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Woche 13
25.08.2013 22:14:31

 

Zwei Abende im Leben von Anna:

Das Zentrale eines Abends ist das Futter. Stehen wir einen Moment länger in der Küche oder gehen in die Spensa, springt ein Vierbeiner nach dem anderen sofort zur Küche, in der Hoffnung, dass jetzt Fütterungszeit sei. Trockenfutter gibt es bei uns immer, aber Nassfutter ist und bleibt das Grösste. Wenn wir das Nassfutter zubereiten, müssen wir alles im Vorfeld vorbereiten, da während der eigentlichen Zubereitung Bewegungen fast unmöglich sind. Gut und gerne stehen ein halbes Dutzend bis 10 verhungernde Vierbeiner um unsere Beine herum. Um unsere Beine, ginge noch. Doch sporadisch kam es schon vor, dass sich einer der Kleinen an unsere Beine schmiss. Hätten wir Jeans an, wäre das vielleicht noch tragbar. Doch mit kurzen Hosen schmerzt das nur. Ein Wehlaut ist unumgänglich.

Die Herren haben einen Aua-Ruf überhaupt nicht gerne. Es scheint fast so, dass sie dann in ihrer Charmeur-Ehre gekränkt wären. Doch gerade die Herren praktizieren ausführlich das Wohllust-Beissen und -Kratzen. Rufe ich wehklagend Aua, fahren sie schnell ihre Krallen und Zähne ein und geniessen... Die Damen geniessen oder kratzen. Sie wissen genau, was sie wann zulassen und wollen. Und jetzt wollen sie Futter und möglichst in grossen Mengen.

Also bereite ich weiter das Futter in 9 Tellern vor. 6x Kitten-Futter, 1x Mix und 2 Portionen für die grossen Herren. Die Herren sind ganz Gentleman und lassen den Kleinen und Gini den Vortritt. Das macht das Teller-Zügeln von der Küchenkombination auf den Boden etwas einfacher. Das heisst, dass 7 Teller in Nullkommanichts und sofort von der Küchenkombination auf den Boden müssen. Das ist eine logistische Herausforderung, die wir zu Zweit schaffen. Alleine übe ich noch daran. Sind die Teller bereit, wird gierig und schnell gefressen oder verschlungen. Schon Frodo hatte bei uns anfangs alles in 2-3 Bissen verschlungen. Heute fressen Nestor und Frodo sehr gemütlich, um nicht zu schreiben seeeehr langsam. Jetzt habe ich ein anderes Problem. Nestor frisst nur, wenn er nicht gestört wird, also muss ich ihn separieren. Frodo braucht eine Unterlage, damit er mit den Pfoten fressen kann. Gleichzeitig muss ich nachdem die erste Gier vorbei ist, seinen Teller schützen, weil ihm sonst die Kitten alles wegfressen. Das ist nicht das Ziel der Sache! Schliesslich hat JEDER (s)einen Teller.

Bald streckt Zino seine Nase überall hinein, statt seinen Teller auszufressen. Macht er das bei einem starken Fresser, ist das ok. Doch auch Zena frisst sehr langsam und nur, wenn sie nicht abgelenkt ist. Manchmal stelle ich sie auf die Küchenkombination, damit ich weiss, dass sie frisst. Zita frisst zuerst ihren Teller leer, aber auch langsam. Zeus bleibt meistens auch bei seinem Teller, frisst aber schon schneller, Zorro frisst auch schneller und bleibt manchmal bei seinem Teller und Zinka frisst ihren Teller ratzeputze aus und macht dann beim nächsten Teller weiter. Auch das ist nicht das Ziel! So ist es eine Herausforderung, jeder bei seinem Teller zu behalten. Sind Frodo und Nestor mit ihrem Teller fertig, ist die freie Bedienung am Buffet eröffnet.

Es muss am Alter liegen, dass die Kleinen denken, sie bekämen zu wenig. Schon Frodo war so. Doch heute frisst er langsam und viel weniger. Nestor würde gerne in zwei Etappen fressen, doch bis er wieder kommt, ist alles weg. Dann muss er sich ans Trockenfutter halten. Es hat jedoch Vorteile, dass das Nassfutter schnell verputzt ist. Vor der Tellervergabe „erfüllt der Duft des Nassfutters“ den ganzen Raum; konkret: es stinkt.

Letzthin habe ich Zena wieder separat gefüttert, doch sie schien keinen grossen Hunger zu haben. Auch nach einigen Momenten warten, war alles andere spannender, als das Futter. So gab ich ihren Teller Zita, die ihren schon fast leer hatte. Zinka, Zino und Zeus waren noch am Fressen und sahen (rochen?) das. Sofort wollten sie auch aus dem Teller fressen. Nichts da! Ich stellte meine Hände wie Gitter um den Teller herum, sodass Zita in Ruhe fressen konnte. Jetzt war jedoch Zinkas und Zinos Kampf eröffnet. Von allen Seiten versuchten sie einen Zugang zum Teller zu finden, wollten mit dem Kopf meine Finger weg stossen und liessen nichts unversucht. Doch sie bekamen den Teller erst, als Zita fertig war.

Hat die Hälfte mit Fressen aufgehört, beginne ich mit dem Zusammenkratzen der Resten. Schön ausfressen sieht anders aus! Aber ja. So kratze ich die Resten zusammen und wehe der Löffel kommt ins Spiel, dann habe ich Zinkas Kopf immer irgendwo in der Quere. Sie liebt es, vom Löffel zu lecken, zu nagen und zu beissen. Wenigstens kommen so auch die letzten Resten weg.

Eigentlich müsste es nach diesen Erzählungen so sein, dass Zinka immer viel mehr zunimmt und wiegt. Doch dem ist nicht so. Seit kurzen haben sogar Zinka und Zena ein ähnliches Gewicht und das Auseinanderhalten wird noch sportlicher.

Auf dem Balkon gelten dann manchmal etwas tolerantere Gesetze und da wird das sehr verpönte „ab dem Tisch“ futtern auch mal durchgelassen. Eine schwierige Angelegenheit: einmal begonnen, schwer wieder abzugewöhnen. Ich habe die Häutchen der Bratwurst nicht immer so gerne. So gab es bei mir Resten und auf dem Stuhl neben mir (habe ich einen Sitznachbar?) stand Zena. Also gab ich es ihr. Oh, wie sie das liebte! Ich liess mich durch ihren bettelnden Blick erweichen und reichte ihr ein Stückchen Bratwurst. Zena packte das Stückchen, sprang auf den Boden, in eine Ecke und wollte es dort fressen. Doch vorher kamen alle anderen und sie knurrte wie ein grosser Hund. Sie verteidigte ihr Stückchen auf Leben und Tod. Auch als sie es fressen wollte, knurrte sie immer wieder. Die anderen versuchten, ihre Nase an Zenas Mund zu bringen, um festzustellen, ob sie das auch wollten. Nicht so Frodo. Kaum hatte Zena einen Bissen gefressen und der nächste wartete vor ihr, fuhr Frodo seine Pranke aus und packte das Stücken. Knurren hin oder her.

In der Zwischenzeit war Zarah auf dem Stuhl neben mir und auch ihr gab ich ein kleines Stückchen, im Wissen, dass sie es nicht fressen würde. Doch weit gefehlt. Zarah frass! Zarah frisst doch sonst nur Trockenfutter? Irgendwie erinnert mich das an meinen Cousin, der als Kind Vegetarier sein wollte. Er hielt seiner Mutter beim Metzger Vorträge über die Tierhaltung und wollte auch den anderen das Essen vermiesen. Doch Bratwürste ass er... So scheinbar auch Zarah, sie frisst Bratwurst. Nun war es natürlich sehr unfair, nur einen Teil zu futtern und meine Wurst schmeckte mir nicht (Künstlerpech; das Gas beim Grill ist ausgegangen!). Alle rissen sich um die Wurst im Katzenteller, doch an vorderster Front kämpfte Zena. Kaum hatten alle davon probiert, schmeckte es nur noch Zena...

Am nächsten Abend gab es dann nichts mehr vom Tisch, dafür mussten wir während dem Essen in Windeseile nach drinnen zügeln. Zuerst kam das Essen und alles auf dem Tisch, dann alle Katzen, wobei ein Teil schon drinnen war. Ein Blick und die Farben sind überprüft, aber zu wissen, ob Zinka und Zena da waren, ist schwer. Erstens versteckt sich immer eine und zweitens können wir sie auf die Schnelle nicht mehr auseinanderhalten. Von Nahem sind ihre Schnauzen und Augen unterschiedlich, doch beim Spielen, kann ich das nicht erkennen. So essen wir fertig und draussen zieht ein heftiges Gewitter vorüber.

Da heute ein freier Tag ist, machen wir mal einen gemütlichen Fernsehabend. Während dem ein Film läuft, versuchen wir alle kleinen Herren und Damen zu streicheln. Jeder geniesst das zwar und schnurrt auch, aber wirklich freiwillig kommt nur Zarah. Vom Fernsehen so richtig müde, sind wir eigentlich zu faul, jetzt noch alle zu wiegen. Doch einer Eingebung nach, machten wir es trotzdem. Wenn ich Zinka und Zena nicht gleichzeitig zum Wiegen mitnehme, dann schliesse ich die Kleinen im Gästezimmer ein, bis ich das andere Mädel gefunden habe. So auch heute. Ich hatte alle Kitten bis auf Zena im Gästezimmer. Doch Zena fand ich nicht.

Wir hatten tags davor begriffen, dass Zena nicht in den ersten Stock klettert. Ich wollte ein Foto mit 7 Kitten machen und es wäre perfekt gewesen, wenn alle vom ersten Stock herunter sehen würden. 6 waren schon oben und Zena sträubte alle Haare, als ich sie auf die Leiter setzte. Da begriffen wir, dass sie vermutlich gar nie oben war. Somit geht Zinka so oft auf und ab, dass es immer aussah, wie wenn sie sich abgewechselt hätten. Also gab es so kein 7ner-Foto. Doch jetzt konnte ich nicht einmal an Fotos denken, ich wollte Zena finden.

Systematisch suchten wir die ganze Wohnung ab, jedes einzelne Zimmer, sogar die verschlossenen, und jedes Plätzchen, dass wir kannten. Wir gingen sogar mit einem Glöckchen-Spielzeug in den Keller, weil wir dachten, sie sei uns entwischt. Wir fanden Zena nicht. Nicht gut. Nochmals von vorne. Vielleicht haben wir etwas übersehen? Noch einmal durchkämmten wir jedes Zimmer und Plätzchen. Nichts.

Einem Instinkt folgend öffnete ich die Rollläden zum Balkon und siehe da, aus dem Dunkeln kam mir ein dunkles Kätzlein entgegen. Meine Erleichterung war unermesslich. Sofort nahm ich Zena zu mir und hielt sie. Sie schien weder verängstigt noch unterkühlt zu sein. Sie hatte einzig kalte Ohren, die sich schnell aufwärmten.

Während dem die anderen so langsam müde wurden, hatte Zena jetzt Energie auf Reserve. Übermütig sprang sie in der ganzen Wohnung herum und aktivierte jedes Kitten, dass ihr gerade in die Quere kam. Doch einzig ihre gleiche Schwester Zinka machte mit. Das war der Abend, als Zinka gleich viel wog wie Zena, weil Zinka alle Teller ausgefressen hat und Zena hat zugenommen, obwohl sie auf dem Balkon sicher Stress hatte... Wie logisch Katzen doch sind!

Woche 13 - Abschied Zeusli
21.08.2013 23:28:16

Heute hat uns unser erster Mollydooker verlassen: Zeus! Die letzten Stunden in seinem alten Leben hat Zeus tief schlafend an seinem Lieblingsplatz verbracht: hinter dem Sofa auf den Kabeln. Der Übergang zum neuen Leben hat er weinen oder singend verbracht – je nach Betrachtungsweise. So oder so hat er mich eine Stunde lang ohne eine Minute Pause unterhalten. Sein neues Leben startete Zeusli mit ganz viel schnuppern und entdecken neuer Lieblingsplätzchen… 

Lieber Zeusli
Heute war es also soweit und Du hast Deinen Platz in Deinem Harem eingenommen. Wir wünschen Dir auf Deinem weiteren Katzenweg alles erdenklich Gute, dass Du gross und stark wirst, Dein flauschiges Fell behältst und natürlich Deinem Namen alle Ehre erweist. Wir danken Dir für die wunderschöne Zeit, die Du uns beschert hast! Alles Liebe Deine AnNa mit Katzenfamilie
 
PS: Zeusli bleibt uns auf der Homepage noch etwas erhalten… schliesslich gibt es noch einiges zu sehen und zu erzählen von den letzten Tagen…
 
Woche 12
19.08.2013 16:46:51

Mit Abschluss der 12. Lebenswoche wechseln unsere Kitten wohl vom Kindesalter ins Teenager-Alter und werden langsam aber sicher erwachsen. Gewachsen sind sie auf alle Fälle. Zino und Zorro haben bereits über 1800 Gramm und man kann den Kleinen fast beim Wachsen zusehen. Zudem sind sie seit 2-3 Wochen überaus aktiv. So gibt es auch dieses Mal von Gross und Klein viel zu erzählen.

Letzthin wurde ich Zeuge einer für mich spannenden Situation. Gini lässt höchstens noch eines der Kitten säugen. Kommen mehrere, läuft sie davon. Kürzlich haben es sich alle Damen auf und neben meinem Pult bequem gemacht. Zena kam als Letzte und als sie ihr Mami sah, ging sie an die Milchbar. Da sie beim Säugen schnurrte, hörten das ihre Schwestern und kamen sofort auch. So waren nun alle Damen auf meinem Pult und Gini stand allzu bald auf und zog von dannen. Zinka schlich wieder zurück aufs Kissen und schlief weiter. Nestor, der neben dem Kissen auf dem Drucker schlief, nutzte die Gunst der Stunde und wollte „sein“ Kissen zurückerobern. Er legte sich neben Zinka und schob sie mit seinem Gewicht etwas beiseite. Zarah liess sich davon nicht stören und kuschelte sich zu Nestor, auf seine Füsse, zu seinem Kopf. Doch bevor sie schlafen konnte, musste sie noch Nestors Ohren waschen. Währenddessen wurde es Zinka zu eng und sie gesellte sich zu Zena auf den Drucker. Zita hingegen liegt ganz ausgestreckt, wie sonst ihr Mami, auf dem Pult und beschlagnahmt alle meine Papierunterlagen. Gini hingegen hat sich ein geschütztes Eckchen gesucht und schläft wieder tief und fest weiter.

Für mich ist es neu, dass die Kleinen zu Nestor liegen dürfen. Auch neu ist, dass seit diesem ersten Mal, Zinka Nestors Schlafplatz für sich beansprucht. Die kleine Dame schafft es tatsächlich, diesen Platz mit ca.1m über dem Boden über Umwege zu erreichen. Cleveres Mädchen! Und wie immer, hat ein Kitten etwas abgeschaut oder herausgefunden, kopieren es die anderen bald.

Zarah hat auf dem Balkon gesehen, dass die Grossen aus der Giesskanne trinken. Das musste sie auch ausprobieren und machte eine überlange Katze. Das Köpfchen kam gerade bis zum Wasser und nun konnte sie trinken. Ein Kitten nach dem anderen machte es ihr innert kürzester Zeit nach.

Der Balkon ist sowieso ein beliebtes Ausflugsziel. Die Grossen dürfen schon alleine auf den Balkon, was die Kleinen am Geräusch der Balkontüre hören. Dann steht schon einmal eine Handvoll kleiner Katzen vor der verschlossenen Balkontüre und will auch hinaus. Wenn sie dann draussen sind, eröffnet sich ein kleines Katzenparadies. Die Blumentöpfe am Weidenzaun bilden ein Tunnelsystem mit mehreren Durchgängen. Die Kleinen machen so natürlich auch jedem Spinnennetz den Garaus. Doch meine Sumpferdbeeren (das Wasser im Topf will nicht abfliessen) sind ebenfalls beliebt, nur sind dann die Pfoten so herrlich dreckig. Auch dafür gibt es eine Lösung: Pfoten werden gegen jeden kätzischen Willen in die Giesskanne gestreckt und dann steht nach einem Watsch, Watsch, Watsch eine Waschrunde an. Auf dem Balkon und auf den heissen Platten darf man mit nassen Pfoten herum laufen. Übrigens machen die heissen Platten den jungen und älteren Katzenpfoten erstaunlicherweise nichts aus.

Zino liebt es noch immer, das gelbe Katzengras herauszureissen und damit zu spielen. Wenn es sich sträubt, knurrt er und auch dann, wenn ihm jemand zu nahe kommt. Leider hat Zino die Eigenheit, dass er das Katzengras immer mir bringen will – was je nach meinem Standort nicht immer lustig ist, aber sicher nett.

Was hingegen lustig und schwer zu beschreiben ist, sind die Kitten an der Aussichtsplattform. Wenn sie nahe am Geländer sind, sehen sie alles, was unten auf der Wiese vor sich geht. Abends hat es einen Dackel mit ein paar klirrenden Plaketten, der vorbei spaziert. Dann hat es sicher ein paar Fellnasen, die diesen Akt verfolgen, in dem ihre Köpfe nickend von rechts nach links zusehen. Diese nickende Kopfbewegung sieht ulkig aus. Wenn die Raben kommen, dann können auch die Kleinen schon schnattern wie die Grossen. Dann ist grosse Aufregung.

Morgens ist es bei uns nun schon etwas ruhiger. Frodo macht seine Ausflüge in der ganzen Wohnung und beschnuppert alles. Ich vermute, das muss die tägliche Tageszeitung sein, wo er alles „erriechen“ kann, was in den letzten paar Stunden abging. Natürlich kommentiert er noch immer alles mit miau, miau, mau, mouuuu... In jüngeren Kitten-Tagen hat er mich so auch schon an ein verstecktes, vertrocknetes Geschäft geführt, wo dort nicht hätte sein sollen. Danke Frodo. Ah und für die kleinen Geschäfts-Filialen habe ich neuerdings die Klapptüren wieder montiert. Diese Klapptüren wären eigentlich hervorragende Geruchs-Zurückhalter. Doch am ersten Morgen danach, war dann vor der kleinen Geschäfts-Filiale schon ein Protest-Bisi und drinnen alles leer. Nun ja. Dann verschieben wir die Installation der Klapptüre auf später. „Später“ war nur wenige Tage später und siehe da, dieses Mal wurden die Klapptüren akzeptiert. Bei den grossen Klos warten wir noch, da diese Schwingtüren wohl noch etwas zu schwer sind für die kleinen Fellnasen.

Vor und nach dem Abendessen ist es meistens ruhig. Wenn wir essen, liegen schon mal ein paar müde Katzen um uns herum und überhaupt sind sie oft in unserer Nähe und beobachten. Anfangs war das, nebst den Grossen, vor allem Zino und nun kommen auch die anderen. Aber immer dann, wenn wir ins Bett wollen, beginnen bei uns die grossen Aktionen. Dann haben wir schon mal 10 überdrehte Katzen. Ein vorwitziges Kitten organisiert dann Betriebsausflüge in die anderen Zimmer. Das Katzen-Zimmer, welches lange ihr Aufenthaltsort war, war lange Zeit verpönt, nun ist ein Ausflug dorthin wieder voll trendig. Dann werden Kissenschlachten organisiert, Katzenbaum-Rennen durchgeführt oder Streitereien ausgetragen. Auch beliebt ist die Entsorgungsstelle, die einen Tunnel bietet und das Altpapier, wo es immer herrlich raschelt und etwas zum Beissen und Verreissen gibt. Nur noch beliebter sind die Ausflüge in mein Büro. Dort gibt es ein Bücherregal, das zum Klettern animiert und viele Bücher zum Runterschmeissen hat. Natürlich ist da noch mein Pult, das ich schon erwähnt hatte und die berühmte Türe zum Balkon...

Während dem ich diese Zeilen schreibe, liegen vier Kater in meiner direkten Nähe (Katzen-Kater, keine Menschen-Kater). Es ist oft so, dass sie unsere Nähe suchen und bei uns liegen. Sie sind kleine und grosse Charmeure und lieben die Aufmerksamkeit. Würde ich am Pult sitzen, wäre ich von drei Damen begleitet. Zwei Damen weiss ich nicht, wo sie sind und Frodo liegt in einer dunklen Ecke auf den kühlen Badzimmerfliessen. Man würde meinen, dass er tief und fest schläft. Doch wehe er hört ein Summ-Geräusch, dann ist er im Nu wach und auf der Jagd. Gini hat sich verkrochen, weil die kleinen Jungs sie vorhin belagert haben. Sie sucht nun oft die Höhe oder versteckte Plätzchen, um ihre Ruhe zu haben.

Heute hat mich Nestor allerdings um meine Ruhe gebracht. Er hat sich ein besonders flauschiges Plätzchen auf dem Balkon ausgesucht: den Topf mit der Peperoni-Pflanze. Der Topf hatte scheinbar gerade die gewünschten Rundungen, sodass der grosse Kater sich schön um die Pflanze schlängeln konnte. Die Erde jedoch ist noch modrig feucht und würde garantiert in seinem Fell hängen bleiben. Mir graute. Ich störte ihn nicht, schloss aber die Balkontüre. Später als ich nach ihm sah, kam er heraus... und mit ihm ein grosser Teil des Topfinhaltes... Zwar versuchten wir ihn zu bürsten, aber der Geschmack blieb. Schnell nahmen wir ihn mit hinein und ab ging es unter die Dusche. Nun ja. Ich hoffe sehr, dass Nestor die Dusche mit dem Liegen im Topf in Zusammenhang bringt und künftig darauf verzichtet. Eine Stunde später und aus dem begossenen Pudel war wieder eine flauschige Katze geworden. Jede vorbeispazierende Katze steckt ihre Fellnase in Nestors Fell. Ich nehme mal an, dass er gut riecht...

Unsere Katzen müssen zurzeit so oder so besonders sauber sein. Gross und Klein leckt sich und am beliebtesten in der Rangordnung sind Ohren und Hinterteile. Es kommt oft vor, dass alle drei Grossen die Kleinen mit der Pfote halten, quasi zum Stillhalten bringen. Auch wird oft bei Nestor und Frodo am Bauch gerochen, ob es da vielleicht nicht auch noch eine Zitze versteckt hat. Das habe ich gerade bei Zino beobachtet. Er lag zuerst ganz schön ausgestreckt neben seinem Mami – Rücken an Rücken. Dann erwachte er. Hat er von Zitzen geträumt? Oder vom Paradies mit der unendlich vielen Muttermilch? Urplötzlich war er wach, um sein Mami herumgelaufen und schon an Ginis Zitze. Die liess das eine Weile zu. Dann kam Zarah auch angelaufen und oh Wunder, Zeus bekam nichts davon mit. Er ist sonst noch gerne ein Mami-Sitzer. Gini wurde es wieder zu viel und sie wechselte ihren Standort um 30cm. Nun ging alles wieder von vorne los, bis es ihr ganz zu viel wurde und sie von dannen zog. Zino verkroch sich am Geländer in ein Eckchen und schlief. Wenig später kam ein ausgeruhter Zorro und legte sich neben Zino und genoss sehr interessiert die Aussicht, nachdem er vorher ausführlich an Nestor – und Nestor an ihm – geschnüffelt hat. Zorro wurde es langweilig, er sah nach Zeus, der nun wie ein Osterhase im Nest auf der Sukkulente lag. Als nächstes ging Zorro wieder in die Wohnung. Zino musste sich einsam fühlen, denn er ging zu Nestor, der sich in der Zwischenzeit ebenfalls ans Geländer gelegt hat. Zino schnüffelte an Nestor und vor allem an seinem Bauch – suchte er eine Zitze? Dann legte er sich zu Nestor und kuschelte sich an ihn. Nestor liess ihn gewähren. Doch wenig später kam Zorro wieder und das waren dann zu viel Männchen für Nestor. Jetzt ist Nestor zu mir gekommen (er findet, er sei der Ärmste, weil er duschen musste!) und ich musste ihm sagen, wie ein Hübscher er ist und wie gut er riecht... ehrlich!

Woche 11
13.08.2013 21:47:47

Heute hat Frodo vermutlich gelernt, dass die Babys nicht vom Storch kommen. Dauernd schleicht er Gini nach und leckt ihr das Hinterteil. Doch noch weiss Frodo nicht, was er machen müsste. Er weiss nur, dass es für ihn sehr interessant ist. Gini hingegen ist sehr skeptisch. In so einem Moment habe ich einmal eine falsche „Handlung“ gemacht: ich habe gemaut. Vermutlich tat ich das so echt, dass Gini meinte, eines ihrer Babys sei in Nöten. Sofort sprang sie zu Frodo, stellte sich in Hab-Acht-Stellung vor ihn und panierte ihm eins. Frodo wusste nicht, wie ihm passierte, weil er doch nichts gemacht hatte. Doch es kam noch besser. Kaum hatte er sich umgedreht, panierte ihm Nestor auch noch eins. Hallo? Was war hier los? Das Leben als interessierter Bube, der noch kein Mann ist, muss schwer sein... Nur noch schwerer ist; Hilfe: wie klären wir unseren Kater auf? Wenige Schritt weiter legte sich Gini wieder auf den Boden und rollte „ich will Sex“. Währenddessen frage ich mich, kann diese Pille das Richtige für unsere Madame sein?

Überhaupt während diesen Tagen hatte es Frodo schwer. Einmal war er in der Annäherung, als ich das Essen für die Kitten vorbereitete. Da war Gini auf einmal unglaublich schnell bei ihm und fauchte ihn an. Das passierte noch drei weitere Male, bis Frodo eine gewisse Distanz zurückging. Warum, verstand ich nicht. Als die junge Katzen-Familie am Fressen war, schlich sich Frodo aus Trotz nochmals an. Er klaute mit seiner rechten Pfote Futter. Ich sah es zu spät, denn nun hatte er das Fleisch schon überall verteilt.

Einige Tage der 11. Woche waren sehr heiss. Langsam gewöhnten wir die Kleinen an unseren Balkon. Die Aussicht ist das Spannendste, vor allem wenn die Kinder auf dem Rasen spielen oder Mensch und Tier vorbeispazieren. Das nächst Spannende sind die Pflanzen, weil man mit ihnen spielen und an ihnen nagen kann. Ein Topf ist mit Erde und den Samen fürs Katzengras gefüllt. Er hat die ideale Grösse für unsere Kleinen, zum hinein liegen. Doch dann tragen sie mit ihrem feinen Fell ganz viel Erde auf die Balkonplatte und so wird alles voll. Der Balkon als Blumenbeet. Zinka war bald so voller Erde, dass ich das nie mehr aus ihrem Fell gebracht hätte. Da der andere Anna-Part gerade am Duschen war, stellte ich sie ebenfalls hinein. Zinka hatte gar keine Freude, aber das Abtrocknen gefiel ihr dann wieder.

So verbrachten wir ein paar schöne Stunden auf dem Balkon und es war für alle spannend. Nichts desto trotz mussten alle meine Anweisungen befolgen und durften nicht unter dem Geländer hindurch kriechen. Allgemein wurde das auch befolgt, situative Ausnahmen gab es, doch jene Kleinen mussten dann wieder in die Wohnung hinein. Und siehe da, es klappte...

Was mich viel mehr erstaunte war, dass an diesen heissen Tagen, alle kuscheln wollten und taten. Hierzu verweise ich auf die Fotos. Was mich aber am meisten erstaunte, dass Nestor die kleinen Roten kuscheln lies. Es gibt noch Wunder!

Dieser heisse Tag war ein richtiggehender Foto-Tag gewesen. Morgens fotografierte ich die Kitten an ihren Schlafplätzen, tagsüber bei ihren Kuschel-Aktionen auf dem Balkon und abends beim Posieren. Morgens hatte ich wenig Freude, weil Gini auf dem Esstisch schläft. Doch heute war nicht nur Gini auf dem Tisch, nein, Zarah war auch dort. Wie um Himmelswillen kam sie auf diesen Tisch? Beim Mittagessen demonstrierte mir Zarah wie. Ich war völlig perplex, als Zarah plötzlich neben meinem Teller stand. Ich esse nicht mit Katzen, Zarah! Ich tat sie wieder auf den Boden. Kaum auf dem Boden, sprang sie wieder zum Tischtuch hinauf und kletterte den Rest auf den Tisch. Nun schimpfte ich mit ihr. Nein Zarah, so nicht! Kaum war sie wieder auf dem Boden, bog sie 90° um den Tisch herum und kam von dieser Seite. Nein Zarah, auch dort nicht. Ich brachte sie zum Katzenbaum und sie fand dort ein neues Spielzeug. Das Tischtuch entfernte ich noch am gleichen Tag...

Tags darauf räumte ich die Spensa auf und sammelte alle Futter-Schachteln für die Kartonsammlung ein. Die Schachteln lagen in der Küche und waren bald von sieben kleinen Kätzchen beschlagnahmt. Das Ganze war so chaotisch, wie es auf dem Foto scheint. Nichts desto trotz war es witzig. Sie spielten Räuber und Poli und vermutlich auch noch einen „Burgen-Krieg“, wobei jede Schachtel eine Burg war. Jede Schachtel hatte die Grösse eines Kitten und überall gab es Ecken und Ränder zum Nagen. Ein Katzen-Paradies, wo die Grossen nur noch neidisch zusehen konnten...

Abends konnten wir unseren Katzen unsere neue Errungenschaft zeigen: einen grossen Tischmolton /100cm x 140cm. Dieser hat die ideale Grösse, um 9 Katzen-Teller darauf zu stellen. Da unsere Katzen „grosszügig“ fressen und Frodo immer die Pfoten nutzt, ist nun alles auf diesem Molton. Vielleicht ist das aber auch wie Tischlein deck dich. Kaum nehme ich diesen Molton, oder vorher die kleineren, heraus, habe ich eine Katzen-Schar um mich herum. Einmal, als wir alle gefüttert hatten und alle mit Hingabe am Fressen waren, wollten wir unser Essen machen. Dazu brauchten wir den Herd und dazu liessen wir den Venti laufen. Schlechte Idee. Kaum angestellt, stoben schon 10 Katzen davon Richtung Wohnzimmer (spulen, Gas geben, los und weg). Eigentlich sind unsere Kleinen an Geräusche gewöhnt, doch werden sie von einem Geräusch überrascht, erschrecken sie schon mal. Dann reicht es, wenn eines der Kleinen erschrickt und davon springt, denn dann rennen 9 hinterher. Es ist eine Kettenreaktion. Obwohl die anderen 9 nicht wissen, warum, springen sie dann auch davon. Wenig später kommt dann eines um das andere wieder hervor...

An einem anderen Tag hatte ich noch 20min vor einem Termin. Ich entschloss mich, mit den wachen Damen etwas zu spielen. Ich nahm extra kein Spielzeug mit Glöckchen, weil dann alle wach geworden wären. Ich spielte mit Gini und zwei Mädels, als nach und nach alle Kitten und schliesslich auch die grossen Kater kamen. Am Schluss hatte ich drei beobachtende, grosse Katzen und eine Schar kleiner. Mit sieben sehr aktiven Kitten zu spielen erfordert viel Konzentration und Ausdauer. Schliesslich soll jedes Mal zum Spielzug kommen!

Noch können die Kleinen nicht oft ruhig sitzen. Wenn, dann nur, bevor sie schlafen wollen oder wenn sie am Erwachen sind. In diesen Phasen kann man mit ihnen herrlich kuscheln und dann schnurren sie schon. Es ist ein leises, zaghaftes Schnurren. Ihr Fell ist noch immer herrlich flauschig und das Streicheln macht Spass. Die einen lieben es am Rücken, die anderen am Bauch. Beim Schwänzchen spürt man noch jeden Knochen und am Kopf haben sie das Streicheln nicht so gerne, an den Ohren wiederum schon. Wenn sie hingegen wach sind, dann wollen sie spielen und entdecken – nicht streicheln. Bis jetzt haben sie zwei extreme Wachphasen am Morgen und eine am Abend. In dieser Zeit haben wir Rambazamba in der Wohnung und man muss auf jeden Schritt achten!

Was die Kleinen nun auch gelernt haben, ganz wichtig, ist zu knurren. Zarah hat ihre Maus schon lange so verteidigt und Zena macht das neuerdings auch. Sie hingegen knurrt mit dem Alu-Ball oder mit Papier im Mund. Wenn die Kleinen Papier beissen und verreissen können, sind sie selig. Das führte mich zur Wochenend-Aktion. Ein Schlaumeier hat das WC-Papier gefunden. Wie das passierte, weiss ich nicht, aber ich kenne das Resultat! Es müssen gefühlte 4m WC-Papier gewesen sein, die nun in Einzelteilen und Fetzen im ganzen Wohnzimmer verstreut lagen. Einen Moment lange fühlte ich mich wie frisch vermählt – jungen Brautpaaren verunstaltet man doch die Wohnung über Nacht mit WC-Papier...

Zino knurrt neuerdings auch. Er beisst am ausgeschossenen Katzengras herum, kriegt er einen Halm und will ihn fressen, knurrt er den Halm an, weil dieser sich so wehrt. Ja, Zino ist ein richtig hübscher, junger Mann geworden. Noch immer denkt er, dass er zu wenig Futter bekommt und rennt bei der Fütterung von einem zum anderen Teller und will mehr. Letzthin hat es sich ergeben, dass er Ginis Teller in Anspruch genommen hat und Gini von seinem Teller gefressen hat. Beide waren selig und Zino konnte endlich in Ruhe fressen. Zorro hingegen ist noch immer streitsüchtig. Er liebt es, alle anzugreifen, aber nur Zino ist ihm gewachsen. Vermutlich aus Langeweile greift er neuerdings Gini an. Entweder sie lässt ihn seelenruhig mit ihrem Schwanz spielen und läuft dann irgendwann einfach davon oder sie nimmt ihn in die Zange und dann muss Zorro gewaschen werden. Natürlich muss ich nicht erwähnen, dass ihm beides nicht passt. Ansonsten beobachtet Zorro sehr gerne. Da er an einem anderen Tag zu spät auf den Balkon kam, nahm ich ihn wieder hinein, wie ich alle mit hinein nahm. Das passte Zorro überhaupt nicht und er rannte auf direktem Weg wieder auf den Balkon – nur hatte ich die Glastür schon geschlossen. Zorro schlug vermutlich fürchterlich den Kopf an...

In der Zwischenzeit haben die Mädels mein Pult in Beschlag genommen. Auf einem Korpus habe ich ein Kissen platziert, wo eigentlich Nestors Schlafplatz ist. Doch nun liegt dort wenn immer möglich Zinka. Wie sie es schafft, dort hinauf zu gelangen, ist mir ein Rätsel. Nestor begnügt sich derweilen mit dem Drucker, wo er wie auf einem Thron schläft. Gini schläft auf dem Pult als ganz lange Katze und Zarah auf meinem Bürostuhl. So wird arbeiten unmöglich! Aber etwas Arbeit muss gemacht werden. Zwischenzeitlich haben wir unseren Zuchtnamen Mollydooker's bewilligt bekommen. Scheinbar darf nichts im Namen auf die gezüchtete Rasse hinweisen, damit man später auch die Rasse wechseln könnte. Nun folgen die Anträge für die Stammbäume, was ein richtiger Formularkrieg ist. Doch bevor wir alles abschliessen können, müssen wir uns noch in die Farbenlehre einlesen. Wir haben schon verschiedene Hinweise bekommen, was was sein könnte und haben nun alles ausgefüllt. Jetzt warten wir mit Spannung, wie unsere Kätzlein dann „richtig“ heissen werden. Falls wir damit nicht einverstanden wären, können die Katzen noch immer an einer Ausstellung den Richtern vorgeführt werden. Ja, mit der Zucht und mit den Kätzlein gibt es immer Neues zu lernen und – noch wichtiger – zu erleben...

Ein Morgen im Leben von Anna
06.08.2013 12:37:04

Ein – hoffentlich einmaliger – Morgen im Leben von Anna

Eigentlich waren es nur zwei Stunden, aber dieser Morgen hatte es in sich. Alles begann ganz friedlich. Unsere Wohnung war sauber wie nie. Die Jungs waren im grossen Büro und die junge Katzen-Familie in der restlichen Wohnung. Wieder hatten wir eine heisse Nacht hinter uns. Die Nacht davor hatten wir unsere Schlafzimmertüre offen gelassen. Lange lag Gini ruhig unter dem Fenster. Doch irgendwann hörten wir, wie sie mit den Kleinen kommunizierte und da kamen ein paar Kitten herein. Irgendwann wurde es uns zu bunt und wir schlossen die Türe wieder. So waren wir letzte Nacht etwas vorgewarnt. Da es wieder so heiss war, öffneten wir die Türe trotzdem, um etwas zu lüften. Doch von dem Moment an, wo die Türe offen war, waren acht Katzen um uns, links, rechts, unter und über uns. Auf einmal wurde unsere Ruhezone zum Rummelplatz. Am begehrtesten waren die bodenlangen Vorhänge und unsere Finken. Vermutlich musste jedes Kitten einmal probieren, ob es in unsere Finken passt. Natürlich passte jedes einzelne hinein und konnte vorne mit den eigenen Pfoten spielen und jene, die anstanden, spielten ebenfalls mit diesen Pfoten und natürlich mit dem Schwänzlein, das hinten hinaus lugte. So sahen vorne die Pfoten heraus, in der Mitte der Kopf und hinten der Schwanz. Dann wurden alle unsere Kabel angebissen und schliesslich unser Bett als Kletterplatz und Trampolin benutzt. Hier endete unsere Geduld und wir befanden unser Schlafzimmer als genug gekühlt...

Zurück zum heutigen Morgen. War deshalb alles so schön in Ordnung, weil sich gestern alle in unserem Schlafzimmer ausgetobt hatten? Hatten die Kleinen durchgeschlafen? Wohl kaum! Alles in Ordnung heisst so viel, dass alles in etwa wie am Abend vorher aussieht. Doch der Schein trügt, was ich spätestens weiss, nachdem ich die Wohnung gewischt habe. Für das, was ich nicht wischen kann, kommt noch der Staubsauger. Dann kommen die Katzen-Klos an die Reihe. Zurzeit haben wir vier Klos in Gebrauch, wovon zwei übergrosse. Natürlich ist es auch hier so, dass die Grossen lieber auf die kleinen Klos gehen und die Kleinen lieber die Grossen. Bis hierhin ist es einfach ein ganz normaler Tagesablauf. Dann sehe ich es. Mir kommt eine nasse Zita entgegen. Schnell packe ich sie, damit sich ihre Spuren in Grenzen halten. Zena ist auch schon im Nassen unterwegs, auch sie wird gleich getrocknet. Doch das Badezimmer ist schon unter Wasser gestellt. Es scheint, wie wenn Zita im Wassertopf baden war. Mit dem Tuch wische ich den Boden auf und schon habe ich Zeuslein bei mir, der mir helfen will. Zeus ist beim Putzen immer an vorderster Front dabei. Neuerdings ist sein Hobby, dass er mit dem Wischmop spielt, während dem ich den Boden wischen will. Somit geht das Putzen nun etwas länger. Beim Sofa bürsten schaut er mir glücklicherweise nur zu, doch auch da muss er dabei sein. Gut, das Badezimmer ist wieder trocken, der Teppich an der Sonne und der Wassertopf nur noch mit wenig Wasser gefüllt. Sicher ist sicher.

Eigentlich wollte ich die Jungs vom Balkon herein lassen, da sehe ich, dass Zinka schon mit dem Wasser in der Dusche spielt. Schnell packe ich und trockne sie. Hier ist noch kein grösseres Unglück entstanden. Dafür muss wohl jemand vom ersten Stock runter erbrochen haben. Sehe ich da nicht irgendwelche Spuren? Kaum habe ich die unteren Spuren beseitigt, sehe ich das Unheil in der Küche. Hier haben wohl ein paar ganze Arbeit geleistet. Der ganze Wassertopf scheint in der Küche ausgeleert zu sein und die Küche geflutet. Jedes Mal wenn ich ein Kitten getrocknet habe, kommt das nächste in die Pfütze. Ich bin am Verzweifeln. So bleibt mir nichts anderes übrig, als den ganzen Boden aufzunehmen, was natürlich nicht unter einmal geht. Wenn ich schon einmal dran bin, dann kommt das Badezimmer auch noch dran. Stöhn. Gestern war ich noch völlig begeistert und sagte, so, jetzt habe ich geputzt, jetzt kann ich wieder eine Weile warten. War wohl von der Kitten-Vereinigung nicht abgesegnet!

Ich seufze tief und denke, jetzt ist es geschafft. Ich gehe zurück in die Küche und das Restwasser wurde nun auch noch ausgeleert und wieder ist alles voller nasser Pfoten-Abdrücke. Himmel, was ist nur los heute?

Bei all dem werde ich von einer absolut stark rolligen Hausdame begleitet. Immer wieder miaut sie mir vor, dass sie Sex haben will. Ich kann noch so auf sie einschwatzen und sagen: Gini, Du kannst nicht rollig sein. Sie ist es. Gini bekam Tags davor zum zweiten Mal die Pille. Sind das die Nebenwirkungen? Nun werde ich selbst unsicher und frage mich, kann sie wirklich nicht schwanger werden? Ich nehme den Boden in der Küche zum zweiten Mal auf und dann sehe ich es. Frodo ist in Ginis Nähe gekommen, Gini steht stramm wie ein Wachhund, Frodo macht nichts und sie paniert ihm eine. Frodo weint. Nun gut. Zu unser aller Sicherheit gehen Frodo und Nestor wieder auf den Balkon und ich in den ersten Stock. Tatsächlich hat hier jemand das Probefutter nicht vertragen und alles erbrochen. Kaum bin ich fertig, stelle ich fest, dass ich dummerweise die Leiter auf das Halteband gestellt habe und nun links keinen optimalen Halt habe. Wie komme ich jetzt nur runter? Sehr vorsichtig. Hallo? Kann heute auch mal etwas rund laufen?

Ich setze mich aufs Sofa und will diese Zeilen schreiben. Wieder habe ich die Rechnung ohne die Kitten gemacht. Nachdem ich sie gefüttert habe, drehen sie nun wirklich auf. Das davor war nur ein Abklatsch. Dieses Mal haben sie es wieder auf die Türen abgesehen. Beim Katzen-Klo hat es gegenüber die Türe zur Spensa. Erstens geht es nun hin und her, zweiten muss sich immer mindestens einer hinter der Türe verstecken und die Pfoten unten durch strecken und die anderen versuchen diese zu fangen. Steht ein Kitten parallel zur Türe, ist das absolut optimal, weil dann das Schwänzchen ebenfalls noch unter dem Türspalt durchlugt und gefangen werden kann. Aktion pur. Zeitgleich geht braverweise immer noch einer aufs WC – natürlich aufs Grosse.

Nun gut. Gini hat sich beruhigt, ich habe mich beruhigt, Frodo ist ruhig, nur die Kleinen sind total aktiv und Nestor versteckt sich zwischendurch ebenfalls hinter der Türe. Soweit so gut, dann sehe ich Zeuslein. Hoppla. Scheinbar hat der saubere Zeus die Geschäfte der anderen vergraben und nun Spuren davon getragen. Schnell putze ich ihm seine Pfote und weiss, jetzt darf ich die Katzen-Klos wieder putzen – sicher ist sicher, nicht dass nochmals ein Unglück geschieht. Gedacht, getan. Ich putze das eine Klo, Zorro steht auf der einen Seite und beobachtet alles sehr interessiert. Dann kommt Zino und will aufs WC. Schnell kann ich ihn ins andere Klo umleiten. Dasselbe wenig später mit Zena. Nur hatte ich die Rechnung ohne Zino gemacht. Er ist hartnäckig und kommt zurück. Nachdem er scheinbar das eine Geschäft auf der einen Seite erledigt hatte, kommt er für das Stinkige zur mir und verrichtet es netterweise direkt vor meiner Nase, im sauberen Klo. Warum nur müssen Jungs immer auf das frisch geputzte Klo gehen?

Fertig lustig, so komme ich ja nie zu etwas und nun sind die zwei Stunden schon längst vorbei. Ich packe sechs Kätzlein und zügle mit ihnen auf den Balkon. Die Jungs sind schon da, der Liegestuhl auch, nun stelle ich nur noch zwei Töpfe so um, dass der Balkon bis auf 1m unter dem Geländer zu ist. Zita ist an Mamis Milchbar und die zwei schlafen und trinken drinnen. Dann geht das Getümmel draussen weiter, aber es halten sich alle an meine Vorgaben und kriechen nicht unter dem Geländer durch. Dafür sind die Töpfe spannender. In den Töpfen hat es unter anderem auch Kakteen, jene mit den feinen, fiesen Stacheln. Mir graut, denn ich weiss, dass nicht sie die Stacheln schlussendlich haben werden, sondern ich sie bekomme, wenn ich die Kitten streichle. Die Giesskanne ist hingegen weniger spannend, die wird von den Grossen als Wasserquelle genutzt. Umso spannender ist ein Wasserfleck – von einem der Töpfe – am Boden: Zena schleckt davon, Zino liegt mitten hinein und Zorro leistet ihm dann noch Gesellschaft. Gut sind die Platten so heiss, dass der Fleck und die Kitten schnell trocknen.

In der Zwischenzeit ist Ruhe eingekehrt. Mitunter hatte ich während diesen Zeilen sechs Katzen in meiner unmittelbaren Nähe. Nestor und Frodo liegen – wie meist – unter meinem Liegestuhl. Zino, Zeus und Zinka haben es sich auf dem kleinen Kuhfell bequem gemacht und Zarah liegt mal neben Frodo, mal im Topf zu meiner Linken leicht versteckt. Zena liegt die ganze Zeit vorne beim Geländer und blickt auf das Geschehen hinunter. Zorro disloziert und liegt mal auf der Aussichtsplattform, dann sucht er wieder ein Abenteuer in und um die Blumentöpfe und kommt schliesslich irgendwo dazwischen zur Ruhe.

So oder so, es ist und bleibt heiss und bis zum Ende dieser Zeilen, haben sich Frodo, Zino, Zeus und Zinka wieder ins kühlere Innere verkrochen. Gut Ding will Weile haben und endlich ist bei uns Ruhe eingekehrt. Schlussendlich war das ein ganz normaler Tagesanfang von Anna, wie er morgen wieder kommen wird… ;-))))

 

Woche 10
05.08.2013 16:08:33

Nun ist schon bald die 10. Woche vorbei und wir haben sehr viel über das Gewicht unserer Kitten geschrieben. Noch immer wiegen wir sie regelmässig, fast täglich. Nur das Fotografieren beschränkt sich neuerdings auf sporadisch und vor allem auf Schnappschüsse. Es wird immer schwerer, gute Bilder zu machen, weil die Kleinen einfach unglaublich schnell sind... Aber die „Schlaf- und Erwach-Fotos“ sind ja auch süss. Zurück zum Gewicht. Zur Verdeutlichung was die sieben kleinen Racker in den letzten Wochen geleistet haben, hier ihre Entwicklung in Gramm:

Wer

27.5.

3.6.

10.6.

17.6.

24.6.

1.7.

8.7.

15.7.

22.7.

30.7.

Zino

100

200

285

410

530

670

800

1020

1250

1380

Zeus

110

190

270

320

380

460

560

780

980

1140

Zorro

105

220

285

360

450

580

790

950

1090

1300

Zinka

100

200

300

420

530

660

750

830

1100

1240

Zena

105

150

220

300

370

530

620

780

930

1080

Zarah

110

200

220

300

370

540

640

810

960

1120

Zita

105

170

260

360

430

540

610

760

930

1040

Ich empfinde es als unglaublich beeindruckend, wie sich unsere Kitten entwickelt haben. Nicht nur das: wir hatten unsere „Kleinen“ drei Tage nicht gesehen und als wir nach Hause kamen, dachten wir: Hallo, wer hat unsere Kitten gestohlen? Hier haben wir ja schon bald sieben erwachsene Katzen! Wenn man drei Tage in ihrem Leben verpasst, sieht man, wie schnell sie wachsen...

Auch sonst hat sich so einiges geändert. Die Kleinen beziehen so langsam und stetig unsere Wohnung, wobei sie das Wohn- und Esszimmer bevorzugen. Kein Essen ist mehr wie vorher. Doch es fängt schon bei der Essenszubereitung an. Es ist nicht einfach, mit bis zu 10 Katzen überhaupt etwas in der Küche zu machen. So füttern wir sie freiwillig zuerst. Zarah frisst noch immer kein Nassfutter und bei den anderen wechselt es je nach Futterart und Tag ab. Die grossen Fresser Zino, Zorro und Zinka bleiben. Während unserem Essen haben wir dann Fernsehen. Meistens spielen alle um uns und unsere Beine herum, oder mit unseren Füssen und wir haben reales Fernsehen. Dann plötzlich liegt eines nach dem anderen ab und schläft dort, wo es gerade ist, ein. Naja, die Länge des Wohn- und Esszimmers bis zur Küche auf und ab springen braucht wohl sehr viel Energie! Gespielt wird noch immer am liebsten miteinander. Das heisst, sie jagen einander, wollen in das Schwänzlein des anderen beissen, wollen den anderen beim Rennen einholen und springen dann auf ihn und so weiter. So oder so, sie sind gehörig flink und in diesen Momenten schreit immer einer, weil der Biss weh tat... In diesen Momenten kann ich nichts anderes machen, denn es ist einfach unglaublich spannend zuzusehen. So sehe ich zum Beispiel: Zena rennt Zinka nach, Zinka weicht aus und macht eine 90°-Kurve, Zena sieht Zinka nicht mehr und scheint nicht mehr zu wissen, weshalb sie nun hier ist. Dann sieht sie ein Schwänzchen zucken und rennt sofort Zorro nach. Zorro weiss nicht, wie ihm passiert und greift Zarah – in typischer Zorro-Manie (Attackeeeeee; mit beiden Pfoten auf den Gegner los!) - an. Zena wehrt sich, kommt unter die Räder und flieht. Zorro sieht Zeus und attackiert schon ihn... und jeder Z-Name kann beliebig ausgetauscht werden...

Nun schleichen sich in meinen Blog wieder einmal die Grossen ein. Eigentlich dachte ich, dass Frodo unser „Boden-Kater“ ist und die Höhe meidet. Doch dann sah ich letzthin, dass Frodo auf meinem Kleiderschrank war, der frei im Raum steht und wunderte mich. Einen Tag später kam ich zufällig dazu und sah, wie Frodo diesen Kasten „bestieg“. Er sprang zu dem schmalen Türgriff hoch und angelte sich von da ab weiter über die Kastentüre auf den Kasten hoch. Natürlich gefällt mir das überhaupt nicht, weil ich dort meine Taschen haben, die ich ohne Katzenhaare wünsche! Trotzdem bin ich sehr beeindruckt!

Was noch etwas vorher war, war Nestors Versuch um Aufmerksamkeit. Eines Morgens war er auf dem – freistehenden – Garderoben-Kasten und miaute kläglich. Nun dazu konnte ich nur sagen, du bist selbst da hinauf gekommen, dann wirst du auch wieder selbst runter kommen. Doch zuerst brauchte es noch ein paar ich-bin-ein-Armer-und-will-Aufmerksamkeit-Miaus. So oder so hatte er den besten Überblick von da – und garantiert seine Ruhe! In der Zwischenzeit ist das sein Ruheplätzchen. Wie er das erste Mal hinauf kam, weiss ich nicht und glücklicherweise sprang er auch nur wenige Male von dieser Höhe herunter. Neuerdings ist sein Zugang über den ersten Stock mit einem 1.5m-Sprung rüber. Ja und abgestaubt ist nun dort auch...
Unsere zwei grossen Kater haben die drei Tage Ferien ebenfalls absolut genossen. So bekamen sie alle Aufmerksamkeit und ausführliche Streicheleinheiten. Scheinbar hatten meine Eltern zusätzlichen Besuch, nur damit sie die Katzen sehen und streicheln konnten. Frodo ist natürlich der Liebling, weil er bei jedem sofort schnurrt und all die Aufmerksamkeiten liebt. Nestor verzieht sich dann lieber mal in die Waschmaschine. Seit meine Eltern dieses Versteck entdeckt haben – wer sucht schon einen schwarzen Kater in einer Wäschetrommel – wissen sie, dass selbst Wäschewaschen eine Herausforderung werden kann. Aber wir bekamen alle unsere Katzen wohlbehalten und mit einem sehr grossen Erleichterungsseufzer wieder zurück. Es tut gut, wenn jemand anders sieht, wie viel Arbeit in einer Zucht steckt! Die Katzen-Klos von 10 Katzen sauber zu halten, braucht ebenso Zeit, wie weiterhin in einer sauberen Wohnung leben zu können. Hätte mir das jemand vorher gesagt, ich hätte ihn belächelt, weil ich es nicht geglaubt hätte ;-) Nun ja, man kann ja schliesslich nicht immer nur mit den Kleinen spielen...

Seit wir wieder zurück sind, dürfen die Kleinen nun im Wohnzimmer übernachten. Vorher brachten wir sie abends immer ins Kitten-Zimmer zurück und liessen sie morgens wieder heraus. Das Kitten-Zimmer ist wieder zum Gäste-Zimmer umfunktioniert und alles waschbare gewaschen. Aber so oder so finden die Kleinen dieses Zimmer überhaupt nicht mehr spannend. Jetzt wollen sie „die Welt“ entdecken. Somit haben wir alles Spielzeug ins Wohnzimmer gezügelt und sammeln nun einmal am Tag alles wieder ein. Letzthin fand ich dann sogar eine Maus im Katzen-Klo vergraben! Die Künstlerin fürs Mäuse herumtragen und verteidigen ist Zarah. Sie kann wirklich knurren wie ein Hund, wen sie eine Maus herumträgt und jemand diese will!

Das neuste Spielzeug ist ein Alu-Ball. Die Verpackung eines Mohrenkopfs – der war ja lecker – habe ich zu einem Ball geformt, damit ich ihn wegschmeissen konnte. Doch er landete vorerst in der Einkaufstasche. Kommen wir vom Einkaufen, sind die Einkaufstaschen das grösste. Dann wird mit und in den Taschen gespielt. Ja und so fanden sie diesen Alu-Ball. Er rollt wie ein Ball, aber nicht so schnell und macht dazu noch ein Geräusch, wenn er rollt. Perfekt. Was mir weniger gefällt, dass Zena ihn auch herumträgt. Aber sie liebt es!

Was auch beliebt ist, sind die Türen. Gerade sind sieben Kitten in der Dusche und spielen dort. Dort hat es nicht nur eine Türe, wo man die Pfoten unten durchhalten kann oder Schwänzchen hervor lugen, die man fangen kann, nein, dort hat es noch eine Klo-Schüssel, unter der man durchkriechen kann, klimpernde Dusch-Türen, eine kühlende Dusch-Wanne, ein Handtuch, dass man herunterreissen kann und vieles mehr. Für was brauchen wir eigentlich noch Spielzeug?

Ja und in der Zwischenzeit haben wir unsere alte Gini zurück! Wenn sie Ruhe will, liegt sie neuerdings auf dem Esstisch. Wie ich das hasse! Oder sie rennt davon, was mir auch nicht lieber ist. Einmal beobachtete ich, wie sie von Zweien in der Kartonschachtel „bedrängt“ wurde. Da sprang sie aus der Schachtel heraus, quer durchs Wohnzimmer, wollte aufs Sofa und riss die Decke runter, rannte weiter über das ganze Sofa. Dann folgte ein Sprung auf die Katzen-Leiter und nun rannte (!!!) sie die ganze Katzen-Leiter hoch und sprang im 1. Stock von der einen Plattform zur anderen. Dort wurde sie überrascht, weil ich Tags davor den Laminat vom Kitten-Zimmer hier hin gelegt hatte. Somit konnte sie nicht bremsen und rutschte, bis sie wieder Teppich unter den Pfoten hatte. Dann schaute sie – nach meinem Empfinden – schelmisch herunter „ätschbätsch, hier holt ihr mich nicht!“. Während dem ich diese Zeilen schreibe, habe ich weiter beste Unterhaltung. Gini bringt den Kleinen, vor allem Zorro, alles bei, was ich nicht bräuchte. Gini spaziert in jedes Zimmer und mindestens ein Kleiner zottelt immer hinterher. Spazieren ginge ja noch, manchmal rennt sie auch davon und die Kleinen folgen ihr dann dicht auf den Fersen. Spielen sie fangen? Dann legt sich Gini nieder, wo sie gerade ist und vorhin suchte sie sich eine Ecke mit Kabel aus. Zorro und Zena waren gefolgt und spielten nun Verstecken und dem Korpus. Das wurde Gini zu bunt, sie machte einen Satz und rannte davon. Dabei riss sie die Kabel mit und die daran hängenden Lämpchen herunter. Seufz! Aber warum ist es plötzlich so ruhig in der Wohnung? Ein Kontrollblick zeigt auf, dass dort sechs Kitten nebeneinander stehen und sich schlecken; somit haben sie ihre Portion Milch bekommen. Zena spielt mit dem Alu-Ball...

6 Elemente gesamt

Herzlich WillkommenWir sind AnNa...(Anna's) Mollydooker's - unsere Maine CoonsBlog - aus unserem Altag erzählt...(Anna's) Mollydooker's - in BildernAnNa's Reisen - Einmal um die Welt