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Woche 3
31.03.2014 21:36:20

Wahrscheinlich heisst es auch für einen Blog „in guten, wie in schlechten Zeiten“. Bis jetzt waren wir trotz aller schönen und strengen Erlebnissen vom Glück gesegnet. Doch am Sonntag hat uns der Sensenmann erwischt. Er schlug klammheimlich zu, ohne dass wir richtig reagieren konnten. Alles fing für uns harmlos an. Ein Sonntag, wie ein anderer Sonntag.

Wir hatten Besuch. Deswegen und damit wir die Katzenkinder mehr beobachten konnten, zügelten wir die kleine Familie in einem grossen Kissen zu uns ins Esszimmer. Die Kleinen waren auch zu süss und es war spannend, ihrem Krabbeln zuzusehen. Mit den einen Babys konnten wir auch kuscheln, aber eigentlich war – wie immer – nur der rote Babykater ganz kuschelig, beschwerte sich nicht und schien es nach unserer Meinung zu geniessen. Doch nachmittags sahen wir plötzlich, dass er Spucke um den Mund hatte, die wir ihm wegputzten. Dann legten wir ihn zurück ins Nest. Wenig später schon liess Gini den roten Babykater links liegen und separierte ihre Babys auf die andere Seite des Nestes. Das machte uns „stutzig“. Dann sahen wir, dass der rote Babykater wieder alles voll Spucke hatte und sein Hinterteil nass und dreckig war. Als wir ihn hochhoben, hingen alle Glieder herunter. Er tat gerade die letzten Atemzüge. Wir sind unendlich traurig, dass dieser süsse, rote Babykater gestorben ist, der uns immer sein Bäuchlein hingestreckt hatte und so kuschelig schien. Er schien so zufrieden und ein einfach lieber Kater zu sein.

Wir dachten, dass als die ersten zwei Lebenswochen vorbei waren, wir aus dem „Schneider“ seien und nun alle leben würden. Doch dem ist scheinbar nicht so. Es kann auch in den nächsten wenigen Wochen noch so viel passieren. Nach der Trauer kommt die Wut: warum nur musste der rote Babykater sterben? Warum ist er überhaupt gekommen, wenn er schon so früh wieder gehen wollte? Wäre nicht beim letzten Wurf alles so „problemlos“ verlaufen, weiss ich nicht, ob wir diesen Wurf überhaupt gehabt hätten. Doch nun decken wir bald unsere zwei Mädchen, die dann zu Damen werden und sehen, wie es dann weitergeht. Lebewesen sterben zu sehen, ist nie schön.

Den restlichen Sonntag gingen wir gefühlt alle 5min nachsehen, wie es den zwei Buben und zwei Mädchen ging. Schon am Montagmorgen getraute ich mich kaum nachzusehen. Doch ich musste. Gini kam mir schon entgegen, um Hallo zu sagen. Im Nest schliefen vier kleine Kätzlein je alleine. Der dunkle Babykater mit den weissen Schuhen hatte es sich im Perret bequem gemacht, was wirklich süss aussah. Wenig später hörte ich ein fürchterliches quietschen im Wohnzimmer. Ort unbekannt. Schnell war mir klar, dass das ein Baby sein musste, doch wo würde ich sie finden? Ich sah mich überall um, versuchte das Schreien zu lokalisieren, suchte verzweifelt und dann sah ich sie. Das Schildpattmädchen sass bei Zita leicht hinter dem Katzenmöbel versteckt. Ich war leicht verwirrt. Wollte mir Gini mitteilen, dass sie ihre Katzenfamilie wieder ins Esszimmer zügeln wollte? Nun ja, Gini, heute geht das nicht, wir müssen arbeiten! Wenig später liegen die vier Katzenkinder dicht beieinander in ihrem Nest und Gini rennt überdreht in der ganzen Wohnung herum.

Fast schon makaber ist, dass am Sonntag die zwei Buben und zwei Mädchen so viel an Gewicht zugenommen haben, wie noch nie! Bei allen waren es deutlich mehr als 20g. Irgendwie scheint es, als würde die dritte Lebenswoche nur aus Sonntag bestehen und leider fühlt es sich auch so an. Die kleine Katzenfamilie ist wieder „komplett“ und der rote Babykater scheint ihnen nicht zu fehlen. Konnten sie sich vorher verabschieden? Ist es für alle klar, was passiert ist, nur für uns Menschlein nicht? Für die Katzenfamilie geht das Leben weiter, nur wir Menschen hängen mit unseren Gedanken und unserem Tun noch der Vergangenheit an...

Woche 2
26.03.2014 17:28:36

Nachdem wir sahen, dass Ginis Bauch sie schmerzte, haben wir sie sofort in ein grösseres Nest gezügelt. In der ersten Woche waren die kleine Katzenfamilie zwischen Pult und Bett, wo wir ihnen ein weiches Nestlein gemacht hatten. Dort bekamen sie genügend frische Luft und gleichzeitig konnte keines der Kleinen abhauen und sie waren alle nah beieinander. Danach zügelten wir sie unter das alte Pult, wo wir eine Plastikschale kuschelig-weich ausfüllten. So war der Platz etwas kleiner, dass sich keiner verloren fühlen musste und gleichzeitig hatte Gini mehr Platz, um sich auszustrecken. Am Ende der zweiten Woche krochen die Kleinen jedoch schon auf den Rand der Plastikschale, sodass wir nun auch diese entfernt haben. Auch ist im Zimmerservice der tägliche Bettenbezugswechsel inklusive. Anfangs hatten wir auf weiche Decken alte Küchentücher gelegt, die wir täglich wechseln und nun sind wir bei einem alten Molton angelangt, den wir nur noch periodisch wechseln, aber oft bürsten. Es hat täglich unglaublich viele Haarbüschel darauf. Ginis Bauch war vom Kaiserschnitt kahl rasiert und nun wachsen auch diese Haare langsam wieder nach.

Am Freitag hatten wir dann unsere Nachuntersuchung, wo auch Gini die Fäden „gezogen“ wurden. Beim Tierarzt hatten alle grosse Freude, die Kleinen zu sehen. Gini musste „Männchen“ machen, damit der Tierarzt die Fäden abschneiden konnte. Er war sehr zufrieden mit der Wundheilung und der Genesung. Als er das bemerkte, sagte ich zu meinem Liebsten, dann können wir dem Tierarzt jetzt ja sagen, dass wir auf Homöopathie umgestellt haben. Er hatte keine Freude... Aber zu unserem grössten Erstaunen erstattete er uns die Antibiotika, die wir ihm zurückgaben. Sehr kulant!

Aber so oder so, wir haben grosse Freude, dass es Gini wieder so super geht! In der Zwischenzeit ist sie schon die Alu-Leiter in den Estrich hochgestiegen, wo wir sie retten mussten, dann ist sie uns ins Treppenhaus entwischt, wo wir ein ernstes Wörtchen mit ihr reden mussten und auch sonst ist sie quikfidel und oft in der Wohnung am Spazieren. Aber wehe, eines der Kleinen schreit, dann ist sie sofort zur Stelle.

Die Kleinen sind schon unglaublich gewachsen. Zwischen dem 8. und 14. Lebenstag haben sie sich stark entwickelt. In dieser Zeit haben sie beide Augen geöffnet, können jetzt hell und dunkel unterscheiden, hören, wenn wir kommen und mit ihnen reden und haben natürlich fleissig zugenommen. Die Geschlechter liessen wir uns sicherheitshalber doch noch vom Tierarzt bestätigen – soweit das in diesem frühen Stadium möglich ist. Doch wir bleiben – noch – bei unserer Erstmeinung. Unsere Retterin ist eine kleine rote Dame, was eine Seltenheit ist. Normalerweise sind rote Katzen männlich. Obwohl sie unsere Erstgeborene ist, bleibt sie das Nesthäkchen. Sie hat zwar auch schön zugenommen, aber die anderen bleiben die Grösseren. Noch weiss ich nicht, ob ich mich von ihr trennen kann. Wieso nicht eine rote Dame behalten?

So ist der zweite Rote dann auch ein Bube. Er lässt sich schon jetzt mit Vorliebe seinen Bauch streicheln und scheint ein total Verschmuster und Zufriedener zu sein. „Ganz de Papa.“ Das freche Kätzlein mit dem A im Gesicht, ist eine Schildpatt-Dame. Sie hingegen scheint „ganz die Mama“ zu sein und hat meinen Liebsten bereits um den Finger gewickelt. Das waren 3 von 5.

Die zwei Schwarzen sind eine Geschichte für sich. Wehe, etwas ist nicht in Ordnung, dann schreien sie und ich habe bei Gott noch nie eine Katze so laut schreien hören. Hier wird das tägliche Wiegen zur Tortur – für den kleinen Schreihals und für Gini, die dann sofort miauend daneben steht. Die beiden Dunklen sind kaum zu unterscheiden. Einzig die Weiss-Anteile sind etwas unterschiedlich – beim sehr genauen Hinsehen. Die Bäuche sehen wir selten, daher sind sie für uns keinen Anhaltspunkt. Doch der eine trägt weisse Schuhe an den Hinterpfoten und der andere weisse Stiefel – ein kleiner Unterschied, aber immerhin einer.

Bei den zwei Dunklen scheiden sich die Geister. Eigentlich sind Dreifärber Mädchen, doch die Geschlechtsteile weisen auf zwei Kater hin. Aber zwei Schildpatt-Jungs wären fast schon unmöglich. Sehen wir mal, was die Zeit bringen wird. Im Moment sind sie unsere Zwillinge. Und wenn sie einmal besonders müde sind oder gerade erwacht sind, kann man auch sie herrlich knuddeln...

Obwohl die Kleinen noch nichts „abgucken“ können, verhalten sie sich schon wie unsere grossen Coonies. Ganz süss ist es, wenn sie gähnen und ihre kleinen Münder weit aufsperren. Sind sie einmal wach, wird gedehnt, die Pfoten werden gestreckt, sie recken sich und verhalten sich so schon wie die Grossen. Das muss wohl einfach in den Genen liegen. Sie sind kleine Wesen, grosse Charakteren und schon ganz Coonies ;-)

Gestern kam mein Mami und sah sie nach 14 Tagen wieder. Sie war ganz erstaunt, wie gross die Kleinen geworden sind. Ja, sie haben ihr Gewicht verdoppelt!

Das bedingt natürlich, dass auch Gini viel frisst. Im Moment scheint sie wieder aus Haut, Knochen und Brüsten zu bestehen. Natürlich füttern wir sie zweimal am Tag. Morgens bekommt sie von ihrem männlichen Verehrer eine Portion Paté, das sehr nahrhaft sein soll. Doch mittags bettelt sie schon wieder und dann frisst sie das, was Zinka nicht gefressen hat – falls; oder bekommt Körnli. Im Moment frisst sie fast alles. Ich hatte gestern eine Operation und ruhe mich heute Zuhause aus. Ich hatte mir vorhin Capuns in einer Bouillon gemacht und habe nicht die ganze Bouillon ausgetrunken. Als ich den Teller auf das Wohnzimmer-Tischlein stellte, waren bald 3 Katzendamen um den Teller herum versammelt. Gini frass die Landjäger-Stücklein, die mir zu hart waren, Zinka schnüffelte am Tellerrand herum und leckte, Zita schnüffelte nur und Gini trank dann die Bouillon. Ich staunte nicht schlecht. Als nur noch Gini am trinken war, kam auch Nestor und steckte seine Nase hinein. Die zwei Mädchen lässt er immer in Ruhe fressen, lässt ihnen den Vortritt. Aber frisst Gini alleine, dann will er auch. Was sie hat, will er auch. So stibitzt er im Moment immer Baby-Futterkörner, würde am Liebsten auch Paté fressen und probiert jetzt auch die Bouillon, von der es nicht mehr viel hat. So macht er den Teller leer und will danach mit meinem Löffel spielen. Nein. Noch ein Versuch. Noch ein lauteres NEIN. Noch ein letzter Versuch. Wieder ein sehr lautes Nein. Nun ist Nestor beleidigt und zieht von dannen. Gini ist zurück zu ihren Babys gegangen, Nestor liegt am Boden und zügelt später in den Korb unter dem Wohnzimmertisch und Zinka und Zita liegen neben mir.

Dass Zita jetzt neben mir liegt, grenzt an ein Wunder – für mich. Dieses Katzen-Fräulein war die letzten zwei Wochen stark beleidigt – und wir wussten überhaupt nicht, was wir falsch gemacht hatten. Sie liess sich zwar streicheln, schnurrte aber nie mehr. Dann nahm mein Liebster sie vorgestern in die „Zwangsjacke“. Sie lag auf dem Katzenturm in Frodos Zimmer und mein Liebster umarmte sie so, dass sie ihm nicht entwischen konnte und streichelte sie so lange, bis sie endlich wieder einmal schnurrte. Danach war der Bann gebrochen und seither kommt sie wieder. Aha. Gini, Frodo und nun auch Zita brauchen viel Aufmerksamkeit von meinem Liebsten, die beiden Schwarzen von mir. Doch heute nimmt Zita auch meine Aufmerksamkeiten wieder an.

Vorgestern war ich in der Nacht erwacht. Wie immer kam mir sofort Zita entgegen und da kein anderer Vierbeiner da war, nahm ich sie mit ins Schlafzimmer. Es blieb ja nur noch wenig Zeit, bis mein Liebster eh aufstehen würde, solange durfte sie bleiben. Wie eine Prinzessin lag sie auf seinem Bett, kuschelte sich an seine Beine und war selig. Doch am nächsten Tag hatten mein Liebster und ich Krach, weil er steif behauptete, es wäre Zinka gewesen...

Nein, Zinka darf jeweils abends mitkommen. Dann legt sie sich selig auf das Bett meines Liebsten, lehnt sich am Kopfkissen an und beginnt mit der Körperpflege. Kommt mein Liebster, muss sie dann gehen.

Am Sonntagabend hatte es sich Zinka wieder auf meinem Bauch gemütlich gemacht, geschnurrt und geträbelt. Schnell zog ich mein T-Shirt hoch, damit sie keine Fäden zieht. Träbelet sie, hat sie immer ein wenig die Krallen vorne. Das hinterlässt dann auf meinem Bauch lauter rote „Spuren“, bis ich begriff, dass sich das für eine Operation nicht sonderlich macht. So musste sie aufhören. Dienstag und Mittwoch war es dann hart für mich, immer auf der Hut zu sein, dass mir kein Coonie auf den Bauch springt. Einmal gelang es mir nicht. Zinka war schneller und sprang wirklich nur ganz kurz auf meinen Bauch, zum auf die andere Seite zu kommen. Ich schrie vor Schmerz auf und sie erschrak zutiefst – ich auch. Ich hoffe, morgen geht alles wieder...

In den letzten zwei Wochen hat sich noch etwas anderes entwickelt. Ich habe aus Spass Zinka gezeigt, wie man eine angelehnte Türe öffnet. Ich habe sie in der Männchen-Stellung an die Türe gestellt und ihr gezeigt, dass sie die Türe so aufstossen kann. Seither weiss sie, dass eine angelehnte Türe nicht fixiert ist. Gini öffnet sich die Türen mit der Pfote, Nestor mit der Schnauze und Frodo und Zita öffnen keine Türen. Zinka hat es halbherzig ausprobiert, weil sie sowieso alles Nestor nach macht. Doch Nestor hat natürlich etwas mehr Kraft mit seinem Kopf, als Zinka. Seither lässt Zinka keine Gelegenheit aus, eine Türe zu öffnen. Zuerst schiebt sie eine Pfote vor, geht das nicht, probiert sie es tatsächlich mit dem Männchen und dann versucht sie es mit ganzem Körpereinsatz. Es sieht süss aus. So oder so, an ihr ging ein Kater verloren. Sie kann perfekt Männchen machen!

Apropos Männchen: das Spielzeug von Ariane, MCA Präsidentin, ist einfach sensationell. Es hat einen Stab mit Federn und einem Glöcklein. Bewege ich den Stab ganz schnell hin und her, sieht mir Zinka zu wie bei einem Tennis-Match. Irgendwann wird es ihr zu bunt und sie bringt ihre Pfoten ins Spiel, wie wenn sie schwimmen müsste. Und sie erwischt immer eine Feder! Zita hingegen mache ich das schnelle hin und her auf dem Boden. Dann klopft sie mit den Füssen danach. Beides sieht total witzig aus...

So und jetzt ist Nachmittag und bei uns herrscht absolute Ruhe. Gini schläft bei ihren Kindern, Nestor ist noch immer im Korb unter der Wohnzimmer-Tisch, Zita hat sich neben mir eingelümmelt und Zinka liegt eingekugelt auf dem Sitz daneben und hat eine Pfote auf die Armlehne gelegt und den Kopf darauf platziert...

Woche 1
19.03.2014 22:42:41

Es kam, wie es kommen musste, die Grossen haben schreckliche Angst und fauchen Ginis Jungmannschaft bei jeder Gelegenheit an. Immer diese Mundgeruch-Verteilung. Natürlich haben Zinka und Zita diese Reaktion gesehen und abgekupfert. Wenn ich es nicht sehe, machen allerdings alle Spaziergänge zu Gini und sehen nach, was da so ist. Nestor geht es vor allem darum, irgendwie zu dem Baby-Futter zu gelangen, das für ihn vermutlich wie für mich weisse Maltesers ist. Verboten gut. Zita kam auch schon bis ins Nest und hat die Kleinen beschnüffelt. Sie ist sehr interessiert.

Anfangs lag Gini nur im Nest. Irgendwann fanden wir Blut und waren alarmiert. Wo kam es her? Ich hatte nicht den Eindruck, dass es Gini schlecht ging, aber ich fand, dass etwas nicht stimmte. Letztes Mal spazierte sie schon unmittelbar nach der Geburt durch die Wohnung, was sie jetzt nur sehr selten tat. Sie lag da, sah mich an oder döste. Dann kam der Freitag, wo ich sie wieder streicheln wollte. Sie miaute auf, was ich als Schmerz-Miau empfand. Dann ging ein Kleines an die Zitze und sie miaute wieder so. Da hatte ich genug von diesem Antibiotika, dass ich nicht geben wollte und wir setzten sofort intensiv auf die Homöopathie. Nestor stand neidisch daneben, als ich den Zaubertrank mixte. Er wollte überall seine Nase hineinstecken. Bis am Abend ging es dann Gini besser. Schon am nächsten Tag spazierte sie in der Wohnung herum. Auch die kommenden Tage konnten wir beobachten, wie sie wieder in alter Frische daher kam und ihre Kinder endlich auch mal alleine lies.

Beim letzten Wurf hatte ich den Eindruck, dass die Kitten gerne mit Gini kuschelten. Bei diesem Wurf bin ich ganz erstaunt, wie sich die Kleinen schon oft von ihrem Mami abwenden und frei liegen. Haben sie zu warm? Oder stört die nackte Brust? Erstaunlicherweise ist jedoch immer ein Körperteil mit Gini verbunden, auch wenn es nur eine Hinterpfote ist. Indem es Gini bald so viel besser geht, ist auch bei den Kleinen mehr Ruhe zu verspüren. Ende gut, alles Gut.

Einmal täglich gibt es bei uns eine Putzaktion. Frodo ist währenddessen meistens auf dem Balkon und die Mädels bringe ich in mein Büro, damit ich die Wohnung auch lüften kann. Um Gini muss ich mir im Moment keine Gedanken machen. Nestor nehme ich mit ins Katzen-WC, damit ich ihn unter Aufsicht habe. Aber er kommt gerne mit und beobachtet alles. Irgendwann dazwischen muss er dann selbst aufs WC und geht am liebsten auf ein noch nicht geputztes Katzen-WC. Nach der Erledigung seines Geschäftes will er dann aber aus dem WC und es stört ihn, dass er weiter bei mir bleiben muss. Doch, so oder so, er braucht die ersten Tage nach der Geburt sehr viel Aufmerksamkeit, damit er nichts anstellte.

Ich hatte schon am Tag der Geburt Ginis Abwesenheit genutzt, um den Boden aufzunehmen. Es hatte überall kleine und grössere Fleckchen von ihr. Fruchtwasser? Ich war überall durch, alles sauber und ich arbeitete wieder an meinem Pult. Da roch ich es. Es stank fürchterlich nach Katzenpisse. Frodo war schnell gefunden, die Binde entsorgt und er versorgt. Ich war sauer! Doch es stank weiter fürchterlich und ich musste die Ursache finden. Zufällig warf ich einen Blick auf das Sofa, wo ein schwarzes Kuhfell lag, dass so verdächtig schimmerte. Auf dem Fell hatte es eine Pfütze Pisse. Das Fell hat verhindert, dass es aufs Sofa tropfte. Schnell nahm ich es weg. Danach putzte ich der Tropfspur entlang alles auf. Doch das kleine Kuhfell bringen wir bis heute nicht mehr sauber. Ich bin echt stinksauer! Ich kann das auch total nicht nachvollziehen. Dieses Kuhfell war auch Frodos Schlafplatz!!!

So oder so, Frodo hat jetzt Wohnungsverbot. Er darf auf den Balkon, er darf an der Leine in die Wohnung und sonst ist er mit oder ohne Nestor in seinem Zimmer. Ja, er ist die ärmste Katze auf der Welt – denken vermutlich Sie und er. Ist Frodo auf dem Balkon, weint er, ist Frodo an der Leine und ein Mädel kommt, weint er, ist Frodo in seinem Zimmer, ist er ruhig. Alles, was er will, ist ein Mädchen decken. Sieht er sie, erschnüffelt er sie, ist es um seinen Verstand passiert. Ist er in seinem Zimmer, ist er ein lieber und liebesbedürftiger Kater. Es scheint, dass er im Moment die Ruhe braucht und liebt. Ist er in der Wohnung, ist er triebgesteuert und „Ausserbetrieb“. So begreife ich langsam, dass das alleine im Zimmer sein für ihn keine Qual ist, sondern Erholung und Ruhe. Aber ja; nur noch ein paar Wochen und er darf wieder decken...

Damit Zinka und Zita auch ihre Aufmerksamkeit von uns bekamen, durften sie bei uns im Schlafzimmer übernachten. Wir räumten das Schlafzimmer so auf, dass es nichts zu spielen gab. Dann kam die erste Nacht. Nestor machte Unfug und wurde verwiesen. Zinka und Zita schliefen schön bei uns. Doch irgendwann verzogen sich alle und wir konnten in Ruhe einschlafen. Eine Stunde später stand Zinka auf mir und schnurrte mich an. Ich schob sie weg und versuchte wieder zu schlafen. Zwei Stunden später spazierte sie wieder auf mir und ich hatte genug. Nun mussten alle Vierbeiner das Schlafzimmer verlassen! Endlich konnte ich in Ruhe ein paar Stunden am Stück schlafen...

Am nächsten Abend waren die Mädels schon zu Beginn so überdreht, dass sie „fangis“ über, unter und in unserem Bett machten. So liessen wir diese Aktion heute ausfallen. Dann kam der Abend, als mein Liebster schon früh schlief und ich noch schrieb. Zinka lag zu meinen Füssen, Zita war nirgends zu sehen und Nestor kam zwischendurch dazu. Da mein Liebster lautstark schnarchte, musste das Nestor erkunden. Dazu stand er auf den Rücken meines Liebsten und beobachtete sein Gesicht. So blieb er die längste Zeit stehen. Anfangs hörte mein Liebster auf mit dem Schnarchen. Doch scheinbar gewöhnte er sich schnell an die schwere Last auf seinem Rücken und schnarchte bald wieder munter drauflos. Das faszinierte Nestor...

Dürfen unsere Vierbeiner ins Schlafzimmer, ist es meist fertig mit der Ruhe. Dann haben sie so grosse Freude, dass sie überdreht sind. Einzig wenn nur ein Coonie da ist, klappt es mit dem ruhigen Liegen. Zinka ist dann selig. Sie liebt es, in meiner Nähe zu sein und alles zu beobachten. Körperliche Nähe hingegen hasst sie.

Zita hat sich in den letzten Wochen stark verändert. Vorher war sie unser Kuschelkätzchen. Doch jetzt schnurrt sie nur noch selten und auch nur noch, wenn sie eigenständig stehen kann. Schnurrt sie um meine Füsse und ich hebe sie hoch, hört sie sofort auf mit dem Schnurren. Sie ist vermutlich gerade in der Teenager-Rebellionsphase. Oder macht sie den Ablösungsprozess durch und ich hänge noch zu fest an ihr?

Immer abends wiegen wir die kleinen Babys und es nehmen alle munter zu. Die Zunahme beträgt pro Tag zwischen 10 und 25g. Jeden Abend muss mein Liebster von neuem die Geschlechtsteile prüfen und jedes Mal herrscht wieder eine Unsicherheit. Ist es wirklich ein Bube? Unsere kleine Retterin verwandelt sich so vom Büblein zum Mädchen – für uns; für sie ist das sicher schon lange klar. Haben wir wirklich ein rotes Mädchen? Mit 7 Tagen ist sie noch immer die absolut Kleinste und hat als erste die Augen geöffnet! Eine Vorreiterin!

Der grosse Rote ist ein sehr zufriedenes Kätzlein. Er liegt ab und zu auf dem Rücken und dann kann man ihm seinen Bauch streicheln. Wenn wir ihn wiegen, schläft er weiter und auch wenn wir ihn sonst streicheln, ist er kuschelig. Ein kleiner Zino? Er sieht ihm sehr ähnlich...

Die zwei Schwarzen hingegen sind ein Thema für sich. Das sind echte Protestkatzen! Nur schon wenn ich sie im Nest berühre und mit einem Finger streicheln will, schreien sie. Wenn wir sie aus dem Nest nehmen, um sie zu wiegen, machen sie so lange Terror, bis Gini miauend daneben steht und sagt, ich will mein armes Kind zurück. Super! Dabei wollten wir doch nur den Kleinen wiegen und fotografieren.

Dieses Mal haben wir das Fotografieren reduziert. Letztes Mal hatten wir täglich Fotos gemacht, nun machen wir nur noch dreimal die Woche Fotos. Ich habe letzthin ein Fotobuch über den ersten Wurf erstellt und von diesen Hunderten von Fotos jene für das Album auszusuchen war der Horror. Also mache ich nun erst gar nicht so viele...

Für die Fotos stellen wir die Kleinen aufs Gästebett. Doch sie bewegen ihre Köpfe so schnell hin und her, dass die Gesichtsfoto zur echten Herausforderung werden. Auch versuche ich immer wieder, den Körper von oben mit den Hinterbeinen zu fotografieren. Auch das ist schwer. Sie bewegen sich einfach zu schnell... Zwar laufen ihre Bewegungen noch eher ruckartig ab, sie wissen nicht wohin, aber sie bewegen sich schnell...

HURRA; 5 gesunde Babys!
14.03.2014 16:02:33

Eigentlich war es ein ganz normales Wochenende und ein ganz normaler Wochenstart. Nichts deutete darauf hin, was uns erwarten würde. Letztes Mal dauerte die Schwangerschaft von Gini 69 Tage. So errechneten wir den Geburtstermin vom 14. März. Ich war am Montagabend beschäftigt, als mein Liebster nach Hause kam. Wir wollten noch kurz zusammen etwas erledigen, als er sich etwas in der Küche holte. Dann sah er Gini. Sie lag im neuen Katzenmöbel in der untersten Etage und hechelte. Sofort rief er mich und wir begannen sie zu beobachten. Wir holten Licht, damit wir sie besser sehen konnten und kurz darauf gebar sie ein kleines, rotes Söhnchen.

Gini entband ihn sofort, befreite ihn vom Schleim, leckte ihn und bald schrie er auch schon kräftig. Dann hechelte Gini wieder, aber es passierte nichts. Wir waren nicht beunruhigt, weil es schon 1-2 Stunden Unterbruch geben kann. Doch als auch danach nichts passierte, waren wir beunruhigt. Wir versuchten es mit Massage. Gini schnurrte, aber es brachte nichts. Wir wechselten uns ab mit der Betreuung, der Massage und dem gut „Zureden“. Nichts. Schliesslich zügelten wir die kleine Familie in unser Schlafzimmer. Mein Liebster versuchte zu schlafen, ich hielt die Stellung.

Ich streichelte Gini, sie schnurrte und leckte immer wieder ihr rotes Kerlchen. Wir nehmen einfach mal an, es sei ein Kerlchen. Doch wehe, Gini wollte aufstehen, dann schrie der Kleine wie am Spiess. Ich versuchte ihn zu trösten, was selten lange klappte. Er nuggelte ständig an ihren Zitzen, vermutlich um sich zu beruhigen. Bitte lieber Katzengott, lass dieses Kerlchen kein Einzelkind sein! Das wäre für Gini wie für diesen tapferen Kerl tragisch. Und schon wieder schrie der Kleine. Ich taufte ihn „kleiner Terrorist“. Er ist ein Kämpfer.

Währenddessen lag Zinka vor der Türe auf der Reisetasche und Zita lag zwischen den Beinen meines Liebsten. Gini lag in meiner Nähe, aber auch sie lehnte an meinem Liebsten an. Jedes Mal, wenn er sich drehte, gab es für unsere Vierbeiner ein Erdbeben. Aber das schien sie nicht zu stören. Zita schien sowieso alles mit Spannung zu verfolgen.

Frühmorgens tauschten wir unsere Rollen und mein Liebster passte auf unsere kleine Familie auf. Sobald die Tierarztpraxis öffnete, ging er mit Gini vorbei.

Ein Ultraschall zeigte, dass ein Baby den Geburtsvorgang wie eine Banane blockierte. Schnell war entschieden, dass nur ein Kaiserschnitt die Kleinen retten konnte. Gini musste mit ihrem Söhnchen dableiben.

Wir erfuhren erst später, dass alles bestens gelaufen war und es keine Komplikationen gab. Mich interessierte noch, wie viele Mitarbeiter während der Geburt da waren, was mir die Praxisassistentin am Nachmittag erklärte. Sie waren zeitweise zu fünft. Der Tierarzt operierte, die zweite Tierärztin unterstützte und die zwei Praxisassistentinnen waren für die Babys zuständig. Sie rubbelten sie ab, entfernten den Schleim und brachten sie zum Leben. Dazu half die Schnupperlehrtochter, die an diesem Tag angefangen hatte. Sicher ein Erlebnis für alle.

Doch für uns war es eine Zeit des Wartens. Auch wenn wir bald wussten, dass alles gut ging und Gini die Babys angenommen hatten, war ich trotzdem beunruhigt. Ich wollte sie sehen. Die Zeit bis 15.30h war lange. Sehr lange. In dieser Zeit habe ich auch meine Meinung über den Terroristen geändert. Ich denke, dass die anderen Babys und Gini ihm ihr Leben verdanken. Nun ist er unser Retter!

Endlich war es Zeit und wir konnten Gini abholen. Ich hatte grosse Freude, als ich sie sah. Doch sie knurrte jeden an. Erst als sie mich sah und erkannte, schnurrte und knurrte sie. Doch wenn ich mich in ihre Perspektive versetzte, kann ich das verstehen. Sie liegt in einem Käfig, dort sieht sie nur den vorderen Teil, aber sie hört alle Geräusche. Rechts von ihr liegt eine kleine Hündin und weint nach der Kastration, auf der linken Seite und darunter torkeln Katzen in der Aufwachphase herum und fallen wieder um. Ja, da würde ich auch knurren und meine Kinder verteidigen. Gini kommt etwas zur Ruhe, als wir sie in die Transportbox zügeln.

Neben all diesen operierten Fellnasen war da noch eine Echse, der mittels eines Kaiserschnitts 12 Eier entbunden wurden. Wir staunten nicht schlecht, als wir die vielleicht 20cm lange Echse sahen und die 12 vielleicht 1-2cm grossen Eier. Wo waren die alle versteckt? Ja, Tierarzt sein ist sicher auch spannend.

Schnell erklärt der Tierarzt uns, dass er nicht weiss, welches Kitten die „Banane“ war, dass alles gut gegangen war und auch, dass Gini wieder gebären kann. Bei Katzen wird der Kaiserschnitt in den Sehnen gemacht, sodass sie nicht viel Blut verlieren und danach auch nicht diese grossen Schmerzen haben. Nichts desto trotz müssen wir Gini nun Antibiotika geben. Auch erfahren wir, dass bis jetzt lediglich die zwei hinteren Zitzen funktionieren und wir nun die Kitten füttern müssten. Oje. Alles weitere erklärt uns die Praxisassistentin. Auch können wir noch einen Blick auf den grossen Roten werfen, der nicht atmen und leben wollte.

Schliesslich können wir mit unserer nun grossen Familie nach Hause gehen. Zuhause lassen wir Gini aus der Transportbox und sie steigt sofort in ihr Nest. Dann gebe ich ihr ihre Babys dazu. Sofort ist sie selig und ich habe den Eindruck, dass sie sich nun sicher fühlt. Auch hatte ich den Eindruck, dass sie so gerne all den anderen Fellnasen ihre Babys gezeigt hätten. Doch die suchten ängstlich das Weite.

Wir machten die Milch an und fütterten jedes der Babys mit einer Spritze. Einer hielt die Kleinen und ihre Köpflein fest, der andere führte die Spritze ein und liess sie daran saugen. Es klappte bestens. Danach liessen wir der kleinen Familie ihre Ruhe.

Einmal noch brachte ich Frodo zu Gini, er hatte die ganze Zeit interessiert draussen gewartet. Doch als ich ihn hochhob und ihm das Nest zeigte, fauchte er fürchterlich. Immer diese Mundgeruch-Verbreitung.

Zwei Stunden später kam die nächste Fütterung, die ich alleine machen musste. Es war der Horror und keines wollte trinken. Gleichzeitig wog ich sie auch kurz und stellte erschreckt fest, dass mein Retter nur noch 80g wog! Gestern gleich nach der Geburt hatte er noch 84g. Die anderen Babys waren alle im „grünen“ Bereich mit über 110g. Doch dieser Unterschied erstaunt mich. Also muss ich unseren Retter einfach füttern und er muss fressen. Punkt. Er muss (über-)leben...

Wieder zwei Stunden später schien Gini nun Milch zu haben, aber wir füttern sie trotzdem nochmals alle. Aber keiner will wirklich trinken, nur der kleine Rote, der muss einfach. Punkt. Er muss leben!

Bevor wir ins Bett gehen, sehen wir uns alle Katzenkinder nochmals genau an, schreiben nun auch das Gewicht auf und fotografieren alle. Alle haben 1-2g zugenommen, nur der kleine Rote nicht. So füttern wir ihn nochmals. Aber danach lassen wir alle in Ruhe und gönnen ihnen eine Pause.

Morgens prüfen wir das Gewicht des kleinen Roten wieder und da es unverändert ist, füttern wir ihn wieder. So geht das über den Tag weiter. Gut bin ich da. Aber ich sehe erst nachmittags, dass der kleine Rote immer nur an den vorderen Zitzen fressen will. Ginis Bauch ist von der Operation rasiert und kahl. Da der Kleine vermutlich die Zitzen nur mit Haaren erkennt, versucht er sich wahrscheinlich immer an den vorderen Zitzen mit Haaren. Nun bin ich damit beschäftigt, ihm die hinteren Zitzen schmackhaft zu machen. Aber er ist schon jetzt ein Protestkater. Es brauchte echt Nerven, bis er das begriff...

Doch seither geht es ihm und mir gut: Er behält sein Gewicht und am nächsten Tag stellen wir hocherfreut fest: er nimmt zu! Endlich...

Mein Liebster ist hin und weg von den Kleinen. Jedes Mal, wenn er sie sieht, muss er sie hochheben und ihre Geschlechter prüfen. Ist es ein Mädchen? Oder doch ein Bube? Noch sieht es bei allen aus, wie wenn sie Hoden bekommen würden. Einzig das Kätzlein mit dem Spickel Rot als A im Gesicht wird sicher ein Mädel sein. Überhaupt wird das Fell der kleinen Fellnasen jeden Tag etwas heller, sodass wir langsam die Muster erkennen. Einen kleinen Frodo hat es keinen dabei. Aber die zwei Schwarzen scheinen noch weiss drinnen zu haben. Ob sie wirklich Männchen sind?

Klar, im Moment ist wichtig, sie leben, sie sind gesund und fressen. Gini schläft im Moment auch noch viel und kuschelt sich in ihre Kinder hinein. Letztes Mal hatte sie schon früh Spaziergänge durch die Wohnung unternommen, bis jetzt nicht. Auch hatte sie letztes Mal ihre Kinder immer aufs peinlichste sauber gehalten, dieses Mal passierte schon mal ein kleines Unglück und wir mussten in die Bresche springen und alle Hinterteile putzen. Doch nun sind alle wieder sauber, wenn auch unter zum Teil sehr grossen Protesten.

Ja, die Kleinen sind gesund und kräftig und bringen ihren Willen schon stark zum Ausdruck. Nur Gini liegt oft da und schnurrt einfach. Sie liebt es, wenn man sie streichelt und sie schläft oft. Wir hoffen, dass auch sie sich von der Operation schnell erholt und sind überglücklich, dass alle gesund und munter sind.

Katzenwoche
12.03.2014 17:14:22

Vor und nach der Zuchtkontrolle ist gleich. Wir haben unser Programm für die kommende Woche, das stand schon lange fest. Doch gleich nach der Zuchtkontrolle, oder vielleicht doch schon etwas vorher, habe ich einen Wunsch bei meinen Coonies eingereicht. Ich habe mir wirklich gewünscht, dass nun unsere Wohnung sauber bleibt. Am Tag 1 war die Wohnung morgens wie abends in tipptoppen Zustand. Ich hatte Freude und wenig Arbeit. Auch am Tag 2 sah noch immer alles sauber gehalten aus. Einzig am Tag 3 trügte das Bild etwas, weil ich nun ein paar Fleckchen auf dem Parkett fand. Ich nehme an, dass diese von Ginis Ausscheidungen sind, da sie nun manchmal am Hinterteil ein feuchtes Tröpfli hat – Schwangerschaftsbegleiterscheinungen.

Am zweiten Tag holen wir abends unser Paket in Konstanz ab. Wir haben die „Lieferadresse Konstanz“ ausprobiert und die Katzentonne dorthin bestellt. Das Paket war gross und schwer, aber alles klappte wunderbar. Zuhause wollten wir dann schnell die Tonne auspacken und gaben sogleich auf. So etwas habe ich noch nie gesehen. Für die stabile Verpackung wurde Styropor verwendet, das sich zum Teil in Einzelteile auflöste und alles war statisch geladen. Nein, das würde nicht zu dieser Nachtzeit und nicht schnell gehen. Wir vertagten die Aktion, doch das Unglück war schon passiert. Styropor war im Umlauf und nicht mehr wegzukriegen. Tags darauf packten wir den Turm im Treppenhaus aus. Klar, er sah einfach sensationell aus, doch der Plüsch war mit Styropor überzogen und nun klebte er nicht nur an uns, sondern auch an der Wand, am Lift und war einfach überall. Wir brachten den Turm in die Wohnung und ich holte kurz, wirklich, ich drehte mich nur schnell um, um den Staubsauger zu holen. In dieser Millisekunde kam Nestor und strich um den Turm. Es kam, was kommen musste, nun war Nestor voll Styropor. Auf seinem schwarzen Fell glänzten die einzelnen Teile und Kugeln wie Schneeflocken. Ich geriet in Panik, wenn ich jetzt nicht schnell handle, habe ich den Styropor überall – sicher noch schlimmer als die Tannennadeln, die es noch immer in unserer Wohnung hat! Nein, nicht noch so eine ewige Geschichte und ich nahm sofort die Bürste zur Hand, die einfach so etwas von nichts brachte. Da blieb mir nur eines übrig – zum Leidwesen von Nestor. Er wurde mit dem Staubsauger abgesaugt. Danach konnte ich mich endlich dem Turm widmen, was schon eine Ewigkeit für sich beanspruchte, dann kam die Umgebung, dann der Gang, die Wände, der Lift... doch Styropor ist nun überall. Ich liess Nestor die Tonne ausprobieren und sofort platzierte er sich, wie auf einem Thron, zuoberst. Kaum lag er, zog sein Fell magisch Styropor an. Ich hätte schwören können, dass ich wirklich alles Styropor abgesaugt habe. Doch jedes Mal, wenn Nestor nun in oder auf der Tonne liegt, zieht er wieder Styropor an...

Das trübt etwas die Freude über diesen sensationell schönen Turm. Sie nennt sich Kratztonne, besteht aus Sisal und ist in Form eines Turms gemacht. Es fehlt nur noch Rapunzel. Aber so oder so, ist der Turm sicher ein Männer- und Rittertraum. Die Mädels lieben es, daran zu Kratzen, aber Frodo interessiert es nicht. Eigentlich ist dieser Turm der Katzenbaum-Ersatz für Frodos neues Zimmer... aber nein, er liegt lieber weiterhin auf seinem Teppich vor dem WC. Ja, Frodo musste nun zügeln. Schon vorher lag er gerne auf diesem Teppich, nur war er im Katzenzimmer unter dem Pult versteckt und man sah ihn nicht. Doch jetzt sieht man ihn und jeder der ihn sieht sagt: oh dieser arme Kater liegt vor dem WC... Denkt er wirklich, er sei der Ärmste? Alle anderen Plätzchen scheint er im Moment zu boykottieren. Dabei haben wir ihm all seine Teppiche, Kissen und Kisten gezügelt!

Dafür musste Gini mit den Mädchen in der ersten Nacht, wo wir das Katzenzimmer umgebaut hatten, darin schlafen. Als ich ihr das Nest vom letzten Mal zurecht machte,  stand sie schnurrend da und schien eine sehr grosse Freude zu haben. Auch das grosse Nest haben wir schon parat gemacht, sodass sie eine Auswahlmöglichkeit hat. Sie schien die ganze Nacht zwischen den Nestern abzuwechseln – den Haaren nach. Doch seither muss sie sich diese Nester hart erkämpfen. Zita und Zinka verbringen nachts nun auch ab und zu dort, v.a. Zita liebt alle Plätzchen von Gini und kopiert sie. Aber den vielen Haarbüscheln nach, ist auch Nestor dort gelegen.

Einmal lag Zita bereits im kleinen Nest. Weckt es bei den beiden Mädchen Erinnerungen? Dann kam Gini, stand davor und fauchte sie an. Mein Liebster hatte Mitleid mit ihr und bewegte Zita aus dem Nest. Danach legte sich sofort Gini hinein und schien die zufriedenste Katze auf Erde zu sein.

Im Moment ist ihr Bewegungs-Radius sehr begrenzt. Sie liegt nun tagsüber oft in der Küche und nachts in ihrem Katzenzimmer. Dann pendelt sie zwischen einem bequemen Plätzchen und dem Parkett oder den Platten hin und her. Mehr liegt scheinbar nicht mehr drin. Denke ich. So sagte ich meinem Liebsten, er solle sie dort lassen, wo sie sei, als wir lüften wollten. Doch statt dass sie artig blieb und machte, was sie den ganzen Tag schon machte, faul herumliegen, sprang sie auf die Küchenkombination und von dort auf den Fenstersims. Seither muss sie wieder zügeln, wenn wir lüften – und sie hasst das Getragenwerden.

Ein anderes Mal beobachteten wir, wie sie in ihrem hochschwangeren Zustand die Katzenleiter hinauf ging. Die Höhe hat sie schon seit vielen Tagen, wenn nicht Wochen, gemieden. Wir staunten sehr und beobachteten skeptisch, ob alles gut ging. Doch sie schaffte selbst den Sprung auf die andere Seite, obwohl sie jetzt um einiges schwerer ist. Wieder ein anderes Mal beobachteten wir sie, wie sie vor uns liegt. Meistens liegt sie beim Abendessen zu unseren Füssen, wo wir sie sehen können. Sie liegt in ihrer vollen Länge da. So können wir nicht nur sehen, wie sich ihr Bauch hebt und senkt vom Atmen, nein, da bewegt sich doch etwas! Manchmal scheint da eine richtige Fussballmannschaft aktiv zu sein...

Mit diesem dritten Tag kam auch der Termin im Tierspital. Frodo geht freiwillig in die Transportbox. Er fühlt sich darin wohl und schläft manchmal auch darin. Seine kleine Höhle. Eigentlich ist es auch kein Problem, Zinka und Zita in eine Box zu tun, nur verstecken sie sich gerade. Doch da hilft das Spielzeug, dass wir bei der Zuchtkontrolle von Ariane erhalten hatten. Ein Stab mit ein paar Federn und ganz wichtig, einem Glöcklein. Zita liebt diesen Stab abgöttisch! Ich habe gelernt, wenn ich den Stab ganz schnell wedeln lasse (unsere Coonies lieben das schnelle Spiel), dann versucht sie das Glöcklein zu fangen, indem sie mit den Pfoten ganz schnell links, rechts, links, rechts versucht zu „tatschen“. Ein lustiger Anblick, der schwer zu beschreiben ist. Es ist sieht aus, wie wenn man mit der Fliegenklappe von der einen Seite auf die andere Seite tatschen würde. Zita macht das einfach in Bruchteilen einer Sekunde... Nun sind alle verpackt und die Fahrt kann losgehen.

Im Tierspital müssen wir noch einen Moment warten und wieder ist es die Abteilung fürs HCM (Herz), die im Hintertreff ist. Doch kein Problem, wir können zuerst die Nieren schallen. Und wieder ist der Nieren-Ultraschall schnell und problemlos durch. Da Gini letztes Mal danach fürchterlich nach Desinfektionsmittel stank und ich selbst fast High wurde davon, habe ich heute den Talkpuder mitgenommen. Nach jedem Ultraschall pudern wir die nassen Stellen kurz ein. Zuerst sieht es aus, wie wenn es nichts gebracht hätte. Doch vor dem Herz-Ultraschall haben wir nochmals Zeit und da hat der Talk schon kleine Bröcklein gebildet. Perfekt. Und wie schon letztes Mal, war auch dieses Mal der Herz-Ultraschall die komplizierte Angelegenheit. Nicht weil es so ist, sondern weil die Menschen so sind. Die erste Runde hatte bestens funktioniert, bei der zweiten Runde faucht Frodo. Vermutlich, weil ihm die Hinterbeine eng gehalten wurden. Er hat es überhaupt nicht gerne, wenn sein bestes Teil eingeklemmt, gehalten oder irgendwie berührt wird. Er ist da sehr empfindlich. Wie er im Moment überhaupt sehr empfindlich ist. Doch nicht nur er faucht, zu unserer grössten Überraschung hören wir das erste Mal Zita fauchen. Da ihr das nichts bringt, versucht sie es mit weinen und da sich danach auch nichts ändert, stellt sie sich tot – oder fügt sich in ihr Schicksal. Zinka ist unruhig wie eh und je. Sie hasst es, festgehalten zu werden. So überstehen wir auch den Herz-Ultraschall mit mehr Ärger und mehr Haaren auf unseren Shirts als je. An den Talk habe ich gedacht, aber nicht an einen Kleberoller für unsere Kleider...

Auf dem Rückweg holen wir den im Ricardo ersteigerten Katzenbaum ab. Er wurde von den Versteigern selbst gebaut und wird infolge Katzenhaar-Allergie abgegeben – und ausgerechnet heute sind unsere Kleider voller Katzenhaare. Aber das Katzen-Möbel, das sie gebaut haben, sieht einfach sensationell aus.

Doch unser Nachhause kommen wird nicht nur mit Freude goutiert. Nestor lässt sich war zur Begrüssung streicheln, doch danach faucht er jeden Coonie an, der in seine Nähe kommt. Er ist schrecklich eifersüchtig. Hätten wir ihn mitnehmen sollen? Nun ja, nochmals 7kg herumtragen wäre schwer gewesen, v.a. zumal Nestor und Frodo nicht mehr in einer Transportbox Platz haben...

Exakt dann, als wir vom Tierspital nach Hause kommen, beschliesst Zita, dass sie nun rollig ist. Bislang waren wir bei ihr nie sicher, wann sie es war und dachten, sie wäre schon letzte Woche rollig gewesen. Sie war bis jetzt auch nicht eine Katze der Kommunikation. Doch neuerdings kann sie nicht nur weinen, nein, neuerdings spricht sie sogar manchmal, wenn sie auf Erkundungstour in unserer Wohnung unterwegs ist. Das macht sie mit einem so feinen, hohen Stimmlein, das ihr Markenzeichen ist. Sie könnte eine Sopranistin sein, so hoch kann sie sprechen. Nun gurrt sie gerade überall herum und ich hatte ein paar Mal das Gefühl, sie sei irgendwo eingesperrt und weine... Aber nein, sie sucht nur unseren Kater!

Ist Frodo von den Mädchen weggesperrt, ist er der liebste und verschmuseste Kater. Doch wehe, er riecht ihre Düfte, dann ist er nur noch Triebgesteuert. Die Katzerhose leistet nun gute Dienst. Wir haben in der Migros die längste und saugfähigste Damenbinde gekauft, die nun drinnen klebt. Ist er ein paar Stunden draussen, müssen wir dauernd nachsehen, wie die Binde aussieht. Im Moment kommt es oft vor, dass er 3 Damenbinden in dieser Zeit braucht!!! Ich platziere die Damenbinde so in der Hose, dass 1/5 hinten heraus schaut. So kann ich schneller prüfen, ob sie voll ist und ich vermute, dass so weniger ein Unglück passiert. Noch hat die Damenbinde seine Markierung oder sein Urin aufgefangen. Markiert er, sind es kleine Flecken in der Damenbinde, die einfach stinken. Uriniert er, ist die Binde voller, wie wenn ich sie unter den Wasserhahnen halte und mit Wasser fülle. Nur stinkt es. Ich hab das übrigens tatsächlich ausprobiert, um die „Belastbarkeit“ der Binde zu testen...

Mein Liebster hat mir schon erzählt, dass er das gesehen habe, aber ich habe es nicht geglaubt. Als wir vom Tierspital zurückkamen, fütterte ich unsere müde Bande. Eigentlich wollte ich in der Küche noch anderes machen, als ich sah, dass Zita ins Wohnzimmer sah und Gini die Chance nutzte, aus Zitas Teller zu fressen. Ich versuchte, sie bei ihrem Teller  zu halten, aber sie tat es danach schon wieder. Also tauschte ich die Teller aus, obwohl es bei Zita weniger drin hatte (weil sie schon mehr gefressen hatte). Danach frass Gini in ihrem Teller und Zita störte es nicht, wieder mehr Futter im Teller zu haben. Doch nun wollte Frodo über seinen Tellerrand fressen und seinen Kopf bei Zinka reinstrecken. Ich schob ihn zurück. Und dann passierte es. Nestor hob einfach seine Pfote und panierte ihm eins. Öhm Halloooo??? Frodo frass wieder in seinem Teller und Nestor frass auch weiter – wie wenn nichts passiert wäre. Hätte ich es nicht mit eigenen Augen gesehen, würde ich noch jetzt nicht glauben, dass Nestor das macht!

Das heisst übrigens nicht, dass mein Kater nun der Böse ist. Auch Frodo kann austeilen... und ich vermute, dass er das noch öfters macht, wenn er frustriert ist und nicht zu den Mädchen kann. Das interpretiere ich, wenn ich am nächsten Morgen Haarbüschel von Nestor finde – und schwarze und weisse Haare sind durchaus auseinanderhaltbar...

Frodos „ausgeglichener“ Zustand hielt nun etwas 6-7 Wochen, nun ist er wieder Spitz wie Nachbars Lumpi. Hält dieser Zustand bis zur nächsten Deckung??? Diese haben wir erst für Mai geplant. Somit werden das wohl nun anstrengende 10 Wochen... Inserat: Kater auszuleihen!

Beim Tierarzt war Frodo die liebste Katze auf Erden und alle liebten ihn. Natürlich war der Tierarzt begeistert von ihm, der ihn zum ersten Mal sah. Frodo bekam seine jährliche Impfung und einen Gesundheitscheck. Alles bestens – er strotz vor Gesundheit. Auch Zinka und Zita haben wir mitgenommen für einen Gesundheitscheck und auch bei ihnen ist alles bestens, ausser dass ihr Zahnfleisch gerötet ist. Der Tierarzt sah sofort, dass da noch Zähne am Wachsen sind und uns war dann sofort klar, warum wir die letzten zwei Wochen Durchfall hatten… Es gibt immer für alles einen Grund ;-) So ging unsere Katzenwoche zufrieden ihrem Ende zu…

Zuchtkontrolle
06.03.2014 21:42:20

Zita hat weiterhin Durchfall, aber ihr Hinterteil sieht nun nicht mehr immer desaströs aus. Das heisst, dass wenn auch immer wir Zuhause sind, kontrollieren wir unseren Coonie, der gerade auf dem WC war. Manchmal reicht es, wenn wir die „Hosen“ ausbürsten oder mit einem Papier putzen, aber bei Zita reichte das oft nicht. Dann half nur noch Wasser. Sie hat entschieden, dass sie das Duschen dem Hinterteil-Waschen im Lavabo vorzieht. Trotzdem habe ich nicht Lust, zweimal am Tag zu duschen und so arrangieren wir uns. Sie und mein T-Shirt hassen es zwar, aber sie lässt mich gewähren – ausser, dass sie sich an meinem Shirt festkrallt und neuerdings schon prophylaktisch weint. Oh, ich Ärmste!

Hilfe! Panik! Gini hat schon einen riesigen Bauch. Muss ich sie mal ein abartiges Mal halten oder tragen, hat die eine Hand nur noch „Bauch“ zu halten. Sie hat schon 1.4kg zugenommen! Hilfe! Lieber Katzengott, bitte lass es nicht mehr als 7 gesunde Babys sein! Bitte, bitte! Dann endlich kommt mir die Idee, dass ich wieder nachsehen kann, wie der Gewichtsverlauf bei Gini letztes Mal war. Ich hatte das zwar vor einiger Zeit getan und da festgestellt, dass sie dieses Mal rasanter mehr Gewicht zunahm. Doch nun bin ich beruhigt: letztes Mal hatte Gini zwei Wochen vor der Geburt ein Gewicht von 5.5kg (Normalgewicht 4kg). Also sind wir mit 5.4kg und 2.5 Wochen vor der Geburt sicher „gut im Rennen“.

Gini bekommt nun wieder das Baby-Trockenfutter. Sie liebt es – wie sie im Moment auch alles Nassfutter liebt. Sie knabbert an ihrem Trockenfutter, trinkt und legt sich wieder nieder. Nach 5min steht sie wieder auf, knabbert das Babyfutter und trinkt wieder. Dann liegt sie wieder hin. So geht das unendlich weiter. Sie frisst oft in kleinen Portionen, dafür immer wieder. Am liebsten hat sie es, wenn es abends Resten vom Nassfutter gibt und sie immer wieder davon kosten kann. Schwieriger ist es, die Jungs vom Babyfutter fern zu halten. Sie würden ja sooooo gerne stibitzen. Nestor hasst es, wenn Gini etwas bekommt, was er nicht bekommt. Nestor hasst es auch, wenn seine Schwester so träge ist und seine „Spässe“ nicht mehr mitverfolgt. Manchmal jagt er sie dann und das ist dann so die einzige grössere Bewegung, die Gini noch hat. Im Moment trägt sie ein imaginäres Schild um den Hals „Ich bin schwanger, lasst mich in Ruhe!“. Als würde man nicht sehen, dass sie schwanger ist…

Eine so träge Katze zu haben, hat auch Vorteile: Gini ist nirgends mehr in der Höhe, wo sie nicht sein sollte, wie Küchenkombination oder Esstisch (das denke ich!). Das übernimmt nun Zita…

Zita und Gini mögen sich selten riechen, aber charakterlich gleichen sie sich völlig. Desto älter Zita wird, desto mehr Charakterzüge kommen von Gini hervor. Das ist völlig ok so, wenn Gini nicht das grösste Schlitzohr der Familie gewesen wäre und nun läuft ihr Zita den Rang ab. Vielleicht ist es auch besser, wenn sich Zita und Gini (noch) nicht riechen können. Man stelle sich vor, wenn die Zwei zusammenspannen würden…

Wenn Frodo ein „normaler“ Kater ist, nicht „triebgesteuert“, dann liebt er es, alle zwischen den Ohren zu lecken. Erstaunlicherweise macht er das immer gegen den Fellverlauf. Eigentlich ist es sehr nett von ihm, dies zu machen. Da es ein Ort ist, der von den Katzen nur schwer selbst sauber gehalten werden kann. Doch manchmal habe ich den Eindruck, er würde am liebsten alle putzen, bis ihr Fell auch so weiss ist wie seines. Das muss man ihm lassen: er achtet sehr darauf, dass sein schneeweises Fell auch so schneeweis bleibt.

Schon wieder Hilfe! Wir haben einen Tabletten-süchtigen Kater! Ob er nun ein kleiner Elvis wird? Miauen kann er auch schön; und hoch… Gut haben wir die Cat-Tab gefunden, die fürchterlich nach Fisch stinken, aber Nestor liebt sie. Nur wenn ich zu diesem Schrank gehe, wo die Schüsslersalze sind, steht er sofort neben mir – auch wenn ich nur frische Bettwäsche hole. Und morgens muss er weiterhin zu mir auf das Lavabo kommen, wenn ich mich für den Tag parat mache. Manchmal kommt er auch erst, wenn ich mit Gel meine Haare frisieren und anschliessend meine Hände waschen möchte. Dann steht er mir fürchterlich im Wege und ich war schon ein paar Mal kurz davor, ihm mit meinen Gel-Händen einen Punk zu frisieren... Nur der Gedanke, ihm danach auch wieder alles aus den Haaren zu bürsten, hält mich davon ab.

Fressen und Goodis sind immer gut. Dachte ich. Wenn Frodo nicht bekommt, was er will, geht er fressen. Als beide einmal so anhänglich waren und ich einfach nun wirklich gehen musste, gab ich ihnen von diesen Leckerlis in ihren Futternapf, wo sie es herausklauben mussten. Sie schienen ziemlich beschäftigt zu sein und ich konnte gehen. Doch als ich sie abends füttern wollte, hatten beide keinen Hunger. Wieder ein anderes Mal habe ich zu spät gesehen, dass Nestor Gini das Baby-Trockenfutter weggefressen hatte. Sie weinte danach bei mir, weil es keines mehr hatte. Als es einiges später dann das Abendessen gab, frass Nestor nichts. Da er im Gewicht unverändert immer 6.6kg oder 6.7kg hat, interpretiere ich, dass er einfach seine Menge im Tag frisst – entweder von dem oder von dem, aber nicht mehr. Das beeindruckt mich sehr!

Überessen ist bei unseren Coonies sowieso kein Thema. Selbst bei Zinka nicht. Sie stand einmal nach der Fütterung in ihre Futterbox und wollte nicht mehr herauskommen. Ich war mir nicht sicher, ob das ihre Art ist, mir zu sagen, dass sie noch mehr Hunger hatte. Na gut, ich gab ihr noch eine Portion Futter. Siehe da, sie frass die Portion und wartete danach wieder. Ich gab ihr noch eine Portion und auch die frass sie zu Dreiviertel auf. Dann schien sie genug zu haben. Endlich konnte Gini zum Futternapf vordringen und auch noch ein paar Happen fressen. Am nächsten Tag frass dann Zinka wiederum fast nichts mehr. Überhaupt ist sie sehr wählerisch mit dem, was sie frisst – zu meinem Leidwesen. Sie hat den stärkeren Kopf als ich. Passt ihr etwas nicht, frisst sie nicht. Auch nicht die nächsten 24h. Stur. Passt ihr etwas, frisst sie wie ein Mähdrescher. Dann ist ihr ganzer Kopf im Teller, sodass kein anderer Kopf mehr reinpasst. Wenn Zita mitfressen will, muss sie das mit ihren Pfoten tun. Sie angelt sich dann Bröckchen aus dem Napf und frisst diese daneben. So funktioniert das Fressen mit dem Fressautomaten und dementsprechend sieht es in der Futterbox aus. Einmal wieder, schien Zinka besonderen Hunger zu haben und wollte vermutlich ihr Futter nicht teilen. Sie frass schnell. Kaum war sie draussen, verzog sie sich und ich sah das Unglück erst später. Sicher die Hälfte der 100g Nassfutter waren ungekaut in meinem Büro auf den Boden gekotzt...

Nachmittags schlief Zinka dann wieder selig vor meinem Pult. Ich fand auf meinem Pult ein langes, schwarzes Schnauz-Haar und wollte damit Zinka etwas „plagen“. Ich fuhr ihr mit diesem über das Gesicht, die Ohren innen und aussen und über die Schnurrbart-Haare. Aber sie reagierte ÜBERHAUPT NICHT! So gemein… Ich wollte ihr die Augen öffnen und sah, sie schlief tatsächlich tief und fest. Seltenheitswert… Ich wechselte zu Nestor… und der versuchte immer wieder in das Haar zu beissen, was ihm vielleicht auch gelang, aber sicher nichts nützte… und richtig wütend wurde ;-)))

Ja und dann kamen der Freitag und der Samstag. Ich hatte mir vorgenommen, vor der Geburt der Katzenbabys noch alles zu waschen und machte das an diesen Tagen. Ich begann irgendwann Freitagnachmittags und die Waschmaschine lief bis Samstagnacht fast ununterbrochen. Wir wuschen einfach alles, was waschbar war. Zum einen, weil ich mir das vorgenommen hatte und zum anderen weil... Nun sagen wir, dass die letzten zwei Durchfallwochen anstrengend waren und das eine oder andere Schlafplätzchen ein Fleckchen hatte. Ich wusste, dass wir in diesen Tagen alles putzen würden und die ganze Woche sagte ich mir, noch 5 Tage, noch 4 Tage, nur noch 3x Schlafen, ... Klar putzte ich alle Flecken laufend weg, doch irgendwann hatte ich das Gefühl, jetzt hilft nur noch ein Grossputz. So war ich glücklich, dass es endlich Samstag war und dass der Durchfall auch bei Zita nachgelassen hatte. Mit dem Waschen begannen wir schon am Freitag, um überhaupt durchzukommen. Doch jedes einzelne Schlafplätzchen zuerst zu „enthaaren“, dann zu Waschen und dann hatte es manchmal mehr Haare als davor – unverständlicherweise! – und wieder enthaaren... Ein Zeitfresser! Das Putzen kam dann am Samstag. Keine meiner Lieblingsbeschäftigungen, aber zu Zweit geht es besser und die Wohnung danach war eine grosse Belohnung. Endlich wieder alles sauber...

Natürlich strahlte und blitzte dann am Sonntag alles. Wir hatten unseren Coonies arg ins Gewissen geredet, dass wir eine saubere Wohnung präsentieren wollten. Aber wir haben ihnen auch gesagt, wenn sie sich beschweren wollen, dann müssen sie das am Sonntag tun. Mittags kamen dann Albert, Malu und Ariane von unserem Verein zur Zuchtkontrolle. So erfuhren wir, dass scheinbar aktuell mehreren Züchtern der Durchfall zu schaffen macht. Geht gerade eine Katzengrippe um? Für mich bei Hauskatzen schwer nachvollziehbar. Wir beobachteten jedoch bei unseren Mädchen, dass sie nach dem Durchfall einen starken Wachstumsschub hatten, körperlich wie in der Persönlichkeit. Spannend; sagt man das nicht auch bei Kindern?

Ja und was lässt sich zur Zuchtkontrolle sagen: Eigentlich geht es v.a. darum, ob der Raum zu der Anzahl Katzen passt, oder zu wenig Platz ist. Bei uns hat scheinbar v.a. der obere Stock Eindruck gemacht, weil unsere Coonies uns von da hervorragend beobachten konnten. Dann geht es darum, dass die Tests und Impfungen gemacht sind und schon ist die Kontrolle vorbei und wir können zum gemütlichen Teil übergehen.

Doch alles war nicht so einfach, wie ich es beschrieb. Während der ganzen Zeit hatten wir einen liebestollen Kater herumlaufen, der die Mädchen jagte. Zwar platzierten wir Frodo zwischendurch auf dem Balkon, aber ich hatte das Gefühl, dass mein Liebster oder ich immer auf Katerjagt waren. Ein jagender, triebgesteuerter Kater kann ja soooo laut sein! Und die Mädels veranstalten, so scheint es, extra eine Schnitzeljagt... oder war das Frodos Art, seine Beschwerde auszudrucken? Ich will mehr poppen? Sie kam nicht an.

Dann sah ich sie kommen; Zita. Sie kam schnurstracks aus dem Katzen-Klo gesprungen, direkt unter dem Esstisch durch auf die Fressbox und schon war das Desaster passiert. Auf der frisch dekorierten Box war ein grosses Kissen platziert, dass nun den Abdruck ihres Hinterteils aufwies. Himmel, was ist nur los? Ich nehme die weinende Dame und putze ihr das Hinterteil am Lavabo. Eigentlich wollte ich bei unserem Besuch am Abend mit dieser neuen Dekoration Eindruck machen. Zita hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Gut, aber trotzdem: Halloooo, wir haben Besuch!!! Warum schläft ihr nicht nachmittags, wie sonst auch immer?

Wir stellen noch unsere notierten Fragen, wovon eine war, ob Rolligkeit bei Katzen ansteckend ist. Doch eigentlich logisch; beim Menschen ist sie auch nicht ansteckend, warum sollte sie dann bei Katzen sein? Aber was bei Katzen scheinbar noch ein ausgeprägtes Thema ist, ist das Kopieren. Eigentlich haben wir das doch schon so oft beobachtet und doch nie bewusst zur Kenntnis genommen...

Als unser nächster Besuch kommt, haben wir 5 todmüde Coonies. Resp. wir hatten eigentlich gar keine Coonies bei uns. Alle haben sich in eine dunkle Ecke verzogen und schliefen tief und fest... Jetzt wo es mir egal gewesen wäre, wenn sie rambazamba gemacht hätten...

6 Elemente gesamt

Herzlich WillkommenWir sind AnNa...(Anna's) Mollydooker's - unsere Maine CoonsBlog - aus unserem Altag erzählt...(Anna's) Mollydooker's - in BildernAnNa's Reisen - Einmal um die Welt