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Balkon-Geschichte
31.05.2014 15:32:09

Ein paar Stunden auf dem Balkon

Die Kleinen waren schon einmal kurz auf dem Balkon. Doch damals war es mindestens ebenso schwer, auf einen Sack Flöhe aufzupassen. Am Samstag waren die Kleinen dann wieder einmal auf dem Balkon und es ging schon besser. Am Sonntag probierten wir es dann wirklich und es klappte schon ganz gut. Was sollte da nicht gut gehen? Schliesslich gibt es nur eine Bedingung: es ist verboten unter dem Geländer durchzukriechen. Doch genau da liegt das Problem. Das Verbotene zieht an und so passiert es 2-3 Mal, dass es jemand trotzdem versucht.

Tags darauf sperrte ich die gefährliche Zone mit dem Besen ab und dafür wurde etwas anderes entdeckt: das Labyrinth aus Blumentöpfen. Die Blumentöpfe haben alle einen Unterteller, mal einen grösseren, mal einen kleineren. Aber eins haben sie gemeinsam, sie haben alle noch Wasser drin. So wurde in die Unterteller reingestanden, mit dem Wasser gespielt und mit den nassen Füssen in den Blumentöpfen herumgelaufen. Die ersten paar Male nahm ich das jeweilige Kitten wieder aus dem Blumentopf und stellte es daneben. Mit der Zeit gab ich auf und sah einfach zu. Alle vier waren intensiv damit beschäftigt, alles zu erkunden.

Auch Frodo durfte mit auf den Balkon, doch sein Verhalten erreichte für mich einen persönlichen Tiefpunkt. Als Frodo Aïsha zu besteigen begann, war mein Geduldsfaden gerissen und ich sperrte ihn ein. Seither ist er ruhig und schläft. Es braucht zwar immer zwei und Aïsha ist sicher nicht ganz unschuldig. Das kleine Hexlein ist nämlich extra vor Frodos Nase auf und ab spaziert und hat ihm ihr Hinterteil hingestreckt. Sie weiss natürlich auch schon, dass Frodo ihr gerne das Hinterteil leckt. Als Frodo sie dann allerdings in den Nacken biss, wurde es auch ihr zu viel und bei der ersten Gelegenheit haute sie ab. Clever versteckte sie sich im Labyrinth der Töpfe. Frodo stieg auf die Töpfe, miaute sie an und wollte unbedingt auch zu ihr. Das war dann der späteste Zeitpunkt für seinen Abgang.

Wenig später fuhr ein Güterzug vorbei, was scheinbar ein ungewöhnliches Geräusch war. Einer erschrak und dann gab es eine Kettenreaktion und alle verstoben in irgendeine Ecke. Und wer auch nicht wusste warum, verstob…

Dann eine Weile später raschelte es an der Türe und unsere Katzennanny kam. Sofort kamen alle zum Hallo sagen und unsere Katzennanny war ganz enttäuscht, dass ich da war. Klar hättet ihr spielen können, aber es ist auch klar, dass wenn ich da bin, dass es nicht das gleich ist. Athos tänzelte noch eine Weile ganz aufgeregt umher. Dass die Katzennanny da war, heisst bei ihm sicher, dass gespielt wird. Sorry Athos! Wir spielen später…

Ich arbeitete weiter und irgendwann sah ich, dass sich Athos auf dem Balkon an Zinka gekuschelt hatte. Wenig später putzte Zinka Athos und da begann er Zinkas Zitzen zu suchen. Dass Athos überhaupt auf diese Idee kam, erstaunte mich sehr und über alle Massen erstaunte mich, dass Zinka ihn gewähren lies. Ja, mein kleines, schwarzes Kätzlein erstaunt mich immer wieder!

Endlich ist nun Ruhe eingekehrt. Jetzt liegen 3 Kätzlein vor meinem Pult ausgebreitet, wo letztes Mal sieben Kätzlein lagen. Nun ergatterte sich Zinka ihren Lieblingsplatz zurück und legte sich quer über Aramis. Der stand wenig später auf und kam zu mir. Er riecht nun ganz fein nach Waschmittel, weil das Kissen, worauf er gelegen hatte, frisch gewaschen ist. Öhm, und ich staune gerade wieder: nun sucht Alba schnurrend eine Zitze von Zinka… Jetzt hat Aramis das Schmatz-Geräusch gehört und gesellt sich zu Alba dazu… und ich komme weiter nicht aus dem Staunen heraus… es scheint, als würde eine Zitze Milch hergeben… die unergründlichen Wege der Natur…

Woche 11
27.05.2014 12:46:27

Manche Erfahrungen muss man selber machen, bevor man sie glaubt. Nun muss ich nicht mehr glauben, ich weiss jetzt. Frodo bekam am Freitag vor einer Woche seinen „Chip“. Alle reden vom „chipen“, aber es ist ein „Verhütungs-Stäbli“. Und alle sagten, dass es in den ersten zwei Wochen mit dem Stäbli noch schlimmer wird. Kann es den überhaupt noch schlimmer kommen mit einem markierenden Kater? Ja es kann.

Frodo will decken und macht das jedem und jeder Kund. Riecht er ein Mädchen, ist es mit ihm passiert. Zu seiner Schonung und meiner Erleichterung blieb er deswegen diese Woche öfters in seinem Zimmer. Das passte ihm überhaupt nicht und so begann er nun auch in „seinem“ Zimmer zu markieren. Es stank fürchterlich und der Parkett nahm nun einiges auf. Doch alle Fleckchen fand ich nicht. Ich war diese Woche Strohwitwerin und trug das Los der Alleinerziehenden. Diese Woche war ausschliesslich „für die Katze“. Einmal Zuhause, hiess es putzen und füttern. Stank Frodos Zimmer nach meiner Suchaktion noch immer, halfen nur noch Räucherstäbchen. Dann wurde aus dem potenten Kater eine Hippi- oder Goa-Kater. Kaum war mein Liebster wieder Zuhause und sah nach, fand er das üble Plätzchen. Frodo hatte in die Stromleiste markiert. Das hatte ich beim besten Willen nicht gesehen...

Doch auch die anderen Coonies hielten mich auf Trab. Der neuste Trend ist, dass alle zuerst das grosse Katzen-Klo voll „schei...“ und erst wenn sie da kein freies Plätzlein mehr finden, wird auf die anderen Klos ausgewichen. Für mich unverständlich, aber das entscheiden unsere Vierbeiner. Einzig Zinka benutzt mit Vorliebe das kleine Klo. Doch das passt sich leider nicht ihren „Körperrundungen“ an. So haben wir gegen Ende Woche erschreckt festgestellt, dass jemand Durchfall vor das Klo platziert hat. Ein paar Stunden später entdeckten wir den Übeltäter. Es war Zinka. Sie ging in das kleine Klo. Dort kam sie vermutlich mit dem Kopf vorne an, konnte sich kaum drehen und dachte vermutlich auch, dass sie nun drinnen war. Nach hinten sehen kann sie nicht mehr, dafür ist sie schlicht zu dick. Nun ja, mein Liebster schimpfte ziemlich arg mit ihr und sie schien sich zu schämen, oder zumindest hatte sie es völlig nicht gerne, dass überhaupt mit ihr geschimpft wurde.

Kurzerhand montierten wir die Schwingtüren wieder an den Katzen-Klos. Wir setzten die Kitten gleich aufs Klo, damit sie mit der Schwingtüre selbst herauskommen konnten. Das klappte hervorragend. Doch am selben Abend wurden wir dann überrascht, als das Geschäft von einem oder zwei Kitten dann vor dem WC war. Selber Schuld. Also haben wir die Schwingtüre vom grossen Klo wieder entfernt und nun haben wir wieder heile Welt. Zinka spürt nun hoffentlich, wann sie im kleinen Klo ist und unsere Kitten haben noch ein Klo ohne Türe zur Verfügung.

In der Zwischenzeit haben wir auch den Schwangerschafts-Durchfall gut im Griff. Nach dem Zinka diesen Vorfall hatte, kauften wir kurzerhand Kohletabletten. Zinka und Zita haben nun das Pulver im Futter gefressen und es wurde wieder ruhiger bei uns.

Doch noch während meiner Strohwitwer-Zeit war das Futter ein grosses Thema. Wir hatten ja all das teure Futter für Zinka bestellt, dass sie verschmähte. Doch irgendjemand muss es ja fressen und nun verteilen wir es allen. Unsere Katzen bekommen im Moment nur das Beste mit Poulet und Fisch. Ich hoffe, wir verwöhnen sie nicht zu sehr, gleichzeitig bin ich froh, endlich diese Reserven aufbrauchen zu können. In der Zwischenzeit habe ich herausgefunden, dass Zinka das teure Futter auch frisst, wenn ich es ihr mit günstigem Beutel-Futter (Sauce) serviere.

Trotzdem wir brauchen im Moment immens viele Futterdosen und -Beutel. Da Zita auch mehr fressen sollte, füttere ich nun zwei Damen mit fast ausschliesslich Nassfutter. Dann kommen die morgendliche und abendliche Fütterungen der Kleinen und noch alle Grossen. Im Moment komme ich auf Beutel und Dosen mit Total von 1200g – täglich!!!

Ansonsten ist unsere grosse Raubtierfütterung am Abend noch immer das Spannendste. Während dem ich vorbereite, steht meistens einer neben mir am Boden und miaut mich an. Das muss so ein „ich hab Hunger“-Miau sei. Bekommen die Kleinen ihren Teller, stürzen sich alle auf diese Teller. Ich habe dann Mühe, die Kleinen bei ihren Tellern zu behalten. Einmal ging es dann soweit, dass die Kleinen unbedingt das der Grossen fressen wollten und den Grossen das Futter der Kleinen besser schmeckte. Verstehe, wer will. Am einfachsten ist der Applaws-Abend. Da Gross wie Klein dieses Futter lieben, bekommen nun an einem Abend alle dasselbe Futter. Das ist dann einer jener seltenen Abenden, wo es keine Resten mehr gibt.

Doch mit der Fütterung ist das so eine Sache. Ich muss schon Nestor immer wieder vor seinen Futternapf stellen, dass er wenigstens etwas frisst – wenn es auch nur Sauce lecken ist. Doch Athos ist da wenig anders. Auch ihn muss ich immer wieder vor einen Teller stellen. Ihm schmeckt das Trockenfutter einfach mehr. Gestern hielt ich ihm den Teller sogar unter die Nase, in der Hoffnung, er fresse. Er frass nicht, dafür begann er das Sauceli aufzulecken. Die Fleischstückchen blieben schön liegen. Nun ja. Athos frisst viel Trockenfutter, dann darf er auch Flüssigkeit auf diesem Weg aufnehmen. Seine Portion verputzt dann jemand anders. Trotzdem steckt auch Athos seine Nase oft in jeden Teller hinein und verdrängte damit auch schon ein Köpfchen der Grossen. Die wissen dann einen Moment nicht, wie ihnen passiert und sind froh, wenn Athos wieder weitergeht. Alba, Aïsha und Aramis gehen dann aber garantiert nicht weiter. Sie beginnen in ihrem Teller und fressen dann aus dem nächsten Teller weiter. Nicht dass es anderes Futter wäre, aber das Essen vom anderen Teller schmeckt einfach besser. Logisch. Ist bei mir schliesslich genauso... :-)

Ich war glücklich, als wir die Arbeiten wieder unter uns Zweien aufteilen konnten und ich meine Dosen-Öffner-Hilfe bekam. Ich habe schon bald eine Dosen-Allergie, so viele habe ich in den letzten Wochen geöffnet. Hoppla, da kam mir in den Sinn, dass ich vielleicht auch einmal kommunizieren müsste, dass seit ich mich an einer Dose geschnitten habe, ich Dosen nicht mehr gerne öffne. Und siehe da, ich habe nun einen Dosen-Öffner-Gehilfe.

Am Samstag war ich in einem Kurs und machte eine Säule mit einer Eisenkugel. Kaum war das dekorative Stück in der Wohnung platziert, war es das Highlight von Gross und Klein. Nestor wagte sich als erstes an die Säule. Er zog an dem hängenden Draht, der drei Eisen-Herzen trug. Kaum gezogen, machte es sehr laut KLIRR... und alle Vierbeiner erschraken so sehr, dass sie das Weite suchten – inklusive Nestor. So formte ich die Draht-Schnur von neuem.

Später sah ich, dass Aïsha am Holz herumnagte und wir entschlossen uns, den Katzenspray einzusetzen. Nun wird nur noch daran vorbeispaziert, der Draht blieb, die Herzen auch, das Holz bleibt Holz und das Eisen ist kein „Schleckstengel“ mehr. Hoffentlich bleibt es so!

Am Abend bekamen wir Besuch und unsere Kitten konnten ausführlich spielen. Danach waren sie ziemlich erledigt. Auch konnten sie am Wochenende unter Aufsicht erste und zweite Gehversuche auf dem Balkon machen. Am meisten Anklang fanden die vielen Blumentöpfe, die im Unterteller zu viel Wasser hatten. Danach sah man überall nasse Pfotenabdrücke.

Schon bevor wir ins Bett gingen, dachten wir, Zinka stinkt. Doch sie hatte kein dreckiges Hinterteil und keine dreckigen Pfoten. Wir fanden nicht heraus, warum. Am nächsten Morgen sah mein Liebster ihr zu, wie sie aus dem WC stieg und dass sie eine dreckige Hinterpfote hatte. Oje. Unwaschbar. Kurzerhand nahm ich das unglaublich schwere Kätzlein und ging mit ihr duschen. Darf man eine schwangere Dame duschen? Es musste sein. Ich erklärte ihr während dem duschen, dass schwangere Frauen gerne Massagen hätten und sie liess es über sich ergehen. Danach hatten wir ein unglaublich hübsches Kätzlein, das sich an der Sonne trocknen liess.

Streicheln darf ich Zinka noch am Rücken oder am Kopf. Wenn ich ihr an den Bauch fasse, hat sie das überhaupt nicht gerne. Der ist auch ziemlich prall und ich frage mich ständig, wie der noch die nächsten zwei Wochen wachsen soll.

Währendem wir am Sonntag weg waren, durfte Frodo bei den anderen bleiben. Natürlich nutzte er die Gunst der Stunde und ging in den oberen Stock und kam nicht mehr runter. Doch mit seinen Windeln kann ja nichts passieren. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass dieser grosse Kater für die Katzenleiter langsam zu schwer sein könnte. Schafft er es noch? Natürlich geht er nur auf und ab, wenn wir es nicht sehen... Sobald es an der Haustüre klingelte, kam er wieder herunter. Er liebt Besuch und ist dann an vorderster Front. Schliesslich kann er sich so am besten präsentieren, denn alle anderen rennen zuerst mal weg, wenn es klingelt und kommen erst nach und nach wieder hervor. Auf jeden Fall wissen wir nun: die „Gehhilfe“ vom oberen Stock hinunter hält Frodo noch aus, biegt sich aber bedrohlich durch und federt schaurig. Frodo scheint es aber nicht zu stören…

Besagter Besuch waren die „neuen Eltern“ von Aïsha und Athos, welche regelmässig zu Besuch kamen. Die Kitten freuen sich immer die Beiden zu sehen, denn sie wissen, dann wird ausgiebigst mit ihnen gespielt. So richtig wirklich wissen wir aber nicht, wer denn mehr Freude hat: die Kitten oder der Besuch?

Mit diesem Besuch kam für uns auch die Gewissheit zurück, dass wir bald von unseren Lieblingen Abschied nehmen müssen. Aramis wird bereits kommenden Sonntag in seinem neuen Heim im „Bärnbiet“ erwartet und Aïsha und Athos werden am Pfingstmontag ans rechte Zürichseeufer ziehen. Natürlich sind wir traurig, bald Abschied nehmen zu müssen. Die Gewissheit, dass alle Drei einen tollen Platz erhalten werden und dort mit viel Vorfreude erwartet und sicher mit viel Liebe begleitet werden, lässt uns die Zeit mit ihnen noch intensiver und beruhigt geniessen. Als Züchter gehört es halt eben auch dazu Kitten verabschieden zu müssen… SNIFF…

Woche 10
21.05.2014 14:43:09

Oh Gott ist das peinlich. Ich habe Frodo zurück in sein Zimmer gebracht, weil er dauernd Zita belästigte. So kam er wieder zur Ruhe. Da mein Liebster gerade Frodo‘s Klo putzte, liess ich dem Kater die Windeln an. Mein Liebster stellte ihm später das Klo wieder hin und machte Frodo „bettfertig“. Dann erledigten wir unsere Sachen und gingen ins Bett. Zufälligerweise besprachen wir nochmals den Vorfall, als Frodo Zita bestiegen hatte. Wieder fragten wir uns, ob Zita wirklich schwanger ist. Dann fragte mich mein Liebster, ob Frodos Windeln „voll“ (markiert) gewesen waren. Ich sagte, ich hätte sie ihm nicht abgezogen. So schnell habe ich meinen Liebsten noch nie aufstehen sehen. Wie der Blitz war er auf und in Frodos Zimmer. Doch es war zu spät. Frodo war bereits mit seiner Windel auf dem Klo und hatte sein dickes Geschäft in die Windel gemacht. Danach hat er seinen Hintern am Boden nachgezogen und alles schön ins Fell verschmiert. So viel zum Thema, einmal früh ins Bett. Danach ging mein Liebster mit Frodo duschen und ich putzte das Zimmer. Aber keine Frage, Schuld waren wir. Dafür haben wir nun wieder einen tiptop sauberen Kater.

Am Sonntag vorige Woche frass Athos endlich wieder vom Nassfutter. Wir stellten es erstaunt fest. Doch er frass auch am Montag wieder. Liebt er den geräuchten Fisch, den wir gerade verfüttert hatten? Nein, bei uns ist nicht der Wohlstand ausgebrochen. Nein, nein, nur der Rote-Kleber-Sammler war sehr erfolgreich... Seit der geräuchte Fisch fertig ist, ist Athos jedoch bereits wieder sehr wählerisch. Passt ihm das Futter nicht, kehrt er ihm im besten Fall einfach den Rücken zu und geht zum Trockenfutter. Im anderen Fall will er die Teller unter dem Tischtuch begraben, was weniger angenehm ist. Neuerdings lenke ich ihn ab und gebe ihm dann Vitaminpaste, die er liebt.

Nach dem Wiegen bekommen die Kids manchmal kleine Kitten-Tabs, die sehr fischig riechen. Nestor und Gini sind furchtbar eifersüchtig, wenn sie keins bekommen. Es kam sogar soweit, dass Gini direkt welche aus der Box stibitzte. Aramis spielt mit der Tablette, wie wenn sie noch leben würde. Aïsha versucht ihre zu fressen, was ihr manchmal gelingt. Alba interessiert die Tablette völlig nicht, was natürlich Athos freut. Der frisst sie allen weg, so sehr liebt er sie.

Nun haben wir sporadisch wieder den Katzen-Fressturm aufgestellt. Die Leckerli sind alle auf der obersten Etage und müssen mit der Pfote heraus- oder heruntergezogen werden. Mir scheint noch immer, dass die Kids etwas Mühe damit haben und darauf warten, dass Nestor oder Gini die Arbeit machen. Doch erwischen sie ein Leckerli, wird darum gestritten!

In dieser Woche wurde die Katzenleiter entdeckt. Die Stange hatten sie schon vorher als Kratzort bemerkt, doch erst diese Woche begriffen, wofür sie wirklich ist. Athos war der Erste, den ich sah, in den oberen Stock zu gehen. Doch das Zurückkommen machte ihm anfangs etwas Mühe, da die Abstände des Sisal-Seils für ihn noch zu gross sind. Die ersten Male weinte immer mal wieder jemand im oberen Stock und anfangs retteten wir sie noch mit der Leiter. Doch in diesen wenigen Tagen von anfangs bis ende Woche überwinden die Kids die Leiter so schnell und leise, dass ich es nicht einmal mehr bemerke. Frech schauen sie von oben herab, miauen auch mal. Doch jetzt gilt das Motto, wer hochkommt, kommt auch runter. Einzig Alba interessiert die Leiter nicht – oder sie hat Angst. Sie bleibt konsequent unten.

Morgens warten unsere Grossen jeweils vor dem Schlafzimmer auf uns und wollen dann begrüsst werden. Doch nun schlängeln sich auch schon die Kleinen um die Grossen und kommen vors Schlafzimmer. Sicher haben sie alle Freude, doch dann geht es schnell in die Küche, in der Hoffnung, dass sie nun Futter bekommen. Die Raubtierfütterung ist nun wieder ein Thema für sich, doch vorher waren wir noch beim Tierarzt.

Am Freitag hatte Frodo seinen Arzt-Termin. Für dieses Rendezvous musste er nüchtern sein, sodass wir ihm über die Nacht das Futter weg nahmen. Das ärgerte ihn dermassen fest, dass er immer wieder weinen musste und dann am Morgen vermutlich vor lauter Wut vor die Türe markierte. All das brachte ihm kein Futter, aber weil er so laut weinte, musste kurzfristig Nestor zu ihm. Oh Schreck: nun standen beide in die fürchterliche Sauce und verteilten sie im ganzen Zimmer. Eklig. So brachten wir einen stinkenden Kater zum Tierarzt. Wie peinlich!

Doch nicht nur Frodo „durfte“ gehen, nein, wir nahmen Zita mit für einen Ultraschall. Wir wollten endlich Gewissheit über ihren Zustand haben und oh YEAH, auch sie wird Mami. Die Ultraschallbilder zeigen mit Sicherheit zwei Babys, aber die Ärztin vermutet 3-4. Doch nachdem wir nun sicher sind, dass sie schwanger ist, lassen wir uns über alles weitere überraschen.

Seit dem Bescheid, dass Zita schwanger ist, führte sie sich auch entsprechend auf – oder wir sahen das nun anders. Wann immer sie sich hinlegte, streckte sie uns nun ihren Bauch entgegen, der doch ein winziges Ränzlein ist. Entschuldigung Zinka, aber Zinka ist dagegen schon wirklich dick. Sie hat bereits über 1.5kg zugenommen und da sie eher kürzer ist, verteilt sich alles in die Breite. Zita hingegen hat noch immer Modelfigur. Ich vermute, dass ihre Babys in ihrem langen Körper längs liegen. Zwei Mädchen, Schwestern, und doch so unterschiedlich ist ihre Schwangerschaft. Menschlich.

Die Tierärztin meinte, es wäre bald soweit auf Grund des Ultraschalls. Doch das verneinten wir. Sie sind ja erst in der 5-6. Woche. Die Babys sollen „pünktlich“ kommen...

Zita konnte ich an diesem Tag am Morgen wieder abholen und Frodo bekam auf Grund dieses Entscheides nun seinen „Chip“. Diese Verhütung baut sich selbst ab oder man kann sie wieder herausoperieren. Doch zuerst beobachten wir, was nun passiert. Frodo hat die „Operation“ gut überstanden und war schon wieder quicklebendig, als ich ihn am späten Nachmittag abholen konnte. Er war scheinbar ein Lieber gewesen und die Assistentinnen rühmten ihn. Natürlich freute mich das Kompliment, dass ihnen einfach unsere Maine Coons gefallen! Ja, die Coonie-Dame beim Tierarzt sieht anders aus und Zita und Frodo sind auch wirklich zwei Hübsche :-)

Endlich Zuhause, bekam Frodo sein Futter. Er hat wieder fürchterlich abgenommen, weshalb er auch Kittenfutter fressen „darf“ (aber nicht sollte). Doch bevor er zum Futter durfte, musste er seine Windel anziehen. Noch traue ich ihm nicht ohne. Diese kurze Prozedur wurde zum Drama, weil er doch gerade der Ärmste war... „Augenverdreh“ Männer! Immer ein grosses Gemauze, nur weil ich kurz an seine Eier kam...

Doch der Abend war kein gewöhnlicher Abend. Wer sich so unhygienisch verhält, muss unter die Dusche. Das passte Frodo natürlich nur bedingt. Wir sahen nun das Ausmass seiner Potent-Diät. Potente Kater nehmen tendenziell ab. Doch seine aktuelle „Figur“ sieht schon fast magersüchtig aus. Vermutlich wird es jetzt ein Balance-Akt, dass Frodo nun einiges an Kittenfutter verzerrt, die Hormone wirken und dann plötzlich zu viel auf die Waage bringt.

Wer jetzt zu viel auf die Waage bringt, ist Nestor. Er liebt das Kittenfutter. Doch da auch er am Morgen in die Pisse stand, kam auch er unter die Dusche. Das war natürlich das grösste Drama auf Erden und er darin der ärmste Kater. Er musste während der ganzen Prozedur weinen – als würde es etwas ändern. Beim begossenen Kater sahen wir nun sein kleines Wohlstands-Ränzli. Das schöne am Coonie-Katzenfell ist, dass es nicht nur kaschiert, sondern sämtliche menschlichen Probleme menschlich bleiben; keine Schwangerschaftsstreifen, keine Orangenhaut, keine... was auch immer, nur Fell. Beneidenswert. Nun liegt dieser 6.9kg-schwere, schnurrende Kater gerade auf meinem Schoss…

Woche 9
13.05.2014 09:00:43
Endlich durften die Kitten unsere Wohnung erobern. Das haben sie mit grosser Freude gemacht, wobei sie eigentlich nur das Wohn- und Esszimmer in Beschlag genommen haben. Noch immer. Die anderen Räume sind wenig spannend. Doch während der ganzen Woche ist abends der erste Blick, ob die Kleinen etwas angestellt haben. Als wir das kleine, frisch gewaschene Katzensofa wieder aufstellten, wurde es sogleich wieder als „Klo“ benutzt und an einem anderen Abend kam ich zur Türe herein, stellte meine Tasche ab, sah kurz nach dem Rechten. Dann sah ich Athos im Blumentopf in den Steinen scharren. Ich war zu spät. Er pinkelte. Natürlich war ich wütend, schimpfte mit ihm und stellte ihn aufs Klo. Vermutlich war das sein Protest, weil die Katzen-Klos schon „gebraucht“ waren. Wieder ein anderes Mal wartete Athos schön brav neben dem Klo, bis mein Liebster alle Klos geputzt hatte. Erst als er fertig war, ging Athos auf das frische, saubere Klo, machte sein dickes Geschäft und sah dabei immer meinen Liebsten an. Dann ging er davon, ohne es zu verscharren. Ja, da bekommt dieser Satz „ein Hund hat einen Meister, eine Katze hat ihr Personal“ die richtige Bedeutung.
Während dem wir abwesend waren, hatten wir die Türen zu unseren Büros geschlossen. Dummerweise hatten wir dabei Zinka eingesperrt und so erledigte sie ihr dickes Geschäft in einer Ecke. Nun ja, da sind wir natürlich auch selber schuld. Gut hatte sie Wasser im Raum. Ansonsten tat es mir fürchterlich leid und ich entschuldigte mich mehrmals bei ihr. Doch in der Zwischenzeit sind auch diese Türen offen und die Kitten haben überallhin Zugang. Das war dann auch schon zusammengefasst der Ärger der Woche. Alles in allem war doch wenig los.
Nur das Futtern ist noch immer das grosse Thema. Wie füttert man eine schwangere Dame? Anfangs Woche probierten wir uns am Thunfisch im Wasser. Dazu gab es Nassfutter und kalten Reis. Ausgerechnet dieses einfache Mal kam ratzeputze weg. Das einzig „Problem“ ist, dass die Kleinen lieber das Futter der Grossen fressen und die Grossen das der Kleinen. Anfangs müssen sie je an ihrem Teller bleiben, aber danach gibt es fliegender Wechsel. Einzig Aramis ist ganz nervös und hat vermutlich furchtbar Angst, dass er zu wenig bekommt. Er rennt von einem Teller zum nächsten, frisst überall mit und stösst alle weg. Ihn müssen wir dann beruhigen und immer wieder vor den gleichen Teller stellen. Dann frisst er endlich – ruhiger.
Athos hingegen hat das Futter die ganze Woche nicht geschmeckt und dann plötzlich frass er am Sonntag wieder mit. Doch immer beim Abendessen steht er auch zum Futternapf mit dem Trockenfutter und frisst beim Futter für Erwachsene.
Diese Woche gab es auch rohes Fleisch im Nassfutter, das sehr beliebt war. Aramis frass es sogar roh ohne etwas dazu. Alba hatte das teurere Fleisch vom Sonntag lieber, aber auch sie frass ausgiebig. Athos konnte nicht dazu überzeugt werden. Nestor frisst sowieso nicht mehr mit den anderen und auch Frodo frisst nur noch wenig Nassfutter. Der arme, potente Kater hat schon sicher 300g abgenommen – Nestor dafür 300g zugenommen. Eigentlich ist es normal, dass potente Kater abnehmen, wenn sie potent(er) sind und vermutlich ist es auch normal, dass kastrierte Kater zunehmen, wenn sie Kittenfutter fressen. Nun ja, wie soll ich die grossen Jungs davon abhalten? Ich denke immer, das ist für sie vermutlich wie für mich weisse Schoggi, die ich liebe,...
Nestor hat sich noch andere Angewohnheiten angeeignet. In den letzten Wochen kam während meiner Morgen- und Abendtoilette zu mir ins Bad und sprang bald hoch. Dort stand er fast auf meiner Augenhöhe. Das mag ja witzig sein, doch beim Eincremen ist das nur das Zweit-Lustigste. Ich musste ständig aufpassen, dass sein buschiger Schwanz nicht in mein Gesicht kam. Noch spannender war, als ich mir konzentriert die Augenbrauen zupfte und ständig ein schwarzer Schwanz zwischen mir und meinem Spiegelbild auf und ab ging. Hier weiterzumachen war eine grosse Herausforderung...
Doch wehe ich lasse das Lavabo nass zurück, garantiert dann legt sich Nestor hinein. Danach habe ich seine Pfotenabdrücke in der halben Wohnung verteilt. Auch muss ich aufpassen, wenn ich meine Ohrringe kurz hinlege. Dann sind die schwarzen Pfoten schnell und wollen gleich damit Katzenhockey spielen.
Nestor liebt es auch, Leckerli aus dem Katzen-Turm herauszufischen. So habe ich letzte Woche mal wieder den Turm herausgenommen. Sogleich kamen auch die Kitten und wollten sehen, was es mit dem Turm auf sich hat. Auch sie versuchten sich ein Leckerli zu ergattern. Ihre Pfoten und Beine sind jedoch noch zu klein, um etwas aus dieser Höhe herauszufischen. So haben sie gewartet, bis Gini und Nestor etwas holten und stibitzen es dann unten weg.
Nun waren alle beschäftigt und ich ging meiner eigenen Arbeit nach. Wenig später hörte ich ein komisches Geräusch, dass ich nicht zuordnen konnte. Schnell sah ich nach und entdeckte Athos zitternd auf dem Turm stehen. Durch sein Zittern schüttelte er mehr unbeabsichtigt alle Leckerli aus dem Turm heraus... Unbeabsichtigt clever!
Beim Arbeiten Zuhause finden die Kleinen nach und nach mein Büro. Plötzlich habe ich hier einen Rummelplatz. Die Kleinen haben entdeckt, dass es um meinen Pult „Geheimgänge“ gibt, die nur sie nutzen können. So wird um meine Beine herum „Fangis“ gespielt und ich muss plötzlich sehr vorsichtig mit meinen Bewegungen und v.a. mit dem Aufstehen sein...
Jetzt kommen gerade meine zwei Schwarzen zu Besuch. Sie stehen links und rechts von meinem Notebook und ich muss ihr „Brüstchen kräbbelen“. Auf meinem Schoss habe ich Athos, der mir wunderschön warm gibt. Aber Nestor wollte gerade auch auf meinen Schoss Platz nehmen und ist nun eifersüchtig. Zinka steckte ihren Kopf in mein Frühstück, ein Pack Kokosflocken. So gab ich ihr eine zum Probieren und bin erstaunt, als sie die Flocke mit Heisshunger verspeist. Unglaublich! Müsste sie, hätte sie nie gefressen....
Nachmittags ist dann Ruhe. Alle verkriechen sich und ich suche unsere Vierbeiner mit ihren Lieblingsplätzchen. Aïsha hat sich den alten Wäschekorb unter dem Wohnzimmertisch ausgesucht. Bald gesellte sich Athos zu ihr. Später verteilen sich die Kleinen wieder. Aramis liegt mal bei mir, später unter dem Esszimmertisch. Aïsha zügelte mit Alba auf den Katzenbaum. Doch als Aramis sich wieder etwas später dazu legt, verzieht sich Alba aufs Katzenmöbel, als wäre es ihr zu Dritt zu eng. Athos hingegen liegt nun zu seiner vollen Länge im Plüschkissen unter dem Esszimmertisch.
Zinka hat langsam eine richtige „Kreuz“-Figur. Ihr Bauch wird sichtbar grösser. Ich finde, er hat schon gigantisches Ausmass! Nebst dem, dass sie noch immer unglaublich kuschelig ist, schläft sie nun neuerdings auch viel. Sie ist ruhiger geworden. Bei Zita vermuten wir die Schwangerschaft auch, da sie nicht mehr rollig war und sich so verhält. Aber wir haben noch nicht herausgefunden, wo sich die Babys verstecken. Erst gestern hatte ich das Gefühl, dass sich bei ihr auch langsam ein Bauch abzeichnet. Doch noch hat sie immer Model-Figur, obwohl auch sie schon 300g (Zinka 900g) zugenommen hat. So oder so, die zwei machen es spannend.
Frodo bekommt nun in der kommenden Woche das Verhütungsmittel eingepflanzt. Wir hoffen sehr, dass er danach etwas ruhiger wird. Im Moment kann er kaum eine Viertelstunde ruhig liegen. Abends wechselt er sogar alle 5min seinen Platz. Doch meistens rennt er Gini nach, die einfach nichts von ihm wissen will und dann bekommt er eins paniert. Doch Frodo ist nun wieder dermassen spitz, dass er nur noch eines will und das um jeden Preis. Geht ein Mädchen mal auf Wanderschaft in der Wohnung, verfolgt er sie. So geht das immer, wenn Frodo aus seinem Zimmer heraus darf. Zum Verzweifeln. Und gestern hat er Zita verfolgt. Wir haben es nicht mitbekommen, als wir auf einmal ein herzzerreissendes, sehr lautes Weinen hörten. Neun Paar Ohren spitzten sich und vier Beine sprangen sofort dem Geräusch nach. Zwei Hände griffen sofort nach Frodo, als wir ihn fanden und zwei Arme nahmen Zita in den Arm. Was war passiert? Frodo wollte unbedingt Zita decken, obwohl sie gar nicht rollig ist. Sie wollte dementsprechend nicht und hat sich flach, auf die Seite, hingelegt. Frodo hat sie trotzdem bestiegen und dabei in den Nacken gebissen. Das war vermutlich der Moment, als Zita sehr laut weinte. Es war überhaupt das erste Mal, dass sie das machte. Frodo hat das vorher schon gemacht, aber da hat sie nur gewimmert. Schade wehrt sie sich nicht mit den Pfoten. Ob wir sie in den Karate-Unterricht oder einen Selbstverteidigungs-Kurs schicken sollten?
Woche 8
05.05.2014 21:16:12

Die letzte Arbeitswoche war für uns zum Glück bescheiden kurz. Daher wagten wir den grossen Schritt und entliessen die Kleinen ins grosse Wohnzimmer. Der neue Freilauf war willkommen und sofort wurde alles genauestens beschnüffelt. Wir liessen dann die Grossen und Kleinen eine Weile alleine und als wir zurückkamen, lagen vier Kätzlein auf dem Katzenbaum im Esszimmer. Überhaupt ist das nun der neue Lieblingsplatz am Tag.

Kaum waren wir da, waren sie wieder wach. Da ich nicht wusste, ob die Kleinen in der Zwischenzeit einmal in ihrem Zimmer waren, musste nun jedes einzeln zurück und wurde ins Klo gestellt. Natürlich kam diese Aktion nicht nur gut an, aber ein Teil dachte sicher, gut, wenn ich schon da bin, nutze ich das Klo auch gleich. Diese Aktion wiederholten wir täglich immer mal wieder.

Selbstverständlich steht nun den Kids auch das reguläre Klo zur Verfügung. Schnell sahen wir ein, dass sie aber nicht über den Stuhl kommen würden, der die Barriere davor bildet. Kurzerhand bastelten wir einen Eingang für die Kleinen, sodass sie nun einen eigenen Eingang haben. Doch dieser Ein-/Ausgang sieht nun aus wie jener von Jerry und manchmal warten Zinka oder Nestor davor wie Tom… Aber die Kleinen sind min. so clever und schnell wie Jerry…

Auch werden unsere Sportgeräte neuerdings so oft benutzt, wie selten davor. Ich stelle mir vor, dass es wie das Klettergerüst auf dem Kinderspielplatz ist. Ist der Fusshalter des Steppers in der Schräglage, hat es sogar eine Rutschbahn, die Aramis schon genüsslich mehrmals ausprobiert hat und für lustig befunden hat.

Die kleine Baby-Raschel-Röhre haben wir in der Zwischenzeit durch die lange Röhre ersetzt. Damit sie überhaupt hält und als Zufluchtsort, hat es zwei Backsteine darin. Die Kids haben Freude, durch die Röhre zu rennen und die Grossen haben Freude, wenn sich etwas versteckt bewegt und fangen die Kleinen in der Röhre. Leider platzieren sich die Grossen auch mitten in der Röhre und durch die Backsteine haben die Kleinen dann noch eine Fluchtmöglichkeit. Doch sie rennen weiter durch diese Röhre und haben mit dem gegenseitigen Jagen ihre Freude. Das ganze ähnelt wirklich Tom&Jerry und die Kleinen sind wirklich „gefitzt“ und kennen genausten ihre Durchschlupf-Löcher… jetzt auch schon im Wohnzimmer…

Am ersten Abend haben die Kleinen Runden gedreht, u.a. auch um den Wohnzimmertisch herum. Die Grossen setzten sich auf den Wohnzimmertisch und sahen ihnen von oben zu. Überhaupt wird alles sehr genau beobachtet, was die Kids machen. Vermutlich ist das wie Fernsehen – nur lebendiger…

Natürlich wird das Wohnungslüften jetzt wieder eine grössere Herausforderung. Ich brachte die Kleinen alle aufs grosse Katzen-Klo und schloss sie dann in diesem Raum ein. Auch die Grossen sind dann in einem Raum, weil Nestor sonst garantiert wieder auf ein Fenstersimms sitzt und dann bekommt mein Liebster ein Herzkriesi. Kaum waren wir fertig, öffneten wir die entsprechenden Türen. Huiuiui… die Kleinen protestierten lautstark, als ich kam…

Dann kam der Freitag, an dem die Kids ihre Erstimpfung bekamen. Der Tierarzt war natürlich hoch erfreut, alle bei so guter Gesundheit zu sehen. Kaum waren sie wieder Zuhause, hatten wir „Action“ in der Wohnung. Mehr Sorgen hingegen machte uns Gini, als sie ein paar Mal vor der Haustüre sass und „weinte“. Immer wieder zeigten wir ihr ihre Babys und sagten, dass wir doch alle zurückgebracht hätten… Nichts nützte, sie hörte erst abends auf, als sie alle bei sich hatte. Abends müssen die Kids mit Gini ins Katzenzimmer. Dann sollen sie ihre Ruhe haben und alles in ihrer Nähe, was sie brauchen – wie Wasser, Futter, Katzen-Klo.

Bis jetzt hielten sich die Kitten wirklich nur im Wohn-/Esszimmer-Bereich auf. Dort hatten sie genügend Möglichkeiten und nutzten vor allem den grossen Auslauf für ihre Marathon-Läufe. Dann sehen die Kleinen wirklich wie grosse Springmäuse aus und rutschen auch schon mal um die Kurve. Für uns witzig sind auch die Erfahrungen mit dem eigenen Spiegelbild. So wird dann schon mal ein Katzen-Buckel gemacht und angegriffen. Meistens endet das damit, dass die Scheibe angegriffen wird. Da nützt auch alles zureden nichts, dass es „nur“ das Spiegelbild ist. Nein, es muss erfahren werden.

Doch das passierte erst an den nächsten Tagen. Der Freitag endete mit einer plötzlich, nicht gekannten Ruhe. Wir mussten die Kleinen sogar zum Znacht wecken, so müde waren alle. Aber schon am Samstag kehrte die gewohnte Aktivität zurück.

Am Abend haben wir nun die grosse Raubtierfütterung. Noch immer bereiten wir unser grosses Tischtuch aus und dann beginnt die Fütterung. Eigentlich kommt zuerst noch die Fütterungs-Zubereitung. Während dem ich das Futter parat machte, sprang jemand an mein Knie und hielt sich durch meine sehr leichten Baumwollhosen an meiner Haut fest. Ich schrie sehr laut vor Schmerz und Überraschung auf. Doch damit erschreckte ich unsere Katzenschar, die sofort davon sprang – und sich unter dem Sofa versteckte. Seither machte das bei mir niemand mehr. Mein Liebster hatte sich vorher schon beschwert, dass sie ihm an die Waden springen und dass das schmerze. Ich habe mir nichts weiter dabei gedacht. Doch nun verstand ich es und fragte erstaunt nach, ob er denn das nicht unterbinden und vielleicht auch schreien möchte… aber der Indianer kennt kein Schmerz!

Zurück zur Fütterung. Nun bereiten wir 9 Katzenteller vor und dazu zwei Teller für Zinka, die sie mit dem Futterautomat in den kommenden 24h erhält. Am Anfang der Raubtierfütterung bekommt jeder seinen Teller, zuerst die Kleinen, dann die Mädels, dann die Jungs – unsere Jungs sind am geduldigsten, deshalb müssen sie warten. Anfangs bleibt jeder an seinem Teller, nur Gini schnüffelt sofort bei den anderen, wenn ihr das Futter nicht schmeckt. Kaum drehen wir uns um, wird beim Nachbar gefressen. Bald entdecken die Kleinen das Futter der Grossen, was sowieso viel besser schmeckt und umgekehrt fressen dann die Grossen bei den Kleinen. So, wie es nicht sein sollte. Trotzdem ist es immer spannend, dem Geschmatze zuzusehen und zuzuhören.

Nur Athos interessiert das Nassfutter überhaupt nicht mehr. Währenddessen geht er zum Trockenfutter der Grossen. Dort kaut er auf den Riesen-Stückchen des Royal Canin-Futters für Erwachsene. Artig frisst er über dem Topf, sodass auch nichts daneben bröselt.

Witzig ist auch, dass bis anhin immer Zinka die Letzte war und nun bekommt sie Konkurrenz. Die Kleinen fressen, bis sie nicht mehr mögen – was sehr lange dauern kann. Sind endlich alle fertig, hat es trotzdem noch Resten, die ich dann alle in einen Topf umfülle. Den Topf stelle ich dann neben das Trockenfutter und je nach Beliebtheit des Futters, wird er dann noch am selben Abend geleert – oder spätestens bis zum nächsten Morgen. Neuerdings kommen schon die Kleinen später darauf zurück…

Am Sonntag hatten wir rohes Fleisch – eigentlich kein Katzenfleisch. Alba hatte schon lange Hunger und hat am Trockenfutter herum geknappert. Spontan beschlossen wir, ihr ein Stücklein vom rohen Fleisch zu geben. Bei uns frisst keine der grossen Katzen rohes, „nacktes“ Fleisch. Sie fressen es ausschliesslich mit Sauce vermischt. So oder so, Alba frass zu unserem sehr grossen Erstaunen das Stücklein. Zinka wollte auch probieren, beliess es aber bei einem Stücklein und Gini streckte nur die Pfote hinein, schüttelte diese und weg war das kleine Stück. Frodo fand und frass es. Alba hingegen verteidigte „ihre“ weiteren Fleischstückchen mit einer grossen Vehemenz. Jedes Mal, wenn Zinka dazwischen „Pfotete“, schob sie sie mit ihrer Pfote weg. Wir verfolgten die Aktion mit grosser Spannung. Die kleine Alba gewann und frass alle kleinen Stücklein selbst…

Am selben Abend gaben wir nochmals ein paar Stückchen, die frass dann ratsch-ratsch Aramis. Er ist der kleine Schlaumeier in unserer Sippe. Er hat meine offene Büro-Türe entdeckt und mich besucht. Nur leider war die Balkontüre auch offen, weil gerade alle Grossen die Aussicht genossen und den schreienden Kindern zusahen. Ja und so büxte Aramis auf den Balkon aus. Sofort war die Spannung der Kinder weg und Aramis stand im Zentrum. Er tänzelte um Zita und Zinka herum und verstand die Aufregung nicht. Ich wollte ihn zurück ins Wohnzimmer bringen, doch er besuchte uns noch zwei weitere Male.

Wir haben lange überlegt, ob wir unsere Kühe dieses Jahr auf die Alp schicken sollen oder nicht. Doch da der Zügelaufwand immer immens ist, entschieden wir uns, sie mal an Ort und Stelle zu belassen – bis das erste Unglück passiert. Doch die Kuhfelle sind heiss geliebt – zum Schlafen, zum Spielen, zum Verstecken, zum Schleudern, etc.

Um die Kuhfelle doch etwas zu schützen, haben wir nun unsere Kartonstadt wieder aufgebaut. So hat es jetzt wieder Kartonschachteln als Höhlen unter dem Esszimmertisch und weitere, kleinere Schachteln daneben. Sofort waren diese heiss begehrt. Als die Kleinen endlich müde waren, legten sich die Grossen in die kleinsten Schachteln zum Schlafen… Der grösste ist natürlich Nestor, der sich unbedingt in diese kleinen Schachteln zwängen musste.

Sitzen wir erst einmal am Esszimmertisch, haben wir in unserem Umkreis 9 Katzen. Ja und nun bin ich schon ganz gespannt, was mich heute Abend beim Nachhause kommen erwartet, nach einem ganzen Tag alleine im Wohnzimmer…

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