AnNa's Welt
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Turmgeschichten
29.10.2014 15:21:59

Schon vor der Entsorgung der Kratzbäume hatten wir eine Bestellung gemacht, auf die wir nun voller Spannung warteten. Die Ideen waren formuliert, die erhaltenen Bilder unterstützten die Ideen, doch jetzt waren wir wirklich mehr als gespannt auf die Ausführung. Im wirklichen Leben sieht ja bekanntlich immer alles ganz anders aus. Vor einer Woche kam dann die Versandbestätigung und darauf organisierten wir das Abholen. Perfekt haben wir pensionierte Eltern... und der Platz im Auto reichte scheinbar Zentimeter-genau. Als wir nach Hause kamen, überraschten uns 4 grosse und noch grössere Pakete und wir konnten das Auspacken kaum erwarten. Ja, dieses Mal war alles viel "besser"... die Elemente waren wie gewünscht in Plastiksäcken eingepackt und danach war erst alles mit Styropor befestigt. Nachdem wir den Styropor entfernt hatten, konnten wir uns ans weitere Auspacken machen.

Zuerst kamen die drei Kratzbretter hervor. Die wurden natürlich sofort genutzt und eines wurde gleich Frodos Plätzchen. Spannend; kann das bequem sein, auf einem gebogenen Kratzbrett zu liegen?

Weiter geht’s und eine riesen, halbe Platte kommt zum Vorschein - der Boden. Auch bald kommt eine tiefe, riesen Tonne zum Vorschein und erst in einem nächsten Paket kommt die zweite Hälfte der Bodenplatte zum Vorschein. Ja, so können wir die Teile verschrauben und dorthin platzieren, wo wir den End-Turm stehen haben wollen. Davor zügeln wir noch den einzigen Kratzbaum, den wir hatten, ins Katzenzimmer. Somit kann Gini dort nun wieder auf das Bücherregal.

Ja und mit den zwei weiteren, riesen Tonnen, nimmt der ganze Turm Form an. Wir montieren noch die Treppenstufen und fertig ist der Turm. Wir sind begeistert!

Begeistert sind auch alle Fellnasen. Während der Fertigstellung musste immer mal wieder jemand in eine Höhle oder angelte nach unseren Fingern oder Werkzeug. Doch was das Ganze soll, begriffen sie erst am Schluss. Zinka und Zita waren natürlich sofort auf dem Turm - keine Frage, das Klettern funktioniert wie an einem überdimensionalen Baum hoch und wird intuitiv gemacht. Zita wie Zinka schaffen den Einstieg im kleinsten Höhleneingang auf der obersten Etage, wobei Zinka schon auf dem Turm liegt und dann nach Zitas Schwanz angelt...

Jetzt gilt es noch die anderen Grossen zu motivieren. Gini speedet in einem Schwups den Turm hoch, springt rüber in den oberen Stock, auf die andere Seite und auf der alten Katzenleiter wieder hinunter und weg war sie. Anders sieht es bei Alba aus, die im Geiste eher noch ein Kind, aber körperlich schon eine sehr grosse Dame ist. Auch sie will die kleine Öffnung nehmen, muss sich aber etwas zwängen, was witzig aussieht und natürlich wieder für Zinka das perfekte Schwänzchen-Fang-Spiel macht. Auch Alba springt sofort in den oberen Stock rüber, der nun vielleicht noch 30cm entfernt ist. Bislang war dieser Teil nur den Grossen zugänglich.

Frodo hasst es, dass ich ihn nehme und an den Turm "hänge". Was soll das, was soll er hier? Unverständnis. Er scheint den Begriff Klettern gerade nicht zu begreifen. Dafür speedet auch Nestor sofort den Turm hoch und legt sich auf den inzwischen freien Platz zuoberst. Ja und somit sind nun alle grossen "Instruiert".

Jetzt kommen die Kleinen dran, die bislang schliefen oder einfach nur beobachtend zusahen. Einen nach dem anderen stelle ich auf meiner Hüft-Höhe an den Turm und versuche ihn klettern zu lassen - und warte, ob er sich auch halten kann. Einer nach dem anderen schafft es, nur Arnica hat absolut keine Lust und will partout nicht.

Als nächstes versuchen wir allen die Treppen, die um den Turm herum führen, schmackhaft zu machen. Doch das klappt - noch - nicht.

Gut, da wir voller Neugierde zuerst die Pakete geöffnet hatten und zuerst den Turm aufstellen wollten, waren die Grossen und Kleinen noch nicht gefüttert. Das ist nun der perfekte Zeitpunkt für die Fütterung. Schnell legen wir das Tischtuch hin und beginnen mit den Vorbereitungen. Doch schnell ist uns klar, dass einer beim Turm stehen muss und die Kleinen lotsen muss. Mit einem Sprung schaffen es Gross und Klein vom oberen Stock auf die oberste Treppenstufe beim Turm und von dort auf das Katzenmöbel in die obere Etage und von dort möchte Gross und Klein runterspringen. Ich verbiete das jedem Einzelnen ausdrücklich und nachdrücklich! Schnell lotse ich sie an das andere Ende vom Katzenmöbel, wo es eine Etage runter geht und versuche weiter, sie noch eine Etage runter zu locken. Glücklicherweise sind nicht alle so springfreudig, denn ein Teil weiss nicht, wie sie wieder runterkommen soll. Diese Kids versuche ich mit einem Glöckchen Treppe für Treppe runter zu locken. Die Cleveren begriffen gleich, dass das auch ein Weg nach oben ist... Das hätte ich eigentlich nicht gewollt, denn wir möchten ja, dass sie ihre Krallen auch wirklich nutzen können... aber ja...

Astor ist einer derjenigen. Im einen Moment sieht man ihn in der Küche, im nächsten Moment ist er im oberen Stock und wieder im nächsten Moment steht er wieder bei uns in der Küche. Keine Ahnung, wie er das so schnell geschafft hat!

Die Freude der Kids über den oberen Stock ist immens. Dort stehen ein paar Sachen, die sie kennen und die ich dahin versorgt hatte, aber da steht natürlich auch noch immer das "Plastikzelt" (über zwei Stühlen Plastik gezogen). Das Plastik hatten wir während unseres Grossputzes neu montiert, um die Risse und Löcher zu schliessen oder umzuplatzieren. Somit bietet das Plastik wieder ganz viel Angriffsfläche und unsere Coonies lieben es, miteinander durch ein Plastik zu kämpfen, oder auch mit sich. Auf jeden Fall hört an diesem Abend das Rascheln nicht mehr auf...

Eigentlich müssen Abend für Abend alle mit mir in mein Büro kommen, damit mein Liebster während dieser Zeit die Wohnung lüften kann. Doch an diesem Abend war es einfach unmöglich, Gross und v.a. Klein in mein Büro zu motivieren. Auch die Zählaktionen scheiterten, die wir einfach (warum eigentlich?) noch immer machen. Wir sahen nie alle Fellnasen und sie waren total beschäftigt...

Ja, jetzt können sie sich wirklich vertun. Doch der Turm ist auch tricky und hat es in sich. Katze muss schon aufpassen, dass kein Misstritt passiert. Einer passierte allerdings, als Amur und Anka zeitgleich auf einen Tritt wollten. Amur konnte sich nicht halten, warum, hatte ich nicht gesehen. Er stürzte über 2m in die Tiefe und ich sah nur mit ganz grossem Schreck dem Fall zu. Eigentlich sind das Millisekunden, aber sie kamen mir wie Minuten vor, ohne dass ich reagieren hätte können. Amur machte es nichts, dafür schrie Frodo auf, auf ihn war er nämlich gefallen und Frodo stand sofort auf und sprang erschreckt davon...

Wenig später drehte ich mich um und da sah ich Arnica im oberen Stock. Wie war diese kleine Lady jetzt doch hinauf gekommen? Ich staunte, wie ich an diesem Abend noch manchmal staunte. Ich staunte nur schon, wie schnell Gross und Klein alles erkundet hatte und wie selbstverständlich auch alles sofort ausprobierte.

Worüber ich allerdings wenig Freude hatte, war, dass die Kleinen nun auch schon über die Kante herunterlehnen. Auf der einen Seite hängen Fotos und unsere Australien-Echse. Vorsichtshalber habe ich die Echse mal temporär heruntergenommen. Ja und da nun alle "erprobt" sind, hoffe ich auf einen guten ersten Tag, v.a. hoffentlich unfallfrei und katzentauglich!

Bevor ich ins Bett ging, kamen dann doch noch alle wieder herunter und zu mir in die Küche, weil ich Leckerli in den Leckerli-Turm füllte... Es wird schon richtiggehend erwartet, dass ich das abends mache...

Unsere Wohnung erzählte uns am nächsten Tag von keinen grossen Schandtaten und auch die Spuren hielten sich alle in Grenzen. Insofern nehme ich an, dass der Turm schon ganz in den Katzen-Alltag integriert ist. Als wir nach Hause kommen, begrüssen uns ein halbes Dutzend Fellnasen vom oberen Stock aus. Ja, diese Aussicht scheinen sie zu lieben. Kaum habe ich Amor im oberen Stock beobachtet, steht er schon kurz später neben mir. Unglaublich, wie ist dieser Bursche so schnell herunter gekommen?

Die Antwort bekomme ich wenig später, denn unsere Jungmannschaft ist ziemlich überdreht und spielt "Fangis" im Wohnzimmer. Dabei springen Gross und Klein dermassen schnell im Äffchenstiel den Turm hoch, dass ich nur noch staune. Sensationell! Sagenhaft, wie schnell sie das begriffen haben. Runter geht es über das Katzenmöbel oder mehrheitlich doch über die vier Treppen. Alles scheint schon völlig logisch zu sein und die Freude über den oberen Stock immens.

Nun muss ich aber doch noch schnell die Leiter hervorholen und im oberen Stock nachsehen. Ja, die Hängematte steht bedrohlich am Abgrund und auch sonst herrscht einige Unordnung. Doch das Plastikzelt schien am meisten gebraucht zu werden. Es hat nun nicht nur eine Hauptöffnung, sondern mindestens noch einen Nebeneingang erhalten. Ich versuche diesen zuzuknöpfen, so gut es geht, aber ich habe ein paar Pfoten, die mitmischen...

Bereits am nächsten Tag werden wir durch einen sehr dumpfen Schlag geweckt. Ein Augenschein gibt Aufschluss: der Geschenkkorb lag vor unserer Schlafzimmertüre mit ein paar Kids herum. Der Hänkel des Korbes war durchgebissen und auch sonst lagen ziemlich viele, kleine Weiden-Stückchen herum.

Nun gut. Ich bugsierte den Korb kurzerhand auf die Garderobe, was ich eigentlich schon gestern hätte machen sollen, weil ich daran gedacht hatte. Der Korb ist Zitas Schlafplatz und da Gini und Zita jene sind, die auf die Garderobe hin und zurück springen können, werden sie diesen Schlafplatz lieben.

Im oberen Stock hingegen sah es fürchterlich aus. Überall lagen kleine Weiden-Stückchen herum. Kaum hatte ich ein paar aufgelesen, wollten die Kids sie mir auch schon wieder wegnehmen und darauf herumkauen. Hallo? Haben wir hier kleine Hunde? Als gäbe es bei uns nicht schon genug zum "herumkauen"! Doch da kann ich nichts machen, jetzt ist Weiden angesagt...

Wollte ich früher alle Coonies bei mir haben, nahm ich ein Glöckli und läutete damit. Heute muss ich nur noch die Cosma-Leckerli-Büchse schütteln und ich habe alle Nasen um mich versammelt! Doch wehe, es gibt dann nichts. Alba und Frodo fressen oder angeln sich die Leckerli mit der Pfote, Nestor leckt sie mit der Zunge auf, Zinka bekommt sie kaum in den Mund und auch nur, wenn sie Ruhe hat, Zita frisst sie mir aus der Hand, wie auch Nestor und Alba - was dann wie bei der Pferdefütterung aussieht. Ja und die Kleinen, ja, die bestürmen mich... Doch bei den Kleinen gibt es Leckerli, wenn sie gewogen und gebürstet sind. Zinka und Zita kann ich problemlos bürsten, im Gegenteil, sie haben es gerne und recken dann ihr Kinn ganz stolz in die Höhe. Alba muss einfach, doch obwohl sie einen riesen Wusch Haare hat, hat sie gar keine Verfilzungen, doch ich bürste sie auch oft. Ja und dann wird es schwieriger. Nestor überliste ist mit den Leckerlis, wenn er frisst, bürste ich ihn. Zwischenzeitlich bin ich schon flink, dass ich ziemlich viel von ihm bürsten kann ohne dass ich seine fiese Pranke zu spüren bekomme. Mittlerweile üben wir das auch fast jeden zweiten Tag... Aber Bürsten ist nicht seine Lieblingsbeschäftigung. Doch auch hier zahlt sich das Resultat aus...

Eine ganz andere, ganz traurige Geschichte ist jene von Frodo. Er hat so feines Haar, dass es eine Woche nach dem Duschen total verfilzt war. Ich musste ein ernstes Wörtchen mit meinem Liebsten reden, da das seine Aufgabe wäre. Wieder eine Woche später hatte ich das Gefühl, dass wir Frodo besser den Bauch rasiert hätten! Natürlich geht das schon gar nicht! Doch leider hat Frodo nun ein ziemlich grosses Fellloch am Bauch und darf doch nächste Woche an die Ausstellung! Himmel, jetzt hoffe ich nur noch, dass die Haare dort schnell wieder nachwachsen und zwischenzeitlich muss er mir täglich den Bauch zeigen. Frodo, so geht das nicht! Manchmal habe ich das Gefühl, dass er sich bei der Fellpflege die Haare selbst verzwirbelt und so verfilzt! So viele Verfilzungen sind doch nicht normal! Jaja, Frodo...

Grossputz
20.10.2014 18:56:13

Und schon wieder ist ganz viel Zeit vergangen und ganz viel passiert. Schon vor einiger Zeit ist Aladin ausgezogen. Er hat in der Zwischenzeit drei Damen und einen Herrn überglücklich gemacht. Als Aladin in sein neues Zuhause einzog bekam er eigens einen riesen grossen, selbstgemachten Kratzbaum, der gerade fertig geworden war - Zimmerdeckenhoch! Sensationell! Doch zuerst wollte Aladin noch lieber bei uns bleiben...

Aladin hat sich bestens eingelebt, nur das mit dem Klo klappte nicht und es gab eine Protest-Wurst aufs Bett. Gleich nach dem Wochenende bekam dann auch er scheinbar sein eigenes Klo. Was die zwei Dosenöffner vermutet hatten, bestärkte sich: die zwei bestehenden Klos waren je einer Katzen-Dame. Und Aladin hatte sich nicht getraut, sie zu nutzen? In der Zwischenzeit entpuppte er sich als DER Schmusebär. Seine Barthaare scheinen sich zu erholen und die Katzendamen Ginger (Gingi) und Pepper (Peppi) haben auch schon Zutrauen gefasst und bringen ihm allerhand bei.

Mit dem Auszug von Aladin änderte sich bei uns die Gruppenordnung wieder. Nun leben bei uns noch die ruhigeren, zurückhaltenden Kitten, die allesamt aufgetaut sind. Echt zum Verlieben! Aber der Reihe nach...

Zuerst einmal hatten wir eine Woche Ferien. Nach den doch intensiven, letzten Wochen und Monate, mussten wir dringend viel Schlafen und wollten einfach mal Zeit haben. Das gelang uns perfekt - und unsere kleinen und grossen Fellnasen genossen uns. Auch stand der verschobene Frühjahrsputz an, der etwas Zeit beanspruchte. Mit dem Putzen kam auch all die Deko wieder zum Einsatz, die zwischenzeitlich mal "entfernt" war. Am meisten Freude bereitet mir der Alpabzug! Endlich liegen uns unsere Kuhfelle wieder zu Füssen. Sie sind wieder eine grosse Erleichterung in unserem Alltag, da sie die Katzenhaare einfach wie magnetisch anziehen und behalten. Das erledigte etwas die Haarbüschel-Rennen...

Doch auch sonst gab es einiges zu tun. Unsere Kratzbäume hatten die letzten Wochen arg gelitten und so viel der Entscheid zur Entsorgung. Doch bis ein Kratzbaum auseinandergenommen ist, braucht es Zeit. Als erstes kam der graue Lieblingskratzbaum von Aladin und Amur dran, den wir zum "fertig" brauchen bekommen hatten. Dann kamen die zwei nächsten Kratzbäume dran und unser Wohnzimmer sah aus, wie ein Ersatzteillager. Wohlweisslich sammelten wir die Schrauben in einem Budget-Säckli. Als es bereits eine Handvoll Schrauben im Säckli hatte, packte Amigo mit seinem Mund den Sack und brachte ihn weg. Wenig später war der Sack schon "seziert". Aber ja, eine Handvoll Schrauben ist schon noch schwer! Wir waren stark beeindruckt von Amigos "Tragvermögen"!

Als die alten Kratzbäume weg waren, kam der Sisal-Teppich wieder im Esszimmer zum Einsatz. Einmal wieder platziert, war er das Highlight der Woche und sah bereits nach wenigen Stunden aus, als würde dort eine riesen grosse Katze liegen, weil der ganze Teppich innert kürzester Zeit voller Haare war. Ich könnte den Teppich halbtäglich staubsaugen, er trägt jedes Mal ein eigenes Fell.

Am Nachmittag klärte sich endlich das Wetter und ich konnte doch noch den Balkon Winter-tauglich machen. Zur Beschäftigung aller, entwirrte ich die festgebundenen Tomaten. Doch dabei wurde mir dauernd ein Plastik zum Hochbinden stibitzt! Später kam das Töpfe schieben, das wenig beliebt war und mir dafür ermöglichte, den Balkon zu wischen. Ja, mit Samtpfoten-Unterstützung geht alles ein bisschen langsamer. Nun ist das Katzen-Topf-Labyrinth aufgelöst, dafür hat es jetzt Topf-Türme, die zu meinem Leidwesen bestiegen werden können. Da ich alles zurückgeschnitten hatte, kommt nun in einigen Töpfen bedenklich viel Erde zum Vorschein. Bedenklich deshalb, weil wir ein paar "Erd-Katzen" haben. Als erstes legt sich Alpha mitten um die Erdbeer-Stöckli. Später machen es ihr andere nach. Ja und so haben wir viele kleine Früchtchen, trotz der späten Jahreszeit. Da nützt es auch nichts, dass ich diese Früchtchen ernte und von der Erde "befreie". Drehe ich mich um, liegt wieder ein Früchtchen in der Erde...

Da helfen nur noch Holzschnitzel, die gab es aber erst Ende Woche. Davor hatten wir noch viel Arbeit. Zeitgleich mit dem Frühjahrsputz wuschen wir auch alle Schlafplätzchen und stellten die vielen Kissen, Tücher, Felle und Teppiche auch gleich um. Die Waschmaschine lief ein paar Tage auf Hochtouren!

Sah ich in den Wochen davor ein Plätzchen voller Haare oder eines, das gewaschen werden musste, zählte ich die Tage bis zu unseren Ferien. Sah ich die Badewanne voller Haare, zählte ich die Tage bis zu unseren Ferien. Sah ich den Staub vom Katzensand im Gäste-WC, zählte ich die Tage. Sah ich irgendetwas oder dachte an irgendwas, zählte ich die Tage... Irgendwann nützte vor den Ferien – mental – das Bürsten, Putzen oder Pflegen nichts mehr und ich wollte alles einfach nur noch gewaschen haben. Natürlich hatten wir im Vorfeld bestimmt, dass wir das dann in den Ferien machen würden und so war auch gewährleistet, dass alles mal gewaschen war und nicht nur sporadisch mal wieder eines. Aber wie geschrieben, eigentlich war das mehr mein psychologisches Thema. Denn die Tücher, Molton und Fleece waschen wir ja wöchentlich…

Eigentlich freue ich mich nicht auf Grossputzaktionen. Keine meiner Leidenschaften. Doch das Gefühl danach, ist einfach herrlich und darauf konzentrierten wir uns. So war es auch mehr das Gefühl von „endlich, endlich ist es soweit!“.

Und egal, was wir machten, immer musste eine Pfote oder eine Nase hineingesteckt werden oder unterstützen. Heiss geliebt war die Aktion Spensa ausräumen. Wir räumten die ganze Spensa aus und hatten danach ein nicht eingeplantes Kletterparadies für unsere Vierbeiner. Eigentlich dachten wir, sie würden schlafen, doch dieser Attraktion konnte keiner wiederstehen. Unsere Coonies liessen sich dieses Mal noch nicht einmal von ihren Knister-Säcklein mit Baldrian-Wurzel ablenken!

Weniger heisst geliebt war die Vergrösserung des Fressbox-Eingangs. Wir hatten eine neue Katzen-Klappe bestellt und zwar gleich jene für grosse Katzen. Das hiess aber auch, dass wir das Loch in der Fressbox vergrössern mussten. Die elektrische Stichsage machte schon einen heiden Lärm und die Bohrmaschine erst recht. Doch danach musste alles erkundet werden und wir mussten uns mit Staubsaugen beeilen.

Endlich klappt nun der regulierte Zugang zur Fressbox wieder und wir können das Nassfutter wieder dorthin stellen. Perfekt! Zita und Zinka begreifen das System sofort wieder, Alpha hingegen hat Angst wegen dem Geräusch. Ich hoffe sehr, dass unser Mini-Kätzlein das System auch bald begreift. Doch in der Zwischenzeit haben auch die Jungs das System begriffen und wissen, dass sie wieder mit Zinka und Zita hinein könnten; letztere hat dies natürlich schon praktiziert!

Ja und daneben (oder hauptsächlich) genossen wir in dieser Zeit intensiv unsere Fellnasen (oder sie uns). Es macht schon Spass, immer wieder eine Pause zu machen und meine Hand durch diese Flauschis fahren zu lassen.

Wenn schon putzen, dann alles putzen. So mussten auch unsere Grossen unter die Dusche. Gini hasste es abgrundtief, aber sie war so schnell wieder trocken, dass das Jammern länger gedauert hatte, als der Schreck war. Auch Nestor ist kein Nass-Freund, doch diese Aufgabe war schon einfacher. Natürlich ist das die perfekte Chance, auch den Bauch abzufühlen und oh Schreck, was spüren da meine Hände…hier kommt etwas Arbeit auf mich zu. Das Duschen von Frodo ist im Verhältnis ein „Zuckerschlecken“. Da er bald wieder an eine Ausstellung darf, ist das Duschen ein Muss. Doch oh Schreck, Frodos Bauchhaare sind weiterhin so fein, dass es wieder ein paar kleine Knoten hat. Auch für Alba, die erstmalig an eine Ausstellung darf, ist das Duschen ein Muss, um sie daran zu gewöhnen. Bei ihr war es ein Mix aus Gini, mit dem Weinen und dann wieder die Ruhe. Doch jetzt ist sie ein riesen Flauschi. Alba ist wirklich total hübsch. Sie hat schon jetzt das buschigste Fell, ist trotz ihrem leichten Gewicht schon die Grösste und wir sind ganz gespannt auf ihr Ausstellungs-Feedback. Natürlich hoffen wir sehr, dass es Alba auch Spass machen wird!

Zita und Zinka wollte ich schon lange waschen. Von ihrer Schwanger- und Mutterschaft her, war ihr Fell noch eher fettig und sehr eng anliegend. Danach waren auch sie Flauschis und wir steckten dauernd unsere Nasen in ihr Fell J

Wer das Duschen überhaupt nicht verstand, war Amur. Er liebt das Wasser schon, doch beim Duschen war ihm das Wasser schlicht zu nahe. Er machte mit, blieb aber bis am Schluss skeptisch oder doch ängstlich? Doch auch Amur ist für die nächste Ausstellung angemeldet und muss sich leider daran gewöhnen.

Die sechs anderen Kleinen kamen mit dem Spass davon und machten sich anschliessend auf nasse Schwänzchen-Jagd. Statt den Grossen zu helfen, spielten sie lieber mit deren Schwänzen.

Ja und was sind die neusten Entwicklungen zu unseren Kids? Amigo ist ein Prachtkerl. Zwischenzeitlich ist er nicht nur optisch der Grösster, er ist auch der Schwerste. Er liebt es zu spielen und kann sich auch selbst beschäftigen. Doch wenn wir Zuhause sind, dann liebt er es, irgendwo in unserer Nähe zu sein.

Auch seine Schwester Anka ist oft und gerne in meiner Nähe. Gehe ich morgens auf die Toilette, kommt sie sofort und will gestreichelt werden. Sie schnurrt bereits, wenn ich sie ansehe. Nur halten darf ich sie nicht, dann miaut sie protestierend. Doch manchmal kommt sie schon auf meinen Schoss und pflanzt sich selbst hin und dann darf ich sie knuddeln. Sie ist sehr selbstständig und ein grosser „Schnurri“ und Kommentator…

Alpha weiss genau, was sie will. Hat es „ihre“ Leckerli im Turm, fischt sie diese mit eiserner Disziplin ALLE heraus. Sie ist echt ein Meister darin – aber nur, wenn sie diese gern hat und sie hat nur eine Art gerne; immerhin. Und noch immer darf man sie streicheln, lieber nicht halten, doch hält man ihr die Hand hin, drückt sie ihren Kopf richtiggehend hinein. Das liebt sie abgöttisch…

Dieselben Leckerlis liebt auch Arnica und unterstützt Alpha fleissig beim Herausfischen. Ich staune immer, wie geschickt die zwei dabei vorgehen und mit ihren Pfoten sind. Der Unterschied liegt darin, dass Arnica schon dann schnurrt… Arnica schnurrt oft und gerne, lässt allen den Vortritt und liebt es, wenn wir doch zu ihr kommen und mit ihr kuscheln. Mir gefällt ihr verschmitzter Blick (Luusmeitli)…

Astor streicht oft um unsere Beine und will gestreichelt werden. Bekommt er gerade keine Aufmerksamkeit, weil wir z.B. das Abendessen vorbereiten, werden wir von ihm „besprungen“. Das ist meistens v.a. für meinen Liebsten sehr schmerzhaft, weil er kurze Hosen trägt und Katzen an der Wade sehr schmerzhaft sind. Bei mir kam der freche Astor letzthin bis zum Knie und die Abdrücke sehe ich noch heute! Natürlich ist ihm das nie recht, wenn er bemerkt, was er angestellt hat. Er ist manchmal richtig stürmisch und will einfach genau dann kommen. Passt es, ist er ein ganz grosser Schmuser… Übrigens ist sein Fell in den letzten Tagen und Wochen richtiggehend heller geworden. Erstaunlich! Er nimmt Albi-Farben an…

Ja und dann fehlt noch unser grosser Tiger Amor. Er sieht so schlank und feingliederig aus, dass man ihm sein Gewicht total nicht gibt. Sein Tiger-Look wird immer schöner und seine Energie scheint unerschöpflich zu sein. Eine Sprungfeder in Aktion. Doch auch Amor hat seine Kuschelmomente und dann darf ich auch mit ihm gaaaaaanz nah kuscheln…

Ein Tag in der 17.Lebenswoche
16.10.2014 12:57:15

Ja, in unserer Wohnung herrscht im Moment zeitweise sehr grosse Aktivität und zu anderen Zeiten absolute Ruhe. Gross und klein geniesst es, wenn wir Zuhause sind und dann weilen sie oft um uns herum. Das wiederum geniessen wir.

Einmal Zuhause, öffne ich die Balkontüre, damit alle hinausgehen können. Der Balkon mit den vielen Töpfen ist noch immer DAS Highlight und bietet viel Abwechslung – denke ich. Doch wenig später sind schon wieder alle bei mir, denn ich muss zuerst noch aufräumen. Aber auch das Aufräumen hält sich langsam in Grenzen. Unsere Putzhilfe Roomba ist da sehr aktiv – wenn er funktioniert. Eigentlich würde er einwandfrei funktionieren, wenn nicht ab und zu eine kleine Fellnase ihn vorher einstellen würde. Da der Einstell-Knopf prominent oben drauf ist, ist das Anstellen ein Kinderspiel oder eben ein Katzenspiel. Der zweite Grund liegt darin, dass Roomba nicht jede Form von Spielzeug gerne hat und sich ab und zu mit einem Erhängt. Dann bleibt er irgendwo liegen. Aber trotzdem, alles in allem ist und bleibt er eine grosse Unterstützung.

Als ich mich endlich in meinem Büro installieren konnte, kommen auch wieder alle Fellnasen auf den Balkon und entdecken wieder Neues. An Fön-Tagen gibt es auch besonders viel zu entdecken – oder sie waren an diesem Tag einfach besonders aus dem Häuschen. Natürlich muss zuerst das Wasser aus den Untertellern getrunken und verspritzt werden. Dann kommen die Giesskannen dran. Manchmal habe ich den Eindruck, als hätten wir keine Wassertöpfe in der Wohnung, weil alle auf den Balkon müssen und sich aus den Giesskannen bedienen. Wenn es schmeckt?

Das sterbende Katzengras ist noch immer beliebt, noch immer werden Grashalme herausgezupft und dann wird in die Töpfe gelegen. Sind es Töpfe mit Holzschnitzeln, dann naja, aber ist es ein Topf mit Erde, oh nein! Glücklicherweise lösen sich die Basilikumblätter, die nun im Wind herumwirbeln und gejagt werden. Auch die Krähen bieten gerade viel Abwechslung…

Nun kommt das Klo putzen dran. Mit zunehmendem Alter gehen die Kleinen weniger aufs Klo und ihre Geschäfte werden grösser. Das macht diese Arbeit einfacher, nebst dem, dass natürlich auch die Anzahl Benutzer stark abgenommen hat. Mein Liebster sperrt sich für diese Aktivität ins Gäste-WC ein. Ich hingegen gehe von Klo zu Klo und hole die Geschäfte ab. Damit bin ich natürlich spannend für unsere kleinen Jungs, die mir oft auf Schritt und Tritt folgen, Amur allen voran. Natürlich müssen sie dazwischen auch mitten in mein Arbeitsfeld stehen und stehen für mich ab und zu sehr ungünstig. Aber sie wollen nichts verpassen, von dem, was ich mache. Gleichzeitig sind sie so nett und verrichten gleich ein grosses oder kleines Geschäft, das ich gleich mitbeseitigen kann.

Eigentlich käme danach im normalen Ablauf nun das Wiegen dran. Doch da jetzt alle über 2000g sind und ich alleine bin, lass ich es für heute. Stattdessen möchte ich noch kurz ein Paket versandfertig machen. Nur schnell. Doch nehme ich mir etwas für schnell vor, geht es garantiert lange. Kaum liegt das Paket auf dem Pult, habe ich schon alle Fellnasen um mich und auf dem Paket. Na bravo. Hallo meine Lieben? Wie soll ich hier das Paket zukleben? Die Aktion wird zu einer sportlichen Übung. Auch eine Sportsleistung ist neuerdings das Altpapier bündeln. Die Kleinen lieben die querliegenden Papierohren und abends sind oft kleine Papierfetzen um das Altpapier gesät. Wenn wir das Altpapier bündeln, ist es ihr erklärtes Ziel, jedes Ohr zu finden und dann die Schnüre, die sich bewegen…

Kaum gehe ich in die Küche, habe ich eine miauende Schar um mich. Spätestens das ist das Zeichen, dass ich die Fütterung nicht mehr länger hinausschieben kann. Ich habe auch keine Ahnung mehr, wer wieviel frisst. Wir haben noch immer unsere Futterautomaten in Betrieb, die morgens und mittags je 400g Futter freigeben. Eigentlich wäre das Futter für Zinka und Zita, doch da das Chip-Schloss nicht mehr korrekt funktioniert, hat jeder freien Zugang zum Futter und daher weiss ich auch nicht, wer frisst. Was mich hingegen erstaunte war, dass gleichzeitig schon ein paar Mal das Mittagessen noch abends da war. Kaum öffnete ich die Box, kam allerdings die verhungerte Meute und fiel über das Essen her. Komisch, komisch. Auch bin ich abends über das Verhalten von Zinka und Zita erstaunt. Sie führen sich auf, wie wenn sie den ganzen Tag nie etwas an Futter bekommen hätten. Ist dem so? Wohl kaum. Gerade Zinka kann sehr zielbewusst sein, wenn sie ihren Kopf in den Futternapf stecken will. Zita macht das eher auf die Coonie-Weise und holt sich mit der Pfote das Futter heraus. Blöd, wenn es ihr dann nicht schmeckt und sie die Pfote trotzdem putzen muss…

Aber jetzt muss ich endlich Gross und Klein füttern. Jeder bekommt seinen eigenen Futternapf mit 50g Nassfutter. Zita und Zinka gebe ich heute zwei grosse Futternäpfe mit je knapp 200g Nassfutter. Sicher ist sicher. Schnell stelle ich die Näpfe hin und stelle jeden vor einen eigenen Napf. Dieses Mal war Alba schon da, nun muss ich noch Frodo hinstellen, der immer ganz Gentleman wartet.

Mit zwei weiteren Näpfen gehe ich ins Katzenzimmer. Nestor wartet bereits unterwegs und geht mir voraus und dieses Mal kommt sogar Gini freiwillig mit. Sie muss wohl Hunger haben. Gini frisst nicht mit den anderen und Nestor frisst so langsam, dass er nie zum Zug käme. Also füttere ich die Zwei weiterhin separat und sperre die Türe zu. Passt Zita oder Zinka nämlich ihr Futter nicht, wollen sie auch ins Katzenzimmer, weil es doch dort immer viel besseres Futter gibt – denken sie! Aber nun muss ich wieder zu den anderen Fellnasen und nach dem Rechten sehen. Schliesslich soll doch jeder annähernd ähnlich viel Futter bekommen. Doch schnell habe ich den Überblick verloren und den nun wird wieder Teller ausgetauscht. Vermutlich ist es eine gute Idee, wieder einen Teller mehr zu geben, was mathematisch mit dem Aufteilen auch besser passen würde. Ja, warum nicht.

Die Ersten haben schon genug gefressen und die Cleveren (oder Dummen?) stehen bald vor der Türe zum Katzenzimmer. Doch gerade heute hatten sie ganz grosses Pech: Gini und Nestor haben selbst alles gefressen, was sonst sehr selten vorkommt.

Als nächstes muss jeder aufs WC und sein Geschäft erledigen. Das ist dann dieser Part, wo wir am Essen sind und plötzlich so Duftwolken kommen. Wie appetitlich! Aber dafür haben wir noch keine Lösung gefunden. Die nächste Phase ist: nach dem Essen sollst Du ruhen. Und nachdem auch dieses Grundbedürfnis gedeckt ist, geht es in die Spielphase, die logischerweise dann ist, wenn wir ins Bett wollen.

Was ich noch unbedingt zu Anka schreiben wollte: also diese Lady hat sich unglaublich stark verändert. Seit die starken, kämpfenden Kids ausgezogen sind, geht es ihr massiv besser. Neuerdings liegt sie erstaunlicherweise oft auch bei mir, bei und nie auf mir. Sie sucht unsere Nähe, ich darf sie streicheln, aber nicht halten und wenn ich sie streichle, schnurrt sie unglaublich laut. Sie ist mit sehr wenig zufrieden und sehr anhänglich. Nur tragen und halten darf ich sie nicht. Aber wenn ich sie stehen lasse, darf ich sie sehr lange streicheln. Ihr zuzusehen ist auch witzig. Wenn sie „on tour“ ist, miaut sie. Sie ist sehr kommunikativ…

Im Moment ist schreiben und arbeiten spannend: Arnica liegt auf meinem Bürostuhl bei meinem „Hinterteil“, Astor liegt auf meinem Schoss, Amigo liegt schon halb auf dem Zahlenblock vom Notebook, Alpha liegt auf dem Netzadapter, Nestor dahinter und Anka neben Nestor. Amur liegt auf der gegenüberliegenden Seite, sodass er mich immer im Blickfeld hätte, aber er schläft tief und fest...

16. Lebenswoche Aktivität pur
05.10.2014 21:51:29

Gini hat im Moment ein paar Lieblingsplätze. Zum einen ist das noch immer IHR Schlafplatz im Kleiderkasten meines Liebsten, dann auf dem Garderobenkasten, manchmal auf dem Bücherregal und ganz oft in meinem Lavabo. Jedes Mal, wenn ich im Verlaufe eines Tages meine Hände waschen will, liegt sie drin. Ich habe mich schon daran gewöhnt, dass ich die Hände irgendwo anders waschen muss. Doch morgens, ja dann, gehört das Lavabo mir! Denke ich... Letzthin hatte ich mich morgens gewaschen und zog mich danach an. Als ich wieder vor das Lavabo trat - und ich hatte notabene nicht nachgetrocknet! - lag Gini drin. Himmel, diese Katze!

Ich nahm die nasse Katze aus dem Lavabo und transferierte sie auf den Garderobenschrank. Dort haben wir Teppich hingelegt und genau dort soll sie sich zuerst abtrocknen, bevor sie auf dem Parkett herumläuft. Wenig später ging ich kurz in die Küche und als ich wieder zurückkam, lag wieder Gini im Lavabo und wieder hatte ich nicht nachgetrocknet. Langsam wurde ich sauer... Das Positive ist, dass das Lavabo danach voller Haare ist, die dann nicht in der Wohnung herumliegen würden.

Im Moment sind wir wieder in dieser Katzen-Leben-Phase, wo wir nicht mehr sicher sind, ob wir Parkett oder doch Teppich in unserer Wohnung haben. Morgens und abends ist der Boden von Haarbüscheln überzogen. Himmel, was machen unsere Vierbeiner nur? Nun ja, jetzt wird gestritten, was das Zeug hält...

Zinka verfolgt noch oft Alba. Warum, weiss ich nicht. Theoretisch wären die Zwei ja etwa gleich stark. Praktisch gewinnt Zinka immer und drängt Alba in die Enge. Dann weint Alba. Kenne ich das nicht schon von Anka? Doch immerhin wehrt sich Alba doch noch mit den Pfoten und Zinka muss gut nachdenken, wo sie Alba in ihrem Fell überhaupt beissen kann. Danach liegen überall helle Büschel herum.

Ob die Kleinen noch an die Zitzen dürfen, weiss ich nicht. Mein Liebster sagt schon, ich habe das nicht mehr beobachtet. Im Gegenteil. Bei Zita habe ich zugesehen. Sie lag da und wollte sich putzten. Da kam Arnica angesprungen und wollte an ihre Zitze. Ich dachte zuerst, nein, Zita, wehr dich, sag nein. Zita wehrte sich. Zuerst schob sie Arnica mit den Pfoten weg, später biss sie ihr ins Ohr. Von einem Husky-Führer habe ich gelernt, dass das Hunde-Mami die Kids ins Ohr beisst, wenn sie etwas wirklich ernst meint. Gilt das jetzt bei Zita auch? Arnica nahm sie nämlich nicht ganz so ernst und versuchte es weiter. Nun kam auch noch Anka dazu und Zita resignierte. Leider. Nein Zita, du musst nicht mehr säugen! Ich nahm sie weg.

Dieses kleine Kätzlein Zita hat nun auch zugenommen und ist nicht mehr das kleine, leichte Kätzlein, nur noch das Schlanke. Von der Figur her hat sie sich wenig verändert, ist einfach schwerer, kräftiger geworden. Perfekt! Endlich mehr Gewicht! Doch zum Halten ist es ein riesen Unterschied, ob 3.9kg oder 4.2kg. Irgendwie habe ich - wohl nur psychologisch - den Eindruck, dass man das Gewicht ab 4.kg spürbar merkt. Alba ist mit 4kg gerade noch ein Leichtgewicht (was sich wohl auch Zinka sagen wird).

Gini ist nun auch diejenige, die absolut zu jeder Minute, jeder Tageszeit und überhaupt immer versucht ins Schlafzimmer zu kommen. Würde sie im Schlafzimmer einfach schlafen wollen, wäre das OK für mich. Doch nein. Das Schlafzimmer ist bei uns schon fast komplett verstellt, weil dort all die Sachen sind, die nicht in ihre Reichweite sollen. So steht neuerdings der Wäschekorb da. Auf diesen ist sie schon so oft gesprungen und hat versucht, zu der Wäsche zu gelangen, dass der Deckel nicht mehr hält. Als sie es einmal doch ins Schlafzimmer schaffte, sprang sie prompt auf den Wäschekorb und landete einen Stock tiefer, da ja der Deckel nicht mehr hält. Danach hatten wir grosse Mühe, den Deckel überhaupt wieder herauszubekommen. Auch ist die Arztklinik ins Schlafzimmer verschoben worden. Dort liegen jetzt auch all die Sachen herum, die ich noch flicken müsste. Ja, danach hatte sie Gini "sortiert". Zusammengefasst sind das alles Gründe, warum genau Gini nicht ins Schlafzimmer darf...

Und weil Amur das Nestor und Gini abgeguckt hat, will neuerdings auch Amur ins Schlafzimmer. Das wäre ja noch OK, wenn er dann genauso kuschelig wäre, wie wenn er sonst bei mir liegt. Aber nein. Das Schlafzimmer ist eine solch grosse Attraktion, da muss zuerst alles erforscht werden. Auch das ginge noch, doch steht der kleine Mann erst einmal auf meiner Daunendecke, muss er zuerst die Krallen ausfahren und dann "träbelen". Super! Und mich wunderte es noch, warum unsere Bettbezüge Fäden ziehen?

Wieder ein anderes Mal durfte Zita bei uns schlafen. Sie geniesst diese Ruhe und schläft dann tief und fest. Wir dürfen nur nicht früher erwachen, dann ist alles perfekt. Sie liebt es und für uns ist es ok. Eigentlich würde dasselbe auch mit Alba gehen. Bis jetzt. Doch diese Woche ging das nicht. Alba war überdreht - und ich erwachte unabhängig davon immer wieder. Schlechtes Timing. Jedes Mal, wenn ich wach wurde, miaute sie mich an und so wurde ich erst recht wach - und sie danach auch, weil ich Licht machte. Sonst ist sie eigentlich nicht so. Wenn Alba schläft, schläft sie total tief und fest. Oft liegen dann auch die Kids zu ihr oder putzen sie dann. Alba reagiert nicht, sie schläft.

Manchmal schon dachte ich, Zita und Zinka hätten ihre Kids vertauscht. Wie ist es nur möglich, dass Zinka’s Kids alle Trockenfutter fressen? Zinka’s Kids sind (bis auf Anka, aber daran arbeiten wir) sehr verschmust und zutraulich. Bei Zita hingegen hat es echte Charakter-Katzen, die genauestens wissen, was sie wollen und v.a. was nicht. Dabei ist Zita so ein liebes Kätzlein. Ja, aber spätestens bei der Figur ist alles klar. Zinka hat ausschliesslich grosse Katzen, bei Zita sind ausnahmslos alle schlank.

Was mit Vorliebe Zitas Kids machen, ist den Kopf zum Streicheln hinhalten. Himmel, lieben es diese Kids, am Kopf gestreichelt zu werden. Das ging so weit, dass ich mit Amor eine Kuschelstunde hatte und ich scheinbar zu langsam mit Streicheln war, dass er seinen Kopf sogar an meinen drückte. Er wollte nicht mehr damit aufhören, schnurrte wie ein Weltmeister und ich verging vor Glück und Liebe…

Ich denke mir gerade während dem Schreiben: Nestor, warum kannst Du das nicht auch machen? Wenig später steht er prompt neben mir und will auf meine Brust. Ok. 6.7kg… Will ich das wirklich??? Natürlich…

Hurra, wir haben einen neuen Kratzbaum erhalten. Eigentlich wollten wir ihn in den Ferien aufstellen, bis mir in den Sinn kam, dass man die Ware ja in einer angemessenen Zeit „prüfen“ muss. Also baute ich ihn zusammen. Einfacher geschrieben, als getan. Nur schon mit dem Entfernen der Schnüre weckte ich 3/4 aller Vierbeiner und hatte dann sehr unterstützende Pfoten-Hilfe. Am liebsten halfen alle bei den Schrauben, die sie am liebsten versteckt hätten. Auch beliebt waren die Sisal-Rohre, doch einfach hingestellt, halfen die nichts. Kaum war die erste Etage fertig, stand alles auf dieser. Kaum war die zweite Etage fertig, standen alle da. Nun ja, das Schrauben wird unter diesen Umständen anspruchsvoll, aber der Kratzbaum ist sofort beliebt. Auch ich bin begeistert, v.a. von der Stabilität des Baumes. Sogar Frodo kann in der 4. Etage stehen oder liegen und der Turm hält. Top!

Am nächsten Tag war ich alleine beim Mittagessen. Ich hatte den hungrigen Vierbeinern davor zwei vermeintlich riesige Portionen Futter gegeben und danach herrschte eine überdrehte Partystimmung bei uns. Der neue Kratzbaum steht noch mitten im Durchgangsverkehr, weil der alte Kratzbaum noch in Betrieb ist. Er steht also für eine überdrehte Stimmung perfekt.

Beginnen wir mit Amigo. Der wollte mit Astor kämpfen. Astor wollte nicht und sprang davon. Das war ein taktischer Fehler, denn wenn etwas springt, ist sofort der Jagdinstinkt geweckt und das springende Wesen wird verfolgt. Irgendwann kehren die Zwei wieder vom Katzenzimmer zurück und streiten weiter. Doch eigentlich möchte Astor noch immer nicht streiten.

Zwei die streiten wollen, sind Amur und Aladin. Amur spring voraus in mein Büro und Aladin hintendrein. Als Amur vor den Blumentöpfen hält, hält Aladin einen Sicherheitsabstand. Das ist der Moment, wo ich es nicht mehr lustig finde und ich ihnen schnell rufe. So gebe ich kurzerhand ein paar Leckerli. Vor Amurs Augen stand nämlich eine sterbende Sukkulente, die bereits diverse Attacken von Zinka überlebt hatte, aber seit die Kids sie auch attackieren und ich ihr vermutlich zu viel oder zu wenig Wasser gab, stirbt sie einen langsamen Tod. Einmal wöchentlich liegen ihre Blätter überall in der ganzen Wohnung verstreut am Boden.

In der Zwischenzeit sprang Zita in diese Richtung und gleichzeitig kam Astor um die Ecke aus der anderen Richtung. Zita konnte gerade noch hochspringen. Auch um die Ecke kommt eine überdrehte Alba, springt den Kratzbaum hinauf und bleibt auf der zweitobersten Etage stehen. Dort liegt schon Amor, der nun mit ihr zu streiten beginnt. Alba stösst ihn mit der rechten Pfote von sich, immer wieder. Gleichzeitig wird Albas Schwanz von Alpha, die darunter liegt, attackiert. Alba wechselt die Seite und erschrickt einen Moment, als plötzlich Aladin im Speed-Klettern neben ihr stehen will, sie macht einen Misstritt und fällt runder – auf die Beine. Überdreht springt sie weiter, die Kratztonne hinauf zur Wurfbox runter und nach einer weiteren Runde liegt sie plötzlich ab. Schauf, schnauf.

Zinka hatte endlich fertig gegessen und sprang auf die oberste Etage. Die ist gar nicht so einfach erreichbar. Sie krallen sich irgendwann am Kissen fest und angeln sich dann so hinauf. Hoffentlich hält das Kissen lange gut! Zinka rollt sich in dieses Kreiskissen, vergisst aber ihren Schwanz einzuziehen – zur grossen Freude aller. Denn nun wird mit ihrem Schwanz gespielt und Zinka dreht sich und angelt dann mit ihren Pfoten… Wildes Gerangel…

Nein, jetzt kehrt nicht etwas die Ruhe fürs Mittagsschläfchen ein, nein, ich hatte gerade alle Fenster geöffnet und ein paar Fliegen verirrten sich in unsere Wohnung. So ging das wilde Spiel fliessend über in eine Fliegenjagd.

Da ich in der Zwischenzeit fertiggegessen hatte, überliess ich die Wohnung den jagenden Fellnasen und installierte mich zum Arbeiten auf dem Balkon. Hier bekam ich bald Gesellschaft und wieder viel zu beobachten. Alba und Arnica lieben das Wasser aus der Spritzkanne – und bald spüre ich die „ausgeschüttelten“ Wassertropfen auf mir. Stöhn. Die Unterteller sind nass, die Erde auch und alles wird wieder erforscht. Anka beisst den Wasserstandsanzeiger kaputt, Alpha tut sich gütlich am Zwerg, aber irgendwann schlafen sie – alle.

Erst dann kommt Gini ganz langsam herausspaziert, trinkt einen gefühlten Liter aus der Giesskanne, schaut sich die Aussicht an, als wolle sie prüfen, ob noch alles gleich ist. Dann wälzt sie sich am Boden und holt sich ihre Portion Streicheleinheiten bei mir ab – welche Überraschung! Aber das dauert natürlich nicht lange und sie streicht unter meinem Stuhl untendurch und – oh Schock! – Sie steht plötzlich auf meinem Liegestuhl! Hilfe, nun wird es schwer mit der Balance und dem Weiterarbeiten…

Einen Tag davor hatte ich mit Amur eine ernste Diskussion, die mit Unverständnis endete. Amigo machte das schon am Vortag, aber da brauchte ich zu lange, bis ich es begriffen hatte und heute machte dasselbe Amur: er bestieg Astor, biss ihn am Nacken und machte alles so, wie wenn er ihn decken würde. Himmel, haben wir frühreife Babies! Wo soll das nur hinführen? Ich sagte Amur, dass er das gefälligst seinlassen soll… Bitte!

Überhaupt entwickeln sich unsere Kleinen – nach meinem Empfinden – rasant! Vorgestern noch waren sie doch erst Babies, gestern erst Teenager und heute sind sie schon fast erwachsen. Jetzt wird uns auch immer alles mitgeteilt und kommuniziert. Nicht dass wir alles verstehen, aber die Kommunikation hat stark zugenommen. Jetzt wird gegurrt, miaut und kommuniziert, was das Zeug hält…

4 Elemente gesamt

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