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Besserung
21.12.2015 12:09:32

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Dieser Satz geht mir nicht aus dem Kopf. Alle sagten uns, inklusive dem Tierarzt, dass wenn sich die Kleinen bis vor einer Woche nicht beim kleinen Roten angesteckt hätten, sie dann immun seien. Doch die darauffolgende Woche bekam einer nach dem anderen eine Erkältung. Wir sind gerade arg damit beschäftigt, allen die Äugelein  und die Nase zu putzen. Glücklicherweise scheinen wir nun in der letzten Phase zu sein und Besserung ist in Sicht.

Auch dem dunkelroten Buben geht es massiv besser. Er schläft noch immer viel, was ihm sicher bei der Heilung hilft. Wenn er wach ist, spielt er mittlerweile wieder ebenso ausgelassen, wie die anderen. Dann ist auch sein Äugelein wieder offen, wenn es auch noch sehr rot aussieht. Wir sind überglücklich, dass Besserung in Sicht ist. Auch hat der kleine Bube wieder zugenommen, was uns ausserordentlich freut. Doch bis zum grössten und schwersten Brüderlein ist noch viel aufzuholen…

Die Kleinen entwickeln sich auch prächtig. Wir haben da zwei Schwestern, die sich zum Verwechseln ähnlich sind. Auch sind beide unglaublich mutig und erklimmen schon schwindelerregende Höhen. Die Buben sind da noch eher „gemütlich“ und spielen lieber miteinander, jagen Schwänzchen und neuerdings auch Spielzeug. Es ist spannend, welches Spielzeug jetzt hoch im Trend liegt.

Die Woche davor war noch alles spannend, was gross war. Doch in dieser Woche begann auch das Kleine interessant zu werden. Das war dann auch der Zeitpunkt, wo der Platz um die Wurfbox nicht mehr ausreichte. Die Kleinen waren innert 2-3 Tagen „stubenrein“ und somit bekamen sie das ganze Katzenzimmer zur Verfügung – so dachte ich und machte alles parat. Dann oh Schreck stellte ich fest, dass es auf dem Bett fürchterlich stank. Das war vermutlich der Ort, wo Amur seiner Eifersucht, seiner Wut und seiner was-auch-immer freien Lauf liess und alles zum Ausdruck brachte. Sein Seich. Kurzerhand musste ich nicht nur die zig Kissen und Decken waschen, nein, sogar den dicken Matratzenbezug unter dem aufsaugenden Tischtuch. Nun gut. Die Kleinen bekamen dafür eine neue Decke und schienen nun nur noch auf dem Bett leben zu wollen…

Einen Tag später war das Bett wieder frisch bezogen, alle Kissen gewaschen und alles roch frisch und sauber. Vom ersten Tag an liebten die Kleinen die Kissen und hatten damit ihren eigenen Kletterparcours. Das Bett war und blieb der Lebensmittelpunkt – so schien es. Auf das Bett zu gelangen ist ganz einfach. Man klettert dem Bettüberwurf nach oben. Hinunterkommen ist allerdings schwieriger. Wir haben extra den Kletterbaum mit der Röhre am Bett platziert, das ist ein Weg, oder der kleine Kratzbaum, der als Treppe genutzt werden kann. Dann bleibt noch ein Sprung von vielleicht 30cm. All das wird mit Bravour gemeistert und es erscheint uns, als dass täglich neue Wege und Möglichkeiten ausprobiert werden. Hauptsache, es wird ein Platz noch höher als der andere gefunden.

Der kleine Sohnemann von Gini wächst dafür mit riesen Schritten mit. Auch er wollte schon am ersten Tag mit aufs Bett und obwohl ich ihn immer wieder in die Höhle des Kratzbaumes legte, fand ich ihn immer wieder auf dem Bett. Mir war nicht klar, wie der kleine Mann wieder hinunter kam. Doch er ist schon sehr wiff – muss er um seine Stiefgeschwister ja auch sein… Sie balgen sich mit ihm, als wäre er gleich gross und gleich alt wie sie und der Kleine hält sich also wirklich echt tapfer! Nur haben wir jetzt das Problem, wie bekommen wir diesen kleinen Mann stubenrein? Jedes Mal, wenn er wach ist, setze ich ihn nun aufs Klo… er nervt sich sicher schon…

Ja und was wir auch immer machen, ist zählen. Konkret auf acht. Und wehe, wir erreichen die Acht nicht, dann sind wir in Sorge. Gerade gestern bekamen wir einen grossen Schrecken. Ich dachte, ich würde alle Verstecke kennen, doch ich fand Kitten Nr. 8 nicht. Alle Suche blieb erfolglos. Mein Liebster meinte, dass die Kleinen einen Durchgang gefunden hätten, unter den Kissen durch, hinunter auf den Boden und dort hätten sie einen Durchgang beim Gestell hindurch und wieder nach vorne. Ich bin mir nicht sicher, ob das so wirklich klappt. Und wenn es wirklich klappt, dann maximal noch eine Woche, dann werden sie für diesen schmalen Durchgang zu gross sein – falls es überhaupt funktioniert. Nun gut, aber jetzt blieb mir nichts anderes übrig, als alle Kissen zu entfernen, die Durchgänge und Kanäle aufzuheben und nachzusehen. Nichts. Oh Schreck.

Während dem ich die Kissen wieder hinlegte, sodass neue Durchgänge entstanden, hob ich meinen Blick und sah ihn. Er lag auf den Deko-Kissen, die genau seiner Fellfarbe entsprachen – eine Tarnkatze.

Ja und dann sollten wir endlich wieder Fotos von den kleinen Rackern machen. Doch solange ihnen ihr Näslein rinnt, wäre es doch unfair, sie so abzulichten? Hoffentlich passt es heute…

Und allen anderen geht es auch gut. Keiner ist erkältet, aber der eine oder andere eifersüchtig. Glücklicherweise hatten wir am Samstag Besuch, der extra zum Spielen mit den Grossen gekommen ist. Ich hoffe, dass das alle etwas besänftigt hat.

Diese Woche geniessen wir Frodo und Alba noch, bevor sie dann am Wochenende ausziehen werden. Wie die anderen wohl darauf reagieren werden?

Misou hat sich hingegen ziemlich mit Alpha „arrangiert“. Er schaut ihr ziemlich viel „Verbotenes“ ab, aber die Zwei lieben es auch, auf dem Balkon, in der Kälte (?) zu schlafen. Misou braucht noch immer viel Zeit mit meinem Liebsten. Falls er die nicht bekommt, stellt er einen Seich an.

Alba stibitzt noch immer vom Babyfutter und da sie sich dafür nun oft beeilen muss, sprich schnell fressen, erbricht sie sich auch dauernd. Richtig nervig – und dafür haben wir noch ein „schärferes“ Auge, damit sie ja nichts stibitzen kann… und sie muss noch schneller fressen… und…

Astor hingegen hat noch immer Angst vor Frodo und Frodo geniesst es, dass er mal der Stärkere ist. Doch jedes Mal macht er die Rechnung ohne alle anderen: Amur kommt sofort und knurrt Frodo an, wenn dieser Astor jagt. Knurrt Amur kommt sofort Gini angesprungen und knurrt Amur an, weil dieser knurrt. Der Ärger ist jedes Mal vorprogrammiert…

Virus
14.12.2015 17:10:57

Dieses Mal hat es auch uns erwischt. Bislang waren wir von Viren und Krankheiten verschont geblieben. Doch nachdem ich über Wochen mit einer hartnäckigen Erkältung kämpfte, begann irgendwann Nestor vermehrt zu niesen. Wenn Nestor niest, ist Zita anschliessend erkältet. Sie hatte es arg erwischt, aber trotzdem pflegte sie ihre Kinder wie gehabt – liebevoll. Einzig legte sie sich eher mal an ein Örtchen ausserhalb der Umzäunung zur Wurfbox. Es grenzte schon fast an ein Wunder, dass sich die Kids nicht ansteckten. Doch dann begannen auch die Äugelein der Kleinen zu tränen.

Nun war unsere Pflege gefragt. Wir pflegten die Kleinen und putzen ihnen ihre Äugelein mit Wattebausch. Einzig den täglichen „Augendreck“ putzen wir ihnen nicht mehr mit den Fingern weg, sondern auch bei der Pflege. Ansonsten liessen wir den Dreck. In dieser Zeit wuschen wir unglaublich oft die Hände und tagsüber haben nun alle dreckigen Augen. Einzig der Erstgeborene von Zita hatte es erwischt. Es begann mit dem linken Auge, dass immer mehr zu schwoll. Dann kam die Erkältung dazu und es wurde immer schlimmer. Ich hatte schon bald das Gefühl, es war der Anfang vom Ende, doch der Tierarzt meinte mit einem Blick, „das kommt schon wieder“.

Meiner Meinung nach – und garantiert auch vom kleinen Ältesten – dauert das ganze einfach nur viel zu lange. Ein Blick auf die Gewichtsanzeige bei der Waage und die Meinung war gebildet: er ist ein Pummelchen, das packt er schon. Ich war verletzt über diese Aussage. Schon wieder jemand, der eine Hauskatze mit einer Maine Coon vergleicht. Der Kleine ist mit seinem Gewicht bei den drei Leichtgewichten, was mir Sorgen bereitete.

Doch zuerst durften wir die Medikamente geben. Die Augencreme war noch eine Sache für sich. Die Spritze gab glücklicherweise mein Liebster und die Pillengabe war ein reines Desaster. Wir flössten dem Kleinen schon Wasser mit der Pipette ein, was er hasste. Doch den Viertel einer Pille zu essen, wenn der Kleine doch noch nicht einmal etwas zum Kauen frisst? Er biss die Zähne dermassen zusammen, dass wir an ihm verzweifelten. Beim ersten Mal benötigten wir eine gefühlte Stunde und vier Viertel, bis wir dachten, doch jetzt hat er sie im Mund und auch geschluckt. Der erste Viertel landete auf dem Boden, der Zweite weiss ich nicht mehr und der Dritte kam nach gefühlten 5min wieder aus dem Mund heraus.

Wieder zurück zum Gewicht. Der Kleine stagnierte schon bald mit der Gewichtszunahme. Doch dann begann er zu allem auch noch abzunehmen und verlor über das Wochenende sicher 10% seines Körpergewichtes. Flüssigkeit flössten wir immer wieder ein, aber zum Fressen konnten wir ihn weder motivieren, noch zwingen, noch irgendwas. Er biss die Zähne dermassen fest zusammen, dass es für uns einfach kein Durchkommen gab. Er versteckte sich im hinteren Ecken oder erstaunlicherweise im Klo. Meistens schlief er oder lag einfach ruhig da und sah uns mit seinem Einauge – gefühlt – traurig an.

In unserer Verzweiflung versuchten wir ihm sogar einen „Schoppen“ zu geben. Doch auch den verweigerte er. Er leckte sich noch nicht einmal die Lippen, als sie nass waren. Das übernahm dann Gini. Erst heute hatten wir das erste Mal das Gefühl, dass die Erkältung nachlässt. Nur das Auge sieht einfach noch immer sehr, sehr unschön aus. Aber egal, ob der Kleine will oder nicht, wir pflegen ihn…

Ja, diese Woche waren wir diesbezüglich wieder voll eingespannt und wir haben die Zeit für die Katze anders als geplant eingesetzt. Sehr zu Freuden von Frodo. Am Freitag liess ich die zwei Jungs mit ihren Katerhosen in der Wohnung herumlaufen. Ich war immer wieder bei den Kleinen und habe nicht darauf geachtet, ob die beiden Jungs auf dem Klo waren oder nicht. Dementsprechend waren die Hosen bald einmal voll und stanken. Frodo kann, wenn er will, überhaupt sehr leise aufs Klo gehen, sodass man bei ihm glücklicherweise nicht mehr über jedes Geschäft informiert wird. Also zog ich den Beiden die Katerhose aus und liess sie weiter in der Wohnung herumlaufen. Wenig später führte sich Frodo wie ein junges Reh auf und machte Freudensprünge und Sprints durch die Wohnung, wie wenn er noch ein junger Kater wäre – ist er natürlich auch. Er schien es sichtlich zu geniessen.

Doch damit, dass Frodo und Amur wieder bei allen anderen lebten, hatte Astor sehr grosse Mühe. Seit seinem Fall faucht er Frodo an, wenn er ihn sieht und springt dann ängstlich davon. Wenn Astor davon springt, ist Frodos Jagdinstinkt geweckt und er springt hinterher. Immer, wenn Frodo bei Astor in der Nähe ist, kommt dann sofort Amur und steht knurrend vor Frodo. Sein Knurren ist dann eher wie ein weinendes, böses Knurren – wäre die Situation nicht ernst, wäre sein „Knurren“ lustig. Knurrt Amur, kommt sofort Alba und dann beginnt ein Pfotenkrieg. Leider lernt Frodo nicht, dass er Distanz zu Astor halten sollte und das Spiel beginnt immer wieder von vorne – glücklicherweise „nur“ 2-3 Mal am Tag, aber das reicht schon. Nachmittags verkriecht sich Astor sowieso oder ich suche ihn, damit er bei mir schlafen kann. Dann ist auch Frieden unter dem Dach. Nur nachts, da müssen die Buben dann wieder im Zimmer schlafen – damit Astor zur Ruhe kommt, damit Nestor nicht an der Schlafzimmertüre kratzen kann, damit Gini nicht alle „ihre“ Kinder vor Frodo verteidigen muss, damit alle „zur Ruhe“ kommen.

Stimmt, da ist noch Gini, die ich in der Reihenfolge vergessen habe. Wenn Astor weint, weil Frodo ihm zu nahe gekommen ist, kommt da natürlich auch noch Gini sofort angesprungen und schimpft. Wehe Frodo oder Amur kommen mal wieder ins Kittenzimmer, dann faucht und schreit Gini, bis die beiden Jungs wieder das Weite suchen. Jaja, wer einmal zu viel gefaucht hat, ist nachher nicht mehr willkommen! Frodo war einmal einfach viel neugieriger und hat sich sehr, sehr weit ins Zimmer gewagt. Doch dann hat Gini so lange geschrieben, bis wir freiwillig gekommen waren.

Wenn wir Frodo seinen Nachwuchs hinhalten, dann wird das Kitten ausführlich abgeschnüffelt und geputzt. Er liebt es, den kleinen Wesen zuzusehen und wäre jetzt wirklich gerne in der Nähe. Doch das hätte er sich vorher überlegen müssen, als er noch gefaucht hatte.

Amur hingegen ist ein Böser. Er hat vor den Kleinen solch grosse Angst, dass er immer alles anknurrt oder anfaucht. Sein Mundgeruch ist übelst, aber das hält ihn nicht davon ab. Zeitweise attackiert er sogar die schwangere Zinka, sodass wir unsicher über sein Verhalten sind. Hat er Mühe damit, dass der Nachwuchs nicht von ihm ist? Haben wir hier einen Potenz-Streit? Will er der Chef sein?

Einer, den das alles überhaupt nicht kümmert, ist Misou. Er zieht einfach sein Ding durch und macht seinen eigenen Schabernack. Seit anfangs Adventszeit hat es ihm der Adventskranz angetan. Die Eicheln sind schon ab, zwei Strohsterne haben immer mal wieder gefehlt, nach dem ersten Advent hat die erste Kerze gefehlt (wie intelligent, der erste Advent war ja durch) und neuerdings hatte Misou es auf die Beeren abgesehen, deren Art ich nicht kenne. Doch den Vogel abgeschossen hat jener, der am Samstag am Werk war: der Adventskalender lag nun umgedreht auf dem Boden. Das war das Ende des Adventskranzes und der Anfang von wieder überall verteilten Tannennadeln. Der kleine Mann hat kleinste Ästchen abgebrochen, ein Kinderspielt da der Kranz schon sehr trocken war, und damit ausführlich gespielt und versucht, alles unter den Kuhfellen zu verstecken… Verstecken und wieder hervorholen ist eine Lieblingsbeschäftigung von unseren Buben!

Dummerweise lernt Misou auch ziemlich viel Schabernack von Alpha. Sie ist unsere kleine Hexe und kann ziemlich viel aushecken, wenn sie nicht gerade schläft und ihr etwas langweilig ist. Dann schläft sie auch ab und zu auf dem Esstisch, was strikte verboten ist oder spaziert auf der Küchenkombination herum, die noch mehr Verbotszone ist. Aber davon lässt sie sich nicht abhalten. Unglücklicherweise habe ich dazu den Tetrapack Milch über Nacht auf der Küchenkombination liegen lassen. Der Drehverschluss war noch oben und der Pack lag der Länge nach da – frisch geöffnet und nur schnell abgelegt, habe ich ihn danach vergessen. Mist! Am nächsten Morgen sah ich die Spuren eingetrockneter Milch vom Pack aus wie ein Wasserfall über jedes Küchenkästchen auf den Boden und am Boden ein riesiger, vermutlich aufgeleckter See eingetrockneter Milch… Ich vermute, dass jemand auf dem Tetrapack getanzt hat und seinen Erfolg spritzig gefeiert hat. Meine Freude hielt sich in Grenzen…

Spannung
07.12.2015 10:52:40

Wir haben eine spannende Woche, mit vielen „Fernseh-Stunden“ hinter uns. Im Moment gibt es wirklich nichts spannenderes, als einfach vor der Wurfbox zu sitzen und zuzusehen. Doch wie soll ich beschreiben, was ich alles sehe? Ich sehe zu und geniesse.

In der aktuellen Phase der Kitten scheint die Grobmotorik geschult zu werden. Kleine Sachen interessieren sie noch nicht. Dafür werden bereits kleine und grössere Hindernisse einfach überwunden. Die Wurfbox hat schon seit über einer Woche den grossen Auslauf. Doch Ende letzter Woche haben wir etwas umgestellt. Der kleine Kratzbaum mit der Höhle zu unterst war mir zu „gefährlich“, da die Kitten-Mädels bereits in den ersten Stock kletterten. Wie sie herunterkamen, war mir schleierhaft. Dementsprechend haben wir den Kratzbaum herausgenommen. Am anderen Kratzbaum wird ebenfalls hinaufgeklettert, doch irgendwann lassen sich dann die Kleinen mit ihren Krallen „abseilen“.

Überhaupt wird alles erklettert, was sich so anbietet. Das Interesse am Spielzeug hält sich allerdings noch sehr in Grenzen. Interessant sind allerdings die hängende Maus beim Käse und eine Blume beim neuen Kleinst-Kratzbaum.

Geschlafen wird nachts zwar meisten in der Wurfbox, bei der wir nun den Ausgang um montieren konnten. Glücklicherweise hat sich diese Holzbox nachts zu einer kleinen Sauna entwickelt. Ich habe dieses Jahr das Gefühl, dass wir partout keine warme Wohnung haben. Aus diesem Grund haben wir gerade abends nach dem Lüften das Kitten-Zimmer mit Strom beheizt.

Tagsüber schlafen die Kleinen auch einmal an Ort und Stelle ein, wo sie gerade müde wurden. Schlafmöglichkeiten gibt es nun genügend. Das einzige Problem dabei, es könnte nass werden. Gini hat sich wieder angewöhnt, ihre Pfoten im Wassernapf zu waschen und bringt es tatsächlich fertig, gefühlt die ganze Wurfbox unter Wasser zu stellen. Super Vorbild, Mami!

Herzallerliebst war gestern das Mädchen mit dem weissen Gesicht. Sie und der Kleinste von Gini lagen im grünen Plüsch des Kleinst-Kratzbaumes, als sich das Mädel halb auf den Buben legte, ihn so „hielt“ und zu putzen begann. Mir kamen fast die Tränen, so rührte mich diese Szene. Dazu muss man wissen, dass die Kleinen erst gerade begonnen haben, sich wirklich zu putzen. Und wenn sie sich putzen, sieht es süss aus. Sie machen es mit einer Inbrunst und Herzblut, dass es eine wahre Freude ist, aber gleichzeitig ist ihre Feinmotorik noch nicht so geschult und das Lecken auch eine wirklich grosse Aufgabe. Und dann noch jemand anderen putzen? Wouw!

Wenn ich dann in der Wurfbox selbst sitze, mutiere ich zum Kletterparadies. Die Kleinen versuchen, mir auf den Schoss zu klettern und lassen sich dann die Bäuchlein streicheln. Einmal hat bereits ein Kleiner geschnurrt. Doch wenn sie wach sind, sind sie nie lange an einem Ort und ich muss sie bald wieder ziehen lassen. Nur einer blieb: der Kleinste. Der Gin-Bube ist für sein Alter schon sehr fit, hat jetzt die Augen offen und sieht vermutlich auch schon klarer. Er kommt auch selbstständig aus der Box heraus, ist allerdings noch immer am meisten an Ginis Zitzen interessiert. Er will gross und stark werden.

Also, wenn der kleine Mann wach ist, nehme ich ihn auf den Schoss. Die anderen nehmen selten auf ihn Rücksicht, aber er kommt sich zu wehren. Wenn er in der Box schläft, schläft meistens ein grosser mit ihm und sie kuscheln sich zusammen. Diesbezüglich sind wir überglücklich, dass er bei den Grossen aufwachsen kann. Doch jetzt liegt er mir auf dem Schoss und ich kann mit einem Finger sein Bäuchlein kraulen. Und was jetzt kommt, habe ich bei einem Kitten noch nie gesehen – aber normalerweise nehmen wir sie ja auch nicht so früh aus der Box heraus: der kleine Mann „aalt“ sich vor Wollust in meinem Schoss und geniesst das Kuscheln…

Ich glaube, ich habe bereits erwähnt, dass die Absperrung aus holzumrahmtem Plexiglas besteht. Die Absperrung ist einfach perfekt für Gross und Klein. Die Kleinen sehen alles, was draussen passiert und die Grossen kommen und sehen zu, was in der Box passiert – fast wie im Zoo. Und beide Seiten finden es spannend, was sie zu sehen bekommen. Die Grossen liegen manchmal sehr lange davor und beobachten. Ich bin mir nicht sicher, ob sie verstehen, was es bedeutet. Im Moment macht es ihnen vor allem noch Angst.

Ausser… Alba liebt die Baby-Nahrung und stibitzt immer mal wieder Trockenfutter. Sie hat überhaupt keine Angst vor den Kleinen. Astor hingegen hat schon Respekt, aber er liebt das Nassfutter und überwindet dafür seine eigenen Grenzen. Zinka ist sowieso oft da und Anka ist noch immer sehr auf Distanz. Die anderen sieht man ab und zu mal nachsehen, was sich jetzt dort bewegt. Alpha habe ich letzthin beobachtet, wie sie auf einer Erhöhung lag und den Babies zuschaute. Überhaupt hat sich diese Dame sehr stark verändert – oder ich hab es einfach nicht bemerkt. Alpha weiss immer haargenau, was sie möchte – und was nicht. Sie hat schon immer etwas auf Astor aufgepasst. Doch neuerdings hat sie Misu (Missouri) unter ihre Fittiche genommen, resp. Misu ist oft bei ihr und hat ihr schon vieles „abgesehen“ – das bringt uns Freud und Leid.

Mein Liebster erzählte mir letzthin, dass irgendetwas unsere Coonies erschreckt hat. Vermutlich hat jemand etwas ausgeheckt und die anderen haben nicht damit gerechnet. So oder so, Misu erschrak sehr und sprang dummerweise auf die falsche Seite. Sein aktueller Lieblingsplatz ist im oberen Stock, auf dem äussersten Zipfel. So sehen wir sein Fell von unten. Ja und so war die falsche Seite der Abgrund. Glücklicherweise hat es ihm nichts gemacht. Und wo ist sein neuster Lieblingsplatz? Der Alte und somit derselbe, gefährliche Platz am Abgrund…

Misu ist ein grosser Kuschelkater, der noch seine Flausen im Kopf hat. Oft rennt er einfach zwischen unseren Beinen durch, sodass wir fast stolpern oder flaniert um unsere Beine, wenn wir das Abendessen zubereiten. Misu ist der Erste, der einen Futternapf will und ist im Stande, 50 Mal auf dem Tischtuch am Boden auf und ab zu spazieren, wenn ich den Futternapf abstellen will. Eine Herausforderung. Hat er einen Napf, kommt er zur Ruhe – meistens. Doch dann muss er noch kurz prüfen, ob die anderen dasselbe haben oder ob es irgendwo noch etwas Besseres gibt. Dann kehrt Ruhe ein und es wird geschmatzt.

Unter den Jungs gab es in den letzten zwei Wochen Ärger. Am letzten Montag war ich zu müde für irgendetwas und setzte mich einfach auf einen Stuhl vor die Wurfbox und schaute staunend den Kleinen zu. Ich versuchte dazu Amur zu streicheln, doch seine Angst war zu gross und das Fremde zu nahe, sodass er auf das Bett sprang. Dort schnüffelte er herum und begann – für mich – urplötzlich zu pinkeln. Eine Welt brach für mich zusammen. Ab diesem Zeitpunkt musste Amur zu Frodo und am Freitag hatte er dann einen Tierarzt-Termin und bekam ein neues „Stäbli“, sodass er wieder chemisch sterilisiert ist. Jetzt warten wir noch darauf, dass es wieder wirkt.

Erstaunlicherweise ist während dieser Zeit Misu aufgetaut und es schien auch für die Mädchen entspannter zu sein. Hat Amur die anderen vorher drangsaliert, ohne dass wir etwas mitbekommen hätte? Unser liebster Babykater? Auf alle Fälle hat seit letztem Wochenende Astor unglaublich Mühe mit Frodo. Keine Ahnung, was zwischen den Zweien vorgefallen ist. Wissen tut es vermutlich nur Astor, da selbst Frodo auf das Gefauche von Astor mit Unverständnis reagiert. Doch Astor hat dermassen Angst vor Frodo, dass er sofort das Weite sucht. Frodo interessiert natürlich alles, was vor ihm wegspringt und folgt Astor. Astor knurrt und faucht und dann kommt Amur und stellt sich vor Astor und knurrt und faucht Frodo an. Zickenkrieg muss ja schon fürchterlich sein, doch diese Männerrunde überbietet alles.

Will Frodo seinen Kindern guten Tag sagen, wird er wieder angeknurrt. Aber auch Amur ist dort nicht willkommen. Gini steht dann wie eine Löwin am Eingang zur Box und knurrt. Kein Durchkommen. Vermutlich haben die Zwei einmal zu viel gefaucht… statt…

Doch zurück zu den Kleinen: am Sonntag haben die ersten Vier feste Nahrung zu sich genommen und die einen trinken schon Wasser – oder planschen sie nur? Bei der ersten Fütterung mussten die Mami’s schön draussen vor der Türe warten, sonst wären die Kleinen nicht zum Fressen gekommen. Mit ihren kleinen Mäulchen versuchten sie das Paté aufzulecken und schmatzten dabei köstlich. Zita durfte danach dann ausfressen…

3 Elemente gesamt

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