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Woche 9
31.07.2013 00:32:24

Nun ist die erste Impfung überstanden und wir waren nicht einmal die Bösen. Jedes Kitten hat einmal kurz geschrien, als es gepikst wurde und ich war froh, dass ich die Kitten nicht gehalten habe. Gini war in einer separaten Transportbox und miaute immer wieder. Sie wollte ihre Baby retten. Wir stellten ihre Box so hin, dass sie den Überblick hatte und zusehen konnte. Doch das machte die Situation nicht besser. So oder so war es Fliessband-Arbeit – 8 Katzen am Stück wiegen, impfen und entwurmen. Gini hat gleichzeitig die Pille bekommen, die wir ihr abends dann gaben. Neuerdings verfolgt Frodo sie auf Schritt und Tritt. Kaum liegt sie, leckt Frodo ihr das Hinterteil. Gini lässt es geschehen. Doch dieser Frechdachs von Frodo hat sich tatsächlich weiter vor gewagt und wollte an Ginis Zitzen! Da machte Gini kurzen Prozess und „panierte“ ihm eine.

Gleich nach der Impfung nahm sich Gini eine Auszeit. Sie schlief mindestens zwei Stunden tief und fest auf dem Balkon. Bei den Kleinen hingegen war ein Teil hyperaktiv und der andere Teil lag ebenfalls schlafend da. Als Gini zurückkam, säugte sie ihre Babys und blieb dann gleich liegen. Da kuschelten sich alle um sie herum und schliefen. Das gab es schon lange nicht mehr. Die Kleinen werden immer grösser und brauchen nun auch mehr Platz zum Schlafen. Oft liegen sie ausgestreckt auf dem Sofa oder auf dem Bett. Im Wäschekorb oder in den Katzen-Kissen wird dann schon mal mit einem oder zwei Geschwistern gekuschelt. Was ebenfalls neu ist, dass die einen oder anderen sich in der Nähe des schlafenden Nestors platzieren. Bislang war er sehr distanziert, wollte keine Nähe, nur beobachten. Doch letzthin hat sich Zarah in seinen Schwanz gekuschelt... bis er es gemerkt hat... Da stand Nestor sofort auf und kugelte sich - mit Schwanz – etwas entfernt zusammen.

Frodo hat sich in der Zwischenzeit zu meinem Protest-Kater entwickelt. Er sagt uns mittels „miau, miau“ jederzeit, was ihm nicht passt. Er jagt weiterhin die Kitten und wenn sie schneller sind als er – und das sind sie tatsächlich! - miaut er. Die Kleinen sind überhaupt sehr raffiniert. Zeus habe ich beobachtet, wie er seinen kleinen Körper an Frodos Brust drückte und jederzeit bereit war, los zu springen. Doch eigentlich, vermute ich zumindest, wollte er von Frodo geleckt werden. Denn mal ehrlich: wieso selbst mit der kleinen Zunge waschen, wenn da eine grosse Zunge freiwillig putzt??? Dieses Vergnügen hat Zarah täglich. Sie ist Frodos Liebling. Ich habe schon mehrmals meine Nase in Zarahs Fell gesteckt, um herauszufinden, was an ihr anders duftet, als bei den anderen. Ich finde es nicht heraus.

Zurück zu Zeus. Zeus ist ein kleiner Lausbube. Letzthin begleitete Zeus mich zum Zähneputzen und kurz darauf kam Frodo. Zeus inspizierte das Badezimmer und gesellte sich schliesslich zum liegenden Frodo. Frodo lag auf der einen Seite des WC und Zeus kam unter der Schüssel durch. Das interessierte Frodo und er begann mit Zeus Schwänzlein zu spielen. Zeus verzog sich schnell und Frodo kam sofort auf die andere Seite der Klo-Schüssel. Zeug kroch sofort unter der Schüssel durch und wieder versuchte Frodo Zeus am Schwänzlein zu packen. So ging das eine Weile hin und her, bis Frodo müde war. Dann spazierte Zeus an seiner Nase vorbei und sprang davon. Sofort war Frodo wach und sprang Zeus hinterher. Zeus sprang durch die halbe Wohnung ins Wohnzimmer und verkroch sich sofort unter den Sportgeräten, wo das Spiel von vorne los ging...

Ja und so machen es die anderen auch. Sie ködern Frodo, springen davon und benutzen jene Durchgänge, die Frodo nicht nutzen kann und hängen ihn so ab. Dann protestiert Frodo wieder laut mit „miaaau“! Doch jemand hängt Frodo nicht ab: die Fliege. Schon die Kleinen hören das Surren der Fliegen und wenn Frodo nicht da ist, wollen sie auch mal „Frodo spielen“. Sofort gehen sie der Fliege nach und wollen hüpfen. Doch wummm und Frodo hat sie über den Haufen gerannt. Respektvoll sehen sie ihm dann zu, wie er das kleine Tier fängt und frisst.

Frodo frisst alles. Nur leider verträgt er nicht alles, was jedoch ein anderes Thema ist. Bei unserem Lieblings-Metzger haben wir gefrorenes Katzen-Fleisch gekauft und das gab es nun die letzten Tage. Frodo war überglücklich. Er frisst dieses Fleisch nicht nur roh, sondern auch ohne jegliche Zusätze, einfach die Fleischstückchen. Die anderen bekommen dazu Katzen-Futter darunter gemischt. Die Stückchen sind „Mundgerecht“, denn desto grösser die Stücke, desto mehr ist der Fressplatz danach blutig. Was ich aber schreiben wollte ist, dass Frodo Konkurrenz erhalten hat. Zeus wollte heute nicht von seinem Teller fressen, nein, er wollte auch nicht von seinem Mami fressen, nein, er frass heute von Frodos Teller! Frodo wusste nicht, wie ihm passierte, als er plötzlich eine andere Schnauze in seinem Teller hatte! Mitleidiger, hilfesuchender Blick! Muss ich meine Leckerli jetzt teilen? Naja, ihr bringt doch wohl zwei Schnauzen in diesen Teller hinein und vor allem, da ja Frodo sowieso mit seiner Pfote frisst! Mit der Pfote fressen geht bei Frodo so: Fleischstückchen mit der Pfote angeln, zum Mund transportieren, fallen lassen, wieder mit der Pfote Fleischstückchen auflesen und transportieren, mit Glück zum Mund bringen, fressen, Pfote abstellen, ersten Abdruck hinterlassen, Pfote sucht nach neuem Fleischstücken, usw...

Egal, wie unsere Coonies gefressen haben, nach dem Fressen kommt die Wäsche. Jedes einzelne und sogar Zarah, die nur Trockenfutter frisst und zur Hauptfütterungszeit nichts hatte, also wirklich jedes einzelne Coonie steht irgendwo in der Nähe des Fressplatzes, meist unter dem Esstisch, und beginnt mit der Wäsche: Pfoten und Kopf lecken.

Zurück zu Zarah. Eigentlich hätten wir noch immer Mutter-Kind-Futter (Baby-Körnchen), aber die finden die Kleinen nicht mehr soooo lecker. Lecker finden sie das Futter für die Erwachsenen und ganz besonders lecker finden sie das Royal Canin Maine Coon-Futter. Dieses Futter besteht aus vielleicht 1cm grossen Würfeln. Ja, Sie haben richtig gelesen! Zarah, dieses kleine Kätzlein, mit ihrem kleinen Mündchen, frisst am liebsten 1cm-grosse Würfel! Scheinbar lässt sich nicht jeder Würfel gleich gut knacken. Sie nimmt die Würfel in den Mund, versucht sie zu teilen. Wenn es nicht gelingt, kommt der nächste und der weiche, feuchte Würfel bleibt für die Grossen liegen. Gelingt ihr das Teilen, hat sie danach viele kleine Stückchen zum Fressen. Ich habe meinen Augen nicht getraut, weshalb ich ihr einfach mal zusehen musste!

Neuerdings bleibt auch mal Nassfutter übrig und es wird nicht mehr alles sofort gefressen. Das beruhigt mich! Ich dachte nämlich schon, ich würde meinen Babys zu wenig füttern! Doch dem ist nicht so. Die Tierärztin meinte nämlich, dass unsere Kitten „wohlgenährt“ seien. Natürlich! Wir lassen sie ja nicht verhungern! Aber scheinbar haben die Kitten das auch gehört, was mir wiederum nicht so gefällt. Es ist nämlich so, dass drei Mädels und Zeus sehr, sehr schlank und rank sind und zwei Jungs und Zinka eben schon ein Bäuchlein haben. Also, allen recht machen kann man es eh nicht. Deshalb nochmals, ich bin froh, wenn es jetzt auch mal wieder Resten gibt. Doch die Resten entstehen aktuell so, dass Gini zurzeit ihr Nassfutter nicht so toll findet! Nun wartet sie (sie muss warten!), bis die Kleinen mit ihren Tellern fertig sind und darf dann dort weiter fressen. Die Kleinen warten, bis der Teller der Mutter frei ist und wollen dann sofort wechseln. Doch das stoppen wir. Zuerst wird im eigenen Teller gefressen – auch nicht links, gell Zorro, und auch nicht rechts, gell Zino! Aber wehe, sie haben genug. Dann beginnt das Verscharren. Es ist wie auf dem Klo, wo mit der Pfote die Streu über das Geschäft geschaufelt wird, so wollen sie ihr Fressen verscharren. Da wir Stoff unter dem Teller haben, ist dann mal schnell ein „Deckel“ über dem Futter. Nur noch einfach ist, das Kitten anders zu platzieren, dass es sich über das Futter keine Gedanken mehr machen muss. Zino und Zinka kommen eh bald wieder und fressen nochmals ein bisschen, gehen wieder und Zino kommt sicher nochmals zurück...

Ich habe mir schon seit zwei Wochen notiert „Wohnung erkunden“. Ich habe mir vorgestellt, dass sieben Kitten in dieses Zimmer gehen, dann das nächste und so weiter. So halt, wie Menschen eine Wohnung besichtigen. Doch die Wohnung interessierte die Kitten bisher nicht. Bislang sind sie eher zufällig in einem neuen Raum gelandet, weil sie ihre Mutter verfolgt haben, weil sie an die Zitzen wollten. So landeten sie einmal auf dem Balkon, sodass ich ziemlich erschrak und sofort schloss ich die Türe! In meinem Büro haben sie den Frodo-Durchgang entdeckt, den Frodo nicht mehr nutzen kann (zu gross). Sie wissen natürlich bereits, dass Frodo sie dort nicht – mehr – verfolgen kann. Doch dann kam trotzdem dieser Tag, dieser Tag, wo alle gleichzeitig ein Zimmer erkundeten. 7 Kitten in der ganzen Wohnung verstreut und ich hatte keinen Überblick mehr, wusste nicht, wer was machte. Hilfe! Was war passiert? Ich fand den Grund schnell... sie waren MIR nachgelaufen... und jeder hat etwas Neues entdeckt und ist dabei „hängen geblieben“...

Ja und nun endlich, was ich wirklich schreiben wollte! Wir waren vertraglich verpflichtet, bis zur 8. Woche das Erstkaufrecht der Zucht vom Zuchtkater zu gewähren. Nun ist diese Frist abgelaufen und jetzt können wir auch sagen, wie es bei uns weitergeht:

Zino

dieser grosse Lausbube sucht noch ein Traumplätzchen! - FREI

Zeus

Auch dieser kleine Charmeur sucht noch seine Herzdame... - FREI

Zorro

hat ein Plätzchen bei meinem Junggesellen-Bruder Dominik... zwei Charmeure; kommt das gut? - Vergeben

Zarah

mischt den Junggesellen-Haushalt von Dominik auf und wird zum Rechten sehen. - Vergeben

Zena

Unser Lange-Beine-Model ist das einzige Mädel, dass wir mit einem tränenden Auge ziehen lassen. Sie ist nicht nur hübsch wie ein Model, sie hat es garantiert auch Faustdick hinter den Ohren... - FREI

Zinka

Bleibt bei uns und darf im 2014 Babys haben...

Zita

Bleibt bei uns und darf im 2014 Babys haben...

Ja und plötzlich ist das „Geben“ ein grosses Thema. Sniff; die Kleinen sind soooo süss... Können wir sie wirklich ziehen lassen? Hoffentlich vergehen die nächsten vier Wochen sooooo langsam wie nur möglich... ;-)

 

Woche 8 auch schon vorbei
23.07.2013 00:08:18

Mitten in der Nacht wurde ich von einem lauten Geräusch geweckt. Nach gefühlten Minuten ertönte das Geräusch nochmals. Ich identifizierte es als das Scheppern meines Bad-Abfallkübels. Und in dieser Sekunde, als ich das Geräusch identifizierte, wusste ich auch, dass ich nachlässig gewesen war. Schnell machte ich mich auf die Suche. Im Badezimmer fand ich nichts, ausser einem schnell fliehenden Nestor. Doch unter dem Esszimmertisch wurde ich fündig. Nestor trug das Ohrenstäbchen schon weiter und wollte es vor mir noch verstecken. Das Kuhfell eignet sich bestens, um alles darunter verschwinden zu lassen. Ich kann mich ja noch glücklich schätzen, dass mein Kater „nur“ so auf Ohrenstäbchen abfährt. Normalerweise habe ich einen speziellen Behälter fürs Entsorgen von den Ohrenstäbchen, aber heute war ich nachlässig…

Hätte ich es nicht mit eigenen Augen gesehen, ich würde es nicht glauben. Eine neue grosse Kletterin ist geboren. Sie klettert nicht irgendwo hinauf, nein, sie klettert die Wand hinauf!!! Unser Model Zena hat sich dazu die Wandabtrennung zwischen Küche und Esszimmer ausgesucht, die etwa 10cm hervor steht und 10cm breit ist. Dort klettert sie locker 1m ab Boden die Wand hinauf, ungefähr wie ein Kletterer eine Stange hinaufklettert. Sagenhaft! Die vielen Wand-Brösmeli, die wir vorher schon unwissend fanden, zeugen davon, dass sie das schon länger macht!

Nestor spielt nun Rösslein und galoppiert wie wild in der ganzen Wohnung herum. Ist es, weil er gestern Abend Ignatia, das Eifersuchtsmittel bekam? Oder weil er den Morgen im Kitten-Zimmer verbringen musste, da er an unserer Schlafzimmertüre gekratzt hatte? Oder weil er vom Kitten-Futter stibitzt hat? Nestor bleibt uns die Antwort schuldig. So oder so, am Wochenende war er übel gelaunt, nachdem wir Besuch für die Kitten hatten. Er fauchte alles und jeden an, weil er doch auch wollte, dass ihm jeder sagt, wie schön er ist. Männer! Und als Rache hat er jetzt von meinem Kuchen gefressen, weil ich kurz nicht an meinem Notebook war… Würde man ihm den Kuchen hinstellen, würde er ihn nicht ansehen, doch Verbotenes schmeckt immer gut…

Warum war ich nicht an meinem Pult? Mein Instinkt riet mir, kurz nach den Kleinen zu sehen und siehe da, Zita war auf dem Not-WC und es stank schon fürchterlich. Bei uns grassiert heute scheinbar der Durchfall. Am Morgen haben zum ersten Mal alle vom Nassfutter mit Sauce erhalten, auch die Mädels. Ich wurde schon gewarnt, dass zu viel Sauce bei Katzen Durchfall machen kann. Doch nach einem Beutel habe ich noch nicht damit gerechnet. Nun ja, Morgen bekommen die Mädels wieder anderes Nassfutter. Heute Morgen gab es zwei Futternapfe, einer für die drei Jungs und einer für die drei Mädels (Zarah frisst noch immer nur Trockenfutter). Es war ein regelrechter Kampf ums Futter. Bei den Jungs hatten alle drei die Ohren nach hinten gelegt und kämpften um die Möcklein. Bei den Mädels ging es etwas langsamer und v.a. gesitteter zu und her. Nur hatten die Jungs natürlich viel schneller leer und wollten dann bei den Mädels fressen, die generell langsamer fressen. Zino täubelete richtiggehend, weil er unbedingt zu diesem Napf wollte und ich ihn nicht lies. Zorro versuchte es immer wieder und durfte auch nicht. Nur Zeus ging einfach zum Napf seiner Mutter… Die Kleinen sind wohl immer die Cleveren ;-)

Generell ist nach einem „Besuchstag“ am Abend der Bär los und am nächsten Tag die pure Ruhe. Alle Coonies verkriechen sich und widmen sich ihrem Schönheitsschlaf. Drei kleine Coonies habe sich heute das Sofa ausgesucht. Dürfen sie das? Ja. Wir haben einzig drei Sperrzonen in der Wohnung: die Küchenkombination, der Esstisch und das Schlafzimmer. Die ersten zwei Bereiche werden von unseren Grossen trotzdem aufgesucht und zwar dann, wenn wir es nicht sehen. Aber wehe sie hören uns, dann sind sie schnell auf dem Boden, sonst gibt’s Ärger. Und das Schlafzimmer ist die Krönung – alle wollen dahin. Dort gibt es einen Vorhang bis auf den Boden, der sich herrlich als Zelt eignet oder zum Rutschen, eine kuschelige Decke und natürlich unbekanntes Klettergebiet. Alles in allem sind dies Gründe, die uns den Schlaf rauben… Doch das Sofa ist ok. Hat es schon Kitten-Spuren? Vielleicht, aber bis jetzt keine, die mit der Bürste nicht wieder weg gemacht werden können. Das Alcantara-Sofa bringen wir nämlich am besten und schnellsten wieder sauber, wenn wir es kurz abbürsten. Erstens sind dann alle Haare in der Bürste (Kleider- oder neue Schuhbürste) und zweitens können wir – noch – die Krallenspuren so ausbürsten. Auch hervorragend klappt das mit der Bürste des Staubsaugers. Wir saugen übrigens die ganze Wohnung mit dieser Bürste, selbst Teppich, Decken oder Kissen. So können wir das Klebepapier der Roller reduzieren. Kleidungsstücke zu enthaaren klappt übrigens auch bestens mit dem Abbürsten mit einer Bürste. Je nach Stoff braucht es harte oder weichere Borsten. Die Bürste kann bestens mit dem Katzen-Kamm enthaart werden, wie auch kleinhaarige Teppiche und der Katzenbaum. Wobei beim Katzenbaum, die Liegeflächen, auch gut von Hand „gebürstet“ werden können. Einfach mit der Hand darüber fahren und die Haare lassen sich büscheln. Dasselbe beim Kuhfell. Katzenhaare sind zu jeder Jahreszeit ein kleines Übel. Wir hatten einige Zeit schon auf jeglichen Teppich verzichtet, doch das macht eine Wohnung nicht wohnlicher. So arrangierten wir uns damit und fanden heraus, was sich wie am besten putzen lässt. An der letzten Katzen-Ausstellung haben wir Putz-Tipps ausgetauscht (die oben einflossen) und auch erfahren, dass man die Kleberollen im 12er-Pack direkt bei der Firma bestellen kann – wen das interessiert. Wir versuchen noch, mit weniger Rollen auszukommen und Alternativen zu suchen… Tipps sind uns jederzeit willkommen! (PS: auf unserem Balkon wachsen übrigens so seltene Sachen wie Fell-Erdbeeren, Fell-Tomaten und wir haben sogar Fell-Kakteen...)

Letzthin verfolgte ich Frodo, vermutlich, weil er noch ein Blatt am Hinterteil hatte. Seine Abhau-Strategie ist die, dass er um meinen Pult herum rennt und dort hat es einen schmalen Durchgang zwischen Wand und Möbel unter meinen Pult, dann am Stuhl vorbei und wieder aus dem Zimmer hinaus. Clever. Diese Strategie funktionierte Wochenlang, hat aber neuerdings nur ein einziges, immer grösser werdendes Problem. Frodos Gewichtszunahme! Beim letzten „Durchrennen bliebt er hängen und spulte mit den Beinen trickfilmmässig so lange, bis er endlich auf der anderen Seite heraus kam... Seither haben wir ihn nicht mehr gesehen, diesen Durchgang zu benutzen... Wird er sich eine neue Strategie aushecken? Ja. Er hat sie schon. Sein Lieblingsplatz ist in der hintersten Ecke beim anderen Pult. Dort geht es um einen Roll-Korpus herum zu SEINER Lieblingsschachtel und SEINEM Platz. Will er entkommen, versteckt er sich dort hinter dem Korpus und hat „Figgi-Mühli“, wohin er abhauen will...

Heute ist ein grosser Tag: unser erstes Kitten ist „vierstellig“ geworden. Ja! Seit Ihrer Geburt sind alle Kitten dreistellig. Nur vierstellig war bis heute noch niemand. Was dies heissen soll? Des Rätsels Lösung ist: Zino bringt als erster ein Kilogramm – exakt 1020 Gramm – auf die Waage.

Das Aufstehen an Arbeitstagen ist immer eine spezielle Prozedur. Grundsätzlich habe ich es immer genossen, müde schlurfend ins Bad zu torkeln, dort gemütlich sitzend die ersten Minuten des Tages zu verbringen und langsam wach(er) zu werden. Seit wir Katzen und nun auch Kitten haben, ist dies definitiv vorbei. Es heisst von der ersten Sekunde an nach dem Verlassen des Schlafzimmers wach zu sein. So versucht Nestor immer einen Türspalt zwischen Bein und Zarge zu erwischen um in die verbotene Zone – das Schlafzimmer – zu gelangen. Dies gilt es zu verhindern. Weiter muss Frodo gebührend begrüsst werden. Dabei muss ich dringend aufzupassen, dass er meine streichelnden Finger nicht über Gebühr als Liebesbissring verwechselt (im Gegensatz zu meinem anderen Anna-Teil habe ich es gerne, wenn sie mich mit Liebesbissen beehren. Ist doch ein toller Liebesbeweis; oder?). Und anschliessend lasse ich Gini aus der Kitten-Arena. Sie schläft mit ihren Kleinen im abgeschlossenen Zimmer, damit alle ihre Ruhe haben. Ob Gini wirklich ihre Ruhe hat, bezweifle ich. Ich vermute, das kommt erst wieder, wenn alle Kitten flügge geworden sind. So oder so will auch sie ausführlich begrüsst werden. Anschliessend während den ersten Waschversuchen, quasi zwischen Zahnbürste und Haar-Gel, muss ich tunlichst Nestor genug Aufmerksamkeit widmen. Ansonsten ist er den ganzen Tag beleidigt. Nach der Rückkehr zum Wäscheschrank, gilt es weiter vorsichtig zu sein, sodass Frodo nicht in den Kasten reinspringt – er liebt es in frisch gewaschener Wäsche herumzuturnen. Packe ich meine Sporttasche, ist er der erste, der sich darin versteckt. Der zweite ist Nestor, den ich nicht immer sofort erkenne. Anschliessend darf ich Gini überreden, wieder in die Kitten-Arena zurückzukehren. Natürlich nicht, ohne dass ich vorher alle Katzen-Klos gereinigt habe. Anfangs war es eines, dann zwei, mit den Kitten nur vier und neuerdings gibt es da noch das fünfte Notfall-Klo. Jetzt muss ich mich aber beeilen, sage den Jungs schnell Tschüss und darf nun endlich entspannt ins Büro fahren und arbeiten gehen… Bin ich unterwegs, fehlt mir diese Routine – inklusive den Klos ;-)

Am selben Tag, als Nestor seinen Tagesanfang in der Kitten-Arena verbrachte, stand er abends mit Gini wartend vor der Türe, um Einlass zu bekommen. Ich verstand die Welt nicht mehr. Nestor lässt die Kleinen in Ruhe, sucht nicht ihre Nähe, aber beobachtet sie gerne. Die Kitten sind tagsüber in der Wohnung und abends nach dem Abendessen bringen wir sie zum Wiegen und Fotografieren in die Kitten-Arena und lassen sie dann über Nacht dort. Gini übernachtet ebenfalls in diesem Zimmer, geht aber erst später hinein. Eigentlich wären das für sie Minuten der Ruhe, wenn die Kitten „versorgt“ sind. Doch sie hat auch dann keine Ruhe und irgendwann wartet sie dann vor der Türe und will auch schlafen gehen. Und heute wartet auch Nestor. Klar, ich lasse alle beide hinein. Ich vermute, dass Nestor nur wegen dem farbigen Kitten-Futter hinein will. Später sehe ich nach, aber Nestor will noch immer nicht heraus kommen. Er liegt ausgestreckt auf dem Pult und hat alles im Überblick – und Kitten-Futter hat es auch noch genug. Ein weiterer, letzter Kontrollblick besagt, dass er noch immer nicht herauskommen will. Na gut. Dann darf er dort übernachten. In der Zwischenzeit wurde aus Frodo ein kleiner Hund. Er folgt mir auf Schritt und Tritt, liegt jedes Mal sofort in meiner Nähe ab, wenn ich etwas mache. So Frodo und nun hast du die ganze Wohnung für dich. Denn mit Frodo schlafen, kann ich nicht. Er schnurrt während dem Lesen, er schnurrt während dem ich einschlafen möchte, er schnurrt wenn ich erwache in der Nacht, er schnurrt und schnurrt und schnurrt… Wie kann ER überhaupt so schlafen???

Letzte Woche haben sich die Kleinen beschwert, dass sie zu wenig Nassfutter bekommen. Daraufhin haben wir ihnen am Wochenende die doppelte Ration gegeben. Das Resultat waren halbvolle Teller und am nächsten Tag die sehr grosse Sch...erei. Gefühlt waren wir stündlich am Katzen-Klo reinigen. Daraus haben wir gelernt, dass wir die Kleinen nachher bei den Grossen ausfressen lassen und die Grossen mehr bekommen – die sowieso meistens in zwei Etappen fressen und dann auslecken, wenn es noch etwas zum Fressen gibt. Nun haben unsere Kitten zum ersten Mal Innereien bekommen. Eigentlich fand ich es dafür noch zu früh, doch sie wollten scheinbar unbedingt. Die Ärmsten hatten ihr Futter ratzeputze verschlungen, in einem Tempo, dem man kaum zusehen kann und schwups gehts zu den grossen Napf. Doch heute will Frodo seinen Teller nicht frei geben, dafür war Nestor schon lange gegangen. Die Kleinen, v.a. die Jungs stürmten die Teller richtiggehend. Vorher achte ich immer darauf, dass jeder bei seinem Teller bleibt. Dann bin ich sicher, dass jeder genügend gefressen hat. Was danach kommt, ist Dessert – oder Supplement – und hier gelten die Gesetze der Wildnis. Zino und Zeus haben schon ganz dreckige Nasen, weil sie ihre Schnauzen so tief in den Teller gesteckt haben. Haben die Kleinen überhaupt bemerkt, was sie gefressen haben? Nach und nach verlassen die Kleinen den Essbereich. Zorro macht dies so, dass er das Essen verscharren will. Zuerst geht er zum Erwachsenen-Trockenfutter und will es auch noch verscharren und dann in der anderen Ecke will er auch das Kitten-Futter noch verscharren. Doch – wen wundert es – es verschwindet nicht. Ist das ein Zeichen, dass Zorro genug gefressen hat? Wenn ja, freut mich das ausserordentlich. Geschafft! Auch geschafft haben wir die erste Impfrunde und jetzt ist absolute Ruhe im Saal...

Woche 7
15.07.2013 17:46:47
Kaum ist der Blog für die sechste Woche fertig geschrieben, folgen schon die nächsten Abenteuer. Für Zino und Zeus ist kein Hindernis mehr zu Gross. Nein, sie haben es geschafft. Am Morgen überraschen sie uns ausserhalb der Kitten-Arena und werden gerade von Mami gesäugt. Später muss ich nicht suchen, wo sie sind. Sie werden von zwei neugierigen Katern verfolgt und somit muss ich nur den Katern nachgehen. Schnell baue ich die Absperrung um, nur um zu sehen, wie Zino auch das überwindet. Soso, hier ist also gerade der grosse Abenteurer geboren!
Kaum ausgebüxt, wird Zino schon von Frodo gesehen und verfolgt. Zino ist schnell – und klein – und weiss sofort, wo er sich verstecken kann. Doch so nicht Zino! Bleib bitte noch in deiner Kitten-Arena und spiele mit deinen Geschwistern! Mit Frodo kannst du noch später spielen.
Frodo sieht das anders. Wieder hatte er scheinbar die Aufsicht in der Kitten-Arena und „die Windeln gewechselt“. Weiss er, dass nun alle stubenrein sind? Egal, er schleckt und schleckt und schleckt. Doch während dem Frodo mit Hingabe Zino schleckt, wird er hinterrücks von Zena in sein Hinterteil gebissen. Frodo jault laut auf und jagt sofort den Übeltäter... Nun gut Frodo. Ich übernehme die Aufsicht, du darfst gehen...
Zwischenzeitlich gehen alle Kitten selbstständig aufs Klo. Für die einen gehört das zum Leben, für die anderen ist es eine Lieblingsbeschäftigung. Zeus liebt es, aufs Klo zu gehen. Einige werden Goldgräber werden, so wie Gini. Sie können nicht mehr aufhören zu scharren und zu graben. Meinen sie wirklich, wir hätten Gold (oder übersetzt Leckerlis) versteckt? So verscharrt zum Beispiel Zorro alle Bissi und Pups, die er unverscharrt im Klo finden kann. Oder ist das besonders reinlich? Nun Zorro kommt zu Dominik und bei Dominik kann man bekanntlich vom Boden essen, weil alles so extrem sauber ist. Somit passt das sicher...
Ich hingegen bringe diese Duftnote von Erbrochenem nicht mehr aus der Nase. Ich traue mir schon selbst nicht mehr. Doch als ich anfangs Woche wieder alles aufräumte, sah ich es. Meine Nase hat sich nicht getäuscht. Frodo hat dieses Mal in der Kitten-Arena 2x erbrochen. Dass er den Parkett und eine meiner Lieblingsschachteln ausgewählt hat, nervte mich besonders. Von der Arbeit sprechen wir nicht. Nur schon bis alles auch desinfiziert war… Aber ja. Die Entscheidung ist gefallen. Solange wir das Babyfutter haben, darf Frodo nicht mehr zu den Kitten. Wieso ich weiss, dass es Frodo war? Weil er weiss im Gesicht ist. Spass bei Seite: seine Augen sind röter, wenn es ihm nicht gut geht und er sieht dann aus, wie wenn ein Mensch viel geweint hat.
Mitte Woche sind dann die drei ganz grossen Abenteurer definitiv geboren. Vorher war es noch eine Gelegenheitssache, nun ist es zum Sport geboren. Die drei grossen Abenteurer und Ausreisser sind Zino, Zeus und Zarah. Sie gehen nicht nur ihrem Mami nach, nein, sie machen langsam die ganze Wohnung unsicher. Unweigerlich landen sie irgendwann unter dem Esstisch und spielen mit den Stuhlbeinen, die für sie wie ein Wald wirken müssen. Wenn ich dann komme, sehen sie einem so ganz unschuldig an wie „wir gehören doch hier hin, oder?“. So nehme ich die drei Kätzlein und bringe sie zurück. Dann passiert entweder, dass sie sofort aufs WC gehen oder sie büxen hinter meinen Rücken wieder aus.
Die zwei kleinen Abenteurer sind Zena und Zita, wobei Zita die grosse Kletterin ist. Sie liegt immer auf dem obersten Kissen, dass sie nur finden kann und hat es schon bis in die oberste Etage des Katzenbaums im Esszimmer geschafft. Doch da hat sie Nestor keine Freude bereitet. Er räumte sofort das Feld, als Zita kam... Wenn Zena ausreisst, dann tänzelt sie in der Wohnung herum. Mit ihren langen Beinen ist sie unser Model! Die mehr oder weniger Sesshafte ist Zinka, die Gelegenheits-Ausreisserin und Zorro ist definitiv der Patron in seinem Reich und bleibt da.
Meist beginnt eine Ausreisser-Tour damit, dass die Kleinen unbedingt freien Zugang zur Milchbar wollen. Diesen gewährt ihr Mami ihnen nicht mehr immer und dann verfolgen sie Gini hartnäckig – bewundernswert ;-) - und meistens ist es auch so, dass Gini sich dann beim Esstisch erweichen lässt und den Zugang gewährt.
Auf einer dieser Touren hat sich Zeus an Frodo gerächt. Frodo spielte wie besessen mit dem Plastikzelt und hat die Fütterungszeit verpasst. Wie er das schaffte, ist mir ein Rätsel. Nicht so Zeus. Der sah sofort, dass dort ein Mami-Futter-Teller war und konnte nicht widerstehen. Zeus wird sich gedacht haben, wenn Frodo von seinem Futter fressen konnte, fresse er auch von Frodos Futter. Sofort frass er aus dem Napf und schien es zu geniessen. Ein so grosser Teller für eine so kleine Katze. Das muss ein Festschmaus sein und sowieso: was andere bekommen ist eh immer viel besser! Eigentlich habe ich ihn sicher dreimal weggezogen von diesem Teller. Doch Zeus war hartnäckig. Schadet ihm das? Mir ist klar, dass es in der Natur keine Kitten-Mäuse für Kitten-Katzen gibt und keine Erwachsenen-Mäuse für erwachsene Katzen und keine Senior-Mäuse für Senior-Katzen. Also lasse ich ihn fressen und Zeus scheint selig zu sein...
Die Kleinen wurden einfach viel zu schnell gross. Schon reicht die Kitten-Arena nicht mehr aus und sie stürmen ins Wohnzimmer. Die Sportgeräte und der Esstisch haben es ihnen zum Spielen besonders angetan. Ich nutze dies und putze die Kitten-Arena. Dann sah ich es. Das Unglück. Zino stand in diese Ecke, wo das Katzen-Klo vorher war, sein Schwanz steil nach oben. Doch so oder so war ich zu spät. So musste ich sein grosses Pipi aufputzen, dass ihm zwischen den Beinen hervor rann. Leider nicht nur zwischen den Beinen, sondern auch zu den Pfoten rann. Schnell nahm ich ihn und Zino bekam sein erstes Bad. Anfangs machte er noch mit, doch dann gefiel es ihm überhaupt nicht mehr. Ich bin nun um ein paar Hand- und Arm-Verzierungen reicher, aber Zino riecht nun wieder fein wie ein Baby.
Die grosse Welt zu entdecken machte scheinbar schnell müde. Erstaunlicherweise versammelten sich nach einer Weile alle beim Wäschekorb unter dem Wohnzimmertisch, in dem sie geboren wurden. Doch scheinbar wird ihnen mit der Zeit die Decke zu warm, denn in den nächsten Stunden wechselten sie zwischen dem Korb und dem Kuhfell ab. Wir haben zwei Kuhfelle. Unter dem Wohnzimmertisch ist ein schwarzes Kuhfell und unter dem Esstisch zwei braune. Jedes Kitten weiss genau, wann es wo besser getarnt ist und wie die Grossen, scheinen sie diese Felle zu lieben.
Tagsüber sind die Kleinen nun in der Wohnung, wobei sie nach wie vor „nur“ das Wohnzimmer und die Küche interessiert. Nachts bleiben sie mit ihrem Mami in der Kitten-Arena. An normalen Tagen haben wir vermutlich dreimal ausserordentlich hohen „Betrieb“. Dann ist „Ameisen-Rennen“ angesagt; Esstisch, Zeitungsständer, Wohnzimmertisch, Sofa und wieder zurück. Beim Zeitungsständer gibt es meist einen Unterbruch. Dort wird kurz nach links und rechts gesehen, ob Frodo in der Nähe ist. Ist die Luft rein, wird weiter gesprintet. Wenn Frodo sie jagt und fängt, halten sie im ganz ruhig hin. Doch wehe Frodo ist einen Moment unaufmerksam, schwups sind sie weg. Frodo ist mit seinen knapp 7 Monaten ja selbst noch ein Kind. Doch sein Körper spricht eine andere Sprache. Mit seinen 5.5kg ist er schon sehr gross und schwer und somit fast 10x schwerer als die Kitten. Das vergisst er. Er meint, er sei ein Kind und will spielen, dabei steckt er in einem – fast – erwachsenen Körper. Aber das kennen ja alle Zweibeiner auch. Und so muss ich ihn ab und zu bremsen.
Zino hat einen sehr starken Willen, um nicht zu sagen einen „dicken“ Kopf. Wenn er aufs Klo muss, dann sofort und steht keines in der Nähe, findet er eine Lösung. Diese Lösung passt mir nicht, doch er hat einen eisernen Willen. Nachdem ich an einem Abend dreimal diese Ecke putzte, wurde es mir zu blöd und wir stellten ein ganz altes Katzen-Klo als Not-WC hin. Nun finden alle Kleinen das WC so ideal gelegen, dass nur noch dieses benutzt wird. Ich versuche Gegensteuer zu leisten und trage einige Zeit nach dem Fressen die Kleinen zum grossen Klo. Ich habe ihnen extra die Schwingtüre geöffnet und einen verpackten Ziegelstein für den Aufstieg davor gelegt. Doch scheinbar sind meine Argumente nicht so überzeugend… so putzen wir weiter das „Not-WC“… Aber dafür haben sie kein neues Plätzchen gesucht…
Wenn die Kleinen spielen wollen, dann sind sie nicht mehr zu bremsen oder zu bändigen. Einzig wenn ich in die Küche gehe, dann werde ich garantiert erwartungsvoll verfolgt. In der Küche zu hantieren wird immer anspruchsvoller. So füttern wir neuerdings freiwillig alle neun Katzen, bevor wir essen, resp. kochen. Nr. 10 ist Zarah, sie bevorzugt Trockenfutter. Jeder bekommt seinen Teller, mit seiner Ration. Zorro und Zino müssen jedoch über den Zaun fressen. Zorro frisst so schnell und will dann bei den anderen weiterfressen, dass ich ihn dann lieber an den Futternapf der Grossen stelle, da Nestor meist nur wenig frisst. Zena hingegen frisst so langsam und ist auch oft abgelenkt, dass wir sie schon mal separieren. Sie frisst dann ungestört auf der Küchenkombination. Etwas, dass sie bei uns garantiert nicht mehr machen darf… später… Gini darf die Teller auslecken. Vorher darf sie die Kleinen nicht stören, sondern muss von ihrem Teller fressen. Ihren Teller muss ich danach in Sicherheit stellen, da sonst die kleinen Jäger dahinter gehen würden. Kitten-Fütterung ist eine anstrengende Aufgabe! Gut gibt es nach dieser Raubtierfütterung noch immer Resten, die Gini dann später frisst. Direkt nach dem Fressen stehen dann so oder so 10 Katzen in Küchen-nahem Gebiet und beginnen sich zu putzen. Die einen machen das mit der linken Pfote, die anderen mit der rechten.
Überhaupt putzen sich die Kleinen schon fleissig selbst und neuerdings ab und zu schon gegenseitig. Ja und heute konnten wir sie noch bremsen, doch nächste Woche gibt es garantiert neue Geschichten zur Wohnungs-Erkundung…
Woche 6
08.07.2013 19:44:15
Nach der Ausstellung folgten gleichzeitig ein paar sehr ruhige und sehr aktive Stunden. Wie wenn die Jungs ausgleichen müssten – Bewegung und Schlaf. Bei den Kitten hingegen geht die Entwicklung munter weiter. Den Stand der Entwicklung können wir auch an der Höhe sehen, wohin die Kleinen klettern können. Anfangs Woche war ihr Ziel der erste Stock im Katzenbaum. Oft versammelten sie sich dort in einer Ecke und schliefen aufgeschichtet. Vielleicht ist das kätzisch für ein Mehrbettzimmer? Wenn ich in der hintersten Ecke geschlafen hätte, ich hätte keine Luft bekommen. Doch sie scheinen es noch zu lieben, sich so eng wie möglich aneinander zu kuscheln und legen sich dazu auch übereinander.
Neuerdings haben wir das Laufgatter zur Kitten-Arena erweitert und die Kitten haben nun ein ganzes Zimmer zur Verfügung. Das wird auch sehr aktiv genutzt. Frodo ist immer ganz eifersüchtig um die vielen Spielsachen, die nun alle in der Kitten-Arena liegen.
Gegen Mitte der Woche erreichten schon die ersten Kitten den zweiten Stock und v.a. Zita kuschelte sich dort oft und gerne in das erhöhte Kreiskissen. Hier hatte sie absolut den Überblick und sah uns nicht nur hereinkommen, sondern konnte ziemlich alle unsere Bewegungen beobachten. Aha, eine Beobachtungskatze?
Wenn Zeus oder Zino alleine auf einer Fläche des Katzenbaums liegen, sind sie perfekt getarnt und man muss genau hinsehen, um sie zu erkennen. Ob sie schon wissen, dass sie so perfekt getarnt sind?
Die Karton-Schachteln sind noch immer aktuell. Sie dienen als Schlafplatz oder um die Spielsachen zu versorgen, welche die Kleinen mit dem Mund oder den Pfoten wieder heraus nehmen, oder sogar als „Beissring“. Die Karton-Schachteln haben ganz viele kleine Löcher, weil die Kitten an den Kanten herumnagen.
Natürlich haben die Kitten in ihrer Arena ihr eigenes Trockenfutter und Wasser. An der Ausstellung haben wir als Werbegeschenk ein grosses, schweres Porzellan-Gefäss mit Katzen-Kopf erhalten. Dieses eignet sich bestens als Wassertrog. Das Trockenfutter (für Katzen-Babys) wird von Nestor und Frodo geliebt, sodass sie ab und zu stibitzen. Frodo bekommt das Stibitzen nicht. Wenn er frisst, obwohl er weiss, dass er nicht darf, erbricht er nachher. So geschehen am Freitag. Als wir abends nach Hause kamen, waren das Katzen-WC und die Küche voll mit eintrocknendem Erbrochenem. Obwohl ich alles unzählige Male putzte, habe ich diesen „Geruch“ noch immer in der Nase und ich finde, alles stinkt danach. Doch jeder, der uns am Wochenende besuchte, verneinte. Somit liegt es wohl an mir...
Beim Wasser-Trog ist es witzig. Die Kleinen schaffen Sprünge, vermeintlich aus dem Nichts heraus. Für uns deutet nichts darauf, dass sie in der nächsten Sekunde einen Sprung machen. Zena ist hierfür das beste Beispiel (Zena ist mein Model, weil sie so unendlich lange Beine hat). Sie kann springen wie eine Sprungfeder, was so schlaksig aussieht. Dann macht es tagg, tagg, tagg und sie steht von vorher 60cm vor dem Wasser-Trog nun mit allen vieren (!!!) im Wasser. Dann ist sie schon wieder draussen und zieht bei ihrem weiteren tagg, tagg, tagg eine nasse Spur hinter sich nach. Wir kommen kaum nach mit zusehen, geschweige denn mit fotografieren. Zino und Zeus lieben diese Prozellan-Katze als Kletterparadies. Sie turnen um die Porzellan-Katze herum, wie Kinder am Brunnen. Und wie bei den Kindern ist es auch hier. Waren doch noch alle im Trockenen, steht plötzlich einer mit allen Vieren im Wasser. Und wehe ich komme mit meiner Brille zu nahe. Die Kitten lieben es, mit ihren Pfoten das Wasser in Bewegung zu bringen und mit der typischen Maine Coon-Schüttelbewegung ihre Pfote dann zu trocknen. Das hinterlässt sofort Spuren auf meiner Brille und ich bin mehr nass, als sie...
Das Trockenfutter füllen wir mindestens täglich nach. Doch wie es immer weniger wird, sehen wir nicht. Wir wissen, dass Gini dieses abgöttisch liebt, Frodo und Nestor verbotenerweise stibitzen und Zarah und Zena dieses auch gerne haben. Bei Zarah ist das besonders wichtig. Sie scheint alle Varietäten unseres Kitten-Nassfutters nicht zu mögen. Sie verweigert sich standhaft. Auch wenn wir sie extra füttern und separieren! Sie hat einen echten Dickschädel. Zeus hingegen fand es von einem Tag auf den anderen extrem lecker. Somit sind schon 6 Kitten, die zweimal am Tag auf Nassfutter warten. Nur einer davon ist extremer, als die anderen: Zorro. Er kann es überhaupt nicht erwarten, bis er Nassfutter bekommt. Anfangs der Woche war er noch der einzige und voller Ungeduld warf er sich an mein Bein. AUAAA! Das schmerzt ja höllisch! Diese feinen kleinen Krallen auf meiner Haut? Hilfe! Schmerz lass nach! Nein Zorro, so nicht! Du kannst warten wie alle anderen auch. Gut, nach meinem Schmerzensschrei liess er sofort von meinem Bein ab. Natürlich habe ich ein bisschen extra laut geschrien. Das funktioniert nämlich bei Nestor und Frodo bestens. Wenn sie, aus für mich aus unerklärlichen Gründen, in einer Wohlfühl-Situation die Krallen ausfahren, muss ich schmerzlich Aua sagen und sie machen das nicht mehr. Sie sind echte Gentleman... davor und danach... Scheint bei Zorro auch zu klappen. Dafür musste Zorro nun eine andere Lösung finden. Er will der Erste sein und dafür ist er sehr kreativ. Nächstes Mal stand er sofort nach meinem Eintreffen (ja, er weiss immer genau, wann ich mit Futter komme) aufs Bett und sieht mir zu, wie ich auf dem Pult das Essen verteile. Neuerdings machen ihm das ein paar nach. Dann wird jede Bewegung mit Argusaugen beobachtet und gleichzeitig sagt der Blick „oh wir sind die Ärmsten, wir haben so Hunger...“.
Einmal war das Füttern zu früh und es kam bei den Kitten (ausser bei Zorro) überhaupt nicht an. Da hätten sie das Futter am liebsten „verscharrt“. Am nächsten Tag dachte ich mir, ich spare mir diese Liebesmüh und fütterte stattdessen Gini bei den Kitten – ehrlicherweise wohlweislich mit einer Extraportion. Siehe da, Gini kam gar nicht zu ihrem Teller. Mindestens 4 Köpfe waren schneller als sie beim Napf. Gini stand ganz erstaunt daneben und miaute dann kläglich, weil SIE doch so grossen Hunger hatte... Sie behalf sich damit, dass sie ihre linke Pfote in das Gewimmel steckte und sich das Futter so „beschaffte“...
Nach dem Fressen lieben es schon die Kleinen, sich irgendwo erhöht zu putzen. Wir haben die verpackten Ziegelsteine, die davor zum Beschweren waren, im Zimmer belassen. So ergab es sich, dass schon fast alle sich auf die verpackten Ziegelsteine setzten und sich putzten. Natürlich ist das Pfoten putzen nach dem Essen das Wichtigste, da die Kleinen, gleich wie ihre Mutter, gerne zwischendurch sich mit den Pfoten das Fressen holen.
Nach dem Fressen wird kurz gespielt. Im Moment üben sie ihre Feinmotorik. Jetzt ist alles an Spielzeug aktuell. Die kleinen Mäuse werden schon herumgetragen. Noch beliebter sind die gehäkelten Kugeln, in die man so herrlich beissen kann. Auch bestens geeignet sind diese Kugeln – bei Männlein und Weiblein – um mit den Vorderpfoten zu halten und mit den Hinterbeinen an der Kugel zu kratzen. Ebenfalls aktuell sind die Resten von Kleberollen – gross und klein. Der grosse Karton-Roller ist bei allen beliebt, kann man doch auch so herrlich daran nagen und bei Zeus ist er besonders beliebt, weil er es immer schafft, wie ein Löwe durch den Ring zu steigen und für ein paar Sekunden steckenzubleiben – Hulahop für Katzen? Weiter hat es ihnen ein Bällchen mit einem Glöckchen angetan, v.a. wegen letzterem. Spielt einer an diesem, wird Frodo ganz wirr und muss unbedingt mitspielen. Frodo kann bei zwei Sachen nicht an sich halten: Fliegen und eben dieser Art von Glöckchen (vom Lindt-Osterhasen haben wir das Glöckchen an einer Schnur befestigt und springen nun mit ihm damit durch die Wohnung...)...
Im Zimmer steht auch noch ein Bett, bestehend aus drei Matratzen, welche mit einer Decke abgedeckt sind. Wurde es Gini zu bunt, konnte sie da hinauf fliehen. Das geht nun nicht mehr. Springt sie hoch, folgen ihr alle. Die Kleinen schmeissen sich an die Bettseite und klettern hoch – mit Leichtigkeit! Das sieht dann aus, wie eine Kletterwand voller Kletterer. Wer das geschafft hat, wird dann – vielleicht – weitergesäugt. Doch das war es noch bei weitem nicht. Auf dem Bett hat es viele Kissen, in allen Grössen. Die Kleinen haben nicht nur entdeckt, dass man auch dort klettern kann, nein, sie haben ein ganzes Tunnelsystem entdeckt! Nun geht es von allen Seiten her hoch und runter, sodass wir auch schon Kitten suchen mussten. Es sind immer andere Kitten, die sich irgendwo im Kissen-Wirrwarr ein Schlafplätzchen suchen und meistens auf dem obersten und hintersten Kissen finden. Morgens sieht das Bett wie nach einer Kissenschlacht aus und täglich bauen wir die Kissen um, um die Kitten neu herauszufordern.
Gestern nun gelangte das erste Kitten bis in die dritte Etage des Katzen-Baums. Mitunter wirken die Kleinen schon mal wie Reck-Turner, wenn sie ihre erhöhten Ziele unbedingt erreichen wollen. Wir sind gespannt, welche weiteren Abenteuer nun noch folgen werden...
 
Woche 5 mit Ausstellung!
03.07.2013 01:52:59
Mit allem was kommt und neu ist, gehen die Kitten sehr vertrauensvoll um. Neuerdings gewöhnen wir sie an den Staubsauger. Zinka verkriecht sich manchmal in die hinterste Ecke, manchmal ein anderes. Aber eins ist gewiss; grundsätzlich schauen sie zu und geniessen es. Vermutlich haben sie dadurch Privat-Fernsehen.
Einmal wurden wir am Morgen von schmerzerfülltem Miauen begrüsst. Es hörte sich an wie „ich bin der Ärmste, holt mich hier raus!“. Wir haben im Laufgatter zwei Katzen-Klos; eines für Babys, in der Annahme als „Beginner-Klo“ und das grössere für später. Letzteres hat eine Haube mit einem Eingang. Das Klo haben wir so geparkt, dass der Eingang zur Wand sieht. Dies in der Hoffnung, dass es Gross und Klein noch nicht nutzen können, aber sich trotzdem schon daran gewöhnen. Zino hat sich nicht betroffen gefühlt und die kleine Ritze zwischen Wand und Klo-Haube hat es ihm angetan. Nun sitzt er gefangen im Klo und beschwert sich lautstark. Ich befreie Zino aus seiner vermeintlichen Gefangenschaft, entferne die Haube und gebe nun das Klo für die Kitten frei. Damit beginnt aber nun auch die „Saison des herumliegenden Katzen-Streus“...
Die anderen Ritzen haben wir vorsorglich mit Tüchern zugestopft. Die kleine Katzenleiter, die so schön dekorativ aussah, haben wir entfernt. Zino (schon wieder?) hatte es damit tatsächlich in die erste Etage des Katzenbaums geschafft, aber nicht mehr zurück. Dieses Abenteuer endete ebenfalls mit „Miau, holt mich hier runter!“. Überhaupt beginnen nun alle zu klettern. Die einen sind noch Freikletterer und üben an den Wänden. Die anderen klettern am Katzenbaum, kommen meistens bis unter die erste Etage und lassen sich dann fallen. Meistens ist ein Geschwister darunter und will mit dem Schwanz spielen, so dass die Landung garantiert weiche ist. Nun finden auch täglich Kämpfe statt. Die Gewichtsverteilung ist nicht immer fair und ab und zu schreit einer(s) ziemlich laut. Doch glücklicherweise sind dies ja erst „Übungs-Beisserchen“. An erster Stelle steht der Schwanz, dann die Ohren und dann alles, was erreicht und gebissen werden kann.
Unsere Gini hat in der Zwischenzeit beängstigend abgenommen. Gleichzeitig ist sie so „verbettelt“ wie noch nie. Am liebsten würde sie vermutlich schon während der Essenszubereitung auf der Küchenkombination von allem probieren wollen und dann mit uns mitessen. Doch so geht das nicht! Oder besser, wir wollen nicht! Sie liebt neuerdings heiss und innig Nassfutter (Anmerkung: bis anhin gab es bei uns einmal täglich Nassfutter; ca. 50g pro Katze. Trockenfutter steht immer da!). Wir erbarmten uns ihrer und fütterten sie nun ein zweites Mal. Wir haben die Dosis erhöht, um nicht zu sagen verdoppelt. Zwei Tage später haben alle Kitten 10g mehr als bisher zugenommen. Ok, wir haben verstanden. Gini bekommt ab sofort eine Extraportion. Eigentlich hätte ich es lieber, wenn sie das Kittenfutter fressen würde und mehr vom speziellen Trockenfutter, da dies Nährstoffreicher ist. Aber ja, wenn sie es trotzdem verwerten kann...? Zwischenzeitlich sind wir bei bis zu drei Fütterungen angelangt…
Es ist schwierig, Gini alleine zu füttern. Um die Jungs in der Zwischenzeit abzulenken, haben wir Katzen-Stängel. Da sie diese mit den Pfoten nehmen wollen, fliegen die Stängel durch die ganze Wohnung, bis sie den Stängel in die Pfote kriegen und einen Bissen nehmen können. Dann alles wieder rückwärts bis zur Küche, zweiter Bissen und dann... und so sind die Jungs beschäftigt. Gini frisst im Moment jedoch so schnell, dass sie meistens vor den Jungs fertig ist. Dann sucht sie die Resten der Stängel und frisst sie vor den Nasen der Jungs auf…
Nun haben wir die Fotos der Kitten von der Geburt bis heute durchgearbeitet. Es ist eindrücklich zu sehen, wie sich unsere Kitten in so kurzer Zeit verändert haben. Zino und Zeus haben in ihrem Fell an Farbkonturen gewonnen. Nachdem sie anfangs kaum zu unterscheiden waren, sind sie nun jeder für sich einzigartig – vom Fell über das Gewicht bis hin zum Charakter. Auch Zinka und Zara haben zuerst äusserlich sehr ähnlich ausgesehen. In der Zwischenzeit ist Zinka „die Grosse“ und über ein Pfund schwer. Zara hingegen ist ein zartgliedriger Teenager von knapp 350g. Zita und Zarah, welche äusserlich nur durch die rote Schwanzspitze (bei Zita) auseinander zu halten waren, haben nun auch je einen eigenen Charakter entwickelt. Zarah nennen wir liebevoll unser „Ritalin-Baby“. Ausser wenn sie schläft oder trinkt, kann sie nicht ruhig bleiben und rennt immer – mit sehr wackligen Beinen – herum. Zita hingegen ist eher der Forschertyp und erschnüffelt alles. Da bleibt noch Zorro. Er ist schon heute ein stolzer Kater. Zorro liebt es, sich mit den Kleinen (Zarah und Zena) zu balgen. Nur noch lieber beobachtet er alles.
Ja, und wie geht es unseren „Grossen“? Aus Gini – so finden wir – ist ein verantwortungsvolles Mami geworden. Sie lässt den Kitten viel Spielraum, hat ihnen alles beigebracht, was sie weiss (auch das nicht so tolle) und lässt sie auch des Öfteren mal alleine. Aber kommt auch nur ein kleines, hohes Mauzen an ihre Ohren, steht sie sofort in der „Kittenarena“ und schaut nach dem Rechten. Ich habe erwartet, dass sie nach der „zelebrierten Schwangerschaft“ wie eine Glucke auf den Kitten sitzen würde. Doch dem ist glücklicherweise nicht so. Ist sie bei den Kitten, scheint sie es zu geniessen. Manchmal kuschelt sie sich richtig in die Kleinen hinein und sie scheint dann ihr Mutter-Dasein zu geniessen.
Frodo ist derzeit wieder unser Sorgenkind. Er entdeckt gerade, dass er vom jungen Buben zum Kater wird. So übt er – immerhin auf dem Katzenklo – fleissig das Markieren und trifft dabei immer mal wieder seine Beine. Wenn er diese vollgepisst hat und dann in der Wohnung herum läuft, stinkt es dort wo er lang war nach einem lange nicht geputzten Männerpissoir. Dies heisst dann für uns: eine Extradusche zusammen mit Frodo und natürlich Wohnungsputz. Bei einem Gespräch „von Mann zu Mann“, habe ich ihm den Tipp gegeben, die Beine schön breit zu halten (Konkret: er war am Pissen, ich ertappte ihn und wies ihn an, dass er die Beine auseinander halten müsse und Frodo tat es! Ehrenwort!). Frei nach dem Motto: Pisse immer mit und nie gegen den Wind..... Immerhin scheint er langsam zu lernen und im Moment funktioniert es.
Nestor spielt die graue – Verzeihung, die schwarze – Eminenz. Erhaben stolziert er überall in der Wohnung herum, ganz so, als wolle er von allen Seiten Huldigungen entgegen nehmen. Die offensichtliche Haltung: Ich bin schön, wer bist Du? treibt er beinahe bis zum Exzess. Naja, lassen wir es dabei. Für die nächste Katzenausstellung wird er dieses Selbstvertrauen brauchen. Und nach dieser Ausstellung werde ich ihm auch nicht mehr immer sage, dass er der Schönste überhaupt ist. Ehrlich! Das werde ich! Weil... ja weil, ....nach der Ausstellung weiss er es selbst und es wird bewiesen sein!
Wie bereits geschrieben, haben wir unseren Kitten ein Anfänger- und ein Fortgeschrittenen-Klo in den Laufgatter gestellt. Dies mit dem Hintergrund und dem Wissen, dass das Katzenmami den Kindern zeigen wird, wie man (bzw. wie „Büsi“) die Toilette zu benutzen hat. Lange passierte nichts und dann, diese Woche entdeckten wir das erste Urinklümpchen im Klo. Wir nahmen an, dass Gini mit der Instruktion begonnen hatte. Wenig später konnten wir Zinka dabei beobachten, wie sie ein grosses Pipi „gemacht“ hatte. Natürlich lobten wir sie ausgiebig. Dies hatte jedoch zur Folge, dass Zinka beinahe jedes Mal, wenn wir in die Nähe des Laufgatters kamen, eine Pipi-Pause einlegt. Hoffentlich macht dies bei ihren Geschwistern Schule!
Die Klo-Frage bringt auch immer wieder skurrile Zusammenhänge hervor. Früher habe ich leicht kopfschüttelnd geschmunzelt, wenn junge Eltern über die Toilettenerfolge ihres Nachwuchses geschwärmt haben. Konsistenz, Farbe und Gewicht des Geschäftes schienen dabei ganz neue Dimensionen des Interesses hervorzurufen. Und nun ja. Ich habe mich noch nie so über ein Häufchen im Klo gefreut, wie letzthin. Es war das Häufchen von einem der Kitten im Kittenklo. Ja, sie (die Kitten) können es! Ja, Sie (lieber Leser) dürfen nun schmunzeln und den Kopf schütteln…
Die Woche haben wir mit der Katzenausstellung in Galgenen SZ abgeschlossen. Nestor und Frodo hatten ihren grossen Auftritt. Diesen haben sie grossartig gemeistert! Beide haben mit sehr guter Auszeichnung abgeschlossen. Frodo habe sogar das Potenzial zum zukünftigen Champion, hat einer der Richter gemeint. Leider hat er dann für die Nomination doch ein „Mädchen“ vorgezogen, weil er – nur bei den Katzen – lieber Mädchen habe. Schade. Aber wir wissen nun, dass Frodo noch Potential hat. Er geniesst es zudem „bewundert“ zu werden und hat es sich in Showkäfig extrem bequem gemacht. Er war der Liebling der Besucher, weil er den halben Nachmittag auf dem Rücken schlief und aller Welt seinen Bauch (und mehr) zeigte. Ja, wenn wir mit den Mädels gehen, darf er wieder mit. Nestor scheint die Ausstellung ermüdend und langweilig zu finden. Wir werden das nächste Mal Nestor zu Hause lassen und dafür Frodo ein zweites Mal mitnehmen. Schliesslich ist er ein „potential Champion“! Hab‘ ich’s nicht gesagt…?
5 Elemente gesamt

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