse, starke Frodo zur kleinen Mimosa und miaut herzzerreissend „ich bin der Ärmste“…
Nun habe ich es gesehen: unsere zwei kleinen Zarah und Zeus waren bei den letzten, die an die Zapfsäule kamen. Eigentlich heisst es ja bei den Säulen, hinten anstehen, nicht so bei den Zitzen. Die zwei kämpften regelrecht um die letzte – oder beste? - Zitze, während dem die anderen seelenruhig dalagen und tranken.
Weil Gini selten mehr im oberen Stock war, haben wir ihr das Trettkissen zu den Kitten gebracht. Eigentlich wäre es ein weiches Schlafplätzchen, das sie jedoch nur für ihre Vorderpfoten-Dehn-Übungen benötigt. Neuerdings wurde es von den Kitten erobert. Dann kann es schon mal vorkommen, dass sieben in diesem kleinen Kreisel-Kissen liegen. Die kleinen drei Jungs haben eine besondere Begabung, sich an ihr Plätzchen zu kuscheln und sich klein zu machen. Bei den Mädels kristallisieren sich jedoch schon Rechts- und Links-Pfoter heraus; sie liegen da wie Gini: längs und eine Pfote vorgestreckt. Bei Gini ist das zu 95% die linke Pfote, ebenso wie sie mit der linken Pfote frisst und mit der linken Pfote mit dem Wasser spielt.
Unsere Gini mutiert zum Kuscheltier! Eigentlich kuschelte sie bis jetzt nicht so gerne und wenn dann nur mit Männern. Neuerdings liebt sie es, sich in ihre Babys hinein zu kuscheln und hat sogar gar nichts dagegen, wenn sie nach dem Trinken bei ihr schlafen. Ja, Mutterschaft verändert scheinbar. Das hat es, so oder so. Während der Schwangerschaft dachten wir schon, dass Gini eine schwarze Katze wird, weil ihr Fell so abdunkelte; v.a. am Kopf. Doch nun ist ihr Kopf wieder schlank und dass Fell wieder heller.
Abends, bevor ich weggehe, füttere ich die drei am Verhungern wirkenden Coonies. Heute bekommen sie etwas Pouletfleisch unters Nassfutter gemischt. Ups. Ich scheine die Portion für den nächsten Tag in der Eile auf der Küchenkombination vergessen zu haben, denn abends liegt das Gefrier-Säcklein bei meinem Partner auf dem Pult – ohne Poulet. Soso, ich scheine zu wenig gefüttert zu haben. Doch wo nur haben sie das Poulet gefressen und wer? Spuren sehen wir auf dem Parkett keine. Ich vermute mal, dass Nestor, der Clevere, das Säcklein geöffnet gebracht hat, die Poulet-Stückchen herausgefischt hat (denn es hat nur ein Loch auf der Seite) und Gini und Frodo die Stückchen gefressen haben. Warum ich das so annehme? Wir haben eine grössere Plastikbox, gefüllt mit Zeitungspapier. Manchmal verpacke ich zwei Trockenstengel in einem Budget-Säckli, knöpfe es zu und verpacke das Säckli in Zeitungspapier. Wer das Päckli findet? Nestor. Voller Stolz bringt er das Ganze in die Küche. Frodo nimmt das Zeitungspapier zum Spielen, Nestor widmet sich dem Säcklein, öffnet es mit den Vorderpfoten und bringt die Stängel heraus. Doch bis er soweit ist, sind Nestor und Gini schon zur Stelle und helfen beim Fressen, resp. fressen Nestor die Stengel weg, resp. er ist Gentleman und schaut zu...
Bei Gini legen wir die geteilten Trockenstängel in ein ausgewaschenes, grosses Gurkenglas. Dort fischt sie die Stängel gekonnt heraus. Manchmal schafft sie es auch auf Anhieb, das Glas umzukippen und die Stängel liegend herauszufischen. Frodo schaut zu und schnappt sich jeden Stängel, jedes Krümel, dass er kriegen kann. Doch Gini ist da etwas schneller und holt nur so viel heraus, wie sie gerade fressen kann, frei nach dem Motto, hol dir deinen eigenen Stängel.
Und vor dem Zubettgehen liegt Frodo selig vor den beiden roten Katerli und leckt sie hingebungsvoll. Zino und Zeus sehen so aus, wie wenn sie lieber schlafen würden, doch sie halten Frodo ihr Hinterteil brav, aber zaghaft hin. Und dann, urplötzlich, zack ist die fiese Pranke ausgefahren und schon gebissen. Hallo Frodo? Hör sofort auf! Saperlot! Ganz leise machen sich die Zwei aus dem Staub, aber Frodo versucht sie noch zu halten. Da kommt schon das nächste Kitten, Zarah. Sofort schnuppert Frodo, will auch sie packen und zieht sie in das kleine Kitten-Wassergeschirr. Doch Zarah ist schnell und ergreift sofort die Flucht, auch wenn sie jetzt nass ist. Nun kommt Nestor ins Laufgatter hinein gesprungen und sofort bekommt er Frodos Pranken zu spüren. Nestor ist gerade nicht nach Körperkontakt und ergreift schnell die Flucht. Frodo hinterher. Wie diese Rauferei ausging, weiss ich nicht. Vermutlich mit vielen Haarbüscheln... Was ich hier nach einem langen Abschnitt aussieht, passierte alles Sekundenschnell, sodass ich nicht eingreifen konnte. Doch nun bin ich gewarnt und „sehe“ dem kleinen Würli mehr auf die Pfoten.
Später an diesem Tag gab es die erste Kitten-Fütterung mit Nass-, resp. Baby-Futter. Weil scheinbar alle Kitten ins Futter stehen und wir noch nicht wissen, wie 7 auf einen Schlag fressen sollen, nehmen wir den grössten Teller, den wir finden. Dann platzieren wir alle der Reihe nach um das Fleisch herum. Doch nun waren Gini und die Jungs mehr daran interessiert, um die Kitten herum ans Futter zu kommen. So geht das nicht! Raus mit Euch! Sollte eine Mutter nicht ihren Kitten den Vortritt lassen? Und ein neuer Versuch startet. Wir versuchen es immer wieder, übrig bleiben zwei. Zinka und Zorro fressen sich ihre kleinen Bäuchlein voll, die anderen wollen lieber spielen. Erst als sie genug haben, darf Gini den Rest haben und als Dank dann noch zwei Kitten säubern, die mit Händen und Füssen gegessen haben.
Den nächsten Fütterungsversuch machen wir tags darauf. Dieses Mal wählen wir diese ganz kleinen Kitten-Geschirre, die wir in der Landi gefunden haben. Die sind so ideal, dass Zinka und Zorro überhaupt nicht ins Fressen treten müssen. Perfekt! Sie haben ja schon Tischmanieren! Nur die übrigen 5 interessiert das Futter nicht; überhaupt nicht! Ja und so geht das bis heute weiter.
Dazwischen ist aus meinem Clown ein Ausreisser geworden! Vermutlich haben unsere grossen Coonies bei ihren Sprüngen die Abschrankung zum Laufgatter verschoben, sodass sich ein kleiner Spalt auftat. So war ich morgens urplötzlich hellwach, als ich aufstand und wenige Schritte vor der Schlafzimmertüre ein unbekanntes etwas sah. Zarah war ausgebüxt! Gini war schon im Anmarsch und ich brachte beide wohlbehalten zurück. Liebe Zarah, gut weiss Gini – noch – nicht, dass man Kitten, die sich unerlaubt und zu weit vom Nest entfernen, die Schnauzhaare ausrupft! Da wir das die vorige Woche erfuhren, nehmen wir auch diesen Punkt neuerdings in unsere tägliche Prüfung auf. Und natürlich führen wir weiterhin Buch über die – bis jetzt nur – Zunahmen unserer Kitten.
Über das Wochenende hatten die Kleinen ganz viel zum Aufnehmen und wir ganz viel Zeit. Oft liegen sie zu 7. in dem runden, weichen Kissen; aufgeschichtet, nebeneinander oder querbeet. Einmal habe ich das ganze Kissen mitgenommen und es mir auf den Schoss gelegt. In vielleicht 50cm Abstand haben mich 7 Köpfe angesehen und angestaunt; ein unbezahlbarer Anblick. Noch spannender wurde es Minuten später, als alle Kitten gleichzeitig aktiv wurden. Da war nichts mehr mit streicheln und knuddeln, jetzt wollten sie raus. Noch einmal durch zählen, dann geht es zurück in den Laufgatter. Mein Hobby; ich zähle dauernd auf 2 (die roten Kitten) und 5 oder auf 7. Alle anderen Zahlen lassen mein Puls höher schlagen und mein Blick unruhig werden. Hat eines wieder ein neues Versteck gefunden? Falsch gezählt? Nein, eins liegt versteckt unter den anderen...
 
Woche 3/4
20.06.2013 13:16:10
Jetzt ist es passiert! Es musste so kommen. Ich habe mich in jedes einzelne Kitten verliebt. Sie sind einfach so süss. Ich bemühe mich, in den kommenden Zeilen das Wort süss nicht zu oft zu verwenden. So wieder der Reihe nach.
Anfangs waren die Kitten einfach kleine Wesen, sie schliefen, sie saugten, sie wuchsen. Dann öffneten sie eines um das andere die Augen. Lange sah man den Schatten auf den Augen und vermutlich sahen sie nur wenig, dafür hörten sie umso besser. Nun ist der Schatten aus den Augen verschwunden und kaum hören sie ein Geräusch, geht ihr Köpflein in diese Richtung. Kommen wir, sehen sie uns mit ihren grossen, blauen Knopfaugen an.
Aktuell ist mein liebstes Hobby, einfach den Kitten zuzusehen. Überrascht habe ich vor ein paar Tagen festgestellt, dass sie sich schon mit der Zunge putzen. Der Ablauf scheint noch mehr zufällig zu sein. Zino lag letzthin auf dem Rücken, putzte seine Vorderpfoten und sah seine Hinterpfote. Mit der Vorderpfote packte er die Hinterpfote und brachte sie zur Zunge. Dummerweise kam die Hinterpfote nicht mit und die Vorderpfote wurde nochmals geputzt.
Die heissen Tage nutzen auch wir und verlegen das Wohnen auf den Balkon. Zwischendurch gehe ich nach drinnen und höre ein Mädel lautstark schreiben. Gini hört sie scheinbar nicht, weil sie noch immer auf dem Balkon ist. Ich hole das Mädel, sie schreit weiter und gehe mit ihr zu Gini. Sofort ist Gini in „Habacht-Stellung“, will sofort zum Mädel und ich bringe beide zurück. Doch auch im Nest schreit die Kleine weiter. Gini schleckt sie und irgendwann gurrt sie mich fragend an „Was soll ich tun?“ Doch ich kann nicht helfen. Das muss sie in ihrer Sprache lösen! Endlich ist die Kleine an der Zapfsäule und beruhigt sich.
Uuuuuuuppps. Schreibpause. Ich werde soeben von 6kg Fell beehrt, die geknuddelt werden wollen. Und jetzt habe ich selbst ein Fell... und eine dreifache Heizung; Sonne, Notebook und Nestor... Mal sehen, ob ich weiterschreiben kann...
Abends legen wir sie auf das Gästebett, sodass wir sie alle ansehen können. Doch die Kitten haben keine Zeit zum Knuddeln oder Kuscheln. Innert kürzester Zeit haben wir 7 Spürnasen vor uns. Sie riechen und schnuppern herum, als wären sie Hunde. Ja, an Duftnoten gibt der Überwurf sicher viel her, liegen doch sonst die anderen drei Coonies hier. Doch das Wiegen hat Vorrang, schnüffeln können sie auch später wieder. Wir bemühen uns, immer um die ähnliche Zeit zu wiegen. Trotzdem verfolgen wir mit Schrecken, dass drei Kitten über Tage kein Gewicht zunehmen. Müssen wir Gini mehr füttern? Wir rechnen nach: 7x 20g gewünschte Zunahme gibt doch 140g. Nun bekommt Gini eine Portion von ihrem geliebten Nassfutter am Morgen und eine geteilte Portion am Abend. Trockenfutter steht überall, sogar Kittenfutter hat sie zur Verfügung. Nur leider stibitzen die Jungs davon.
.... Puh, mein Kater hat auch zu heiss bekommen und ist jetzt gegangen... aber leider hat er nicht sein ganzes Fell mitgenommen. Es ist ja nett, dass sie immer teilen wollen, doch ich liebe es, ohne Körperbehaarung zu sein... Aber scheinbar machen sich schwarze Haare auf einem weissen Shirt besonders gut. Nestor putzt sich am Boden weiter und wird von Frodo von hinten angegriffen. Nestor will nicht und läuft davon. Frodo gibt noch nicht auf und geht nach. Nestor versetzt sicherheitshalber mit der linken (?) Pfote einen Schlag auf Frodos Kopf, doch der stürzt sich wieder von hinten auf Nestor… und schleckt ihn. Dann wird es Frodo doch zu blöd, er dreht sich um, wirft sich auf den Boden in Löwen-Geniesser-Position (sich elegant hinlegen kann er noch nicht) und schläft ein.
Die letzte Woche habe ich die Kitten in einer grossen Schale mit nach draussen genommen. Doch das war ein Fehlentscheid gewesen. Sofort war Gini hellwach und wollte jedes einzelne Kitten zurückbringen. Sie wollte sie dort packen, wo sie sie gerade erwischte – am Ohr, am Hinterteil, am Pfoten,... Sofort stoppte ich die Aktion und brachte alle zurück, begleitet von einer aufgeregten Gini. Ein paar Tage später wiederholte ich die Aktion, stellte die Schale aber auf den Tisch. Solange keines Schrie, war alles tipptopp, doch wehe... Irgendwo anders hinbringen war also nicht ok. Doch im Katzenzimmer wurde es immer heisser und ich hatte das Gefühl, dass doch die kleinen auch mehr Raum brauchen. Eigentlich dachten wir, dieser Zeitpunkt würde erst später kommen, aber ja, nun war er da. Wir legten das gekaufte Laminat-Stück vor das Pult zum Schutz auf das Parkett und sperrten das hintere Teil des Zimmers ab. So haben wir nun den Laufgatter für unsere Kitten kreiert. Die Plattformen bilden das Pult auf der einen Seite und der Katzenbaum auf der anderen Seite und mittendrin die „Spielwiese“:
Während der Installation dieses Laufgatters traute Gini der Sache überhaupt nicht. Sie legte sich wie eine Absperrung vor ihre Kitten und lies keines vorbei. Die wollten auch gar nicht mehr vorbei, denn jetzt war wieder saugen angesagt. Clever!
Am ersten Tag kamen die Kitten nur wenig heraus, am zweiten schon mehr und am dritten ist der Raum beansprucht. An Spielsachen sind sie – noch – nicht interessiert. Noch müssen für alles die Geschwister herhalten – zum Beissen, zum darüber Kriechen, zum Einkuscheln, zum Putzen und Schlecken, einfach für alles. Ihre Bewegungen wirken noch etwas unkontrolliert. Anfangs war die kleine, zarte Zarah die aktivste. Sie nahm und nahm nicht zu und war immer auf den Beinen. Es sah so aus, dass sie entweder springen, sitzen oder schlafen konnte. Auf alle Fälle ist sie ein unruhiges Kind, immer an vorderster Front und am Ausprobieren. Sie ist mein Clown – oder haben wir hier ein Ritalin-Kind? Bewegt sich Zarah vorwärts, macht sie gleich einen Sprung, wie ein Frosch und meisten stösst sie dann mit einem Geschwister zusammen. Zino und Zorro, unsere Schwergewichte, schlafen viel und lieben die leicht erhöhten Plätzchen. Gibt es keine, erfinden sie welche. Zinka ist die absolut schwerste. Noch immer prüfen wir ihr Geschlecht. Aber scheinbar weiss sie einfach nur, welche Zitze am ertragreichsten ist. Zinka und Zena schauen mich immer mit ihren übergrossen blauen Knopfaugen an. Will ich sie streicheln oder halten, protestieren sie schon. Zita beobachtet alles, ist ruhig und bedacht – noch. Ja und dann fehlt noch Zeus. Er schläft auch gerne, aber ist geradeso gerne aktiv und rennt herum. Noch ist er ein Kater-Leichtgewicht. Doch Zeus und Zino sind schon jetzt total verschmust und lieben es, am Bauch gekrault zu werden. Ich habe lange immer gedacht, dass wenn alle an den Zapfsäulen hingen, dass ich das Gurgeln höre, wie wenn ich von einer Flasche Flüssigkeit in ein Glas leere. Ich hatte mich sehr stark getäuscht. Zeus und Zino belehrten mich: sie schnurren! Ich musste sie mir an mein Ohr halten, damit ich sie mit Sicherheit hören konnte. Doch so schnell, wie das Schnurrgeräusch kam, so schnell ist es wieder weg. An ab. An ab. An ab...
Mit der Eröffnung des Laufgatters bekamen die Kitten Besuch. Nestor legte sich oft einfach mitten drin hinein oder leicht erhöht. Er sah dem Treiben zu, aber wenn eines zu nahe kam, bekam es seine Pranke zu spüren. Einmal packte er eines sogar und zu meinem Erstaunen putzte er dann den Kopf. Hat er das Gini abgeguckt? Das habe ich bei Gini beobachtet. Wann immer ich beobachte, dass Zarah wieder den Clown macht, versuche ich sie an die Zitze zu bringen. Einmal hat Gini sie dann geputzt, Zarah wollte nicht. Sie hat sich wörtlich mit Händen und Füssen gewehrt, doch sie wurde von Gini auf den Rücken gelegt. Dann wollte Zarah davon kriechen und Gini hielt sie mit einer Pfote zurück, als das noch nichts brachte, hielt sie sie mit zwei Pfoten zurück und gurrte dazu ständig. Neuerdings ist Gini in gurrender Dauerkommunikation.
Zurück zu Nestor. Besuch meinte, er sei der reiche Onkel. Ich denke, Nestor wechselt in seiner Rolle zwischen Onkel und Kindergärtner ab. So oder so scheint er es spannend zu finden. Ganz anders da Frodo. Er ist der böse Onkel. Er stibitzt ebenfalls Futter – und erbrach es mir dann. Nerv! Er kann es auch nicht lassen und muss auch in das Laufgatter. Er kann partout nicht verstehen, warum dort so viel Spielzeug liegt, wo er so gerne spielt. Doch wehe eines kommt ihm – wohl eher umgekehrt – zu nahe, dann faucht er. Wahrscheinlich ergiesst sich sein ganzer Mundgeruch auf die kleine Spürnase, die sicher erst einmal genug hat und kehrt macht. Dabei möchte doch Frodo einfach nur gerne dazugehören – und seine Menschlein nicht mit noch mehr Katzen teilen. Gut weiss er nicht, dass er bald noch mehr Action hat, denn die Kleinen wachsen ja noch.
Gini lag schon vorher oft vor der Wurfbox und das behielt sie bei. Diese war nun jedoch im Laufstall. Das heisst, die Milchbar ist eröffnet... die Kitten kommen raus, gehen an Ginis Zitzen, gehen wieder oder schlafen beim oder nach dem Trinken ein. Nun hat sie ziemlich keine Zimmerstunde mehr. Vielleicht verbringt sie deshalb auch oft Zeit in der Küche? Wenn die Jungs nicht auch dort sind, passt mir das nicht nur. Gini vertraut den Jungs blind und lässt sie mit den Kitten alles machen. Da ging wohl der Beschützer-Instinkt gegenüber Katzen verloren. Wieso dürfen die Jungs und ich nicht? Nein, Spass beiseite: noch achten wir sehr genau, wo die Pfoten unserer Jungs sind und wie samten sie wirklich sind...
Alles in allem liefert das sicher genug Gründe, warum die Kleinen so süss sind!
Woche 3
18.06.2013 14:46:18
Nachdem unser Trinkbrunnen seinen Geist aufgab, hatten wir einen neuen bestellt. Doch mit diesem begann der Ärger. Aus uns nicht verständlichen Gründen stank das Wasser immer innert kürzester Zeit nach Keller. Nach zig Reinigungen gaben wir schliesslich auf und wechselten zu grossen Plastik-Trinkschalen für grosse Hunde. Damit haben wir nun viel weniger Ärger und zuerst auch weniger Geplansche. Doch seit Gini wieder mehr Freizeit hat, wird sie auch wieder aktiver. Letzthin haben wir ihr beim Waschen zugesehen – und hätten wir das nicht mit eigenen Augen gesehen, würden wir es nicht glauben. Sie hat tatsächlich ihre rechte Pfote ins Wasser gehalten, diese geputzt und dann damit hinter ihrem Ohr geputzt. Ist das nicht raffiniert? Weniger raffiniert sind ihre anderen Aktionen. Wenn sie nicht der Schale einen Stoss gibt, pflatscht sie mit ihrer Pfote voll aufs Wasser, sodass alles verspritzt. Ich weiss nicht, ob sie das kürzlich auch gemacht hat, als Frodo am trinken war. So oder so war Frodo am Kopf nass, war voller Panik in einem riesen Jump auf und davon gesprungen... und zog eine nasse Spur hinter sich her.
Letzthin hatten wir nach einer Tour ein Gespräch über die KITA, dass uns etwas in Verlegenheit brachte. Dieses Thema hatten wir völlig vergessen. Müssen wir Gini eigentlich auch fragen, ob sie ihre Kitten in die KITA bringen will?
Im Moment haben wir bei uns sowieso eine haarige Sache. Gini lässt ihre Haare im Nest und büschelweise auch in der Stube herumfliegen, Nestors Haare sind wie Menschenhaare, mehr gerade und lange und liegen auch überall herum, ja und Frodos Haare sind weich und flauschig und fliegen überall in der Luft herum. Wenn wir nicht jeden Tag den Parkett wischen, haben wir bald einen Teppichboden.
Gut sind die kleinen Z-Kitten noch in ihrem Nest. Die einen sind schon wagemutig und versuchen sich an den Nest-Rand vorzuwagen. Auch ist es so, dass wenn wir zu ihnen kommen, sie uns hören, dann heben sie ihre Köpflein und öffnen ihre Augen und sehen uns an. Erwartungsvoll. Wir versuchen nur hinzugehen, wenn Gini auch schon da ist, oder Gini gerade zum Nest geht. Sie ist ein cooles Teilzeit-Mami und schaut völlig für sich, dass ihre Bedürfnisse auch gedeckt sind. Sie liegt öfters mal stundenweise irgendwo, mal in der Nähe ihres Nestes, mal entfernter, kann aber auch urplötzlich aufstehen und zum Nest eilen, ohne dass wir vorher einen Laut gehört hätten. Während dem Essen liegen unsere drei grossen Coonies sowieso irgendwo in unserer Nähe. Deswegen ist für uns noch immer ein guter Zeitpunkt abends nach dem Essen die Kitten zu wiegen und anzusehen. Noch immer nehmen sie stetig zu und bald habe sie in unserer Hand nicht mehr Platz und sie können sich nicht mehr hinein kuscheln. Ausgerechnet wenn mein Partner sie in die Hand nimmt schreien sie lautstark und wehren sich und ausgerechnet bei mir bleiben sie ruhig und lassen sich streicheln und kraulen. Ich schwöre es, sonst ist es immer umgekehrt.
Die Köpflein sind noch riesig, ihre Mündlein klein und unter dem Kinn lieben sie es, gestreichelt zu werden. Es ist so süss, sie an ihren kleinen Bäuchlein zu streicheln. Beim Brustkorb spüre ich jeden Knochen, beim Bauch ist eine kleine Verhärtung von der Nabelschnur und beim Knuddeln des Bäuchleins strecken sie alle Vier von sich. Selbst ihre Schwänzlein haben schon Kraft und in der Zwischenzeit können sie ihre Krallen auch „einfahren“ (vorher waren sie immer „ausgefahren“).
Nachmittags schlafen unsere Coonies in der Regel tief und fest. Einzig Gini ist manchmal auf der Wanderschaft. Gebe ich ihr dann einen Futterstengel, den sie freudig nimmt und sofort verschlingt, ist garantiert, dass die Jungs sofort wach sind und auch dastehen. Wie sie das nur immer hören?
Ich getraue mich schon fast nicht mehr von Frodo und seinen „Geschäfts-Eskapaden“ zu schreiben. Doch dieses Mal hat er es geschafft, mit seiner ganzen Hinterpfote, die volle Länge, in seine eigene Pisse zu stehen! Sein Hinterteil stinkt wie ein nie geputztes Pissoir... sagt mein Mann... Und wieder geht es unter die Dusche. Als Nestor auch noch mit Durchfall beginnt, reicht es mir. Jetzt muss eine Lösung her. Irgendetwas scheint bei den Jungs mit dem Futter zu sein. Nebst Trockenfutter bekommen sie nun Chamomilla und Arsen. Ich bin beeindruckt. Innert kürzester Zeit haben wir wieder zwei sehr aufgeweckte Kater Zuhause, die nun wieder allerlei Schabernack anstellen (aber auch unglaublich liebesbedürftig sind). Innert einem Tag konnten wir Nestor zusehen, wie viel besser es ihm ging. Das schlechter gehen war so langsam gekommen, dass es uns gar nicht auffiel. Doch nun sehen wir die Unterschiede wieder. Bei einem Menschen würde ich sagen, sein Gesicht strahlt und ist völlig aufgeblüht. Irgendwie fühlt es sich bei Nestor ebenso an...
In den letzten Tagen haben wir Gini separat gefüttert, da sie die einzige war, die Nassfutter bekam. Wir nutzten die Gelegenheit und gaben ihr das besonders reichhaltige Kitten-Nassfutter. Früher haben wir ca. 50g pro Katze Nassfutter gegeben und Gini hat nun soeben 150g verputzt! Sobald Gini ein Geräusch hört, dass sich nach Essen oder Futter anhört, steht sie neben an – auch wenn es ein Schoggiriegel ist. Sie scheint immer Hunger zu haben und trinkt sehr viel. Gefüttert haben wir sie im Katzenzimmer. Sie hat das nicht auf Anhieb begriffen, weil wir unsere Coonies sonst immer in der Küche füttern. Aber einer, der hat das sofort begriffen: Nestor. Nur musste er vor der Türe warten. Ging ich nachsehen, ob Gini gefressen hatte und es war garantiert kein Nestor in der Nähe, öffnete ich die Türe und spätestens dann huschte er hindurch. Nun gut, dann liess ich ihn die Resten auslecken.
Frodo hingegen ist ein Alles-Fresser. Vermutlich waren auf seinem Speiseplan nun mehr Spinnen und Fliegen. Ich habe schon von Verwandten und Bekannten gehört, dass es dieses Jahr schon so viele Fliegen geben soll. Wir haben garantiert kein Fliegen-Problem in und um unsere Wohnung herum. Bei uns steht vermutlich vor jedem Fenster „Eintritt für Fliegen erlaubt; Austritt nicht gewährleistet“. Deswegen haben wir auch an den grossen Fenstern die Vorhänge abgenommen. Wenn unsere Coonies Fliegen hören, vergessen sie ihre gute Kinderstube und Erziehung...
Ich bin überglücklich, dass es unseren Coonies wieder besser geht und ich nicht jedes Mal nachsehen muss, ob das Hinterteil auch wirklich sauber ist. Der Stuhl ist generell wieder fester; einzig Frodo braucht wohl noch einen Tag. Warum ich das weiss? Ich mag es überhaupt nicht, wenn es in der Wohnung nach Stuhl stinkt und ich vermute, dass es unseren Coonies ebenso geht. Sie gehen auf ihr Klo, morgens, wenn wir aufgestanden sind oder abends, wenn wir duschen und garantiert, bevor wir ins Bett gehen. Es ist wie wenn sie ihr Geschäft so planen und extra warten, sodass wir auch sicher putzen können. Das ist sehr anständig von ihnen.
In dieser Woche hat Frodo auch „den Sprung“ geschafft. In unserer Dachwohnung bewohnen unsere Coonies zusätzlich die Teppichetage. Das ist der Hohlraum zwischen den gefangenen Räumen und dem Dachgiebel, den wir mit einer mit Sisal-umwickelten Latte für sie zugänglich gemacht haben. Auf der einen Seite ist das Beduinenzelt und mit einem Sprung von sicher 1.5m kommen sie auf die andere Seite zum Plastikzelt. Ich hatte aufgeräumt und nachgesehen, ob noch alles in Ordnung war. Da kam mir Gini schon die Leiter nach. Alu-Leitern hochklettern kann sie mit grossem Talent. Sie kommt hoch, aber nicht runter. Da sah, besser hörte Frodo den Plastik das erste Mal. Ich nahm ihn hoch, damit er alles beschnüffeln konnte, aber dann nahm ich ihn wieder hinunter. Das passte ihm überhaupt nicht. Sofort ging er die Katzen-Leiter hoch und zack sprang er. Ich konnte kaum zusehen, so schnell war er wieder oben. Chapeau! Ich bin beeindruckt! Jetzt wird das Plastikzelt mit einem lauten Rascheln auseinandergenommen, die Mäuse ausgegraben und das für ihn neue Spielzeug ausprobiert. Ein Katzen-Spielplatz. Doch nun ist auch das letzte Fleckchen gestrichen, wo Nestor seine Ruhe hatte. Früher schliefen Nestor und Gini oft hier oben, weil sie dann unsere Schlafzimmertüre bestens im Blickfeld hatten. Heute schläft nur noch Nestor da. Dafür nutzt er den kleinen Geschenkskorb, der eine Decke drin hat. Ich staune immer wieder, wie und wo sich diese grosse Katze überall einnisten kann.
Zurück zu unseren Kitten: am Tag danach habe ich die Storen sehr, sehr leise geöffnet, um ja niemanden zu wecken, was mir auch gelang. Gini dankte es mir. Für den darauffolgenden Tag war mir das zu dumm und wir öffneten die Storen bevor wir ins Bett gingen. Wie es weitergeht wissen wir noch nicht. Was wir aber wissen, ist das Stadium des Wachstums. Wir haben garantiert zwei Schwergewichte; eins davon ein Mädel und wir prüfen wirklich noch jedes Mal, ob sie auch wirklich ein Mädchen ist. Ein so grosses Mädchen? Jungs sind doch sonst schwerer. Aber wir haben auch zwei Leichtgewichte und das sind noch immer die zwei Mädels, die am lautesten schreien können.
Unser Nest hat auf 2 Seiten eine leichte Erhöhung. Neuerdings klettern die Wagemutigen auf diesen Rand und purzeln meisten wieder zurück. Doch nun hat es Zeus geschafft. Er hat sich erhaben und erhöht niedergelassen, sich in die Ecke gekuschelt, während die anderen noch zu seinen Füssen in Reih und Glied liegen...
Woche 2
11.06.2013 12:15:26
Mit Beginn der zweiten Lebenswoche der Kitten hört definitiv auch das Fauchen unserer grossen Jungs auf. Das entsprechende Eifersuchtsmittel (Ignatia) wirkte Wunder. Während unsere Jungs Fell-mässig so schön wie eh und je aussehen, bekommt Gini immer mehr Verfilzungen, wird struppig und fettig. Vielleicht reisst sie sich auch die Haare aus, denn neuerdings ist ihr Nest voller Haare und Haarbüschel. Diese Duftnote ist uns um einiges lieber, als die ersten Düfte. Die Blutflecken haben nachgelassen und auch das Nest markiert Gini nicht mehr mit ihrem Hinterteil. Die Kitten bekommen eine angenehme Baby-Duftnote.
Unsere abendlichen Kontrolluntersuchungen weiten sich langsam aus. Sie finden nun unter Nestor's Aufsicht statt. Nestor liegt wie die längste Katze der Welt auf dem Pult und sieht zu. Zwischendurch beschnüffelt er die Kitten und auf seine fiese Pranke achten wir besonders. Wenn Nestor nicht wie ein Hund alles mit seiner Nase beschnüffelt, schickt er auch schon mal seine rechte Pranke vor und holt sich herbei, was er beschnüffeln will. Er lernt nun, dass dies bei den Kitten nicht erlaubt ist. Er darf zusehen, aber nicht mitmachen. So liegt er erhaben wie eine Sphinx neben der Waage und sieht zu.
Gini hingegen findet die Kontrolluntersuchungen überhaupt nicht toll. Sobald eines der Kitten zu schreien beginnt, ist sie völlig aus dem Häuschen und miaut. Schreien können alle, sobald sie alleine gehalten werden. Doch der grösste Schreihals ist das kleinste Kitten. Wie kommt es nur, dass alle ihr Gewicht verdoppeln konnten, nur dieser kleine Schreihals nicht? Im Protestieren wäre es ja schon gut und wer am lautesten schreit bekommt doch zuerst?
Das bringt uns zum nächsten Thema, die Geschlechtsbestimmung. Internet sei Dank, finden wir Bilder zum Abgleichen. In den ersten Tagen war es für uns schlicht unmöglich, ein Geschlecht zu erkennen. Zuerst dachten wir schon, wir hätten sieben Jungs bekommen! Was für eine Tragik, wenn wir doch mindestens drei Damen für unseren potenten Frodo brauchen! Doch mit jedem Tag kam ein Mädchen dazu. Zwischenzeitlich vermuten wir, dass wir 3 Jungs und 4 Mädchen haben... Sicherheitshalber kontrollieren wir das Geschlecht noch immer jeden Tag.
Es ist aber auch einfach so spannend, vor dem Nest zu sitzen und den Kleinen zuzusehen. Wir können fast beim Wachsen zusehen und die Kleinen entwickeln sich immer mehr zu Kätzchen. Sie sehen süss aus, wenn sie gähnen, sich strecken und viele ihrer kleine Bewegungen sind schon wie bei den grossen Katzen. Die Kitten wachsen von Tag zu Tag und brauchen dementsprechend täglich mehr Platz zum Liegen. Ihre Krallen stehen hervor, klein und giftig wie kleine Nadeln. Damit können sie sich hervorragend im Fell ihrer Mutter halten und so auch zu den Zitzen gelangen. Doch gerade diese Krallen geben ihnen auch die Möglichkeit, an Orten hochzukommen, die noch nicht für sie gerechnet sind. Also mussten wir uns etwas Neues für das Nest überlegen. Das Neue war das Alte, was wir von Beginn weg geplant hatten, aber von Gini nicht akzeptiert war. Unter dem alten Holzpult bauten wir nun für sie eine kleine, gepolsterte Höhle mit einer Sperre nach draussen. Gini war beleidigt, dass sie zügeln musste. Dieser vorwurfsvolle Blick hätte – fast – jeden zur Umkehr bewogen. Wir blieben hart. Aber wir rechneten damit, dass sie in der Nacht ihre Kitten zurückbringen würde.
Am nächsten Tag kam für mich ein persönlicher Tiefpunkt in meiner Katzen-Karriere. Nein, nein, Gini war mit ihren Kindern im Nest geblieben. Sie scheint es zu geniessen, dass sie nun mehr Platz hatten. Sie liegt im hinteren Teil und die Kitten sind im vorderen Teil schön aufgeschichtet. Wir haben mit Kissen das Nest noch verkleinert, doch die konnten wir bald herausnehmen, sodass die Kleinen mehr Platz zum Kriechen haben. Sie bewegen sich noch auf alle möglichen Arten vorwärts; mit Abstossen an den Geschwistern, auf dem Rücken, wackelig und zittrig auf den Vorderpfoten, ... Der Tiefpunkt war ein anderer. Für heute hatte ich am Morgen genügend Zeit eingeplant. Wir putzen die Katzen-Klos am Morgen meistens in zwei Durchgängen – einmal ganz früh und einmal etwas später und beide Male ist es nötig. Ich höre, wie der zweite Coonie am Werk ist und denke, das muss ein Goldgräber sein, der das ganze Katzen-Klo auf den Kopf stellt. Das kann nur eine; Gini. Ich gehe zu den Katzen-Klos, als Gini schon draussen vor der Türe steht. Mich trifft der Schlag! Ich packe Gini und verfrachte sie zurück ins WC. Schockiert stehe ich vor der Türe und sehe mir diese verschissene Situation an. Das Weinen war mir zuvorderst, doch der Ekel überwog. Erst da sah ich, dass ich den falschen Übeltäter erwischt hatte. Frodo hatte nicht nur ein verschissenes Hinterteil, auch sein Bauch und bei seinen vorderen Pfoten waren noch Resten von seinem Geschäft. Ich packte ihn und sperrte ihn in die Duschkabine. Nestor hatte Mitleid mit dem laut miauenden Frodo und weilte auch in der Dusche. So schloss ich die Türe. Auf Knien putze ich die Spur der mmhh Stückchen, Tropfen, Striche und Spritzer. Beim WC waren es noch viele, doch die Spur führte weiter zum Esstisch und zurück. Habe ich alles erwischt? Auf dem Parkett ist die Unterscheidung leider nicht immer so einfach. Ich nehme den Boden auf und setzte die Küche und das Esszimmer unter Ginis Beobachtung unter Wasser. Danach geht es mit einem wütenden Frodo unter die Dusche. Er ist so wütend, dass er sich dauernd schüttelt. So werde natürlich auch ich komplett nass und muss duschen, nachdem ich Frodo trocken gerubbelt habe. Ja, jetzt ist der Moment, wo ich Frodo mit dem Schild „Gratis abzugeben“ an die Strasse stellen könnte. Über Nacht hat er das Kitten-Futter von Gini gefressen...
Natürlich war ich gnadenlos zu spät für meinen Termin. Doch irgendwie kam dieser Tag dann doch noch gut, bis ich wieder nach Hause kam. Frodo war auf dem Esstisch und hatte mit dem Wasser der Blumen gespielt. Er hatte in den letzten Wochen schon mit den   Orchideen-Wurzeln gespielt, eine Orchideen-Blüte und Blätter der eingestellten Rosen herunter geschlagen. Ich werde jedes Mal rasend vor Wut. Der Esstisch ist Menschenbereich und Katzen-freie Zone. Nestor und Gini wissen das und verlassen den Tisch immer, bevor wir es sehen, sodass ich nichts sagen kann. Nicht so Frodo. Er lässt sich – noch – ertappen. Doch unser Esstisch ist mir heilig. Nicht nur, weil er zum Essen für Menschen gedacht ist, sondern auch weil er ein Hochzeitsgeschenk ist. Er ist aus Baumnussholz und Schiefer und alles andere als katzentauglich. Doch deswegen kann und will ich ihn doch nicht weggeben! Jeder Kratzer und „Hick“ im Holz schmerzt ebenso wie die Wasserflecken vom Rosenwasser im Schiefer. Auch Katzen können lernen! Frodo muss zur Strafe in die obere Etage, die über die Katzenleiter zugänglich ist. Jedes Mal, wenn er herunterkommen will, klatsche ich und sage ihm, dass er wieder nach oben muss. Er probiert es sicher 3x und kehrt jedes Mal wieder auf der Leiter um. Frodo ist sehr geschickt! Er schafft es als Einziger, auf der vielleicht 8cm breiten Katzenleiter, sich umzudrehen! Für die nächste Stunde bleibt er beleidigt oben, schläft und liegt wie ein Manta-Fahrer auf der Kante. Übrigens sind alle unsere Coonies wiedergeborene Manta-Fahrer. Meistens hängt die rechte oder linke Pfote herunter, die andere Pfote angezogen und den Fuchsschwanz haben sie auch immer dabei...
Zurück zu Frodo. Er hat nichts gelernt. Bevor wir ins Bett gehen ist er wieder auf dem Esstisch und sein Geschäft vergraben kann er auch noch immer nicht. Am nächsten Morgen landete die ganze Hinterpfote im „Dreck“. Doch dieses Mal waren wir gewarnt und standen vor dem Katzen-Klo Wache und konnten Schlimmes gleich verhindern. Leider blieb es nicht bei Frodo, als nächstes hatte Nestor Durchfall. Wir standen vor einem Rätsel und wussten nicht weshalb. Sofort behandelten wir alle drei entsprechend und setzen bei den Jungs das Nassfutter ab. Nun gibt es nur noch jenes Trockenfutter, dass sie schon lange kennen. Wir prüfen nun, was sie vertragen, bis uns in den Sinn kommt, dass vielleicht die Innereien anfangs Woche bis Mitte Woche Schuld gehabt haben könnten.
Bei den Kleinen geht es wacker vorwärts. Man kann ihnen förmlich zusehen, wie sie wachsen. Nun haben alle die Augen offen und gemäss Anweisungen von unserer Katzen-Mutter überprüfen wir auch täglich, ob mit den Augen alles gut ist. Hopla; eins der Mädels hat das linke Auge verschlossen, was wir sofort mit heissem Wasser putzen. Die Kamille hat es einfach noch nicht in den Einkaufskorb geschafft. Doch bereits am Abend ist alles wieder gut.
In dieser Woche vergaben wir die Namen, nachdem wir mit den Geschlechtern sicher waren. Die Namen finden ist das eine, die Namen geben das andere und die Namen zum richtigen Kitten zuordnen und behalten, das nächste. Letztes und dieses Jahr werden in der Schweiz die Kitten nach X, Y und Z benannt. Da wir dieses Jahr keinen Wurf mehr haben werden, entscheiden wir uns für den Buchstaben Z, auch wenn wir alle drei Buchstaben hätten nutzen können. Bei der Namensgebung suchten wir Namen, die uns gefielen, zum jeweiligen Kitten passen und auch noch rufbar sind. Wir haben kein Tier nach Mike by Zürich benannt, wo die zwei Hunde Zetter und Mordio hiessen. Unsere roten Jungs heissen Zino (der hellere) und Zeus (der dunklere), die übrigens zu vergeben sind (und mit ihrem roten Fell und den noch blauen Augen soooo süss aussehen!). Der dritte Junge, der seinem Vater Taranis sehr ähnlich sieht, heisst Zorro. Zorro deshalb, weil wir wissen, wo sein zukünftiges Zuhause ist.
Bei den Mädchen war es schon schwieriger. Wir haben ebenfalls zwei Mädchen, die ihrem Vater sehr ähnlich sind und Ginis Kopf haben, das sind Zita und Zarah. Wir wollten unbedingt wieder eine Zita, sie bleibt natürlich bei uns und ihr Merkmal ist eine rote Schwanzspitze. Die zwei schwarzen Mädels mit getigerten Pfoten sind Zinka und Zena. Diese zwei sind für mich einzig über das Gewicht auseinander zu halten. Zena ist das „Finöggeli“ und bleibt vermutlich mit Zorro zusammen. Zinka bleibt bei uns. Ja und letzte Woche kam überraschend von der Deckkater-Mutter eine Email. Mal sehen, ob sie an Zarah interessiert ist.
Als Züchter sind wir einem Verein angeschlossen, dem MCA und dort gibt es eine Kitten-Vermittlung. Gestern haben wir mit Malu telefoniert und ihr vorangemeldet, dass Zeus und Zino (wie Vino...) zu vergeben sind. Aber ehrlich gesagt tut es jetzt schon weh, zu wissen, dass diese zwei süssen Kerle von uns ziehen müssen... Im Nest lassen sie sich immer den Bauch kraulen...
Zu guter Letzt noch die Geschichte von heute. Heute früh habe ich extra gewartet, mit dem Rollläden öffnen, bis ich gehen musste. Gini lag auf dem Bett und liess sich selig kraulen. Doch nun musste ich einfach die Läden öffnen und siehe da, ich weckte die Kitten auf. Dem Erwachen im Nest zuzusehen, ist süss. Alle gähnen, sperren dabei ihre kleinen Mäuler gross und weit auf, strecken sich und wecken damit garantiert das nächste Geschwister, falls es noch nicht wach wäre. Die Augen in den kleinen Köpfchen öffnen sich und wirken riesig. Das ist der letzte Beweis: sie können nun hören und die einen garantiert auch schon sehen. Doch da streift mich ein böser Blick. Gini steht vom Bett auf und geht in ihr Nest. Ihr Blick sagt, musstest Du sie wirklich schon wecken?
 
Geburt und 1. Woche
06.06.2013 00:40:57
Eine Katzen-Schwangerschaft dauert zwischen 63 und 70 Tage. Wartet man auf die Geburt, ist die Wartezeit lange. Muss man bei der Geburt anwesend sein? Nein. Aber ich wünschte es mir. Doch wie konnte ich das meiner Katzen-Dame erklären? Weiss sie überhaupt, was da auf sie zukommt? Aus unserer kleinen, flinken Madame ist in der Zwischenzeit ein Mops geworden. Sie zelebriert ihre Schwangerschaft richtiggehend. Will ich mit ihr spielen, schaut sie mich nur verständnislos an, sie, die bisher immerzu spielen wollte. Wenn sie sich bewegt, zum Beispiel zum Fressen oder Trinken, dann watschelt sie. Ansonsten liegt sie unter dem Esstisch, neben dem Esstisch und wenn ich es nicht sehe garantiert auch auf dem Esstisch. Sie dreht sich, drückt sich an den Stuhlbeinen weg und dreht sich wieder zurück. Ihre Schwangerschaft vergisst sie nur in dem Moment, wo sie das Surren einer Fliege hört. Dann wird gejagt. Aber dann jagen sowieso Drei und einer ist der Flinkere und egal was es war, Frodo frisst es. Alles in allem eine saubere Sache.
Gini's Bauch war riesig und wir rechneten mit der Niederkunft am 62. Tag. Nichts. Auch der Tag 63 verlief ruhig, ebenso der Tag 64, 65 und 66.
Nach einem Telefongespräch mit der „Katzen-Mutter“ erfuhren wir, dass Gini's Mutter jeweils in der Nacht vom 66 auf den 67 Tag ihre Jungen auf die Welt gebracht hatte. In der kommenden Nacht liessen wir deswegen extra die Türe zu unserer Katzen-freien Zone, dem Schlafzimmer, offen. Doch statt einer Geburt hatten wir eine sehr unruhige Nacht, mit einer sich sehr, sehr breitmachenden Gini im Bett, dann mit einem schnurrenden Frodo auf den Beinen und schliesslich mit einem überdrehten Nestor, der alle Gegenstände von der Kommode schmeisst. Zu viert stehen wir im Bett, so erschrocken sind wir. Genug ist genug. Damit wir doch noch schlafen können, wird die Katze-freie Zone wieder eingeführt.
Auch am Tag 67 ist alles ruhig. In der Nacht zum 68. Tag probieren wir es damit, dass die Jungs im Katzenzimmer übernachten und wir Gini nochmals den Zutritt zu unserem Schlafzimmer gewähren. Doch als wir in den frühen Morgenstunden eine schlafende und schnurrende Gini neben dem Ohr und somit auf dem Kopfkissen haben, sind die Fronten ein für alle mal geklärt. Wir geben auf und respektieren, dass Gini ihre Jungen in sich behalten will.
Am Tag 68 und 69 geht Gini dann also doch noch auf Wanderschaft. Ein Vorzeichen? Sie inspiziert die verschiedenen Schlafplätze, wobei die Wurfbox und die Plastikkiste – die nebenbei schon von den Jungs beansprucht wird – links liegen gelassen werden. Sie liegt in Omis altem Wäschekorb als plötzlich ein schmerzvolles Miauen ertönt und ich zu ihr eile. Meine Prioritäten hatten sich gerade von Mittagessen auf Gini verlagert. Ich streichle sie, nochmals ein wehklagendes Miauen und danach hat sie keine Zeit mehr.
Was die nächsten zwei Stunden folgt, grenzt für mich an ein Wunder. Die Lehrbücher schreiben, dass die Katzenmutter pro Baby rund 30 Minuten benötigt. Gini hat in zwei Stunden 7 Kitten geboren, alle gesund und munter, und sogar ihr Nest einwandfrei gesäubert. Eine Leistung, die mich stark beeindruckte.
Im Vorfeld habe ich oft gehört, was wir alles beachten und tun müssten. Gini hatte einen warmen Tag ausgesucht (der erste warme Tag nach einem Kälteeinbruch), so mussten wir nicht befürchten, dass ein Baby erfrieren würde. Ich dachte, ich müsste ihr beim Säubern helfen, weil alles so schnell ging. Gini war gerade mit der nächsten Geburt beschäftigt, als ich ein Baby nahm und reinigen wollte. Doch das kam überhaupt nicht gut an, den in diesem Moment war das geborene Baby vergessen und nur noch jenes wichtig, welches nicht mehr im Nest war. Ich gab ihr ihr Baby sofort zurück und beschränkte meine Hilfe nur noch darauf, den Frischlingen sofort Mund und Nase zu säubern, damit sie atmen konnten.
Mein Partner wollte unbedingt auch dabei sein, konnte jedoch nicht sofort den Zug nach Hause nehmen. Er dachte, er hätte genügend Zeit. Er rechnete mit sechs Babys und damit, dass dann die Geburt 3h dauern würde. Er kam 2 Minuten nach der letzten Geburt...
Die Babys sahen lange nass aus und brauchten noch etwas Zeit, bis sie trocken waren. Das einzige was wir erkennen konnten war, dass Gini zwei rote Kitten geboren hatte und 5 schwarze. So oder so, hat keine der Wetten gewonnen. Gewettet wurde, dass Gini 3/4 oder 6 Kitten haben würde. Tja, sie hatte übertrumpft.
Während der Geburt habe ich die Jungs ins Katzenzimmer verfrachtet. Nestor hasst es, eingesperrt zu sein und hat dementsprechend an der Türe gekratzt. Ich liess ihn einmal heraus, damit er zusehen konnte. Er ging sofort zum Korb, beschnüffelte Gini, lief um den Korb herum und beschnüffelte auch hier alles. Danach floh er und beobachtete alles weitere aus sicherer Distanz und liess sich später auch anstandslos wieder ins Katzenzimmer bringen. Als nun mein Partner da war, liessen wir die Jungs wieder heraus. Wir wussten, dass wir Gini dringend etwas zur Stärkung geben mussten und fütterten sie. Das wiederum machte die Jungs eifersüchtig und von da an begannen sie zu fauchen. Immer dieses Katzen-Theater!
Da wir nun zu Zweit waren, konnten wir alle Babys der Reihe nach wiegen. Für Gini war das ein Stress. Sie hätte ihre Babys noch nicht hergegeben, aber wir mussten wissen, wie schwer sie sind. Wir waren überrascht, dass alle über 100g waren und gesund aussahen. Auch schreien konnten sie schon laut und deutlich.
Wir zügelten Gini mit ihren Babys ins Katzen-Zimmer und schlossen die Türe, damit sie ungestört sein konnte. Am Morgen kam sie sofort zur Türe und genoss es, herumzuspazieren. Wir wiederum waren beeindruckt, wie schlank unsere Madame schon wieder ist. Die Kitten selbst lagen wie gestapelt auf einem Haufen. Gerade so, wie sie ihre Schwangerschaft zelebrierte, zelebriert Gini nun das Mutter sein. Bisher haben wir Gini mehr als sehr neugierige Katzendame erlebt, die auch ganz gut zicken und für sich einstehen kann. Doch dieses Kätzchen da, muss eine andere Katzendame sein. Gini schnurrt beim Füttern, will neuerdings dauernd gestreichelt und gelobt werden. Noch viel lieber wäre ihr gewesen, wenn die Jungs bei ihr vorbei spaziert wären und sie gelobt hätten. Doch die fauchten. Wurde es Gini zu bunt, liess sie auch schon mal schnell ihre berüchtigte linke Pranke ausfahren und dann war wieder Ordnung und Ruhe.
Frodo war sowieso nicht erwünscht beim Nest und Nestor hatte unglaubliche Angst vor diesem Neuen. Doch beide hielten Abstand zu den Kitten, aber nicht zum Kitten-Futter, dass eigentlich für Gini gerechnet war.
In der folgende Nacht schlossen wir nochmals die Türe zum Katzen-Zimmer und wurden am nächsten Tag gehörig erschreckt. Dummerweise hatte ich an diesem Morgen die SMS von meinem Partner noch nicht gelesen, als ich ins Katzen-Zimmer ging und einen leeren Korb fand. Mein Herz sank in die Hosen, so sehr erschrak ich. Schnell schaltete sich mein Verstand ein. Die Zimmertüre war zu, also kann die Katzen-Familie nur hier sein. Ein Schritt weiter und ich sah sie. Gini war mit ihren Jungen in die kleine Plastikbox mit Papier gezügelt. Dort hatte sie kaum Platz und lag halb auf den Jungen. Ich zügelte sie zurück – wie scheinbar eine Stunde davor schon mein Partner. Doch auch das hielt nicht lange. Infolge Zeitmangel musste ich ihre Wahl akzeptieren.
Bis zum Abend hatten mein Partner und ich unabhängig voneinander entschieden, dass die Plastikbox weg muss. Mit der Box geht das nicht. Hatten wir die Tücher im Korb zu fleissig gewechselt? Nach der Geburt stank alles nach nassen Katzenhaaren und wir hatten im Nest die Decken ausgewechselt. In den kommenden Tagen nach der Geburt hatte es immer mal wieder einen Blutfleck, aber was noch schlimmer war, alles stank nach „Scheisse“. Gini strich ihren After an den Tüchern ab, die Kitten stanken danach, Gini stank und einfach alles. Da wechselten wir oft die Tücher aus. Doch nun war das Nest sauber. Hatte sie deshalb gezügelt? Aber nein. In den Lehrbüchern steht, dass die Katzenmutter ein paar Tage nach der Geburt ein neues Nest aufsucht.
Die Plastikbox entfernten wir, doch Gini legte sich trotzdem wieder dort hin. Zwischen dem Pult und dem Bett hat es zwei Katzen-Breiten (= ca. 40cm) Freiraum und genau dieser Platz hatte Gini als neues Nest auserkoren. Gut. So legen wir die Decken dorthin und sie nistet sich ein.
Ich muss eingestehen, dass Ginis Nest clever platziert ist. Wenn sie ihre Kleinen im Auge behalten und gleichzeitig nicht bei ihnen liegen will, liegt sie auf die Bett und hat alles im Überblick.
Die abendliche Kontrolle ergibt, dass alle bis auf ein Kitten zugenommen haben. Sofort wird dieses von uns an einer Zitze platziert. Bei 7 Kitten und 6 Zitzen muss ja etwas nicht aufgehen! Da Gini nun alles im Griff zu haben scheint, lassen wir die kommende Nacht die Türe offen. Zum Glück.
Irgendwann in den frühen Morgenstunden schleicht sich bei mir ein kleiner Vogel in meinen Traum. Ich frage mich, warum der so laut schreit. Ich werde wacher und wacher und horche, wieso ich von draussen Vögel höre, bis ich realisiere, dass das kein Vogel ist, sondern ein Miauen im Anfangsstadium. Sofort stehe ich auf und gehe nachsehen. Was war passiert? Ein Kitten hat die falsche Richtung im Nest eingeschlagen, war im Begriff das Nest zu verlassen und protestierte lautstark. Gini hingegen sass in der Ecke, ganz nervös, mit dem Rest der Jungmannschaft an ihren Zitzen. Hallo Gini? Wieso holst du den Kleinen nicht? Gut. Alles wieder ruhig. Doch so geht das nicht mit dem Nest! Wir brauchen eine neue Lösung, die in Form eines Hockers kam. Der passte haarscharf zum Verschliessen. So Gini; hier hast du deine eigene Wurfbox, wenn du unsere nicht willst. Wir schlafen jetzt weiter...
Ja und nun ist die erste Lebenswoche unseres ersten Anna's Starcoons-Wurf schon um. Jedes Kitten hat an Gewicht zugelegt, jeden Tag öffnete ein anderes Kitten ein Auge, manchmal auch zwei und langsam sehen wir, wie das Fell künftig aussehen könnte. Bei den zwei Roten bleibt es, doch die schwarzen bekommen langsam Spuren von rot und grauen Streifen. Eines der dunklen Kitten hat eine Brille, das andere hat im Gesicht eine Indianer-Zeichnung, eines hat eine rote Schwanzspitze, ... - so oder so, alle sind einzigartig und natürlich „süss“.
 
 
AGB und Einleitung
06.06.2013 00:34:17
Das Kleingedruckte für einmal gross geschrieben:
 
Wie alles Begann...
            ... mit einem Traum.
 
Wie alles weiterging...
            ... mit einem Entscheid. Wir fanden Virginia Gini und Vulcano Nestor und verliebten uns.
 
Wie es zur Zucht kam...
            ... mit dem Wunsch, einmal Kitten zu haben...
 
Wie geht es jetzt weiter...
            ... das besprechen wir laufend mit unseren Coonies und berichten hier davon...
 
Wie ist unsere Homepage bezugnehmend auf unsere Coonies, resp. unser Cattery / Zucht zu lesen:
-        Als erstes stelle ich klar: Ich habe meine lieben Coonies gerne, aber ich bin keine Katzen-Mutter oder Katzen-Närrin. Auch weiss ich, dass ich Fehler mache. Dafür brauche ich keine Kritik, lieber Feedback oder Tipps. Nehmen Sie lieber meine Erlebnisse und machen sie es (zuerst) besser. Wäre ich schon perfekt, wäre ich Mutter Theresa und die ist bekanntlich Tod. Ich lebe jedoch noch und lerne und lerne und lerne...
-        Unsere Coonies sind unsere Lieben, unsere Mitbewohner und Beobachter. Wir teilen unser häusliches Leben mit ihnen und sie mit uns.
-        Wir haben unsere Coonies wie eigene Kinder gerne und wir leben mit gegenseitigem Respekt und Achtung. Das hält uns aber nicht davon ab, ihre Stärken und Schwächen zu sehen und davon zu erzählen. Auch unsere Coonies kennen unsere Stärken und Schwächen bestens...
-        Wir sehen uns nicht als Dosenöffner oder Putzpersonal unserer Katzen, auch wenn wir diese Tätigkeiten ausführen.
-        Klar könnten wir auch von unseren Schmuse-Minuten mit unseren Coonies schreiben, aber nur immerzu von den schönen Sachen zu schreiben, ist wenig spannend. Spannender erscheint mir, was unsere schlauen Coonies alles anstellen und davon gibt es eine Menge zu berichten... und manchmal könnten wir eine unserer Coonies an die Strasse stellen mit dem Schild „gratis abzugeben“, so sind wir genervt. Nichts desto trotz haben wir uns für ein Zusammenleben entschieden... und wir kommen darauf zurück, dass wir sie gerne haben...
-        Wir freuen uns, wenn auch Sie sich für Maine Coons entscheiden! Wir können aber auch verstehen, wenn Sie Ihren Entscheid nochmals überdenken möchten... Überlegen Sie es sich gut, bevor Sie handeln. Lesen ist einfacher, als alles selbst erleben...
-        Vielleicht hier noch etwas nebensächliches, vielleicht für Sie hauptsächliches; wir behandeln unsere Coonies wenn immer möglich mit Homöopathie. Wir machen sehr gute Erfahrung damit. Aber da wir als Zucht eingetragen sind, halten wir auch die vorgeschriebenen Gesundheitsvorkehrungen wie Impfungen ein.
 
6 Elemente gesamt

Herzlich WillkommenWir sind AnNa...(Anna's) Mollydooker's - unsere Maine CoonsBlog - aus unserem Altag erzählt...(Anna's) Mollydooker's - in BildernAnNa's Reisen - Einmal um die Welt