AnNa's Welt
Herzlich Willkommen
Herzlich WillkommenWir sind AnNa...(Anna's) Mollydooker's - unsere Maine CoonsBlog - aus unserem Altag erzählt...(Anna's) Mollydooker's - in BildernAnNa's Reisen - Einmal um die Welt
Juni, 2013
Juli, 2013
August, 2013
September, 2013
Oktober, 2013
November, 2013
Dezember, 2013
Januar, 2014
Februar, 2014
März, 2014
April, 2014
Mai, 2014
Juni, 2014
Juli, 2014
August, 2014
September, 2014
Oktober, 2014
November, 2014
Dezember, 2014
Januar, 2015
Februar, 2015
März, 2015
April, 2015
Mai, 2015
Juni, 2015
Juli, 2015
August, 2015
September, 2015
Oktober, 2015
November, 2015
Dezember, 2015
Januar, 2016
Februar, 2016
März, 2016
April, 2016
Mai, 2016
Juni, 2016
Juli, 2016
August, 2016
September, 2016
Oktober, 2016
November, 2016
Dezember, 2016
Januar, 2017
Februar, 2017
März, 2017
April, 2017
Mai, 2017
Juni, 2017
Juli, 2017
August, 2017
September, 2017
Oktober, 2017
November, 2017
Dezember, 2017
Blog - aus unserem Altag erzählt...
RSS
Gini's Geburt
30.11.2015 13:23:56

Kaum hatte ich den letzten Blog fertig geschrieben, begann auch schon Gini’s Geburt. Mein Wunsch nach wenigen, dafür gesunden Kindern wurde erhört. Doch Gini wollte unbedingt zwischen Zita’s Kindern gebären. Irgendwann räumte ich Zitas Kinder aus der einen Wurfbox heraus und in die andere hinein. Damit konnte ich alle auch gleich säubern, v.a. jene, die Gini zu nahe gekommen waren und etwas Blut abbekommen hatten. Als alle gezügelt waren, bis auf Gini und ihre zwei Roten, wollte auch Gini zügeln und liess ihre Kinder zurück. Anschliessend hatten Gini und ich eine richtige Meinungsverschiedenheit, die ich dann gewann. Ich setzte sie wieder in ihre Box. Eines der Roten hatte schon einen kalten Körper, der mich alarmierte. Kurzerhand wechselte ich zwei Rote von Zita aus, gab Zita die frisch geborenen und legte sie zwischen alle hinein. So hatte ich die Hoffnung, dass die Nestwärme sie wärmen würde. Den Raum beheizte ich bereits mit dem elektrischen Ofen.

Die zwei Roten bei Gini halfen ihr etwas, aber irgendwann merkte auch sie, dass da noch andere waren, die schrien und zu denen wollte sie, um jeden Preis. Ich liess mich nicht erweichen. Es war überhaupt nicht nötig, dass sie weiter die Amme der anderen Kinder spielte… dachte ich. Ich platzierte sie so, dass sie in ihrer Box bleiben musste. Tatsächlich beruhigte sie sich dadurch und ich konnte ihr wieder die eigenen Kinder geben.

In der Zwischenzeit hatte ich Frodo aus seinem Zimmer herausgelassen und als ich wenig später kurz nachsehen ging, stand Frodo auf meinem Sofaplatz und war gerade mit Pissen beschäftigt. Ich war schockiert. Am Tag davor war Frodo echt lieb und ich hätte ihn nun ohne Windeln herumlaufen lassen. Mein Liebster insistierte. Glücklicherweise. Nun ja, ich hatte grosses Glück: Frodo trug deshalb noch immer Windeln…

Wenig später sah ich Missouri am Katzenzimmer vorbei springen. Ups, muss der kleine Mann aufs WC? Schnell holte ich ihn. Er war ganz nass, vermutlich hat er im Schnee gelegen. Ich stellte den Mann aufs WC… nichts… dann nochmals… ah doch: er musste pinkeln. Doch oh weh… er hat dermassen ungünstig parkiert, dass er nicht das WC traf, sondern die Plattenwand… und nun alles unter der Kloschale lief… HALLO??? Was war heute los? Hilfe?

Es kam noch schlimmer. Am frühen Nachmittag kam dann das dritte Baby ganz blau angelaufen. Vermutlich war es während der langen Geburt erstickt. Das tat mir sehr leid und machte mich traurig. Doch mit dieser Geburt beruhigte sich mein ganzer Katzenhaushalt endlich und so kam auch ich zur Ruhe. Es schien, als müssten wir uns alle erholen.

Bis zum Abend hatte ich es aufgegeben, Gini zu separieren. Sie wollte partout bei Zita in der Box bleiben und Zita schien es nicht weiter zu stören. Da ich Angst hatte, dass die Kleinen erfrieren würden, wenn ich sie separiere und Gini nicht mehr hingehen würde, liess ich die zwei Katzenfamilien beieinander. Kaum waren die Kleinen auf der Erde, mussten sie sich sowieso gegen die Grossen behaupten. Doch erstaunlicherweise machten sie das gut und raffiniert. Sie kamen immer an eine Zitze. Die Zwei kuschelten sich immer aneinander und immer in Mitten aller. Bis am nächsten Morgen waren sie kleine Ofen, so schön warm waren sie.

Die kleinen Zwillinge überlebten auch den nächsten Tag und wir waren guter Hoffnung, dass es den Zweien gut tat, mitten unter einer Grossfamilie zu sein und aufzuwachsen.

Aus den grossen Babies sind nun kleine Kinder geworden. Innerhalb dieser Woche machten sie ihre ganze Wurfbox unsicher, soweit das in diesem Radius überhaupt möglich ist. Sie lagen nicht mehr immer beim Mami oder Ersatzmami, sondern lagen auch mal am weit entferntesten Teil alleine. Doch irgendwann lagen sie dann doch wieder alle beieinander. Dann sah es aus, als hätte jemand sie schön aufgereiht hingelegt.

Auch beobachteten wir in dieser Woche, wie Gini am liebsten die roten Buben von Zita übernommen hätte. Als würden diese ihr gehören. Doch ein Mädchen machte ihr meistens einen Strich durch die Rechnung und kam auch an die Brust. Immer irgendwo mitten unter aller lagen die kleinen Zwillinge.

Anfangs dachte ich, wir sind Rabenzüchter, dass wir es nicht schaffen, jede Familie in ihrer Box zu haben und zu halten. Doch irgendwann steckte ich meine Perfektions-Ansprüche beiseite und dachte, Gini muss es ja wissen. Für Zita ist es schlussendlich das Beste, was ihr passieren kann, dass sie Unterstützung beim Milch-geben bekommt. Auch für die Zwillinge ist die körperliche Wärme tausendmal besser, als eine Wärmeflasche oder ein elektrischer Ofen. Also, was will ich noch mehr? Meine Mädchen präsentierten mir sozusagen die perfekte Lösung…

Einer der Zwillinge war der Kämpfer. Er nahm prächtig zu. Sein Bruder war da eher der gemütliche, weichere und nahm auch eher gemütlich zu. Als die ersten drei Tage durch waren, dachten wir, so jetzt packen es die Zwei. Es klappte bestens, dass sie bei allen waren. Sie hatten immer schön warm. Dadurch, dass alle beieinander lagen, hatte auch der gemütliche schön warm, der eher eine kühlere Körpertemperatur hatte.

Doch am Samstag dann die riesen grosse Enttäuschung. Morgens noch lebten alle, mittags war der kleine, rote Zwilling bereits erstarrt. Das tat sehr weh.

Am Sonntag hatte ich dann das Gefühl, dass ich die kleine Rasselbande nicht mehr in ihren vier Wänden halten konnte und öffnete ihnen den Aussenbereich. Übrigens sind die Kleinen sehr kommunikativ. Spricht man mit ihnen, sind sie sofort wach und geben wild durcheinander Antwort. Also habe ich sie nach mehr Auslauf gefragt und selbstverständlich haben alle ja gesagt. Ich glaube mitunter kann das noch sehr stressig sein, wenn immer alle kommentieren, was sie gerade machen. Nun ich bin gespannt, wie das weitergeht…

Also, der Auslauf ist nun offen, das Baby-Futter mittendrin und Wasser ist jetzt auch im Auslauf da. Den hinteren Teil habe ich mit Spielsachen abgesperrt, doch ein grosser Kletterer wird darüber kommen. Das Beste nebst dem Auslauf war allerding die Höhle beim einen Kratzbaum. Die wurde sogleich als Ersatz-Wurfbox adoptiert. Einmal war Zita drinnen und säugte ihre Kids, dann wieder Gini und säugte. Das andere Mami war dann jeweils in der eigentlichen Wurfbox. Der Auslauf wurde allgemein sehr genossen.

Meine grösste Angst galt dem kleinen Kämpfer. Wo würde er schlafen? Was sollten wir mit ihm machen? Doch nach der ersten Nacht beruhigten wir uns: am Morgen schliefen alle zusammen in der „alten“ Wurfbox – der kleine Kämpfer mitten untern allen. Glücklicherweise scheint er etwas „frühreif“ zu sein und seine Augen öffnen sich schon langsam.

Auf alle Fälle ist jetzt die schönste Zeit. Wir können einfach vor dem Auslauf sitzen und zusehen. Besser als jedes Fernsehprogramm. Die Kleinen klettern auf und ab und tragen bereits die ersten spielerischen „Kämpfe“ aus. Das heisst, die Pfoten landen einfach überall, mal auf dem Auge, mal auch nur irgendwo sonst auf dem Körper. Doch jetzt wird auch gebissen – am liebsten in das Ohr des Bruders oder der Schwester. Wenn wir selbst in den Auslauf sitzen, mutieren wir zum spannendsten Kletterparcours. Das Bewegen im Auslauf ist heikel. Die Kleinen sind flinke Wiesel. War vorher noch niemand da, macht man einen Schritt und Schwups ist da jemand, wo doch vorher niemand war.

Die Abschrankung des Auslaufs besteht aus holzumrandetem Plexiglas. Es ist somit möglich, durch das Plexiglas hindurch zu sehen. Amur ist da ein hervorragender Künstler: er kann vor das Plexiglas stehen und faucht sobald ein Kitten da ist.

Die grössere Künstlerin ist Alba. Sie hat wieder das Baby-Futter entdeckt, dass sie liebt und heimlich frisst. Dummerweise nur, dass sie davon Durchfall bekommt.

Der nächste Künstler ist Astor. Er hat gestern klammheimlich das Kitten-Nassfutter ausgefressen und sich den Bauch vollgeschlagen. Wir waren nicht wenig erstaunt, als er Lippen-leckend vor dem Kittenzimmer stand und wir wenig später den leeren Teller sahen. Ratzeputze aufgefressen.

Auch Alpha musste schon nachsehen, was sich da alles bewegt und kam aus dem Knurren nicht mehr heraus. Sie musste zwar interessiert beobachten, aber gleichzeitig auch verteidigen – was auch immer.

Die anderen getrauten sich nicht so, alles Neue im Kittenzimmer anzusehen oder zum Beobachten zu kommen. Das sonntägliche Wiegen und Bürsten wurde für die einen dementsprechend etwas zur Tortur. Und wen erstaunt es, wer zugenommen hat? Alba.

Doch auch ein anderer hat schön zugenommen: Missouri. Auch er ist prächtig am Wachsen. Noch immer hat er ein super kuscheliges Kitten-Fell. Und noch immer zieht er sein Ding durch. Doch langsam passt er sich auch uns an. Langsam. Er hat da seinen eigenen Kopf und seine eigenen Ziele. Doch mittlerweile weiss er, dass auch er abends seinen eigenen Teller Nassfutter bekommt. Zwischenzeitlich gehört er zu den ersten, die dann kommen. Leider ist er dann dermassen ungestüm, dass wir die kleinen Teller fest halten müssen, dass er sie uns nicht vor lauter Freude aus der Hand stösst. Dann frisst er sofort ratsch-ratsch. Später merkt er, dass ihm sein Futter niemand klaut und er kann langsamer fressen…

Jetzt hoffen wir, dass alle Kitten in der kommenden Woche schnell wachsen und bald gross und stark werden. Oder ganz ehrlich? Die Kleinen dürften immer so klein bleiben ;-)

ägschen...
23.11.2015 14:44:01

Nun ist bereits die zweite Lebenswoche unserer sieben, strammen Babies durch und wieder war einiges los – selbst für sie. Als Gini am Sonntag die Babies schreiben hörte, war es um sie geschehen. Sie wollte um jeden Preis zu den Babies. Sie hat Zinka aus der Box verdrängt und nun selbst die Rolle der Amme übernommen. Zeitweise hat sie sich so arg ausgebreitet, dass noch nicht einmal mehr Mami Zita in der Wurfbox Platz hatte. Wir konnten Gini minütlich aus der Box herausholen, sie war gerade so schnell in der Box, wie sie wieder draussen war.

Aus diesem Grund mussten wir anfangs Woche Zita mit ihren Kindern dann leider separieren. Zinka leistete ihr ab und zu Gesellschaft, aber Zita wäre viel lieber spazieren gegangen. Wir versuchten, Gini zu Frodo zu gesellen. Doch sie machte dermassen Terror, dass das nicht klappte – auch wenn Frodo lieb zu ihr war. Warum Gini nicht zu den Babies durfte? Nun, wenn die Babies an den Zitzen anderer saugen, kann das bei einer nicht-Schwangeren eine Brustentzündung hervorrufen und bei einer Schwangeren können dadurch die Wehen vorzeitig kommen.

Ab Gini’s 63. Schwangerschaftstag „erlaubten“ wir ihr, dass sie sich zu den Babies in die Wurfbox legen durfte. Vermutlich ab diesen, aber spätestens ab den nächsten Tag hatte sie Milch und fütterte Zita’s Babies mit. Natürlich ist das für Zita eine riesen Erleichterung, zumal Zita bereits wieder schlank und rank ist und wie ein Mähdrescher frisst. Dementsprechend „gedeihen“ nun die sieben Zita-Babies wunderbar und wir haben das Gefühl, noch nie solche „Möcklis“ gehabt zu haben. Die Kleinen sind schon jetzt sehr schwer und stramm.

Auf alle Fälle werden die sieben Babies bestens umsorgt. Man sieht nie ein „Unglück“ in der Wurfbox und es scheint so, als würden ihnen ständig „die Windeln gewechselt“ werden. Es nehmen alle prächtig zu und „gedeihen“ wunderbar. Aus Sicht der Kinder muss es das Milchparadies sein… Aus Sicht von Zita ist alles bestens. Zinka fühlt sich etwas verdrängt, da sie „hinten ansteht“ und Gini geht in ihrer Ammen-Funktion völlig auf.

Doch dann kam der 65. Schwangerschaftstag und nichts passierte. Dann er 66. Tag und wieder nichts. Und am 67. Tag hatte Gini Schmierblutungen und wir waren ziemlich auf „Zack“. Nun hat ein Röntgenbild gezeigt, dass da 3-4 Babies sein könnten, die aber noch nicht geboren werden möchten. Der Ultraschall sprach dann von drei, schlagenden Herzen. Auf alle Fälle sind die ungeborenen Babies sehr vital. Wir zottelten wieder nach Hause und warten noch immer – Tag 68.

Am Sonntag wollte Astor ausziehen. Wir hatten ein paar bange Minuten, bis wir ihn wieder gefunden hatten. Wie konnte das passieren? Bei uns hat es am Samstag fürchterlich gestürmt und aus Sicherheitsgründen haben wir die Glaswände auf dem Balkon zurückgeschoben. Der Rest überlebte den Sturm glücklicherweise. Doch zeitweise sahen ein paar Augenpaare zusammen mit mir zum Dach und dachten, wie lange hält das Dach über uns noch. Es stürmte fürchterlich.

Auf alle Fälle schneite es am Sonntag den ganzen Tag und ich liess unsere Vierbeiner den ersten Schnee schnuppern. Ich legte in der Balkontüre alles mit Tüchern aus und wollte gerade etwas holen, als ich dieses Geräusch hörte, dass mich zu einer schnellen Reaktion bewegte. Ohne nachzudenken sagte ich, Astor ist auf Nachbars Balkon gesprungen. Ich weiss heute noch nicht, wieso ich das wusste, hatte ich es nicht gesehen. Sofort ging ich auf den Balkon und fand Nestor auf dem Dach. Schnell holte ich ihn zurück auf den Balkon und schob nun die Glaswand wieder nach vorne.

Da unser Balkon auf dieser Seite verkürzt ist, versuchte ich über das Geländer auf Nachbars Balkon zu sehen. Doch ich sah nichts. In der Zwischenzeit ging mein Liebster nach unten, weil er vom Schlimmsten ausgegangen war. Ich war auf den anderen Balkon gegangen und sah nun, dass Astor sich unter dem Gartentisch versteckte. Als er mich sah und hörte, begann er zu weinen. Es brach mir fast das Herz und ich versuchte ihn mit meiner Stimme zu beruhigen. Wenig später kam dann mein Liebster bei unseren Nachbarn auf den Balkon und holte den grossen Mann. Erstaunlicherweise hat er den Sprung unbeschadet überstanden. Es brauchte allerdings etwas länger, bis er den Schock überwunden hatte – und einige Kuschelmomente. Doch bis zum Abend war alles wieder bestens.

Alle anderen hingegen genossen das Schneeabendteuer sehr. Alpha war natürlich die Erste, die im Schnee spazieren ging und Missouri machte es ihr sofort nach. Der Gang danach war lustig, als beide immer wieder ihre vier Pfoten ausschüttelten. Bei beiden sammelte sich der Schnee auch im Fell, da es noch immer schneite. Die anderen verzichteten eher auf den direkten Schneekontakt, es war ihnen vermutlich schlicht zu nass. Ich glaube, das zeigt auch gleich auf, wer mir jeweils den Wassernapf im Badezimmer ausleert!

Ja und seit Donnerstag haben wir keine Nacht mehr durchgeschlafen und gingen immer mal wieder nachts nach Gini sehen. Tagsüber ist es natürlich einfacher, auch wenn sie sich immer wieder in der Box verkriecht. Dementsprechend wären wir natürlich doppelt glücklich, wenn sie ihre Kids bald gebären würde… Doch bis dahin geht das Warten weiter… gähn… warten… gähn…

 

Mamisein
16.11.2015 11:33:05

Eine neue Kalenderwoche ist vergangen und wieder haben wir ganz viele Erfahrungen gesammelt. Die grösste Überraschung war diesbezüglich Zinka. Einmal mehr haben wir mit ihr viel gelernt. Doch zuerst zu den Babies. Allen sieben Babies geht es gut und sie nehmen schön regelmässig zu. Überhaupt sind sie in den letzten zwei Tagen auch körperlich sehr gewachsen. In der Zwischenzeit haben die Jungs und Mädels auch die Augen geöffnet (bis auf ein Mädchen), versuchen schon sich zu erheben und sind eine muntere Rasselbande. Doch noch besteht ihr Tagesablauf aus schlafen, trinken und natürlich wachsen.

Zita war nach der Geburt sehr müde und es dauerte einige Zeit, bis sie wieder fit war. Sie lag oft einfach nur bei ihren Kids. Und jedes Mal wenn es sich ein bisschen nach "Essen parat machen" anhörte, stand sie in der Küche und meldete ihren Hunger an.

Als wir dann am dritten Tag zu ihrer Wurfbox kamen, waren wir ziemlich überrascht. Mit Kissen hatten wir die Box verkleinert. Nun, der Anblick, der sich uns bot, war wirklich einmalig: vorne lag Zinka mit einem Haufen Kids und auf den zwei Kissen lag Zita erhöht und hatte zwei Babies an ihren Zitzen. Doch Zinka, was machst du hier?

Wir nahmen Zinka heraus, doch sie wollte unbedingt in die Wurfbox. Nun gut. Wir vergrösserten die Wurfbox und entfernten zwei Kissen, sodass beide Damen Platz fanden. Überhaupt, für den Rest der Woche war Zinka einfach bei Zita und irgendwann gingen die Kids natürlich auch an Zinka's Zitzen und "suggeleten". Eben genau so, wie es nicht sein sollte. Warum nicht?

Bei schwangeren Damen kann es Wehen oder die vorzeitige Geburt auslösen und bei nicht schwangeren Damen kann es zu Brustentzündungen kommen. Beides interessierte Zinka nicht, sie wollte Amme sein. Bis am Sonntag blieb sie ständig bei Zita und kam noch weniger aus der Wurfbox, als ihre Schwester. Doch die Babies pflegte und putzte sie mit grösster Hingabe. Wir gaben auf und liessen sie gewähren. Zita schien es nichts auszumachen und die beiden hatten schon immer ein innigeres Verhältnis.

Gini hingegen hatte die Babies komplett ignoriert oder nicht weiter bemerkt, bis zum Samstag-Abend. Da erklärten zwei der Babies ihren Unmut über das abendliche Wiegen lautstark und das weckte den Beschützer-Instinkt bei Gini. Doch was wir dann am Sonntag erlebten, war noch die grössere Überraschung. Nun zwängte sich auch Gini in die Wurfbox und verdrängte sowohl Zinka, wie auch Zita.

Zita und Zinka haben noch heute "Respekt" vor ihrer Mutter und liessen sie gewähren. Doch das ging gar nicht! Bei Gini steht die Geburt diese Woche an und wir brauchen weder vorzeitige Wehen, noch eine Frühgeburt. Beides ist Gini egal, sie will jetzt für die Babies sorgen. Wir haben alles probiert, um sie von der Wurfbox wegzubringen, aber sie fand immer wieder einen Weg. Schliesslich kapitulierten wir und separierten Zita. Doch nun liegt Gini ständig vor dieser Türe...

Ja und wie reagierten die Kids auf diesen Tumult? Überhaupt nicht. Ihr einziger Wunsch ist eine "Zapfsäule" mit fliessender Milch. Egal, ob die nun von Mami, Tanti oder Grossmami kommt. Doch kommt nichts, wechseln sie und landen am Schluss doch immer wieder bei ihrem Mami. Zita hingegen scheint es sehr zu geniessen, wenn ihre Babies bei ihr an den Zitzen sind und lässt sie ziemlich gewähren. Zinka sieht dann zu und macht den Putzdienst. Was will Mami noch mehr? Ich glaube nicht, dass Zita schon oft "Windeln gewechselt" hat, dafür war Zinka da...

Am Samstag haben wir auch versucht, mal zu evaluieren, was für Geschlechter die Babies haben könnten. Auf Grund der Ersteinschätzung sind die drei Roten alles Buben. Zwei sind wirklich Dunkelrot und einer könnte ein Silber-Rot haben ist zudem getigert (Mackerel). Bei den "Schwarzen" haben wir sicher drei Damen, vermutlich werden sie drei Schildpatt-Damen, und einen Buben. Der Bube ist der Letzt-Geborene und vermutlich werden wir ihn deswegen Benji taufen. Natürlich muss es dann auch noch vom Wesen her passen.

Ja und dann ist da noch ein anderer, junger Mann da: Missouri. Ich denke, er hat sich bestens eingelebt. Ich bewundere ihn, wie selbstständig er ist. Er zieht meistens sein eigenes Ding durch, kopiert schon auch von den anderen, aber ist nicht auf sie angewiesen. Frodo musste ständig den Goodwill von Gini haben, deshalb achte ich besonders darauf und deshalb habe ich auch solche Freude an Missouri. Er ist ein grosser Kuschelbär und hat noch dieses samtige, weiche Fell. Glücklicherweise liebt er es zu kuscheln und gestreichelt zu werden, so passt es. Er entwickelt sich prächtig und hat in den letzten zwei Wochen schon über ein Kilo zugenommen. Er ist völlig unkompliziert, was das Futter anbelangt und frisst das, worauf er gerade Lust hat.

Was mich überaus sehr erstaunte war, dass Missouri über eine Woche brauchte, bis auch er zu unserer abendlichen Fütterung erschien. Doch zwischenzeitlich steht auch er ganz ungeduldig inmitten Aller und kann es kaum erwarten, seinen eigenen Teller mit Futter zu bekommen.

Gleich lange brauchte es auch, bis Missouri zu den "intelligenten" Futter-Napfs kam, die es fast immer für die Gute-Nacht-Leckerli gibt. Doch nun hat es auch Missouri eilig, zu diesen Spielgeräten zu kommen und zu "arbeiten". Gerade gestern habe ich beobachtet, wie Missouri und Nestor abwechseln aus einer Schublade Cosma-Leckerli frassen. Es hat mich gerührt, wie schön die Zwei geteilt haben. Ja, hier waren alle beschäftigt und Missouri konnte zusehen, wie alles funktionierte. Er konnte dann sogar die zweite Schublade selbst öffnen!

Missouri hat diese Woche sogar den oberen Stock erkundet. Am Donnerstag habe ich ihn mit der Leiter in den oberen Stock gebracht und ihn dort „ausgesetzt“.  Eigentlich hatte ich ihm schon vorige Woche diese Etage gezeigt, aber scheinbar war es zu früh. Missouri erkundete den Teil ausgiebig und ich liess ihn dort oben zurück. Wir hatten noch andere „Aufgaben“…

Ich war ziemlich wütend auf Gini – und vielleicht noch mehr auf mich/uns. Eigentlich ist die Spensa Tabu-Zone für unsere Vierbeiner. Doch damit Gini und Zita ungestört das Mami/Baby-Futter essen konnten, liessen wir sie in der Spensa fressen. Ja und am Dienstag oder Mittwoch hat Gini anschliessend scheinbar eine Klettertour unternommen und dabei die Giesskanne mit ihren drei Litern Wasser ausgeleert. Das Wasser war überall verteilt. Wir hatten bereits am Vortag eine Rettungsaktion gestartet, doch nur das Nötigste bearbeitet oder entfernt. Glücklicherweise hatte es keine Lebensmittel erwischt, sondern das ganze hat sich v.a. bei den Futterdosen verteilt. Nun gut, lange Worte, kurzer Sinn: am Donnerstag räumten wir die ganze Spensa aus, putzten alles und mussten massenweise Futterdosen aus der Verpackung auspacken und lose wieder einräumen. Alles stand in der Küche und wurde ausführlich von unseren Coonies beschnuppert und manchmal auch bestiegen.

Währenddessen sahen wir immer wieder nach Missouri, der es scheinbar im oberen Stock genoss. Irgendwann lag er auf der obersten Etage im Kratzturm, somit hatte er den kleinen Sprung geschafft und ich war zuversichtlich, dass er somit auch den Weg nach unten finden würde. Wenig später sprang der junge Mann auch schon wieder um unsere Beine. Im Verlaufe der Putzaktion wechselte er immer wieder zwischen dem oberen Stock und unseren Beinen ab. Somit schaffte er den Auf- und Abstieg problemlos, aber ich verpasste diesen immer. Wir fanden partout nicht heraus, wie Missouri den Kratzturm rauf und runter kam. Doch scheinbar genoss Missouri diese Zeit und schlief auch am Freitag gerne im oberen Stock, auf den grossen Kratzteppich.

Am Freitag früh musste Frodo nüchtern zum Tierarzt. Der Arme hat arg gelitten, weil er 12 Stunden vorher kein Futter mehr bekommen hatte. Die Operation hat Frodo bestens überstanden und nun warten wir alle ganz gespannt auf seine weitere Entwicklung. Er ist schon sehr viel ruhiger, aber noch immer an den Mädchen interessiert. Wenigstens hat am Wochenende das Markieren in seinem Zimmer aufgehört. Jetzt muss dies nur noch für die ganze Wohnung aufhören…

Willkommen
09.11.2015 09:12:54

Die Hälfte der Woche hatten wir ein Fauch-Konzert. Jeder nutzte diese Kommunikationsart im Verlaufe der Woche und immer abwechslungsweise jemand anders. Waren anfangs Woche die einen noch „neutral“, fauchten später diese und die grossen „Faucher“ wurden „neutral“. Irgendwann hatte jeder einmal eine Weile gefaucht und ich hatte das Gefühl, jetzt sei ausgefaucht… Doch dann kam wieder alles anders…

Missouri hörte bald mit dem Fauchen auf und lebte sein Ding. Im Verhältnis zu den anderen ist er wirklich noch klein und kann noch andere „Sachen“ machen. Enge Durchgänge sind für ihn noch passierbar, wo unsere Grossen teilweise passen müssen. Doch unsere Traditionen und Gewohnheiten interessieren ihn noch wenig. Wenn wir abends zum Essen rufen, braucht er eine Extra-Einladung. Die grosse Fütterung interessiert nicht mehr. Auch wenn wir dann zum grossen Spiel aufrufen, kommt nur noch ein Teil unserer Familie.

Dafür geht es beim Spiel weiterhin hoch zu und her. Wehe, sie werden losgelassen. Missouri liebt das Spiel so sehr, dass er es um jeden Preis fangen will. Nur manchmal kommt ihm Amur in die Quere. Ansonsten ist unser Ziel, den jungen Mann so müde zu machen, dass auch Zinka, Alpha, Anka und Amur noch zum Spielen kommen.

Um mit Astor zu spielen, muss man das Beamer-Licht nehmen. Das ist sein Element. Kaum hört er den Ton von diesem Spielzeug, steht der sonst vermeintlich schlafende Kater hellwach vor uns und jagt dem Licht nach. Er hat das „Alters-Recht“, welches Missouri sehr achtet. Er rennt ebenfalls sofort dem Licht nach, aber nur, wenn Astor nicht auch kommt. Sonst lässt er ihm den Vortritt. Jaja, dieses Beamer-Licht hat es in sich und wird sozusagen nie gefangen. Eigentlich eine frustrierende Sache… Doch von den Jungs heiss geliebt – so heiss geliebt, bis Astor und nun auch Missouri ausser Atem sind und sich hechelnd niederlegen…

Am Wochenende musste Missouri zweimal unter die Dusche. Er hat irgendwie eine dermassen komische Stellung bei seinem Geschäft, dass er stets irgendwie die Hinterpfoten dreckig macht. Hinzu kam, dass der junge Mann Durchfall hatte. Die Antwort für diesen Grund kam bald. Zahnwechsel! Am Sonntag fand ich ein kleines Zähnchen…

Doch was mir weniger passt, ist, dass dieser junge Mann gerade der grösste Trotzkopf auf Erden ist. Wirklich ganz klar bemerkt hatte ich es am Sonntag. Nachdem ich Missouri am Samstag lange putzen musste, weil er unbedingt in die halb leere Katzen-Gras-Kiste liegen wollte, wollte ich das am Sonntag nicht mehr. Die Kiste ist voller nasser Erde und Missouri stank danach fürchterlich und hatte überall Dreck im Fell und war nass. Dementsprechend versorgte ich das Kistchen auf dem anderen Balkon, doch nun machte er sich im bestehenden Kistli Platz, schob das Katzengras beiseite und legte sich wieder in die Erde. Ich hob ihn heraus und sagte, dass ich das nicht mehr wolle. Ich nahm ihn vielleicht dreimal heraus und schliesslich zottelte er von dannen… dachte ich und sah, dass der junge Mann unter dem Kratzbaum in Stellung ging, um ein dickes Geschäft zu erledigten...

Ansonsten ist Missouri sehr anhänglich, wobei dies schon etwas nachgelassen hat, da er auch sehr viel schläft. Er liebt es, in Form der liegenden Acht um unsere Beine zu laufen, sodass man einfach stehen bleiben und den jungen Mann knuddeln muss. Raffiniert. Überhaupt liebt es Missouri, zu knuddeln und zu kuscheln. Richtig Süss. Nur seinen Namen finde ich noch immer zu lange und überlege mir einen neuen. Doch desto mehr Zeit vergeht, desto schwieriger. Vermutlich landen wir doch bei Jouri, den mein Liebster als Zwischendurch-Kosenamen nutzt.

Ja und am Freitag war es dann soweit. Das war der 65. Schwangerschaftstag von Zita. Wir waren den ganzen Tag „auf der Hut“ und beobachteten sie. Eigentlich hatten wir sie schon seit dem vorherigen Tag beobachtet. Abends durfte sie in der Wohnung bleiben, während dem alle anderen mit meinem Liebsten spielten. Ich kam hingegen nicht vom Fleck, da ich ständig wieder nach Zita sehen musste. Sie begann zu nesten und nahm alles irgendwie unter die Lupe. Ich dachte schon, es wäre soweit. Dementsprechend durfte sie so oder so bei uns übernachten. Mein Liebster stellte sogar den Wecker auf 4 und 6 Uhr, um zu überprüfen, ob noch alles in Ordnung war. Es war.

Nach dem Mittagessen verzog sich Zita ins Kartonhaus und ich hatte es nicht mitbekommen. Deshalb musste ich sie zuerst suchen. Somit hat neuerdings unser Kartonhaus zwei neue Fenster bekommen, die ich zu diesem Zweck machte. Doch statt Zita fand ich Anka im Haus. Zita hatte sich noch viel besser versteckt. Schliesslich kam auch sie wieder heraus und fand den Weg hochschwanger wieder nach unten. Schon erstaunlich, was sie in diesen letzten Stunden noch alles machen mochte. Glücklicherweise vergingen die nächsten Stunden ereignislos und sie blieb im Raum Küche liegen.

Nach 20 Uhr hatte ich mich auf dem Sofa installiert und wollte endlich einmal an meinem Fotobuch weiterarbeiten. Natürlich kam ich nicht weit, denn mein Liebster kam wenig später vom Einkaufen zurück. Aus irgendeinem Grund sah ich nach Zita und wusste, dass sie jetzt mit der Geburt anfangen würde. Doch sie hatte sich im Kratzturm in der Höhle versteckt. Ich nahm sie heraus und legte sie in den vorbereiteten Wäschekorb. Wenig später ging es los und das erste Baby kam auf die Welt. Ja und so waren wir die nächsten drei Stunden beschäftigt.

Glücklicherweise waren wir beide Zuhause und so konnten wir uns die Aufgaben teilen. Natürlich machte Zita den Hauptteil. Es tat mir fürchterlich weh, als sie vor Schmerz aufjaulte, bevor das erste Baby kam. Ich fühlte mich machtlos und konnte sie nur streicheln und gut zureden. Kaum war das erste Baby da, hat sie den Schmerz vermutlich auch schon verdrängt oder vergass diesen und ging in ihrer Aufgabe völlig auf. Sie machte das alles bravurös und selbstständig. Zwischendurch kamen die Jungs vorbei und mussten arg schnüffeln, verstanden aber nicht ganz, was jetzt wirklich passiert war.

Ja und so kam ein Baby nach dem anderen und ich hatte das Gefühl, dass es nur Rote und Schildpatt gab. Doch natürlich ist das schwer zu sagen, wenn alle Babys noch nasses Fell haben. Mein Liebster führte Buch mit „Rangfolge“ und Geburtszeit. Ich war mehr für die Erst-Versorgung zuständig. Doch Zita machte selbstverständlich die Hauptarbeit. Ich war lediglich darum bemüht, das Gesicht der Babys sogleich vom Schleim zu befreien. Eins um das andere lebte und darüber waren wir sehr froh.

Beim siebten Baby hörte es dann auf und ich war glücklich, dass es nicht mehr waren. Doch eine knappe Stunde später lugte plötzlich wieder eine „Blase“ heraus und ein nächstes Baby kam. Ich wollte es nicht wahr haben, aber ich hatte es schon vorher im Bauch von Zita gespürt, dass da noch etwas lag. Zita war ziemlich erschöpft und an dem achten Kind nicht wirklich interessiert. Schnell befreiten wir das Baby von seinem Schleim, doch nun bemerkten wir, dass es so komisch hechelte. Bekam es nicht genügend Luft? Ehrlicherweise wirkte es nicht sonderlich überlebungsfähig, aber nichts desto trotz versuchten wir das kleine Ding so gut wie möglich „zu aktivieren“. Ich musste meinen Liebsten richtig zwingen, dass er es nicht „lieb“ streichelte, sondern wirklich das Blut zum Zirkulieren brachte. Ich glaubte irgendwie nicht, dass dieses Baby die Nacht überleben würde…

…doch es überlebten alle acht Babys die erste Nacht und den ersten Tag. Der Nachzügler hechelte zwar am Abend noch immer, aber er lebte. Dann kam die zweite Nacht und der zweite Tag und alle nahmen sogar wesentlich zu! Erstaunlich! Doch heute Morgen kam dann die Böse Überraschung und ein Baby lag eiskalt neben allen anderen (notabene neben dem Wärmekissen!). Das machte mich traurig. Es war nicht der Nachzügler, sondern eines von den vermeintlichen Schildpatt-Mädchen.

Doch im Nachhinein weiss ich wieder, dass ich dieses Mädchen schon am Tag zuvor immer wieder zu den anderen gelegt hatte, weil es so abgesondert gelegen hatte. Wieso hat dieses Mädchen die ganze Schwangerschaft und erst recht diese anstrengende Geburt mitgemacht, um jetzt zu sterben? Das erscheint mir so sinnlos… doch irgendetwas muss es wohl doch bedeutet haben.

Unsere grosse Familie liess diese kleine Familie in Ruhe. In der Zwischenzeit haben wir Zita mit ihren Kids in die Wurfbox gezügelt und sie scheinen sich wohl zu fühlen und sich ihrer grössten Aufgabe zu stellen: zuzunehmen und zu wachsen.

Einzig Zinka war am Sonntag lange immer wieder bei ihrer Schwester und hat ihr von oben zugesehen. Kaum war Zita mal aus dem Nest, ging Zinka sofort zum Riechen und musste alles (oder alle Babys?) genauestens erschnüffeln. Ich hatte Freude, dass Zinka so lieb war, hatte sie doch davor am Längsten immer Missouri angefaucht.

Dafür fauchten nun alle anderen Zita an. Überhaupt nicht nett. Das dauerte den ganzen Samstag immer wieder so. Nur Gini fauchte noch länger. Sie schien ziemlich eifersüchtig zu sein, dass Zita schon Babys geboren hat – so unsere menschliche Einschätzung der Situation. Dementsprechend habe ich schnellstens das zweite Plätzchen für sie parat gemacht, dass sie schon bestens kennt. Doch gebracht hat es noch nichts… mal sehen. Auf alle Fälle habe ich Zita ein Teller Baby-Futter ins Zimmer gestellt. Heute Morgen war der Teller ziemlich ausgefressen, was kaum alles Zita gegessen haben wird… Wer wohl der „Dieb“ war?

Missouri's Transfer
02.11.2015 10:30:37

Die Woche zeichnete sich durch das Warten auf das Wochenende aus. Wir zählten die Tage, bis es soweit war. Wir freuten uns sehr darauf. Am Samstag sollten wir endlich Missouri kennen lernen und er bei uns einziehen.

Wir bereiteten alle darauf vor, erzählten ihnen jeden Tag, dass wir am Samstag ein neues Familienmitglied bekommen würden. Streichelten unsere Lieben schon die ganze Woche viel, sodass es jedem gut ging – so dachten wir zumindest...

Dann kam der Samstag. Wir standen um 4.30 Uhr auf, damit wir rechtzeitig zum Flughafen kamen. Ich musste noch meine Boardingkarten organisieren und damit ich diese bekam, musste ich das Ticket für Missouri bezahlen. Ich hatte ihn bereits im Vorfeld angemeldet und das war entsprechend „in“ meinem Ticket hinterlegt.

Eigentlich hatten wir die Zeit gut berechnet, doch wie es so oft ist, kommt es anders als geplant. Wir gingen ans Check-in 2 statt 1, am Check-in 1 hatte die Dame Probleme mit der Kreditkarte und es dauerte länger. Da sie unseren Abflugtermin kannte, wurde sie immer nervöser, was nicht der Lösung diente.

Schliesslich düsten wir durch all die Duty-Free-Shops hindurch zur Sicherheitskontrolle und wählten prompt die langsamste Kolonne. Doch nicht nur das, mein Liebster wurde durch Zufallsgenerator noch für die genaue Leibesvisite auserkoren und zu allem Übel enthielt sein Rucksack einen Becher, der für Flüssigkeit gehalten wurde. Ich "träbelete" da, wurde zunehmend nervöser, schliesslich war es bereits 7.10h, seit 7h wäre Boarding gewesen und um 7.25h würden wir abfliegen. Mein Liebster wollte mir schon die Boarding-Pässe in die Hand drücken, damit wenigstens ich fliegen konnte.

Schliesslich düsten wir weiter und kamen ausser Atem zum Gate. Doch glücklicherweise hatten wir noch Zeit, denn ich musste dringendst auf das Klo. Also sprintete ich zurück und war die letzte einer langen Kolonne. Dann füllte ich noch meine Wasserflasche und kam sehr spät zurück. Natürlich waren wir die letzten, die den Bus bestiegen. Nicht (nur) wegen uns flogen wir schlussendlich mit einer halbstündigen Verspätung ab, weil der Verkehr morgens scheinbar so dicht sei.

Doch die Flugzeit war mit 1.5h berechnet und effektiv nur 65min. Somit kamen wir fast pünktlich in Hannover an. Im Eiltempo verliessen wir das Flugzeug und dem Ausgang entgegen. Wir fanden die Autovermietung auf Anhieb und bekamen auch das Mietauto sehr schnell. Perfekt. 30min nach Ankunft waren wir bereits mit dem Auto unterwegs.

Die Ankunft und der Abflug mit dem Flugzeug waren gegeben gewesen und wir hatten berechnet, ob es uns reichen würde. Doch als wir am Vortag erfuhren, dass wir mit bis zu 30min Stau rechnen müssten, waren wir sehr unsicher, ob wir den Trip wirklich so durchziehen wollten. Eine Stunde mehr oder weniger Zeit für den Besuch, kam uns sehr wohl darauf an. Doch wir hatten scheinbar super Glück, wir hatten nicht nur keinen Stau, sondern kamen auch besonders schnell durch. Einfach perfekt.

Die Lotsung hatte das Navigationsgerät von Butz übernommen. Zwischendurch meldete sich das Navi zwar mangels GPS-Signalen ab, aber es kam immer rechtzeitig zurück, sodass wir keine Abzweigung verpassten. So fanden wir das bisherige Zuhause von Missouri auf Anhieb. Doch als wir klingelten, war "niemand" Zuhause.

Wir standen vor dem Tor, das zum Garten führte und wurden lautstark mit Miauen begrüsst. Einer nach dem anderen wollte uns ansehen und fühlte sich hinter dem Zaun sicher. So waren wir vermutlich beide "sicher" und konnten uns je bestaunen. Schliesslich kam Günther vom Duschen und öffnete uns das Tor.

Nach dem Hallo führte er uns in den oberen Stock und in das Zimmer, wo Missouri mit seinem Mami und seinen Geschwistern noch Zuhause war. Missouri versteckte sich ziemlich schnell unter dem Bett und Moonspell schwänzelte herum. Selbstverständlich war nichts mit "Hallo Missouri, wir sind deine neue Familie - Begrüssung, Umarmung und Kuscheln". In diesem Moment hatte ich auch das Gefühl, dass sich meine "Theorie" bestätigte, dass Kitten, die wissen, dass sie in der Familie bleiben, viel selbstsicherer sind - so Moonspell. Wir hatten Zeit.

Doch wie war unser erster Eindruck von Missouri? Keine Frage, wir hatten uns ja schon vorher verliebt. Ich war viel mehr erstaunt, weil unser grosser Mann doch auch noch "klein" und Baby war. Mit seinen fast 4.2 Monaten dachte ich, dass er schon viel mehr junger Erwachsener sei und bin glücklich, dass er auch noch "Kitten/Baby" ist. Später konnte ich den jungen Mann halten und er hat ein samtweiches, kuscheliges Fell.

Wir zügelten irgendwann in den unteren Stock und tranken und assen Tee und Kuchen. Währenddessen spielte Missouri mit seinen Geschwistern im Wohnzimmer und tobte sich aus. Oh wie ich mich auf unseren nächsten Wurf und die Kitten freue. Es ist schon spannend, den Kitten einfach beim Spielen zuzusehen und da geht es nicht zimperlich her. Katzenfernsehen!

Ich beobachtete die Drei immer wieder, versuchte mitzuspielen, war allerdings eine Fremde und suspekt. Trotzdem konnte ich Missouri zwischendurch halten und knuddeln. Himmel, ist das ein Schmuse- und Schnurrlibär. Doch es war mir natürlich recht, dass sich Missouri möglichst austobte und viel Bewegung hatte, zumal er das die nächsten Stunden nicht mehr haben würde.

Es reichte während Kaffee und Kuchen Informationen zu BARF zu erhalten und danach noch den Garten anzusehen. Natürlich wollten wir unbedingt noch Papa Boots sehen, der im Kater-Gehege lebt.

Haus und Garten scheinen ziemlich auf die Coonie-Familie ausgerichtet zu sein und es war spannend, alles anzusehen und gab uns Ideen, was wir noch machen könnten. Dummerweise vergass ich zu fotografieren, deshalb die Erzählung dazu: neben der Haustüre befindet sich ein Klettergerüst, dass in ein Zimmer führt, wo das Futter steht. Im Garten vor dem Haus hat es am Rande einen gebauten "Tunnel" zu einer Katzen-Arena und viel Schilf. Immer wieder hatte es aus Baumstämmen mit Plattformen erklimmbare Erhöhungen gebaut, die natürlich in die Umgebung eingebunden waren.

Dann kamen wir zum Kater-Gehege, das im hinteren Hausteil ist. Dort leben die (potenten) Jungs in einem umgebauten Sauna-Haus, das ihnen alleine gehört. Sie haben einen eigenen Bereich, mit eigenem Haus, einen Sandkasten als Klo und ebenfalls Erhöhungen und sogar noch eine Wackel-Brücke.

Doch leider mussten wir nun langsam auf die Uhr schauen, denn auf dem Rückweg mussten wir bestimmt mit Stau rechnen, was uns Manuela nach einem Blick ins Internet auch bestätigte. Schnell brachten wir das Formale hinter uns und schon waren wir abfahrbereit. Erst da realisierten wir, dass es ja nicht nur um ein "Willkommen bei uns" geht, sondern für Manuela und Günther nun der Abschied bevor stand. Oh, ich konnte nachvollziehen, was das bedeutete...

Schliesslich fuhren wir ab, mit Missouri in unserer Mitte. Und widererwartet kamen wir nicht nur ohne Stau zum Flughafen, sondern auch besonders zügig voran - ganz wie ursprünglich geplant. Wir räumten das Auto aus, der Boy umrundete das Mietauto einmal und schon war das Auto abgegeben. Unglaublich schnell und unkompliziert.

Wir gingen zum Terminal und wollten auch die Sicherheitskontrolle hinter uns bringen. Doch natürlich mussten wir erst erfahren, wie das ging. Ich musste also mich zuerst fertig machen, dann wie ein Hampelmann (kann man das noch ernst nehmen?) zwischen die Geräte stehen, dann Missouri auf dem Arm holen, mit ihm durch die Kontrolle laufen und mich anschliessend, mit Missouri auf dem Arm, "begrapschen" lassen. Liebt man/frau Körperkontakt, muss man wohl bei der Sicherheitskontrolle anheuern...

Meine grösste Angst hingegen war, dass Missouri aus Angst "abhauen" könnte. Selbstverständlich wollte er nicht aus seiner Tasche herauskommen, er verkroch sich danach im Arm meines Liebsten und als ich ihn holte, dann bei mir. Als wolle er von allem nichts mitbekommen und nichts sehen. Er war so weich und kuschelig und krallte sich mit seinen Pfoten richtig fest, als hätte er Angst, herunterzufallen. Missouri war glücklich, wieder in seiner Tasche zu sein.

Danach hatten wir plötzlich unendlich viel Zeit. Während dem wir auf den Abflug warteten, konnte ich Missouri streicheln und er bekam noch ein paar Cosma-Leckerli. Ich war erfreut, dass er sie gerne hatte.

Irgendwann konnten wir dann einsteigen und unsere Plätze beziehen. Glücklicherweise schien das Flugzeug so alt, dass wir sehr viele Beinfreiheiten hatten. So konnte Missouri uns vom Boden aus ansehen. Der Flug verging schnell und einzig beim Aussteigen, als ich die Tasche vor mir herschob, weinte Missouri kurz. Ansonsten war er superlieb. Dann ging es zum Verzollen… und schon waren wir auf dem Heimweg.

Wir hatten uns bereits im Vorfeld genau überlegt, wie unser Ankommen verlaufen würde und so machten wir es auch. Wir würden Missouri kurz vor der Türe warten lassen, alle Coonies begrüssen und halten – damit sich der Duft von Missouri übertragen würde – und das Klo putzen. Dann durfte Missouri herein und musste gleich auf das Klo, damit er auch sicher weiss, wo es ist. Gesagt getan. Alles klappte bestens, bis der kleine Mann heraus kam. Dann begann das grosse Fauchkonzert…

… ja und wie es weitergeht, schreiben wir nächstes Mal…

5 Elemente gesamt

Herzlich WillkommenWir sind AnNa...(Anna's) Mollydooker's - unsere Maine CoonsBlog - aus unserem Altag erzählt...(Anna's) Mollydooker's - in BildernAnNa's Reisen - Einmal um die Welt