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Woche 7
30.04.2014 23:05:36

Wenn ich auf die siebte Lebenswoche von Aïsha, Athos, Alba und Aramis zurückblicke, haben sie wieder grosse Entwicklungsschritte gemacht. Doch wir leben so intensiv mit ihnen zusammen, dass es uns im Alltag nicht immer auffällt.

Beim Futter sind die Entwicklungsschritte klar. Zum einen hatten wir den Futterwechsel vom Baby- zum Kitten-Futter und dies beim Nass- wie beim Trockenfutter. Beim Nassfutter wechselten wir vom Baby-Paté zum Kitten-Nassfutter, was nun auch Athos zum Mitfressen animierte. Beim Trockenfutter gibt es zusätzlich noch die Kitten-Körnli, die für die kleinen Mündchen noch recht gross sind. Diese habe ich mit kleinerem Futter vermischt. Nichts desto trotz werden von allen die grossen Körnli herausgepickt. Neuerdings frisst auch Zita vom Applaws-Kittenfutter. Sie scheint einfach eine Applaws-Futter-Liebhaberin zu sein. Sie weiss wenigstens, was Qualität ist. Zinka verschmäht auch das Baby- und Kittentrockenfutter, aber die Jungs sind noch immer heiss an diesem interessiert. Die letzte Gewichtskontrolle hat dementsprechend auch ergeben, dass beide etwas zugenommen haben.

Letzthin gab es bei uns Milchreis (mit laktosefreier Milch). Wir haben Zinka eine Portion lauwarm überlassen, die im Nu verputzt war. Wir gaben später auch Zita eine Portion, aber das interessierte sie nicht. So bekam nun die laukalte Portion Gini im Katzenzimmer, doch wenig später wurde ihr Kopf schon von einem kleinen Köpflein auf die Seite geschoben. Athos hatte Hunger! Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er nebst der Muttermilch ausschliesslich Trockenfutter gefressen. Dazu hat er oft sehr viel Wasser getrunken.

Morgens und abends haben wir nun eine grosse und kleine Raubtierfütterung. Während der grossen Fütterung am Abend, ist es schwierig, alle Grossen in der Küche bei ihren Tellern zu behalten. Kommen wir jedoch ins Katzenzimmer, werden wir schon sehnlichst erwartet. Wenn ich zuerst das kleine Tischtuch ausbreite und dann die Teller in der Küche hole, warten sicher schon 2-3 Kitten auf dem Tischtuch. Bringe ich die Teller und bereite dann das Tischtuch aus, reagieren die Kleinen sofort auf die Teller. Sie wissen schon jetzt ganz klar, mit was sie ihr Futter bekommen. Spannend! Aïsha ist jenes Kätzlein, dass sofort Kund tun muss, dass sie Hunger hat. Sie miaut, von dem Moment an, wo sie den Teller sieht, bis sie davor steht.

Haben die Kleinen ausgefressen, im Moment fressen sie knapp 25g pro Mahlzeit, warten in der zweiten Reihe schon die grossen Mädchen. Ist ein Teller verlassen, will sich schon eine Nase anschleichen. Doch sie müssen warten, bis sicher zwei Kitten genug haben. Doch meistens stelle ich die Kids 3-4 Mal wieder zurück an den Teller und sie fressen dann doch nochmals weiter. Auch wollen sie spätestens nach dem ersten Drittel den Teller tauschen. So gibt es ständig eine Rochade.

Ja, fressen ist spannend. Alba hat das Glück und erwischt meistens die grossen Bröcklein im Futter. Anfangs wollte ich es ihr wegnehmen und dieses Gini geben, doch ich wurde angeknurrt. Als es ihr schon zum dritten Mal aus dem Mund fiel, wollte ich es wieder nehmen, ich wurde wieder angeknurrt. Als dann auch noch Aramis eine Hinterpfote in ihre Nähe setzte, wurde auch er angeknurrt. Sie frass das grosse Stück für ihren kleinen Mund alleine und vollständig! Seither sucht sie immer wieder die grossen Stücke heraus.

Aramis hingegen macht das wie schon Zorro, Zino & Zinka, ratsch-ratsch und ein Drittel ist gefressen. Dann streckt er den Kopf auf eine Seite aus und will dem nächsten etwas stibitzen. Vermutlich frisst er so oder so die grösste Portion.

Wenn alle fertig sind, wird wie bei den Grossen fleissig geputzt und geleckt. Katzenwäsche. Danach sind alle fit und wach fürs Spielen und müssen ihre Energie raus lassen. Das wiederum ist die spannendste Zeit fürs Beobachten. Dann wird jedes Spielzeug, dass in die Quere kommt, benutzt – und am liebsten jene, die auch Geräusche machen. Zum einen sind da verschiedene Möglichkeiten für Katzen-Hockey, wobei das alle selbstständig spielen können. Aber dann macht es scheinbar am meisten Spass – wie im wirklichen Leben – den Ball dem anderen weg zu nehmen und selbst weiterzuspielen. Auch Mäuse sind beliebt. Gestern sprang Aramis mit einer Maus im ganzen Zimmer herum. Ja, einfach dazusitzen ist wie fernsehen. Da schauen selbst die Grossen einfach zu...

Wenig später ist es wie ein umgelegter Schalter, zack, und die Kleinen schlafen an Ort und Stelle ein. Später wechseln sie dann an ihre Lieblingsplätzchen, wobei der Katzenbaum mit seinen Plätzchen noch immer am Beliebtesten ist.

Gestern hat Aramis das Bücherregal entdeckt. Es spielen schon lange alle an den Büchern herum und probieren aus, welche sich am besten zum Klettern eignen. Das wird von unten probiert wie auch von der Seite. Doch eben gestern hatte es Aramis über den Katzenbaum aufs Bücherregal geschafft. Angstvoll sah ich ihm zu, als er nach unten blickte und ich den Eindruck hatte, jetzt springt er. Leider kann ich ihn nicht davon abhalten, er muss seine eigenen Erfahrungen machen. Leise sagte ich auf, klettere runter, klettere runter, klettere runter... und er kletterte runter...

Eigentlich wollte ich für Melanie ein Foto für Aramis machen. Doch selbst nach 30min hatte ich noch keine Aufnahme, in der er direkt in die Kamera sah. Er ist ein Wirbelwind. Frustriert gab ich auf. Als ich 5min später nachsah, lag er im Kreiskissen auf dem Katzenbaum und schlief. Nun hatte ich zwar das Foto mit dem direkten Blick in die Kamera, aber die Augen öffnete Aramis nur einen Millimeter.

In unserer Katzenfamilie haben wir nun zwei ausserordentlich kuschelige Damen. Neuerdings kommen sie freiwillig und mehrmals an einem Abend/Tag zu uns, wollen auf unserem Schoss Platz nehmen und kuscheln. Das war bislang eher selten bei den Mädels. Sind sie nun beide Schwanger?

Am Wochenende hatten wir Besuch von unserer „Zuchtmutter“. Natürlich wollte sie unbedingt die Kleinen sehen und wie die Babys von Frodo aussehen. Ausführlich wurden die Fellfarben und Konstitution besprochen. Zudem durfte Zinka ihr Bäuchlein zeigen und nun sind wir schon zu viert, die denken, dass Zinka schwanger ist. Bei Zita ist es schwer. Sie zeigt wenig körperliche Veränderungen, hat jedoch nicht mehr gerollt und sich mehr charakterlich verändert. Hier sind die Meinungen bei zwei Nein’s und zwei Vielleicht. Mal weiter abwarten…

Gini hingegen war kurz rollig, hat sofort die Pille bekommen und dann die Rolligkeit noch zwei Tage durchgehalten. In dieser Zeit war sie mehr an Frodo interessiert, als an den Kids. Nun stehen die Kids wieder an erster Stelle, sie dürfen auch wieder ausführlich kuscheln und Milch trinken. Nur Frodo hat noch nicht begriffen, dass sich die Prioritäten geändert haben und er nicht mehr an oberster Stelle steht. Er versteht die Welt nicht mehr und läuft immer Gini nach. Natürlich muss er auch immer alles im Katzenzimmer ausführlich beschnüffeln und einmal machte er einen Fehltritt. Er stand auf die Knister-Röhre, die nachgab. Er erschrak und Gini musste gedacht haben, dass etwas passiert sei. Sie vertrieb ihn sofort und vehement!

Frodo ist hingegen weder an Zinka noch an Zita interessiert. Dies würde wieder dafür sprechen, dass Zita vielleicht doch schwanger sein könnte… Noch müssen wir wohl etwas abwarten.

Kaum war die Rolligkeit bei Gini vorbei, beehrte sie uns mit einer Märli-Stunde. An einem Morgen hörten wir Gini permanent schnurren und gurren. Sie war bei den Kleinen, ging dann wieder auf Wanderschaft, kam wieder zurück, aber sie schnurrte und gurrte immer. Ich überlegte und überlegte, was das wohl zu bedeuten haben könnte. Dann kam mir in den Sinn, dass sie vielleicht eine Märchen-Stunde für die Kleinen veranstaltete?

Mit den körperlichen Veränderungen hatte Zinka nun dauernd ein dreckiges Hinterteil und wenn es nicht dreckig war, so klebte noch etwas am Fell, weil sie über das Fell pinkelte. Nach dem Wohnungsputz bekam sie nun eine Hinterteil-Rasur. Anfangs waren wir noch vorsichtig und haben nur ein bisschen herausgeschnitten. Aber es änderte nichts. So musste sie nun leider ihre Hosen abziehen – nun hat auch sie weniger Putzaufwand; hoffentlich.

Wer auch die Hosen abziehen mussten, waren Zarah und Zorro. Uns ereilte ein Hilferuf, weil die Zwei starken Durchfall hatten und immer dreckige Hinterteile. Vermutlich waren ihre Zähne am Wachsen. Aber da es die Zwei sowieso hassen, am Bauch gebürstet zu werden, hatte es zudem Verfilzungen und Dominik brauchte Hilfe. Doch Zarah und Zorro wehrten sich dermassen, sodass Dominik danach nicht nur einen Riss im T-Shirt hatte, sondern auch einen ziemlich verkratzten Bauch. So änderten wir die Taktik und zuletzt hielten wir zu Dritt eine Katze und der Vierte schnitt oder schärte. Ich vermutete, dass die Zwei uns nie wieder sehen und nie wieder gebürstet werden wollten. Doch schon ein paar Tage später schrieb uns Dominik, dass er Zarah nochmals etwas Fell geschnitten hatte und sie dabei geschnurrt hätte…

Woche 6
23.04.2014 08:54:10

Wie doch die Zeit schnell vergeht und die Kleinen schnell wachsen. Anfangs Woche kletterte Aramis noch immer überall hoch (auch Hosenbeine) und wollte am liebsten immer mitkommen. So nahm ich ihn mit in mein Büro und liess ihn am Boden herumtollen und schnuppern. Schnell waren auch Zinka und Zita da und spielten mit ihm, zeigten ihm Grenzen auf, wenn er zu weit weg ging. Natürlich ging Aramis nicht gerne wieder zurück zu seinen Geschwistern. Der Auslauf gefiel ihm. Das war am Montag. Am Dienstag arbeitete mein Liebster in besagtem Büro. Er staunte nicht schlecht, als es plötzlich neben ihm miaute und Aramis dastand! Aramis war aus dem Laufgitter ausgebüxt! Schnell wurde er zurückgebracht und der Auslauf noch „sicherer“ gemacht. Doch wie er den Ausbruch wirklich geschafft hat, haben wir nicht herausbekommen.

An diesem Tag bekamen wir auch Besuch. Den 5-jährigen Tim interessierten die kleinen Katzen allerdings überhaupt nicht. Vermutlich sehen die Kleinen den jungen Kaninchen seines Vaters zu ähnlich und davon sieht er alle paar Wochen welche. Da sind Gottis Büchlein natürlich spannender. Meine Cousins hingegen waren von unseren Coonies hin und weg. Die Kleinen taten es ihnen an. Doch vorgängig erhielt der Jüngste eine SMS von mir, mit der Bitte, keine Päuli-Anhängsel mitzubringen. Die Antwort kam postwendend, dass sie dafür besorgt seien, dass kein „Päuli an ihnen hänge“… Päuli ist ihre Kätzin.

Die nächsten Tage glänzten wir durch Abwesenheit und hatten schon ein schlechtes Gewissen. Genau jetzt wäre es wichtig gewesen, Zuhause zu sein. Irgendjemand wollte partout sein Geschäft nicht im Katzen-Klo verrichten, so wurde der Putzaufwand gross. Nichts desto trotz hat unsere Ferienablösung die Kleinen genossen – und umgekehrt auch. Natürlich seien immer alle Grossen sofort an die Türe gekommen und hätten lautstark bekundet, dass sie die Ärmsten seien und dringend Futter benötigen würden und natürlich wurden sie verwöhnt…

Als wir zurückkamen, bekamen natürlich alle ausführlich Streicheleinheiten und wir wurden lange nicht mehr aus den Augen gelassen. Auch wurden unsere Taschen sofort in Beschlag genommen, als Liegeplätzchen oder Versteck. Wenig später wurden wir von Alba begrüsst. Sie kam uns entgegen! Da wussten wir, nun ist es an der Zeit, ihren Auslauf zu vergrössern. Noch am selben Abend hatten die vier Racker das ganze Zimmer zur Verfügung. Den Katzenbaum hatten sie schon bis zur zweiten Etage in Besitz genommen. Lange hatten sie nur die erste Etage erreicht, doch jetzt nutzten sie auch mit Vorliebe die Hängematte, das Kreiskissen und die kleine Weinkiste. Vom zweiten Stock gelangen sie über die Hängematte in den ersten und von dort springen oder purzeln sie über die kleine Katzenleiter hinunter. Als wir die Schubladen, die wir als Absperrung gebraucht hatten, versorgten, nutzten gleich alle vier den grossen Auslauf. Überdreht sprangen sie von einem Ende zum anderen und wieder zurück. Mit dieser Vergrösserung stellten wir auch gleich um. Das Katzenklo kam etwas näher zur Türe und so mussten alle Vier einen Zwischenstopp im WC machen, damit sie den neuen Standort wussten. Dazu gab es neues Spielzeug zum Ausprobieren, um für etwas Abwechslung zu sorgen. Also dazu gibt es nun verschiedene Geschichten…

Zum einen war da eine kleine Schachtel, die gerade Kitten-Grösse hat. Diese Schachtel habe ich mit Papierknäuel gefüllt. Diese wurden jeden Tag mit dem Mund herausgezogen und damit gespielt. Nach drei Tagen wurden sie „ersäuft“. Bald lag da nur noch Pappe herum… die anderen kleinen Frucht-Kartonschachteln waren in der Woche davor hoch im Trend und werden jetzt nur noch ab und zu gebraucht. Sie sind jedoch praktisch, um all das kleine Spielzeug „aufzubewahren“, das dann kaum zusammengesucht, genüsslich wieder verteilt wird. Wir hatten noch eine grosse Kartonschachtel mit einem Eingang. Auch die bekamen sie nun zur Verfügung und lieben es, sich dort zu verstecken und einen Überraschungsangriff auf ein Geschwister zu machen.

AÏsha schien das Katzen-Sofa vor dem WC nicht zu passen. Es war Zinkas Lieblingsplatz und bis vor kurzem auch von allen Vieren. Doch jetzt nutzte Aïsha diesen Platz kurzerhand um, als ihr neues WC. Sehr zu meinem Leidwesen! Mal sehen, ob die Waschmaschine hier noch etwas retten kann.

Ansonsten haben wir trotz täglichem Prüfen keine Pfützlein mehr entdeckt; bis eben erst gestern jenes von AÏsha. Seither muss sie jedes Mal zuerst aufs WC, wenn ich in das Katzenzimmer gehe und sie sehe. Aber meistens ist sie gerade so schnell wieder draussen, wie sie drinnen war…

Auch beliebt ist die Türe, die an die Wand gelehnt ist und die einen Spalt von vielleicht 5cm hat. In diesem Spalt kann man hineinrennen, sich vor uns oder dem Mami verstecken und gleichzeitig mit den Pfoten oder dem Schwanz eines Geschwisters spielen.

Spielen wir eine Weile mit den Kleinen, sind sie danach so müde, dass sie wieder schlafen müssen. Besuchen wir sie eine Weile später wieder, sind sie wieder fit und so wechselt das den ganzen Tag über ab.

Das Grösste ist jedoch das Gästebett. Da drei Matratzen direkt am Boden liegen, können sie auf der ganze Bettlänge hochklettern. Einmal oben finden sie vielleicht Gini oder Zita liegen und kuscheln sich meistens an sie. Am spannendsten hingegen sind die Kissen. Auch an denen kann man hochklettern, auf ihnen liegen und wenn sie umfallen, ergibt das eine völlig neue Tunnellandschaft… Ich hingegen schrie laut auf, als ein Kissen mit Aramis darauf umfiel und fast auf den Boden gefallen wäre. Ihn störte das kein bisschen. Kaum hatte er mit allen Vieren wieder Boden unter den Füssen, rannte er aufs Neue los und suchte den nächsten Tunnel.

Die oberste Matratze hat sich etwas verschoben, sodass nun auch noch ein schmaler Ritz an der Wand frei ist. Selbst diesen haben die Kleinen entdeckt und nutzen ihn.

Doch wie kommen die Kleinen wieder hinunter? Springen. Eigentlich hätte es noch einen kleinen Kratzbaum, der zum Auf- und Absteigen genutzt werden könnte. Aber springen scheint mehr Spass zu machen.

Sind die Kleinen wieder müde, verziehen sie sich auf den Katzenbaum. Der scheint im Moment ihr Zufluchtsort zu sein. Will jemand auf die Hängematte und es liegen schon zwei da, legt sich der Dritte über die anderen zwei. Das geht mit jedem Schlafplätzchen so und so kommt es öfters vor, dass wir „Cat in a Box“ haben, wenn sie in die Weinkiste liegen…

Ja, das Leben der vier A‘s besteht nun aus Schlafen, Spielen, Kämpfen und Essen. Klammheimlich haben die Kleinen das Trockenfutter für sich entdeckt. Wasser trinken sie schon lange, nur das Nassfutter schmeckte ihnen einfach nicht. Seit Freitag frisst AÏsha eine kleine Portion Baby-Paté und mit täglicher Überzeugung frisst auch Alba davon. Nur den Jungs schmeckt es (noch) überhaupt nicht.

Für Zinka war unsere Ferienabwesenheit das Schlimmste. Sie hat eine völlig andere Konstitution als Gini. Bei ihr sahen wir lange nicht, ob sie schwanger war. Bei Zinka hingegen vermuten wir, dass man schon ein Schwangerschaftsbäuchlein sieht. Mit dieser vermuteten Schwangerschaft wurde sie auch total kuschelig. Nun kann sie stundenlang schmusen, was für uns total ungewöhnlich ist. Sie nutzte jede noch so kleinste Chance ins Schlafzimmer zu kommen. Dort kam sie bald zu mir auf die Brust und lag dann sozusagen Nase an Nase bei mir, schnurrte und ich streichelte sie. So hatte ich viel Zeit zum Lesen… Aber irgendwie schien das Zinka trotzdem zu stören. Hatte ich das Buch auf der linken Seite, kam sie immer mehr links und noch näher an mein Gesicht, nahm ich das Buch auf die andere Seite, wechselte auch sie bald die Seite – wohlverstanden: immer 3-7cm von meinem Gesicht entfernt! Schnurr, schnurr, schnurr…

Bei Zita hingegen wissen wir überhaupt nicht, woran wir sind. Frodo zeigt keinerlei Interesse mehr an ihr, insofern könnte sie schwanger sein. Zita schläft noch mehr als sonst, ansonsten sehen wir wenig Veränderung.

Für Frodo waren die letzten Tage besonders schlimm. Er roch, was wir nicht wahrhaben wollten. Ständig schnüffelte er Gini nach und kassierte dauernd wieder einen Nasenstäuber – bis auf die letzten zwei Tage. Aber wir begriffen weiter nicht. Dann wurden wir heute Morgen von einer total rolligen Gini begrüsst! Noch an der letzten Ausstellung haben wir davon geschwärmt, dass Gini während dem letzten Stillen nicht rollig wurde und nun ist sie es. Ja, nun hoffen wir, dass die Pille bald wirkt…

Nestor, Mamis Lieblingskatze, hat ihr einen gehörigen Schreck eingejagt. Normalerweise ist er immer der erste an der Haustüre, doch am Freitag begrüsste er sie nicht. Das erstaunte sie und sie suchte ihn in der ganzen Wohnung, auf dem Balkon und sogar im Treppenhaus nach ihm. Kein Nestor da. Schliesslich sah sie nach Frodo und siehe da, ihr kam sofort ein grosses, schwarzes Fellknäuel entgegen. Scheinbar hat er sich beim letzten Besuch durch die Türe geschlichen… das kann er gut! Ja und so war für uns Ostern eine Kuschelzeit…

Woche 5
15.04.2014 15:12:21

Wieder ist eine Woche vorbei und wieder ist viel passiert, wobei die grossen Entwicklungsschritte ausblieben. Eigentlich hatten wir damit gerechnet, dass die Kleinen in der fünften Lebenswoche beginnen Nassfutter zu fressen. Doch dem ist nicht so. Täglich stellen wir morgens und abends einen Teller zum Schüffeln hin, aber es interessiert niemanden – respektive dieser Teller interessiert Gini brennend. Sie liebt das Baby-Paté! Leider ist auch Zinka etwas auf den Geschmack gekommen und stibitzt ab und zu. Nestor frisst dann die Resten, falls es überhaupt noch welche gibt. Im Moment ist er wieder furchtbar eifersüchtig, weil er keine Baby-Körnchen fressen soll. Natürlich macht er es heimlich trotzdem…

Abends nehmen wir die Kleinen nach der grossen Raubtierfütterung kurz nach vorne, sodass sie noch an den Resten der Grossen herumschnüffeln können. Doch auch dieses Futter interessiert sie nicht. Ehrlicherweise kann ich das verstehen – wieso Paté fressen, wenn es doch noch so viele und feine Muttermilch gibt? Dort kann man so herrlich „suggelen“ und beim Trinken einschlafen…

Das Grösste in dieser Woche war das Katzen-Klo. Gini musste natürlich sofort das frische Klo ausprobieren und ganz ihrer Manier nach, war danach das ganze Katzenstreu in einer Ecke. Da nützte es auch nichts, dass wir einen Backstein vor den Eingang gestellt haben, damit die Kitten hochklettern konnten. Spätestens beim Klo-Eintritt purzelten sie ins Leere. Doch nachdem wir das Klo wieder gereinigt hatten, stellten wir alle der Reihe nach hinein und uns schien, wie wenn von Beginn weg allen klar gewesen war, wofür dieses Häuschen ist.

Wir haben uns geirrt, denn schon am nächsten Tag hatte es ein Bisi auf einem Kissen und am übernächsten Tag im Nest und dann nochmals im Nest. So hatten wir einen grossen Waschtag vor uns, doch davor stellten wir immer wieder die Kleinen ins Klo und am Sonntag passierte dann kein „Unfall“ mehr.

Das grosse Nest steht zurzeit ziemlich zu unterst auf der Liste der Lieblingsplätzchen. Doch nun hat es viele andere Möglichkeiten. Zum einen ist das Katzensofa sehr beliebt, zumal man da auch noch herumturnen kann. Dann stehen auch die kleinen Schachteln hoch im Kurs, wobei wir immer wieder staunen, wie klein sich die ohnehin schon kleinen Kitten machen können und wie eng sie beieinander liegen. Am Sonntag bekamen sie das kleine Kreiskissen dazu, das dann sofort als Nachtlager diente.

Diese Woche haben wir bald festgestellt, dass wir hier vier Kletterer haben. Sie strecken und dehnen sich bereits an den kleinen Sisal-Rollen und steigen auch schon mal in die Höhe. Somit haben wir dann die kleine Leiter für in den ersten Stock des Katzenbaums hingestellt und prompt waren die ersten schon in der ersten Etage. Nur das runter klettern klappte nicht und so gab es ein paar Flugstunden, die ich ängstlich beobachtete. Doch bald entdeckten sie, dass es ja auch auf der kleinen Katzenleiter retour geht.

Auch in dieser Woche machte ich eine mir völlig unbekannte Erfahrung mit Aramis. Kaum hörte er mich oder noch besser, er sah mich kommen, stand er auf, stellte sich in den Auslauf und miaute lautstark. Gini schlich um ihn, konnte ihn aber nicht beruhigen, er miaute einfach weiter. Er hörte erst auf, wenn er an mir hochklettern konnte oder noch besser, wenn ich ihn hochhob. Dann war er ein seliger Kater.

Doch auch bei den Grossen passierte so einiges. Eigentlich haben Frodo und Nestor rund monatlich einen „Zusammenstoss“. Meistens wird Nestor von Frodo angegriffen und ich denke, dass wir es nicht immer mitbekommen. Oft sehen wir nur schwarze Haarbüschel am Boden. Wir vermuten, dass Frodo auf Nestor eifersüchtig ist und sich als Alphamännchen etablieren möchte. Nestor als Kastrat interessiert das natürlich nicht, aber er hat es nicht gerne. So haben wir nur diesen erschreckten Weinlaut von Nestor gehört und Frodo noch in der Angriffsstellung gesehen. Doch wir konnten noch nicht einmal mit der Wimper zucken, stand doch schon Gini vor Frodo und vermöbelte ihn. Frodo floh in eine Ecke, Gini hinterher. Sie liess keine Ruhe, wir mussten sie richtiggehend zurückhalten. Hat Gini gerade ihren Bruder verteidigt? Augenscheinlich schon. Doch wir vermuten, es geht um mehr. Frodo hat Gini nicht „die Ehre angetan“ und ihre Babys nicht gewürdigt. Seither steht er auf der Abschussliste. Jedes Mal, wenn Frodo in die Nähe des Auslaufes kommt, wird er mit Argusaugen beobachtet und wehe, er macht einen „Mugs“, dann wird er in hohem Bogen aus dem „Laufgitter“ hinausgeworfen. Ja, er wäre so gerne Alpha-Kater gewesen und nun wurde er zur Omega-Katze...

Nach dieser Erfahrung tat ihm natürlich die Ausstellung besonders gut. Am Samstag besuchten wir mit Zinka, Zita und Frodo die Katzenausstellung in Vaduz. Zinka und Zita kamen zuerst dran und wurden als „Schön“ beurteilt. Beide erhielten ein „Vorzüglich“, womit wir nun mit ihnen züchten dürfen. Erst viel später erfuhren wir, dass an dieser Ausstellung scheinbar viele Katzen keine Auszeichnung, kein „Vorzüglich“ erhalten hatten. Das hat uns sehr erstaunt, da wir dachten, dass hier nur die schönsten Tiere ausgestellt werden und es eine Rangliste der Schönen ist. Doch weitgefehlt und umso stolzer sind wir nun auf unsere Mädels!

Frodo kam erst vor dem Mittag dran und war ziemlich angespannt. Hat er die Witterung der anderen potenten Kater aufgenommen? Jeder seiner Muskeln war aufs äusserste angespannt. Der Richter meinte, er mache ihm Angst, weil er nicht wisse, ob er jeden Moment springen würde. So machten die Stewarts eine Menschenwand und schirmten die (zu) nahen anderen Männchen ab. So ging es dann. Trotzdem erwärmte sich Frodo nicht mit dem Richter (in einem Satz erwärmt & Richter sagt auch alles aus) – Frodo hat einfach lieber Frauen. Nichts desto trotz erhielt er die Auszeichnung CAC und ist nun ein „Champion“ – der ganze Stolz meines Liebsten…

Wenn ich höre, dass es Kätzinnen gibt, die 3-4 Mal im Jahr rollen, werde ich glatt eifersüchtig! Zina und Zita haben einen Rhythmus von ca. 3 Wochen!!! Kaum war die erste rollig, kam schon die Zweite und Frodo bekam endlich das Séparée, das er sich schon so lange gewünscht hatte. Er war diese Tage sehr müde und hat das Fressen völlig vergessen – was bei ihm aussergewöhnlich ist. Wir sind gespannt, ob die Vermählung fruchtbar war.

Obwohl die Vermählung vorbei war, rollte Zita gehörig weiter. Normalerweise wäre Frodo dann noch immer sehr interessiert. Doch dieses Mal zuckte er noch nicht einmal mit der Wimper. Nur sein Sexual-Organ zuckte doch und er markierte wieder morgens und am Nachmittag in die Windel. Ich verstand die Katzenwelt nicht mehr… wechselte aber freiwillig die Windeln aus, weil es sonst fürchterlich in der Wohnung stank.

Am Sonntag waren wir dann DIE Attraktion. Putzen stand auf dem Plan und mit unserer „Aktivitis“ waren wir vermutlich das Fernsehprogramm unserer Lieblinge. Nestor stand immer irgendwo im Weg, sodass er auch garantiert meine Aufmerksamkeit bekam. Einzig den Kleinen war zu viel Aktion. Sie entschieden sich, dass der Staubsauger das böseste Monster auf Erden war und verkrochen sich alle in die Sicherheit des Katzenklos – und schliefen dann auch dort ein. Das war natürlich perfekt, denn so konnten wir auch problemlos den Boden putzen.

Nachmittags waren sie dann die Attraktion. Vielleicht war es zu früh, vielleicht auch gerade richtig. Vielleicht müssen Babys erst geimpft werden, bevor sie Besuch empfangen dürfen, vielleicht ist auch die Muttermilch der beste Schutz. Eigentlich wollten wir Zinka, Zita und Frodo nach der Ausstellung noch separieren, falls sie irgendwelche Bakterien mitgebracht hätten. Doch das ging nicht. Sie mussten sofort nach den Babys sehen, ob es noch allen gut ging. Sie hatten sich in dieser Woche zu richtigen Kindergärtnerinnen gemausert. Vermutlich haben sie Gini den Umgang mit den Babys abgeguckt und machen nun all das auch. Einzig, wenn ein Baby an den Bauch von Zinka oder Zita will, fliehen sie. Das passt den Mädchen nicht. Aber zurück zum Sonntag-Nachmittag.

Wir haben uns heimlich gewünscht, dass Athos und AÏsha zusammenbleiben. Doch nichts desto trotz haben wir Melanie Athos und Aramis vorgestellt und den Kätzlein das Weitere überlassen. Athos suchte bald das Weite und war an allem anderen Interessiert, was es in seiner Umgebung gab. Aramis hingegen hat sofort seine Chance gewittert, dass er sich auf einem Frauenschoss platzieren konnte und vollste Aufmerksamkeit bekam. Er war mindestens auf der Katzenwolke 7 und selig. Kaum war Melanie gegangen, verzog er sich ins Katzen-Klo. Dort schlief er beim Eingang ein und bewegte sich die nächste Stunde nicht mehr…

Dann kam die Familie L&E, die sich für Aïsha und einen Buben interessierten. Aïsha hatte es bisher gehasst, aus ihrer vertrauten Umgebung herausgerissen zu werden und hatte dann immer lautstark protestiert. Dieses Mal nicht. Sie sass staunend auf dem grossen Katzenkissen und himmelte bald den Mann an – Kunststück; sie hat bereits meinen Liebsten um ihre Pfote gewickelt! Aber auch Athos zeigte sich von seiner lieben Seite, genoss die Aufmerksamkeit und liess mit sich kuscheln. Eigentlich nehmen wir uns jeden Abend Zeit und kuscheln oder beschäftigen uns mit jedem einzelnen unserer Coonies. Aber vermutlich genossen trotzdem beide die Zeit ohne den „besitzergreifenden“ Aramis ;-)

Aramis wird vermutlich zu einer „dominanten“ Kätzin kommen. Doch ich bin überzeugt, dass ihn das nicht im Geringsten stören wird, solange er Frauchens Nummer eins ist. Kaum war die Familie L&E gegangen, schliefen auch Athos und Aïsha ein. Nur Alba erschien mir etwas traurig. Normalerweise ist sie die Quicklebendige, die immer herumspringt und keine Zeit zum Kuscheln hat. Ich hob sie hoch, platzierte sie auf meinem Schoss und sie war selig. Sie liess sich streicheln, platzierte sich wie eine Königin und begann zu schnurren. Sie ist die Einzige, die schnurrt – und erstaunlicherweise ausgerechnet bei mir. Sonst schnurren immer alle bei meinem Liebsten… Ja und so beenden wir alle zusammen müde eine weitere, ereignisreiche Woche...

Woche 4
07.04.2014 21:32:43

Die vierte Lebenswoche war geprägt von grossen Entwicklungsschritten bei den Kleinen. Nun haben alle dicke, kleine Milchbäuchlein und können stehen ohne zu wackeln. Doch wieder der Reihe nach.

Wir dachten, es soll kein Kätzlein bei uns ohne Namen sterben. Somit haben wir uns sofort an die Namensgebung gemacht. Die Buben nennen wir nach den drei Musketieren Arthos und Aramis, das Schildpattmädchen heisst AÏsha und das rote Mädchen nannten wir Athena. Dieser Name passte mir nicht auf Anhieb und Ende der Woche entschieden wir uns für Alba (span. für Morgendämmerung), da dies viel besser zu ihr passt. Nun haben wir sie umgetauft. Die definitiven Namen müssen wir bis spätestens drei Monate nach der Geburt beim Stammbuchsekretariat anmelden. Bis dahin dürfen die neuen Lebenspartner unserer Kitten an der Namensgebung mitreden. Trotzdem ist es einfach lässiger, die Kleinen in einen Namen hineinwachsen zu sehen oder den Namen mit den Kleinen wachsen zu sehen. Dem roten Babykater nachträglich einen Namen zu geben, schafften wir jedoch nicht. Kein Name kann nun diesem kleinen Engelein gerecht werden.

Schon Mitte der Woche standen unsere Kitten auf allen Vieren, aber die Hinterbeine wackelten dabei noch bedenklich. Nichts desto trotz haben wir ihnen den Auslauf geöffnet. Ich dachte noch, dass ich den Auslauf etwas begrenze und stellte Barrieren in Form des Katzensofas und einer Schachtel auf. Diesen kleinen Auslauf nannte ich dann die KITA. Doch Alba störte sich nicht an den Barrieren und überwand sie. Sie kletterte überall am Sofa herum. Einmal purzelte sie dann Kopf voran wieder herunter, schüttelte sich, stand wieder auf und alles begann von vorne. So wurde schon am nächsten Tag aus der KITA der Kindergarten.

Auch jemand anderer schüttelte sich kräftig. Mir ist ein fürchterliches Missgeschick passiert. Nestor wartete am Bücherregal und ich wollte die Büchse mit den Leckerli hervor nehmen. Dabei fiel mir die Büchse aus der Hand und direkt auf Nestors Nase. Ich erschrak fürchterlich, hatte grosses Mitleid und wusste nicht mehr, wie ich mich entschuldigen konnte. Die Nase ist bei Katzen ja überaus empfindlich und eine Katze kann so sogar sterben. Nestor schüttelte sich immer wieder, leckte sich immer wieder die Nase und natürlich bekam er Schüsslersalze. So war es für ihn vermutlich halb so schlimm, aber er leckte sich noch ein paar Stunden später immer wieder die Nase. Wenn er nicht eine schwarze Nase hätte, würde man sicher noch blaue Flecken sehen…

In dieser Woche bekamen wir auch unsere grosse Zooplus-Bestellung. Wieder einmal habe ich für Zinka Futter zum Ausprobieren bestellt und wieder schwöre ich, dass es das letzte Mal ist und wieder sage ich, dass wir danach beim günstigen Futter bleiben, wenn sie es schon liebt. Auch dieses Mal haben wir uns wieder im Premium-Futter-Bereich schlau gemacht. Beim Trockenfutter ist es viel einfacher, aber das frisst sie ja nicht. Doch dieses Mal brauchen wir zuerst das bestehende Futter auf.

Mit der Lieferung kamen auch verschiedene Snacks, die wir ausprobieren wollen. Natürlich konnte ich es nicht lassen, gleich eine Büchse zu öffnen und Leckerli zu verteilen. Zinka und Zita fressen auch die nicht, Gini reisst sich darum, Nestor hat begriffen, wie er mit seiner Pfote die Leckerli aus der Büchse fischen kann und Frodo klaut sie dann Nestor.

Am Freitag haben wir uns dann mit allen Vierbeinern im Katzenzimmer eingeschlossen, sodass wir die Wohnung lüften konnten. In dieser Zeit haben wir die Kleinen gewogen und fotografiert. Gini sass entweder auf dem Katzenbaum oder auf dem Pult und sah zu. Zita war immer wieder im „Laufgitter“ und schnüffelte an den Kleinen. Schrie eines auf dem Bett, war Zinka sofort zur Stelle und schützte es vermeintlich. Nestor sah vom Pult aus zu und Frodo schnüffelte alles ab. Einmal stand er mitten im Auslauf und schnüffelte intensiv. Alba kam von vorne auf ihn zu und Aïsha wollte an seinem Schwanz schnüffeln. Frodo bekam Panik, fauchte laut und böse und wollte gehen. Doch Gini war schneller und sofort zur Stelle. Sie panierte ihm eins. Frodo wollte sich wehren, da panierte im Gini gleich nochmals eins und er verliess fluchtartig den Auslauf. Unsere kleine Gini stand danach stolz und aufrecht im Auslauf, Frodo verzog sich vor die Türe, legte sich als lange Katze hin und leckte sich, als wäre nie etwas gewesen.

Jedes Mal wenn wir nun am Samstag oder Sonntag zum Auslauf kamen und uns bemerkbar machten, kam einer der Jungs miauend auf uns zu. Oft legten wir uns zu ihnen in den Auslauf und wir wurden ausführlich beschnüffelt. Die Buben beliessen es allerdings nicht dabei, sie wollten zu uns kommen – um jeden Preis. Das heisst, sie kletterten an uns hoch. Erst wenn sie in unserer Nähe waren, war die Welt für sie in Ordnung und dann wollten sie kuscheln und gestreichelt werden. Leider bedankten sie sich dann mit „Liebesbeisserchen“, was nicht OK ist. Eine Angewohnheit von Katern, die scheinbar in den Genen liegt.

Ansonsten zeigen die Kleinen noch keinerlei Interesse an Nass- oder Trockenfutter. In der Zwischenzeit haben wir je ein Schälchen Wasser und Trockenfutter hingestellt. Doch der Ort ist eigentlich mehr als Kletterstation beliebt, denn zum Fressen. Dementsprechend stand schon jeder einmal mit irgendeinem Körperteil, meist einer Vorderpfote, im Wasser und wusste nicht, wie ihm passierte. Doch in der Zwischenzeit haben die Kleinen gelernt, sich selbst zu pflegen. Sie putzen sich mit ihren kleinen Zünglein nun selbst, wobei das Ganze noch wenig koordiniert aussieht. Mitunter wird meine Hand gleich mitgeputzt.

An diesen Tagen zeigte sich uns auch ein anderes, neues Phänomen. Zinka und Zita sind Kindergärtnerinnen geworden. Anfangs fauchten beide noch die Kleinen an, dann schnüffelten sie immer mal wieder und jetzt, wo die Kleinen herumlaufen, wurden sie spannend. Sie sahen, wie Gini ihnen die Hinterteile putzt, sie sahen, dass Gini sie säugte und wir vermuten, dass Zinka und Zita nun den Umgang Gini „abgeguckt“ haben. Auf alle Fälle kam es oft vor, dass entweder Zinka oder Zita im Auslauf waren und wenn ein Kleines in der Nähe war, nahmen sie es mit der Pfote zu sich, hielten es mit der Pfote und putzten es. Zinka geht dabei nach meiner Meinung manchmal noch etwas grob vor, aber die Kleinen beschweren sich nicht – vermutlich sind sie es schon gewohnt. Nur eins geht gar nicht: liegen Zinka und Zita einmal als „lange Katze“ im Auslauf, suchen die Kleinen bei ihnen schon einmal nach Zitzen. Dann wird es den Mädchen zu Bunt und sie gehen…

Generell schlafen die Kleinen natürlich noch viel. Spielen liegt noch nicht drin, dafür kuscheln und streicheln, das lieben sie. Diese Woche hat sogar Alba zum ersten Mal geschnurrt, als ich sie streichelte, was eigentlich noch ziemlich früh ist. Bis anhin schnurren die Kleinen meistens nur, wenn sie an Ginis Zitzen sind. Ich habe mich sehr geehrt gefühlt, als Alba bei mir schnurrte…

Alba ist die Pionierin. Sie klettert überall hinauf, wo sie hin kommt, sie probiert alles Neue aus und schläft dann ab und zu an Ort und Stelle ein. So schläft sie ab und zu weg von den anderen. AÏsha scheint hingegen noch mehr die Träumerin zu sein. So oder so haben beide Mädchen einen schweren Stand, da sie dauernd und immer wieder von Athos und Aramis angegriffen werden. Die zwei Buben sind jetzt im Alter des Kräftemessens und so wird „gebissen“, was das Zeug hält. Da kommt es auch vor, dass zwei auf einen einbeissen und auch, dass einer lautstark schreit. Gebissen wird alles, was mit dem Mund erfasst werden kann: ein Bein, ein Ohr, den Schwanz, Fell, … Ist genug gekämpft, schlafen die Kleinen in der Haltung des Kampfes, dann als Umarmung, ein.

Besuch im Kinderzimmer!
05.04.2014 10:56:22

Hallo, mein Name ist Uemi. Die regelmässigen Leser haben meinen Namen bestimmt hier schon mal gelesen. Ich bin mit ANNA verwandt und ein absoluter Fan ihrer zwei- und vierbeinigen Familie.

Am letzten Sonntag war ich zum Mittagessen eingeladen. So konnte ich endlich die Jungmannschaft von Gini ansehen.

Nach der Ankunft führte mich der erste Weg gleich ins Katzenkinderzimmer. Süss, die 5 kleinen Fellknäuel, die mir die stolze Katzenmutter präsentierte! Gini liess es zu, dass ich jedes Baby streicheln durfte.

Selbstverständlich bekamen auch die anderen Büsis der Familie meine Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten, soweit gewünscht. Mein Liebling ist Frodo, der grosse, schöne, rote Kater. Er hat es mir einfach angetan, wieso weiss ich eigentlich auch nicht.

Nach einem feinen Essen und einigen gemütlichen Plauderstunden kam es dann noch zu einem tragischen Vorfall. Beim Adieu sagen stellten wir fest, dass der kleine rote Babykater ein wenig abseits im Babybettli lag. Irgendwie so still! Beim näheren Ansehen konnten ANNA nur noch feststellen, dass er nicht mehr atmete. Der Kleine war still und leise in den Katzenhimmel gegangen…..

Ich weiss, das kommt immer mal vor, aber wenn man das hautnah erlebt ist es ganz, ganz traurig.

Nun, ich hoffe, dass die vier anderen Kleinen gross und stark werden und dann ein wunderschönes, langes Katzenleben bei lieben Menschen geniessen können.

5 Elemente gesamt

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