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30.09.2014 11:10:51

Unsere Anzahl felliger Beine und Nasen nimmt im Moment stetig ab. Eigentlich dachte ich, dass es so langsam von Statten geht, dass wir es nicht merken würden. Doch nun sind wir an einem Punkt, wo wir spürbar merken, dass wir weniger haben. Aber zuerst gab es mehr...

Am Donnerstag kamen Aris und Amy zu uns zurück. Dieser kurze Ferienaufenthalt war geplant und hatten wir schon bei der Abgabe vereinbart. Eigentlich hatte mein Bauchgefühl nein gesagt, aber ich kann verstehen, dass drei Wochen länger warten bis zur Übergabe, ein langes Warten gewesen wäre. Auch sprach rational nichts dagegen. Als Amy und Aris abends kamen, begann das grosse Knurren und Fauchen. Nein, es waren nicht hauptsächlich die Grossen, nein, es waren die Kleinen, die ganz gross Knurrten und allen voran Amur. Amy zog sich zurück, Aris liess sich bei seinem Entdecker-Drang nicht stören. Beide erkannten ihr altes Zuhause sofort wieder und Aris hatte sehr grosse Freude an den neuen Spielsachen, die er sofort entdeckte! Er liess sich auch nicht durch das Geknurre stören und spielte munter für sich. Irgendwann später erschien er uns als traurig, weil er doch auch mit den anderen spielen wollte und die ihn nur anknurrten. So blieben am ersten Abend Amy und Aris eher für sich – eigentlich wäre es absehbar gewesen...

Natürlich musste ich die Zwei auch ausführlich knuddeln und meine Nase in ihr Fell stecken. Ja, tatsächlich, sie riechen bereits anders. Bei meinen Überlegungen hatte ich nur an andere Katzen und Tiere gedacht, die es nicht gab. Ich hatte nicht überlegt, dass jeder Mensch und somit jede Wohnung anders riecht und dementsprechend die Fellnase auch. Trotzdem, dass ich die zwei gehalten hatte, wurde ich danach nicht angeknurrt. Ein guter Anfang.

Nur Amur fauchte weiter, aber da machte ich vermutlich einen fundamentalen Fehler. Ich nahm ihn 2-3 Mal zu mir, nachdem er gefaucht hatte und sagte, er solle es lassen. Doch bei Hunden wäre das mehr ein Zeichen von "gut gemacht" gewesen – bei Amur vermutlich auch. Also liess ich das Hochheben und Kuscheln nach dem 3. Mal fauchen und schimpfte stattdessen...

Schon am nächsten Tag war Ruhe und alles sozusagen beim Alten. Alle unterstützten meinen Liebsten auf die eine oder andere Weise beim Arbeiten, lagen auf seinen Arbeitsutensilien oder schliefen zu seiner Rechten und liessen sich knuddeln. Während dieser Zeit sind alle offiziellen und inoffiziellen Rangordnungen sekundär und sogar Frodo darf neben Alba liegen oder die Kleinen bei Gini.

Abends bemerkte mein Liebster und fragte sich, ob Amy und Aris um 19.30 Uhr vor den Fernseher liegen würden. Doch sie respektierten und passten sich sofort wieder an unsere Gewohnheiten an und da gehört die Tagesschau nicht dazu. Fast war es, wie wenn die Zwei nie weg gewesen wären. Nur sind sie in der Zwischenzeit sehr viel grösser geworden und noch viel mehr kuschelig. Klar, wenn zwei Katzen die ganze Aufmerksamkeit von einer Person teilen, bekommen sie garantiert viel mehr Streicheleinheiten...

Wieder kam nachmittags ein Tierarzttermin dazu. Amur, Atros und Aïda bekamen ihren Chip und eine Untersuchung vom Tierarzt. Dieses Mal war Atros der grosse Star und wieder kam eine euphorische Prophezeiung, dass Atros garantiert über 10kg schwer werden würde. Nun ja, die Zeit wird es zeigen. Ich wünsche ihm einfach, dass er gesund gross und stark wird!

Abends hatte ich meinen persönlichen Abschied von Atros und Aïda. Nach dem Fotoshooting liess sich Aïda richtig ausführlich knuddeln und blieb lange bei mir. Zum Verlieben! Bislang hatte sie das erst bei ihrer neuen Dosenöffnerin gemacht. Auch Atros blieb lange und ich konnte ausführlich sein Milchbäuchlein knuddeln... oh er hat so ein knuddelig, weiches Bäuchlein… Irgendwann war ich „vorig“, da Aïda und Atros zu kämpfen begannen... Aïda hielt sich tapfer…

Der Abschied von den Zweien kam schon am nächsten Tag. Zusammen mit allen anderen hätten Atros und Aïda eigentlich noch Nassfutter bekommen. Doch sie spürten, dass eine Veränderung in der Luft lag. Die kam allzu bald und begann mit der Autofahrt. Da sie zu zweit in einer Box waren, klappte die Fahrt bestens. Probleme und weinende Stimmchen gab es immer nur, wenn ein Kitten alleine reiste. Aïda und Atros schliefen und kuschelten sich aneinander; welche Erleichterung!

Am neuen Ort liessen sie sich einfach in das neue Klo stellen, begannen sofort alles zu beschnuppern, bis ihnen Pascha begegnete. Er schien kurzzeitig die Welt nicht mehr zu verstehen und beäugte kritisch, was hier in sein heiliges Reich eintrat. Natürlich geht nichts über ein artikuliertes, klar formuliertes Fauchen. Man muss schliesslich Präsenz markieren! Nein, es ist nicht so, dass Pascha mehr fauchte, auch Atros beherrscht dieses Metier schon bestens – am Donnerstag erstmalig angewendet...

Pascha zog sich zurück und es dauerte nicht lange und Aïda und Atros nahmen das Wohn- und Esszimmer in Beschlag. Für sie war es vermutlich ein Katzenparadies mit all diesen neuen Spielzeugen und vermeintlich nur für sie. Einmal sahen wir Aïda zu, wie sie einen Kaktus mit ihrer Pfote berührte. Es musste gepikst haben, sie wich zurück. Dann versuchte sie es noch mit der Nase, wieder wurde sie gepikst und ging danach. Der Kaktus hatte gewonnen...

Nun wurde ausführlich mit den neuen Angelruten gespielt und beide konnten zeigen, wie gute Luftakrobaten sie waren. Die Fledermaus-Pose beherrschen beide perfekt, aber auch Pirouetten liegen schon drinnen. Müde vom Spielen und den vielen Veränderungen, schliefen beide bald an Ort und Stelle ein.

Kurz bevor wir gehen wollten, kam wieder Aktivität in die zwei Kleinen. Erkundeten sie vorher die Wohnung eher allein, sprang nun Aïda im ganzen Wohnzimmer herum und kreierte ihre eigene Rennstrecke. Nicht lange und sie wurde von Atros verfolgt, der Freude an diesem Spiel hatte. Aïda zog immer neue Kurven und zeitweise musste Atros abbremsen, weil er vielleicht die Wendigkeit seiner (Stief-)Schwester nicht hatte? Oder verblüfft war, was Aïda alles herausgefunden hatte? Ja, hier ist eine clevere Lady erwacht. Sie wird garantiert noch einiges "herausfinden"...

In der Zwischenzeit durfte Pascha endlich an Atros Hinterteil riechen. "Genäselt" hatten sie schon. Auch fauchte Pascha nicht mehr und Atros liess es auch. Aïda interessierte sich nicht für diese Männersache. Ja und so kam das letzte Knuddeln... Für Aïda beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt als Ch'i und für Atros beginnt er als Mercury (Quecksilber), wobei ich ihm von Herzen wünsche, dass er seine Ruhe findet. Natürlich wünschen wir Aïda Ch'i und Atros Mercury auf diesem Weg nur das Beste, dass Beide gross und stark werden, immer gesund sind und bleiben, viel Freude miteinander und ihren neuen Familien haben und aufgeweckt bleiben...

An diesem Abend kam ich nach Hause und hätte so gerne ein Bad genommen, doch ein WC-Rollen-Bad war mir zu wenig „reinigend“. So räumte ich dann endlich am nächsten Tag unsere Badewanne wieder frei und habe nun wenigstens ab sofort die Möglichkeit ein Bad zu nehmen. Doch nun hat ein anderer sie in Anspruch genommen: Amigo. Jetzt ist er unser "Grosser".

Wenn immer ich im Badezimmer bin, habe ich ein paar Fellnasen um mich. Die einen bringen mir Mäuse, die anderen unterhalten mich und Amur will gestreichelt werden. Zwischenzeitlich läuft unser Kuschelbärchen nicht mehr nur mir nach, sondern er hat auch bei meinem Liebsten Überzeugungsarbeit geleistet. Eigentlich wollten wir wirklich kein Kitten behalten, aber Amur hat uns seinen Willen „aufgedrückt“ und will bleiben. Also entschieden auch wir uns, dass er bleiben darf und chipten ihn kurzerhand am Freitag. Ich hoffe sehr, dass er (und ich) diese Entscheidung nicht bereuen. Denn irgendwann werden die Kids ausgezogen sein und dann bleibt er "alleine" zurück. Doch hier machte er uns klar, dass er auch bestens mit den Grossen klar kommt. Er ist oft mit Aladin unterwegs, aber er gesellt sich auch gerne zu den Grossen. Also kommt alles gut. Doch jetzt will er auf meinen Schoss und geknuddelt werde. Man könnte meinen, ich hätte ein Stofftier vor mir, so knuddeln kann ich ihn. Beeindruckend, einfach zum Verlieben.

Auch Amor beansprucht neuerdings seine Portion Streicheleinheiten von mir und "reibt" sich zuerst an meinen Beinen. Ich nehme ihn hoch und knuddle nun beide. Dann entdeckt Astor ein winziges Flieglein in der Badewanne und geht auf Jagd. Kaum sieht Amigo das, macht es "WASCH" und er hat sie mit der Pfote erdrückt. Spiel beendet, denke ich. Doch jetzt geht es erst richtig los. Jetzt wird Astor angegriffen, der sich wacker wehrt. Irgendwann habe ich Mitleid mit ihm und ich nehme Amigo heraus. Ich knuddle ihn und lasse ihn wieder laufen, weil er jetzt nicht knuddeln will. Sofort springt er wieder in die Badewanne und kämpft weiter mit Astor. Also nehme ich wenig später Astor heraus, knuddle ihn und lasse ihn wieder auf den Badewannen-Rand steigen. Überrascht stelle ich fest, dass jetzt Astor Amigo angreift und er gewinnt die Oberhand. Nun ist es ausgeglichen und ich lasse sie…

In der Zwischenzeit haben Aladin, Arnica und Anka eine Maus ins Badezimmer gebracht und sie bei der Personenwaage fallengelassen. Sie versuchen sie mit den Pfoten wieder herauszufischen. Währenddessen sieht Arnica eigentlich mehr zu und schnurrt lautstark. Arnica ist süss. Sie schnurrt beim Fressen, sie schnurrt beim Spielen, sie hört allerdings sofort auf zu schnurren, als sie die Maus erwischt und nun selbst kämpft. Ja, so sehen meine Badezimmeraufenthalte aus und manchmal komme ich nicht mehr heraus, weil ich am Knuddeln und beobachten bin…

Ganz übel ist, wenn ich nachts aufstehen muss. Dann geht es nicht lange und alle kommen zu mir und sagen mir Hallo. Wenn ich danach wieder ins Bett gehe, nehmen mir das alle übel. Sie sind dann wach und bleiben es auch…

Zwei Stunden später sah ich, unsere Wohnung mit ganz anderen Augen. Die Kleinen haben es geschafft, das Papier einer ganzen WC-Rolle in der ganzen Wohnung zu verteilen. Es lag nicht nur WC-Papier herum, sondern auch kleines und kleinstes „Gefötzel“. Es spielten noch immer alle mit dem Papier und fühlten sich wohl.

Später sass Amur auf dem Esstisch und ich wurde wütend. Ich zog ihm am Ohr, schimpfte mit ihm und stellte ihn auf den Boden. Er schaute mich verständnislos an. Ich liess ihn stehen und beachtete ihn nicht mehr. Hoppla, das passte Amur überhaupt nicht und er verfolgte mich. Er wollte schmeicheln, ich liess mich nicht darauf ein. Frodo lag in meiner Nähe und da ich mich Amur nicht widmete, gesellte er sich zu Frodo. Kurzerhand legte er sich dem liegenden Frodo zwischen die Beine. Frodo hielt ihn mit der linken Pfote fest und begann ihm das Hinterteil zu putzen. Wie praktisch!

Nachmittags genossen wir die Sonne auf dem Balkon. Doch bevor bei den Kids Ruhe einkehrte, mussten sie zuerst das Wasser in den Topf-Untertellern verspritzen und verteilen. Dann platzierten sie sich an einem Örtchen, mit Vorliebe in einem (feuchten) Topf…

14. Lebenswoche und Umzug
24.09.2014 12:55:30

Und dann fragen alle wieder: Anna, wie schafft ihr das nur? Wie könnt Ihr Euch nur von Euren Lieblingen trennen? Wir schaffen es nur, weil wir wissen, dass sich die neuen Dosenöffner riesig freuen...

Trotzdem bleibt es schwer... Als Amy und Aris gingen, wusste ich, sie kommen in der 15. Lebenswoche für ein langes Wochenende zurück. Somit war es ein Abschied auf Zeit. Mein Liebster hingegen sieht nun, wann immer er etwas auf dieser Seite der Wohnung etwas macht, zum Fenster hinaus, ob er Amy und Aris sieht. Auch schon rief er mir und musste ich sofort kommen... aber da waren die beiden schon nicht mehr auf dem Balkon auf dem Kratzbaum.

Bei Akris und Albi war es schwieriger. Akris kam erst die letzten Tage auch zu mir und flattierte mir um die Beine. Bei ihm hatte es mein Liebster schwerer. Ich hingegen tat mich bei Albi sehr schwer. Er hatte mich fast ebenso oft begleitet, wie Amur. Oft kam er, miaute mich an und wollte gestreichelt werden. Er wusste immer, was er von mir wollte - ich nicht immer, was er von mir wollte. Am Abend vor dem grossen Abschied hatten wir unseren eigentlichen, privaten Abschied. Ich war an den letzten Vorbereitungen, wollte noch schnell... da stand Albi plötzlich neben mir, miaute mich an und kletterte auf meinen Bürostühl. Die letzten Male, als ich Zuhause gearbeitet hatte, war er regelmässig zu mir auf den Stuhl gesprungen und hat sich an meinem Rücken platziert oder auf meinem Schoss. Nun stand ich und er wartete gespannt auf meinem Stuhl. Natürlich musste ich ihn knuddeln und streicheln, er schnupperte mich ab und leckte schliesslich mein Tränen vom Gesicht - was ich sonst nicht zugelassen hätte. Ja... ich wusste, das war das letzte Mal... und diese Gesten und Momente... machen den Abschied für mich schwer...

Doch für Astor war es das grosse Glück, dass Albi ausgezogen ist. Ich sah ihn am Freitag-Abend 2-3x an und überlegte kurz, ob wir wohl den falschen Albi abgegeben hätten. Astor schlüpfte in Albis "Rolle" und beanspruchte nun dessen Aufmerksamkeit. Auch Akris Rolle als Frechdachs war sofort wieder vergeben, die vom bis anhin so lieben Amor übernommen wurde.

In der Zwischenzeit haben wir von Albi und Akris Fotos bekommen und sie scheinen es riesig zu geniessen, nun eine ganze Wohnung für sich zu haben. Am besten kommt die Hängematte am neuen Kratzbaum an, die vermutlich schon fast eine kleine, schwebende Höhle ist. Die Zwei haben sich arrangiert und sind auf vielen Fotos gemeinsam drauf, kuscheln oder schlafen zusammen. Einfach zum Verlieben süss...

Am Samstag zog Arabella aus. Sie unterhielt uns geschlagene zwei Stunden mit ihrem Miauen - Klein-Zinka; muss sagen, was ihr nicht passt. Als ich zustieg, nahm ich sie heraus und streichelte sie. Wenig später hatten meine Katzenhaar-freien Kleider ein eigenes Fell bekommen... aber Arabella ging es besser, wenn sie auch lieber die Freiheit genossen hätte und herumspazieren hätte können. So kam sie in ihr neues Zuhause. Den Hausherr trafen wir bereits draussen an, unverkennbar ein Main Coon-Mischling. Es passte ihm gar nicht, dass da etwas Fremdes im Käfig war. Im Haus freuten sich die (die zweibeinigen) Kids riesig auf Arabella. Ich setzte sie im Klo ab und sie kam sofort heraus und spazierte um die Kids herum, erforschte und kam immer wieder zurück. Meimei, die Main Coon-Hausdame, lag auf dem Sofa, beobachtete alles sehr, sehr skeptisch und fauchte sporadisch. Arabella interessierte das nicht weiter.

Auch Arabella haben die Zweibeiner schon ins Herz geschlossen und die Vierbeiner überwinden sich noch. Arabella hat die neue Kratztonne in Beschlag genommen, welche die anderen zwei bis jetzt nicht interessiert hatte und schlief scheinbar schon bei Gross und Klein. Perfekt!

Wir kamen so allerdings erst spät nach Hause und wurden schon sehnlichst erwartet. Natürlich bekam dann bei uns Gross und Klein seinen Hunger gestillt. Wenn sie wüssten...

...endlich ist es soweit und wir versuchen, ab sofort nur noch einmal im Tag Nassfutter zu geben. Alpha hat zusammen mit den anderen ebenfalls einen Chip erhalten und wir programmierten den Fressboxzugang nun so, dass auch sie zum Fressen kommt. Was ich allerdings überhaupt nicht verstehe ist, dass Zinkas Kids alle Trockenfutter fressen und sie nur Nassfutter und im Gegenzug wir bei Zitas Kids starke Bedenken haben und die Nassfutter-Kids vermuten. Nun gilt es genau zu beobachten, wie sich das Gewicht dieser Kids entwickelt, wenn wir nur noch einmal Nassfutter füttern. Doch so einfach ist das nicht, weil die "cleveren" Kids immer mit Zita oder Zinka mit in die Box gehen.

So überbrücken wir den Sonntag mit Leckerlis und Vitamin-Paste, damit ja niemand soooooo hungern muss. Aber so oder so, bis am Abend ist der Kittenfutter-Spender leer. Und am Abend wird beim Nassfutter fressen richtig "gebunkert".

Davor hatten wir allerdings noch Besuch und Gross und Klein war beschäftigt. Ich war erstaunt, dass die Kleinen ihre nachmittägliche Schlafpause verschoben und ziemlich lange aktiv waren. Dabei wurde ich gefragt, was es mit den Knisterlis auf sich hatte. Das kann man nicht erklären, das muss man gesehen haben. Wenn da ein Dutzend Vierbeiner vor einem liegen und sich selig in den Knisterlis mit Baldrianwurzel aalen, dann ist das Wohllust pur. Selbst wenn ich die Knisterli nach einer Viertelstunde versorge, riecht der Plattenboden noch weiter und manch einer macht auch danach noch diese aaligen Bewegungen. Zum Zusehen einfach köstlich…

Zur Belohnung oder einfach so gibt es auch ab und zu Gimpet-Paste. Bis auf wenige lieben Gross und Klein diese Paste. Dann stehen da zig Münder vor mir, die Grossen der Kleinen halten meine Hand mit der Pfote fest, um mehr zu bekommen. Manchmal sind auch zeitgleich 2-3 Zungen an der Tube und lecken die Paste ab. Sie können sich nicht satt fressen und drängeln. Es ist eine Kunst, allen etwas zu geben.

Es ist auch sehr erstaunlich, wie ausnahmslos alle Vierbeiner auf ein einziges, leises Geräusch reagieren: wenn ich die Cosma-Leckerli-Büchse bewege, dann sprinten alle zu mir. Natürlich nutze ich das zu meinen Gunsten, damit ich nicht immer allen nachspringen muss, wenn ich sie wiegen will. Doch manchmal macht mir ein anderes Geräusch Konkurrenz, wenn mein Liebster das Abendessen parat macht und die Büchsen ausputzt...

Ach und was ich schon lange mal schreiben wollte: vor vielleicht zwei Wochen hatten wir einen Versicherungsvertreter bei uns. Ja, manchmal stehen diese Besuche einfach an. Er zeigte sich überrascht von den vielen Katzen, war verblüfft über die Menge, fragte, ob wir die verkaufen. Ah und wie viele? Ich hätte schwören können, dass ich $$-Zeichen in den Augen sah! Nun gut, vielleicht hätte ich es ja selbst nicht geglaubt, wenn wir nicht in sehr weiser Voraussicht bereits von Anbeginn an die Kosten aufgeschrieben hätten. Seit dem Kaiserschnitt von Gini sind wir noch tiefer rot, seit den letzten vielen Tierarzt- und Untersuchungskosten (verschiedene Test und so weiter) sind wir noch viel tiefer rot und jetzt stehen dann bald die nächsten Ultraschalle für die Zuchttiere an, was alles noch viel roter macht. Schwarz nicht in Sicht - auch nicht mit 15 Kids!!! Sie glauben es nicht? Hätte ich wahrscheinlich auch nicht... aber Züchten ist Idealismus... und Freude an den Tieren... Und Freude bereiten sie uns immer, wenn manchmal auch erst im Nachhinein…

Im Moment ist das WC-Papier hoch im Kurs. Wenn man mit den Vorderpfoten auf der WC-Rolle „geht“, rollt sich das WC-Papier unten schön zu einem Häufchen und damit kann man dann spielen, das WC-Papier zerreissen, es im Mund herumtragen, und und und – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Und diese Menge WC-Papier bringt selbst den unermüdlichen Roomba zum Stillstand. Roomba ist eine riesen Erleichterung. Wir haben letztes Wochenende die Klos ins Katzen-Zimmer gezügelt, sodass sie nicht mehr bei uns im Wohnraum stehen. Dazu haben wir die Klapptüren montiert und das lieben nicht alle Kids gleich gerne. So sind im Moment v.a. die offenen Klos sehr, sehr beliebt. Die haben allerdings den Vorteil, dass sie sowieso nahe der Kloschüssel stehen. Doch zurück zu Roomba. Seit die Katzen-Klos weg sind, hat er es mit seiner Arbeit einfacher und ist effizienter. Nun kann es tatsächlich vorkommen, dass wir abends bei der Rückkehr eine saubere Wohnung haben…

Ob wir es merken, dass wir nun drei Kätzlein, resp. total 5 Kätzlein weniger haben? Schwer zu sagen. Wir merken v.a., dass einige Charakteren fehlen, wie Albi der Kuschelbär. Im Klo-Putz-Aufwand merken wir es weniger. Die Klo-Geschäfte nehmen ja noch immer mit zunehmendem Gewicht zu, insofern ändert sich nichts. Was wir massiv merken, wenn wir nur noch einmal am Tag füttern. Dann bereiten wir die Tagesrationen für die Nassfutter-Fresser in der Box vor und mit den Futterautomaten wird das Futter morgens um 6 Uhr und mittags um 12 Uhr freigegeben.

Eigentlich dachten wir, dass wir die Rationen für die Mädels reduzieren könnten, doch nun sind die nassfutterfressenden Kids drinnen, sodass wir noch immer viel Futter geben. Fast immer sind die vier Näpfe am Abend auch restlos ausgeputzt. Das spart natürlich den grossen Putzaufwand nochmals und überhaupt müssen wir die Abwaschmaschine nun auch nicht mehr 1-2 Mal täglich laufen lassen. Der Aufwand nimmt so leicht und leise ab, dass wir es nicht immer (sofort) merken.

Ja und die Story „Verlieben und Vergeben“ geht weiter…

Einfach so...
17.09.2014 16:44:14

Hilfe! Ich weiss nicht, was ich tun soll! Die Ausgangslage ist klar, wir haben genug Katzen und wir hatten von Anfang an gesagt, dass wir kein Kitten behalten werden. Soweit so klar. Doch was ist, wenn ich mich verliebt habe? Was mache ich dann?

Der kleine Amur hat mein Herz gestohlen. Nachmittags schläft er meistens, nach dem Fressen auch. Wenn ich in der restlichen Zeit da bin, läuft er mir oft wie ein Hündchen nach. Gehe ich ins Schlafzimmer, wartet er vor der Türe. Ich kann ihn auch wie ein Baby herumtragen und Amur schnurrt. Er verfolgt mich sogar und kommt mit aufs WC. Lege ich ihn dann auf meinen Schoss, kann ich ihn auf den Rücken legen und knuddeln – Amur schnurrt selig. Ja, welches Herzchen schlägt bei einer sooooo anhänglichen Katze nicht höher?

Letzthin legte sich Amur zu den Grossen. Nestor schob ihn etwas zur Seite, das war ihm zu viel Nähe. Alba toleriert es immer und begann ihn am Kopf zu waschen. Amur genoss es, drehte sich auf den Rücken, blieb so vor Alba liegen und schlief ein. Irgendwann war Alba fertig und wollte selbst wieder schlafen. Nun lag Amur noch immer da, einfach auf dem Rücken und schlief tief und fest. Alle drum herum hatte sich selbst wieder zusammen gekugelt und schliefen…

Doch Amur kann auch seinen Kopf durchsetzen. Bekommt er seinen Willen nicht oder ich schenke ihm gerade keine Aufmerksamkeit, dann kann er durchaus etwas anstellen. Letzthin waren wir beim Abendessen und um uns schliefen alle. Da kam Amur – er schläft immer im Katzenzimmer auf dem grauen Kratzbaum – und wollte streiten. Zuerst versuchte er es beim schlafenden Amigo. Der war ihm zu träge, dann weckte er Anka auf. Dann kam wieder Amigo dran, da dieser nur wacher war und so ging das eine Weile und plötzlich verschwand Amur und legte sich auf das Kissen und schlief wieder. Amur ist eine eigene Geschichte…

So wie es mir mit Amur geht, so geht es meinem Liebsten mit Amor. Das kleine Kerlchen ist super-kuschelig und hat ihn schon um den Finger gewickelt… Abgesehen davon, mit seiner Zeichnung ist Amor auch ein traumhaftschöner Tiger und man muss ihn einfach gern haben und mit ihm kuscheln…

Ja und so tragen wir zwischendurch Pelz; kuscheligen, weichen, warmen Pelz. Und am schönsten zu tragen ist der Pelz, wenn er schnurrt…

Als meine Eltern zu Besuch kamen, wurden alle geknuddelt und gestreichelt. Am seligsten ist meine Mutter, wenn sie eine Audienz bei Nestor bekommt und ihn lange streicheln darf. Und wehe, er würdigt sie nicht, dann ist sie sauer. Doch heute kommen auch alle Kleinen dran und bekommen auch gleich einen „Übernamen“. Mein Vater hingegen spielt mit allen und keines der Kitten kann bei ihm länger als eine Minute ruhig liegen. Tz! Am Schluss gebe ich ihm Arabella in die Arme und sage ihm, wenn er es mit ihr vergeige, weiss ich also nicht mehr weiter. Doch Arabella ist sehr geduldig mit ihm und bleibt tatsächlich länger liegen… Perfekt! Arabella ist einfach kindertauglich und das freut mich ausserordentlich – und Milena und Corinne sicher noch mehr…

Das Alter der Kleinen ist jetzt wirklich goldig. Sie spielen noch immer oft miteinander, spielen aber auch alleine und v.a. sind sie jetzt nicht mehr nur auf andere Vierbeiner konzentriert, nein, unser Stellenwert hat massiv zugenommen. In der Zwischenzeit kommen sie auch zu uns, holen ihre Streicheleinheiten ab und bekunden auch einmal, was sie wollen.

Arabella zum Beispiel steht neben mich und miaut, dann weiss ich, sie will jetzt gestreichelt werden. Albi streicht in einer Acht um meine Beine und dann will auch er Nähe. Er ist übrigens meine kleine Bettflasche, da er auch oft auf meinen Schoss liegt, wenn ich am PC arbeite und das gibt so schön warm. Amur steht mit strammem Schwänzchen vor mir und schaut mich bittend (oder flehend?) an. Dann braucht er Liebe und Nähe.

Seit der Besuch vor einiger Zeit ihn nicht genommen hat, versteckt sich Aladin in einem Schneckenhaus. Ich finde, er sieht oft traurig aus. Aber er ist so schön, dass ich nicht möchte, dass er nach draussen geht. Hätte er doch das Zinka-Gen nicht und ich würde ihn sofort als Zuchtkater nehmen. Aber gerade von Zinka hat er seine wunderschöne Black-Smoke-Zeichnung, die ihn so besonders macht. Oft schläft er bei Amur auf dem Kratzbaum. Sie sind irgendwie Ying und Yang, Sonne und Mond, Tag und Nacht… und doch oft beieinander…

Ich liebe Kater und bin so irgendwie mehr für die Buben-Fraktion zuständig. Vermutlich kommen die Kerlchen auch eher zu mir. Mein Liebster liebt alle und die Mädels ein bisschen mehr ;-) und zu ihm kommen dementsprechend auch eher die Mädels. Aber keine Regel ohne Ausnahmen und wir bemühen uns um alle. Doch so kam beispielsweise Anka schon lange zu meinem Liebsten, aber bei mir schnurrt sie erst seit wenigen Tagen. Alpha liebt es, am Kopf gestreichelt zu werden und drückt den Kopf auch richtig fest in meine Hand – ganz der Vater. Nur gehalten möchten sie nicht werden, sie möchte selbst entscheiden. So auch Anka. Doch ab und zu halte ich sie trotzdem, gerade auch Anka, und dann beschwert sie sich lautstark mit Miaus.

Und ja, ich gebe es zu, rot ist nicht unbedingt meine Farbe und vermutlich wissen das Astor und Arnica auch. Leider. Das tut mir schrecklich leid, aber die Zwei sind auch soooo anpassungsfähig und stehen oft hinten an und melden selten ihre Ansprüche, ebenso Alba. Zwischendurch muss ich schon richtig rote Tage einlegen, damit auch sie zu ihren Streicheleinheiten kommen. Da sind sich Alba und Arnica ähnlich: kaum berühre ich sie, schnurren sie auch schon. Sie lieben es, wenn sie Aufmerksamkeiten bekommen und geniessen es ausführlich. Ja und gerade deswegen machen wir das Foto-Shooting einzeln, damit wir auch jeden ausführlich knuddeln können. Ich wünsche mir für Arnica und Astor ein Plätzchen, bei einem Rot-Liebhaber! Jemandem, der wirklich total auf Rot steht und er wird reich belohnt werden…

Dreizehnte Lebenswoche
15.09.2014 15:24:37

Hoppla! Das Wichtigste hatte ich letztes Mal vergessen! Irgendwie blieb ich beim Samstag stecken und dachte nicht mehr an den Sonntag. Am vorletzten Sonntag durften nämlich Amy und Aris in ihr neues Zuhause ziehen. Für sie schien es sehr ungewohnt zu sein, dass sie plötzlich nur noch zu zweit waren. Alles war fremd. Doch Aris entdeckte sofort, dass es unglaublich viel Spielzeug hatte und war total beschäftigt. Dazwischen erschnüffelten die Beiden immer wieder die neuen Kratzbäume, die Plätzchen, die schon für sie eingerichtet waren und erforschten die Wohnung. Dabei war Amy immer etwas mehr zurückhaltend.

Unsere Katzen-Nanny war hin und weg. Philip hingegen hatte total Angst, dass die Kleinen Angst vor seinem Rollstuhl hätten. Doch wie können die Kleinen Angst vor etwas haben, dass sie nicht kennen? Nein, Amy hatte etwas Angst, weil alles neu war und Aris war total beschäftigt mit dem Nachforschen. Wir waren überflüssig und schnell knuddelten wir die Kleinen noch ein letztes Mal und verabschiedeten uns. Wir wissen, dass wir sie wieder sehen werden…

Abends sagte mir dann mein Liebster, Amy und Aris sehen gerade fern. Ich war erstaunt, bis ich begriff, dass man die Wohnung ja sieht und im Dunkel das Farbenspiel des Fernsehers erkennen konnte. Aber schon am nächsten Tag hatten wir eine Notiz, wie sehr sie das Zusammenleben genossen und dass die Kleinen bereits am Abend beim Fernsehen zwischen ihnen gelegen hätten…

Ich staune immer und immer wieder, dass Katzen sofort die Lieblingsplätzchen der Menschen erkennen und sich dann auch Plätzchen in dieser Umgebung suchen, sodass sie auch in dessen Nähe sind. So haben Amy und Aris scheinbar dann auch das Herz von Urs erobert… ;-)

Nein, bei uns spürten wir keine grosse Veränderung. Irritiert stellten wir fest, dass wir nicht mehr auf 15 zählen müssen, wenn wir wiegen, wenn wir füttern, wenn wir zählen, ob alle da sind… Doch zwei andere spürten die Veränderung mehr: Arabella und Aladin. Sie kommen jetzt vermehrt zu uns und wollen gestreichelt werden oder spielen nun mehr mit den anderen.

Am nächsten Abend kam ich spät nach Hause. Unser Familientreffpunkt ist nicht das Sofa, sondern der Esstisch und dementsprechend liegen bei uns auch oft alle Coonies um uns herum. Heute gab ich ihnen wieder einmal die Wurzeltäschli zum Spielen. Letztes Mal konnten die Kleinen noch nichts damit anfangen und ich war gespannt, was dieses Mal passieren würde. Zinka kam sofort und wälzte sich damit. Nestor hatte sich schon auf dem Postpaket gewälzt, dass heute gekommen war und freute sich nun auch. Dann schloss sich ein Teil der Jungs an und spielte mit den Täschchen, nagte daran, wälzte sich, etc. Es war sehr, sehr amüsant, dabei zuzusehen… Gross und Klein wechselte sich in der Wollust ab, aber allen ging es hervorragend.

Bis Frodo kam. Frodo kam erst ganz viel später. Doch als er die Wurzeltäschli erblickte, dachte es bei ihn nicht mehr. Da schon Gross und Klein sich damit gewälzt hatte, roch auch ihr Fell danach. Zuerst biss Frodo Anka und verdrängte sie dann von ihrem Kissen. Danach wälzte er sich und vergass sich völlig.

Nun kam auch Zita und erschnupperte zu Frodos Seite die Wurzel und wurde rollig. Oder war sie es schon vorher und wir hatten die Zeichen nicht so wahrgenommen? Also ehrlich gesagt, kann sie gar nicht rollig sein, denn sie bekommt schon seit 6 Wochen die Pille! Doch wie sag ich ihr das? Frodo sieht sie und stürzt sich auf sie und will sie begatten. Himmel! Das geht doch nicht! Mein Liebster wurde ziemlich wütend und entschied, dass wir keine Wurzeltäschli mehr geben bis… Mal abwarten, die können ja nicht schuldig sein!

Ich nahm Zita und legte sie ins Schlafzimmer, damit sie ihre Ruhe hat und ich rede nochmals von Frau zu Frau mit ihr. Die nächste Zeit geniesst sie die Ruhe und will gar nicht mehr aus dem Schlafzimmer herauskommen. Doch warum nur kann sich dieses grosse Kätzlein nicht wehren? Warum nur gibt sie Frodo nicht die Postordnung durch, wie die anderen Damen? Ich verstehe sie nicht… aber ich verstehe Frodo, warum Zita sein Lieblingskätzlein ist…

Vor allem bei Zinka haben wir beobachtet, dass wenn immer sie an einem Ort liegt und ein Kitten ihr an die Zitzen kommt, steht sie auf und geht. Ja, so hat die Entwöhnung von der Muttermilch begonnen. Manchmal darf einer noch an die Zitzen, aber das hat Seltenheitswert. Wer sich weniger wehren kann – wenn wundert das – ist Zita. Doch auch sie grenzt sich langsam ab und geht, wenn es ihr zu bunt wird.

Eigentlich erstaunlich, dass ausgerechnet Akris der Sohn von Zita ist. Er ist derjenige, der immer mal wieder Probleme mit seinen Augen, resp. mit der Bindehaut hat. Er war doch immer so lieb und klein und schlief oft. Wie konnte das nur passieren, sein seine Bindehaut verletzt wurde? Wir dachten schon, dass es beim Streiten passiert sein muss, aber wir sahen ihn nie kämpfen. Bis zum jetzigen Tag. Heute hab ich es gesehen! Nein, Akris hat sich zum Kampf nicht irgendwer ausgesucht, nein, Akris hat sich Atros zum Kämpfen ausgesucht! Das ist wie David gegen Goliath! Atros war verhältnismässig lieb mit ihm, aber Akris hat sich richtiggehend am Atros festgebissen! Atros wollte mehrmals weggehen und Akris in Ruhe lassen, doch Akris hat ihn jedes Mal zurückgeholt und wieder zugebissen. Er hat sich tapfer gehalten und war schlau, aber Atros ist einfach grösser…

Irgendwann habe ich Atros aus der Badewanne herausgeholt, da Akris ihn einfach nicht mehr gehen liess und sein Auge doch noch immer rekonvaleszent ist. Es wäre zu schade, wenn er jetzt schon wieder ein rotes Auge bekommen würde, jetzt wo alles wieder so schön heilt. Ja, Akris ist ein „Heimlifeiss“…

Am Sonntag war dann wieder grosser Besuchstag. Ich habe extra Alpha vorher nochmals gefüttert, damit sie ja zur Ruhe kommt und sich auch von ihrer lieben Seite zeigen kann. Ich habe Amor und Alpha gesagt, sie sollen sich doch auch zeigen, weil ich mir doch für sie auch ein schönes Zuhause wünsche. Sie sind oft zurückhaltend zu Besuchern und bei uns so kuschelig.

Kaum kam der Besuch, waren sie „hin und weg“ von den Kleinen. Ehrlich, sie sind im Moment auch einfach in einem herrlich „süssen“ Alter. Schwierig, sie nicht zu mögen. Spielen ist auch immer gut, das zieht alle an. Ich hatte sie extra vorher „aktiviert“ mit Spielen und bin mit meinen kleinen Verfolgern durch die ganze Wohnung gesprintet. So haben wir auch belustigt zur Kenntnis genommen, dass die Kleinen ihr Hinterteil auf den Boden stellen, um die „Kurve zu kratzen“. Das sah besonders witzig aus. Doch meine Spielaktion aktivierte scheinbar mehr die Verdauung und danach mussten wir nochmals die Klos putzen…

Nun gut. Aïda kuschelte sich auf den Schoss der Besucherin, Alpha schlief unter dem Sofa und als ich sie hervorholte, sträubte sie sich gefühlt mit allen 10 Krallen und wollte einfach nur schlafen. Schade Alpha! Die Roten wussten, dass sei nicht im Gespräch waren und schliefen bald tief und fest. Ja und so fiel die Entscheidung bald auf Aïda und Atros, der Grosse. Und das obwohl Atros keine Zeit hatte, er musste Fliegen fangen. Wir hatten kurz davor die Wohnung gelüftet und das zog immer wieder Fliegen an.

Anschliessend folgte dann das obligatorische Foto-Shooting. Um es für uns einfacher zu haben und allen gleich viel Aufmerksamkeit zu schenken, schlossen wir wieder die Türe. Zuerst kam wieder das Wiegen, dann das Bürsten und schliesslich das Spielen und Fotografieren. Die Belohnung kam in Form von Goodis, die ausnahmslos alle liebten.

Nach dem Foto-Shooting gab es noch eine kleine Spielstunde. Die Mädels waren vollzählig da, Amigo schaute eher zu und Akris war mitten unter den Mädels. Ich muss schon sagen, ich bin beeindruckt und stolz auf die Kleinen. Sie sind schon jetzt alles Luftakrobaten und hervorragend gut im schnellen Spiel, im sehr schnellen Spiel ;-) …

Zwölfte Lebenswoche
11.09.2014 10:14:40

Auch diese Woche war wieder eine spannende Woche für uns. Klar haben diese kleinen Lebewesen schon ihren eigenen Charakter. Doch nun kommt er immer mehr zum Vorschein. Es ist spannend, zu beobachten, wie sie sich in unserer Familie entwickeln und entfalten. Klar ist auch, dass sie sich in einer neuen Familie mit einer neuen Rangordnung oder zu zweit wieder ganz anders entwickeln und entfalten.

So war diese Woche das Highlight die zweite Impfung. Dieses Mal ging es wieder mit vier Transportboxen zum Tierarzt. Nein, nicht weil so viele Vierbeiner mitkamen, sondern weil die Kleinen so gross geworden sind! Der Platz war beengt. Atros hatte sein persönliches Highlight und ist bereits über 2kg schwer! Er schlägt schon völlig seinem Papi nach…

Mit den vier Boxen auf dem Transportwägeli beim Tierarzt angekommen, gilt es immer das „Hallo“ der anderen Patienten – vier- wie zweibeinig – über sich ergehen zu lassen. Tja, so 15 kleine Büsis sind eben nicht alltäglich und sie sind ja „ach so herzig….“! Zum Glück sind sich die Kleinen solche Fan-Kundgebungen gewöhnt und auch den Tierarzt lassen sie schon beinahe souverän über sich ergehen. Ein Piekser hier, eine Untersuchung da und schon ist „katz“ schon fast fertig. Nur die Entwurmung steht noch an.

Dieses Mal entschieden wir uns für die Entwurmung über das Fell am Nacken. Das hörte sich so wunderbar einfach an und ging auch massiv einfacher, als eine bittere Pille zu verabreichen. Die Haare wurden im Nacken geteilt und das Mittel aufgetragen, fertig war die Entwurmung. Nur einer musste sich danach lecken und hörte aber sofort damit auf, weil es sicher sooooo grusig war. Kein anderer machte es ihm mehr nach…

Doch die Arbeit kam am Abend. Bei allen war das Fell danach struppig und wir bürsteten es. Einfach so, einfach mal bürsten. Erst am nächsten Tag stellten wir fest, dass bei den meisten Kids die Haare am Nacken vom künftigen Kragen so fein sind, dass sie sich zu verfilzen begannen. Himmel, Filz und noch einmal! So klein und schon erste Verfilzungen? Das geht gar nicht!

Kaum war unser Samstags-Besuch gegangen, begannen wir mit dem ausführlichsten Foto-Shooting von je. Dieses Mal gab es auch eine absolute Einzel-Session. Jeder wurde zuerst gewogen und dann wurde jeder ausführlich gebürstet, sodass die Nackenhaare und alle anderen wieder schön flauschig waren. Amur wirkte danach doppelt so gross :-) Nach dem Bürsten kam das Foto-Shooting mit ausführlichem Spielen. Es wird immer schwerer, die Kleinen in einer ruhigen Minute zu fotografieren und auch noch „scharf“ zu zoomen. Eine Herausforderung.

Zur Belohnung bekam anschliessend jeder von den feinen Cosmo-Leckerli, die sie heiss und innig lieben. Alba und Nestor waren auch im Zimmer und gerade Nestor wollte immer wieder den Kleinen ein Leckerli klauen. Doch er bekam seinen Anteil erst, als auch er gebürstet war. Er hasst das Bürsten am Bauch und Hintern, aber das muss sein und als Belohnung bekam er jedes Mal – wenn er wieder hergehalten hatte – Leckerli. Bis am Schluss hatte selbst er genug und hörte mit dem Stibitzen auf.

Ja, bis am Schluss. Bei 15 Kids dauert das! Geschlagene zwei Stunden später waren wir erst fertig und dann gab es die grosse Fütterung. Natürlich war der Hunger nicht mehr ganz so gross, aber die Kleinen könn(t)en immer fressen. Noch immer bekommen sie morgens und abends eine Portion Nassfutter. Abends bekommen zusätzlich die Grossen ihre Ration, wobei ich Gini und Nestor separat füttere, weil sie sonst nichts fressen - oder zu nichts kommen. Leider wissen die Kleinen nun auch, dass die Grossen etwas - wie könnte es anders sein - viel Besseres bekommen. Selbst wenn es das gleiche Futter ist (wie z.B. Applaws), möchten sie in den Tellern von den Grossen fressen. Zita und Zinka lassen die Kleinen irritiert fressen, Frodo hört sowieso früh auf und Alba versucht noch, etwas mit der Pfote zu angeln. Dann haben wir die Sauerei. Wir versuchen die Kids wieder zu ihren Tellern zu bringen und in der gleichen Zeit rennen schon wieder zwei andere Kids zu den Tellern der Grossen. Ein sinnloses Unterfangen...

So habe ich begonnen, Gini und Nestor eine extra grosse Portion zu geben. Sie fressen sowieso nicht viel Nassfutter, sodass ich dann Alba und Frodo in dieses Zimmer bringe und sie noch in Ruhe weiterfressen können. Frodo war meistens schon vorher dort.

In der Zwischenzeit haben auch Zita und Zinka begriffen, dass es dort im Anschluss noch Futter hat und sie gehen dann einfach gleich in dieses Zimmer. Das mag ja noch OK sein. Doch aufgepasst! Jetzt haben auch die Kleinen begriffen, dass sie in diesem Zimmer weiterfressen können... Jetzt muss ich die Türe abschliessen und warten, bis die Grossen der Reihe nach gefressen haben.

Währenddessen bleibt ein eiserner Kern, min. bestehend aus Alpha, die die Teller der Kids fertig fressen. Auch Zinka und Zita helfen meistens noch beim Ausputzen. Putze ich dann mit dem Finger noch die Teller aus, wird im besten Fall der Teller festgekrallt, im schlimmeren und öfteren Fall mein Finger. Dann wird mein Finger abgeleckt und so wird auch der letzte Krümel gefressen.

Manchmal gibt es viel später am Abend nochmals ein paar Leckerlis. Aktuell haben wir Stengel, die jedoch für die Kids zu lange sind. So zerreisse ich sie in einem Budget-Säckli und serviere ihnen dann die Stückli im Budget-Säckli. Bevor sie die Stückli fressen können, müssen sie diese zuerst befreien. Ich muss sagen, diese Aufgabe wird mit Bravour gemeistert!

Was ich bei diesem Training jedoch nicht bedacht habe ist, dass nun die Kids auf das Knistern der Budget-Säckli reagieren. So nahm ich einmal ein Säckli heraus und wollte etwas für mich abfüllen, da krallte sich ein Junge an mein Bein, sodass ich nur noch laut und schmerzvoll AUUUUAAAAA schreien konnte. Ich begriff die Welt nicht mehr! Er später realisierte ich, dass ich ja ein Budget-Säckli in der Hand gehabt hatte...

Auch beliebt ist aktuell unser Esstisch. Gross und Klein räckelt sich auf dem Esstisch, wenn wir es nicht sehen. Ich staunte noch darüber, wie die Kleinen diese Höhe meisterten. Dann begriff ich, dass sie vom WC rüberspringen konnten. Sofort stellten wir um. Dann hatten wir den Kratzbaum umgestellt und wieder schafften sie den Sprung. Natürlich stellten wir wieder um. Ja und nun klettern die Kleinen an unseren Lederstühlen hoch. Noch Fragen? Nein, wir stellen nicht nochmal um!

Doch im Zusammenhang mit dieser Aktion haben wir den geschenkten Kratzbaum nun ins Katzenzimmer verbannt und die Kratztonne ins Esszimmer gezügelt. Abwechslung muss sein. Ein Teil der Kids liebt diesen alten Kratzbaum weiterhin und verzieht sich nun zum Schlafen dorthin - dann haben sie auch sicher ihre Ruhe. Doch auch die Kratztonne ist heiss begehrt und dort können die Kids endlich wieder zusammen schlafen. Natürlich wollen alle zuoberst schlafen und niemand in den Höhlen.

Neben der Kratztonne steht die Fressbox für Zinka. Hat es am Abend noch Resten vom Futter, dann darf Alpha sich satt fressen. Ich finde, diese kleine Katze sieht aus wie eine grosse Katze in Miniatur - einfach in allem sieht sie so erwachsen aus und ist so winzig! Sie ist auch vom Gewicht her zart und wir lassen sie wann immer möglich zusätzlich Nassfutter fressen. Hat sie genug gefressen, schläft sie in der Box und vor dem Fressen ein.

Jemand anders ging letzthin unerlaubterweise hinein: Astor. Er klemmte sich dabei den Schwanz ein, zog daran und klemmte ihn noch fester ein. Doch dabei reichte es ihm exakt, trotzdem ans Futter zu kommen. Das Fazit war, er hatte ein volles Ränzlein und erst danach schrie er... Männer! Doch wie bei Aïda damals, hatte auch er einen "Knack" im Schwanz, der nach einer Stunde nicht mehr spürbar war. Trotzdem bekam er sofort Notfallkügeli...

Am Morgen und am Abend begleiten mich die Kleinen neuerdings auch ins Bad. Überhaupt begleiten uns die Kleinen nun öfters und bleiben in unserer Nähe. So habe ich ihnen die Badewanne gezeigt und diese mit den gesammelten WC-Rollen gefüllt. Natürlich darf Spielzeug dazwischen nicht fehlen. Ein kleines Katzenparadies... das erst spannend wird, wenn auch mehrere Geschwister in der Wanne liegen, weil man dann auch noch Schwänzchen jagen kann...

Im Badezimmer steht auch die Waage und das bringt mich zum Gewicht. Noch immer wiegen wir unsere Grossen Coonies alle 7-10 Tage. Gerade im Moment legen wir ein besonderes Augenmerk auf die Gewichtsentwicklung, sind nun allerdings beruhigter als auch schon. Endlich haben alle zugenommen. Zita und Gini sind im ähnlichen Rahmen (um 4.1kg herum) und Zinka hat sogar schon 4.6kg! Neuerdings lässt sie – meine Unterstellung – die Kids extra zum Futternapf und frisst gar nicht mehr so viel (oder selektiv?).

Doch nicht nur der Damenwelt geht es super, auch unseren Herren geht’s gut… Im Moment pflegen sie sich zwar nicht so hübsch und wir mussten leider schon sehr aktiv nachhelfen. Das stösst jeweils nicht auf Gegenliebe, muss aber sein. Also, Nestor hält sein Gewicht und Frodo hat wenig zugenommen, gefühlsmässig scheint es allerdings viel zu sein. Auch sein Fell ist nun hübsch und bauschig. Seit wir ihn das letzte Mal duschen mussten, hat er keinen Fettschwanz mehr UND darf seit einigen Tagen ohne Höschen herumlaufen. Tagsüber ist er normal in der Wohnung und abends schläft er mit Nestor separat. Die zwei grossen Jungs schlafen allerdings nur separat, damit sie auch ihre Ruhe haben, die Mädchen auch und Nestor nicht an unserer Schlafzimmertüre kratzen kann. Als wir sie letzthin wieder in der Wohnung liessen, kratzte uns Nestor tatsächlich in den sehr frühen Morgenstunden wach…

Frodo hat es allerdings noch nicht super mit der Damenwelt. Kommt er Alba zu nahe, paniert sie ihm eins. Er gibt zwar retour und Alba faucht dann gehörig, aber wirklich austeilen kann Frodo nicht. Dann schnüffelt er Gini nach und die schreit dann, weil sie doch Ruhe haben und allein sein will. Daran haben wir uns schon fast gewöhnt, als Frodo diese Woche auch noch Zinka auf die Füsse trat. Kam Frodo Zinka zu nahe, warf sie sich (unterwürfig?) auf den Boden und fauchte ihn an. Dann ging es zur Sache. Bis Ende Woche beruhigte sich das dann wieder. Trotzdem hiess es irgendwie alle gegen Frodo, Frodo ist der Ärmste… Und sich als der Ärmste inszenieren, ja, das kann er.

Steht Frodo plötzlich hinter einer Junior-Dame, kann es auch sein, dass diese so erschrickt, dass sie ihn anfaucht. Dafür hat Frodo „kein Händchen“ oder er ist wirklich einfach eine Samtpfote. Doch es kann auch vorkommen, dass er jemand von den Kleinen zu sich holt und mit ihm streiten will oder im besten Fall das Kitten putzt. Beim Streiten wird es zwischendurch kritisch, weil Frodo nicht immer daran denkt, dass er KEIN Kind mehr ist… Jaja, Frodo unterhält uns immer irgendwie…

elfte Lebenswoche
01.09.2014 14:41:44

Um ein Haar hätte ich vergessen über die Sensation der vorletzten Woche zu schreiben! Als mein Liebster an seinem Pult arbeitete, bemerkte er plötzlich eine Bewegung aus den Augenwinkeln heraus. Schnell sah er nach und staunte nicht schlecht. Gini öffnete gerade mit ihrer (linken) Pfote die Kastentüre und versteckte sich schnell im Kasten. Kaum war sie drinnen, schloss sich die Türe auch gleich wieder. Endlich verstehen wir, warum es in der letzten Zeit Abend für Abend irgendwelche Kleidungsstücke VOR dem Kasten hatte… Nun, das Kasten öffnen können wir ihr schlecht abgewöhnen. Also bekommt Gini ein Tuch auf den Kleidern, damit diese nicht mehr voller Katzenhaare sind. Jaja, unsere intelligenten Damen…

Während dem Schreiben stand hingegen plötzlich ein kleines Etwas neben mir und miaute mich an. Ein Blick und ich sah Albi, der auf meinen Schoss wollte. Kaum oben, kuschelte er sich in meinen Schoss, schnurrte und schlief. Nun habe ich gerade meine persönliche Bettflasche.

Ja und nun spaziert jede Viertelstunde ein anderer Vierbeiner bei mir vorbei und kommt zum Hallo-Sagen. Irgendwann kam Zita und wollte gestreichelt werden. Enttäuscht sah sie, dass „ihr“ Platz neben Zinka bereits von Frodo belegt war und sie nimmt auf dem Drucker Platz (Nestors Platz). Dann kam Arabella und schnurrte. Doch sie war überhaupt nicht müde und wollte lieber spielen und beissen. Jetzt ist gerade Atros gekommen. Auch er will nicht kuscheln, aber er will meinen Pult erkunden. Nun bin ich ziemlich abgelenkt beim Schreiben, denn er will gerade von meinen Apfelschnitzen probieren. Dann steht da noch Gini vor der Balkontüre und hofft, dass ich sie hinaus lasse. Auf der anderen Seite liegen Alba und Nestor in den zwei Kuschelkissen und so komme ich auf sieben, meist schlafende Coonies… Gut ist Müdigkeit so nicht ansteckend… gääähn….

Endlich kommt die Sonne zurück und wir können ein paar Stunden auf dem Balkon geniessen. Ich werde abwechslungsweise von den Kleinen besucht, die Grossen dösen bei mir. Dabei kommt u.a. einmal Anka vorbei. Ihr Schnorrli sieht von der Seite manchmal wie das von Alba aus. Anka ist diejenige, die immer auf dem Plastik-Vorleger vor dem kleinen Klo ihre Krallen wetzen muss. Nun stand sie auf dem Abflussrohr und wollte dort ihre Krallen wetzen. Das Wetzen ging natürlich nicht, die Krallen blieben in den Löchern stecken. Sie probierte es mit eisernem Willen noch ein paar Mal, nun ist sie ein paar Zentimeter weiter gezügelt und geniesst die Aussicht vom Balkon und ist intensiv mit dem Beobachten beschäftigt.

Auf dem Balkon sein heisst für mich, Maltesers essen. Esse ich Maltesers, kommt Zinka sofort und schnappt sich den Plastik-Abschnitt der Öffnung. Einmal erwischt, schleppt sie diesen Plastikstreifen auf dem Balkon herum und irgendwann versteckt sie diesen dann in der Wohnung. Ich werde wohl noch danach suchen müssen… Dann kommt Zinka zurück und steht auf den Stuhl, wo der Maltesers-Pack steht. Muss ich jetzt teilen? Wohl nicht! Warum soll eine Katze, die kein Trockenfutter frisst, Maltesers fressen? Das weiss wohl nur sie und ich muss doch meine Maltesers verteidigen. Letztes Mal habe ich ihr am Schluss die Plastikhülle überlassen. Sie liess keine Ruhe, bis sie den ganzen Kopf in der Tüte hatte…

Irgendwann kommt Zinka wieder auf den Balkon, nachdem sie sich mal verzogen hatte. Ich wusste sofort, weshalb sie sich verzogen hatte, als ich sie riechen konnte. Sie war auf dem Topf gewesen. So muss ich meine Sonnenstunde auf dem Balkon unterbrechen und mich kurz dieser Sache annehmen.

Das bringt mich zum nächsten Thema: Furzen. Eigentlich ein peinliches Thema. Doch es gehört bei uns zum Alltag. Als mein Liebster das letzte Mal Zuhause arbeitete, erklärte er mir danach theatralisch, wie er im Minuten-Takt angefurzt wurde. Ich nehme an, dass das etwas übertrieben ist. Aber bei 21 Katzen… was will man da? Liegen die Kleinen schläfrig und völlig entspannt da, können wir sie an ihren Bäuchlein kraulen. Ja und da kann in ihrer Entspannung schon mal so ein kleines, stinkiges Ding entschlüpfen. Hebt man sie am Bauch hoch, dann sowieso…

Am besten praktiziert das allerdings Zinka. Wenn ihr ein eben solches Ding entschlüpft ist, schnüffelt sie völlig verblüfft und wechselt dann den Platz – oder noch besser: sie schaut uns völlig vorwurfsvoll an! Ja, von Katzen kann man immer lernen…

Die Haare sind das nächste Thema. Die meisten der Kids haben noch wunderbar schönes, flauschiges Fell. Und auch die meisten Kids haben so ein 1cm Fell und dazwischen 3cm-Haare. Bei den meisten sind diese Haare enganliegend – nicht so bei Amor. Der kleine Zwirbel spazierte soeben vorbei und seine 3cm-Haare umgeben ihn wie eine Aura oder einen Ganz-Körper-Heiligenschein…

Amor ist zu Zinka spaziert und wollte an ihre Brust. Zinka wollte ihn zuerst putzen, er nicht. Geschickt hat sie ihn abgewendet und danach liegt er parallel zu ihr. Nun kann Zinka ihn putzen. Das passt Amor überhaupt nicht und er dreht sich wieder. Jetzt sind sie Kopf an Kopf. Zinka will putzen, Amor will streiten. Zinka umarmt ihn und putzt, was ihr gerade vor den Mund kommt. Amor wehrt sich und springt irgendwann davon.

Letzthin habe ich bemerkt, dass Amigo ganz heisse Ohren hatte. Er döste und ich streichelte ihn. Da wusste ich, es geht ihm gut. Diese hat er sicher von Zinka geerbt. Geht es ihr gut, hat sie heisse Ohren. Als es Zinka nach der Geburt nicht gut ging, hatte sie oft kalte Ohren. Doch die heissen Ohren von Amigo übertrumpfen auch Zinkas heisse Ohren…

Ja, wenn ich Zinka und Zita heute sehe, wie sie sich verändert haben, wie sehr sie nach ihren Kids schauen und wie gesund sie jetzt wieder aussehen, ja dann bin ich dankbar für all die Kids, die sicher auch uns verändert haben und uns wieder vieles beigebracht haben…

6 Elemente gesamt

Herzlich WillkommenWir sind AnNa...(Anna's) Mollydooker's - unsere Maine CoonsBlog - aus unserem Altag erzählt...(Anna's) Mollydooker's - in BildernAnNa's Reisen - Einmal um die Welt