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Ferienrückkehr
30.03.2015 17:05:39

Wir kamen von den Ferien nach Hause und hatten das erste Mal seit sehr langem mal wieder dieselbe saubere Wohnung, wie als wir gegangen waren. Zita, Zinka, Gini und Amur hatten die Rückreise gut überstanden und hatten sich auch kaum bemerkbar gemacht. Wir hörten ein Hörbuch fertig und so waren wir alle bestens unterhalten.

Doch jetzt mussten wir dringend die Klos herstellen, da wir vor den Ferien noch alles geputzt hatten. Glücklicherweise machte keiner in die leeren Kot-Schalen. Ja und so packten wir alles aus und unsere Coonies fühlten sich auch sofort wieder Zuhause.

Die grosse Überraschung kam am nächsten Tag. Es war so schön, endlich wieder einmal im eigenen Bett zu schlafen, sodass wir kaum aus den Federn kamen. Doch wir mussten uns beeilen, da wir Besuch bekommen würden. Nun waren auch unsere Coonies aufgeregt, weil wir aufgeregt waren. Endlich kamen sie: Ümi und Putz brachten uns Nestor, Frodo, Alba und Anka zurück. Und nein, das war wahrlich keine Wiedersehens-Freude. Vom ersten Moment an zickte, fauchte und knurrte Nestor wieder. Jeder bekam seine Tatze zu spüren, der ihm zu nahe kam. Natürlich störe ich mich nicht weiter daran und hielt ihn doch einen Moment ganz fest umarmt, um ihn zu begrüssen. Danach liess ich ihn für die nächsten Stunden; vermutlich sogar für die nächsten Tage.

Frodo und Anka kümmerte all das nicht, sie fühlten sich sofort wieder Zuhause. Nur Alba zickte auch und verschliesst sich seither noch mehr. Das schmerzt mich. Sie ist im Moment vermutlich ziemlich sauer auf mich und sucht nun die Nähe meines Liebsten – noch immer.

War Gini vorher immer bei den anderen und um uns herum, verzog sie sich jetzt wieder in das Büro meines Liebsten, ihrem Lebensmittelpunkt. Zu meinem grössten Erstaunen begann nun auch Zinka zu den unmöglichsten Zeitpunkten und Gegebenheiten zu fauchen und sich zu verteidigen – vor was auch immer. Und dann war da noch Amur, bei dem alle Sicherungen durchbrannten, als er Anka sah und roch. Von diesem Zeitpunkt an, hatte er wieder das dringende Bedürfnis, dass er sie begatten musste. Na Bravo! Hilfe, wir leben in einem Irrenhaus!

Da hilft nur eines: schimpfen, wenn es zur Sache ging und sonst ignorieren. Das mussten die Damen und Herren Vierbeiner mit sich selbst regeln. Ich vermutete, dass es wieder um die Klärungen der Gruppen-Positionen ging und dass jeder wieder "sein Revier" abstecken musste. Ganz ehrlich: es schmerzte und mir war das Gezicke und Gefauche zu viel.

Kurzerhand fragten wir, ob wir Alpha und Astor bereits am nächsten Tag wieder holen konnten. Eigentlich wäre auch eine Woche später noch ok gewesen, doch nun hatte ich absolut keine Lust, in einer Woche dasselbe Theater nochmals zu erleben. Lieber alles auf einmal, jetzt und dann war es vorbei.

Nach der Arbeit holten wir dann Alpha und Astor, doch davon schrieb ich bereits das letzte Mal. Kaum waren wir wieder Zuhause, waren Alpha und Astor DIE Aussenseiter. Das schmerzte mich wieder. Doch ich musste mir nochmals sagen: das müssen die Damen und Herren Vierbeiner selbst regeln. Es waren die Tage, an denen wir versuchten, möglichst früh ins Bett zu gehen, sodass unsere Vierbeiner genügend Zeit zur Klärung hatten...

Bereits einen Tag später war ich wieder alleine Zuhause und stöhnte ab der vielen Arbeit. Ja, es ist doch ein gehöriger Unterschied, ob ich 4 oder 10 Lieblinge habe. Doch gefühlsmässig hat sich die Sachlage geklärt: es ist, wie es ist und es bleibt, wie es ist. Und es ist auch wunderschön, in mitten meiner Lieblinge zu arbeiten und sie um mich zu haben. Gerade unsere vier Jüngsten beanspruchen dann immer die Plätze um mich herum, in der ersten Reihe. Da muss ich mich schon achten, dass ich mir auch für die anderen Generationen gleichwertig viel Zeit nehme. Auch eine grosse Erleichterung ist, dass ich den Balkon so präpariert habe, dass ich unsere Coonies nun auch jederzeit unbeaufsichtigt auf den Balkon lassen kann. Noch immer sind diese Momente die Highlights für alle.

Das andere Highlight ist natürlich das tägliche Spiel. Jeder hat sein Lieblings-Spielzeug, jeder verteidigt es. Zinka, Amur und Frodo können sich dabei richtig festbeissen und verteidigen dann ihren Fang „auf Leben und Tod“. So scheint es zumindest. Und einmal mehr frage ich mich, würden wir es vielleicht sogar fertigbringen, wenn ich Amur sein Lieblingsspielzeug werfe, ob er es zurückbringen würde? Quais apportieren? Immer wieder bringt er mir irgendetwas – neuerdings meistens in mein Badezimmer und in den Ferien immer auf mein Bett. Mal sehen. Ich behalte es im Hinterkopf…

Ja und nach dem am ersten, zweiten und auch am dritten Tag ausführlich gefaucht und gezickt wurde, verabschiedete ich mich für zwei Tage. Ich hatte die ersten Prüfungen und verreiste dafür. Kaum holte ich den Koffer und die Taschen hervor, war da der eine oder andere Vierbeiner, der gleich mit eingepackt werden wollte. Das war der Moment, wo ich meinen Lieben das Poker-Spielzeug mit Futter füllte und sie anschliessend beschäftigt wusste (und gehen konnte). Ich staune immer wieder darüber, wie schnell sie diese intelligenten Futter-Spiele begreifen und das Futter meist sofort finden. Ich weiss schon gar nicht mehr, wie ich sie noch herausfordern soll...

In der Zwischenzeit genoss mein Liebster seine 10 Lieblinge und freute sich natürlich doppelt, als ich wieder zurückkam, weil es doch einfach auch schöner ist, wenn man sich die „Arbeit“ teilen kann…

Wieder zurück blieb nur noch der Sonntag. Ich konnte mich kaum motivieren aufzustehen, waren wir doch einfach nur müde. So blieben wir bereits morgens sehr lange im Bett. Zuerst kamen Zita und Nestor zu uns, als wir die Türe öffneten. Endlich hatte ich meinen schwarzen Kater wieder zurück. Er liess sich streicheln, schnurrte und genoss die Schmuse-Minuten. Er blieb selbst dann, als weitere Vierbeiner dazukamen, wobei diese respektvoll Abstand hielten. Bis jemand anderes sich vordrängeln wollte, das war dann für Nestor zu viel und er ging. Anschliessend lösten sich alle mehr oder weniger schön der Reihe nach ab und jeder kam auf seine Kosten. Alle mussten uns auf die Brust und der Bauch liegen, wollten Nähe haben. Nur Astor liess sich auf meiner rechten Schulter nieder und hielt mich immer mal wieder. Ich staune immer wieder, wie viel Fell Astor hat und wie „fest“ man ihn knuddeln darf und soll. Er erinnert mich manchmal mehr an ein Hündlein…

Selbst nach dem Essen konnte ich mich nicht motivieren, etwas anderes als Lesen zu tun. Nach zwei Prüfungstagen, davon 9 Stunden Schreiben, war ich einfach nur noch müde. So lag ich kurz darauf wieder im Bett und las. Bald hatte ich auch meinen ersten Besuch. Zinka ist meistens in meiner Nähe. Eifersüchtig schob sie mein Buch beiseite und wollte gestreichelt werden. Also gut Zinka. Dann las ich weiter und bald darauf schob Amur das Buch eifersüchtig beiseite. Also gut Amur. Doch dann pflanzte sich dieser grosse Bursche auf meinen Bauch und meine Brust und blieb einfach liegen. Ich las weiter. Ja, an Frieren war nicht mehr zu denken. Auch Alpha, sie ist mein persönlicher Wachhund, liegt oft und gerne in meiner Nähe. Zu meiner grössten Überraschung liebt sie es, unter die Decke zu gehen und dort, wo niemand sieht, was man macht, darf man sie dann auch knuddeln und streicheln... witzig, witzig. Sie ist und bleibt einfach ein flauschiges Hexlein. So liege ich da, Amur auf meinem Bauch, Zinka im Bett daneben und später auf meinen Knien, Alpha zu meiner rechten, später Anka zu meiner Linken und alle auf meiner flauschigen Daunendecke. Wer denkt da noch an einen Saunabesuch? Ah, soll schwitzen nicht heilend sein?

Mein Liebster arbeitete im Büro und jeder seiner Aktivitäten wurden ebenfalls von einem Coonie verfolgt, wobei scheinbar Astor die ganze Zeit bei ihm lag. Ja und so begleitete jeder unserer Coonies uns irgendwie – nur Nestor und Gini verzogen sich zum Schlafen.

Hurra, Ferien!
24.03.2015 13:21:08

Hurra, Ferien, denke ich. Doch das Programm davor war immens. Also dass wir alle "hübsch" gemacht hatten, hatte ich im letzten Blog beschrieben. Danach kam, dass ich für drei verschiedene Reisen Proviant, Spielzeug und Schlafplätzchen packen musste, wobei die Reisen unterschiedlich lange dauerten. Schon Wochen davor habe ich jedem erzählt, dass er in die Ferien darf. Jeder durfte in die Ferien. Dann kam der Freitag.

Mein Liebster hatte extra Frei genommen, sodass er Nestor, Frodo, Alba und Anka zu Ümi und Putz bringen konnte. Mit dabei war nebst dem grossen Kratzturm auch Alpha und Astor. Nestor zickt wie immer fürchterlich. Er hasst das Reisen, hasst die Transportbox, hasst Veränderungen und doch, kaum war er bei Putz, er zickte selbstverständlich proforma weiter, und Putz sagte, er ginge eins Rauchen, stand Nestor schon vor der Balkontüre. Sagenhaft! Nestor war zuletzt im letzten Sommer bei Ümi und Putz in den Ferien und wusste noch immer, wenn Putz "Rauchen" sagt, dass er mit auf den Balkon durfte...

Ümi und Putz genossen das Kleeblatt und selbst der grosse Frodo lag dieses Mal Putz auf die Brust, als dieser Fernsehschlafen wollte. Er wurde dabei ausführlichst geknuddelt. Putz liebt bislang eher Nestor und Alba, die sie "Strupfli" oder "Hexli" nennen.

Nur wenn sie in der Nacht aufstehen mussten, war es etwas schwierig und sie mussten neuerdings Licht machen, um garantiert nicht zu stolpern. In der anschliessenden Stunde, die zum Aufwachen im Bett war, durften alle Vierbeiner ins Schlafzimmer, wobei einzig Alba das auf lange Zeit spannend fand. Sie legte sich ins Gräbli und robbte sich in der Stunde langsam nach oben und schnurrte dabei immer. Ja, sie ist ein Betthäschen...

Anka rollte die ersten Tage noch, sodass Ümi und Putz ein entsprechendes Konzert zu hören bekamen. Glücklicherweise hörte diese Phase bald danach auf, da sie wirklich nicht jedem zuzumuten ist.

Ja und so bekam oder holte jeder seine Streicheleinheiten. Auch der tägliche Besuch wurde bald vermutlich an der Art des Klingelns erkannt und vom einmaligen Besuch unterschieden und jeder verliebte sich sofort in einen der Vier und so bekam jeder noch zusätzliche Aufmerksamkeit. Kamen die Vier nicht gerade hervor, tat ein Schütteln mit der Cosma-Leckerli-Dose sein übriges. Und jeder Besucher, der selbst Katzen hat, findet jetzt, dass er unbedingt auch solche Cosma-Leckerli haben muss... ;-)

Also ich finde, das hört sich nach sehr schönen Ferien an und finde auch, dass Nestor eigentlich keinen Grund zum Zicken hat oder gehabt hatte! Doch er sieht das anders...

Alpha und Astor mussten am selben Tag wieder mitkommen und auf dem Rückweg brachten wir sie zu Cristina. Sie hätte sie so gerne und ich wollte ihnen die Chance "zum Ausprobieren" geben, resp. zum "Lösen" von diesem Gedanken. Was für uns schon im Vorfeld klar war, lernten sie in dieser Woche. Doch für Alpha und Astor war es der perfekte Ferienplatz. Sie sind zwei Nassfutterfresser und so konnten wir endlich sehen, wie viel sie fressen - das war natürlich für mich wichtig. Aber noch viel wichtiger ist, dass die Zwei die ungeteilte Aufmerksamkeit einmal nur für sich bekamen und die Zeit genossen. Sie waren scheinbar total lieb, bis auf die ersten 2-3 Nächte. Da weinten sie und liessen die Zweibeiner nicht schlafen. Ich war erleichtert, als sich das danach legte. Aber sie waren sich ja so gewohnt, dass immer noch ein paar andere Zwei- oder Vierbeiner da sind, sodass sie sich vermutlich einsam gefühlt hatten.

Für mich ist Alpha ebenfalls eine kleine Hexe. Doch in dieser Woche zeigte sie diese Seite nicht. Die Vorhänge blieben unangetastet, das Sofa blieb ganz, alles war und blieb ganz, Cristina bestätigte mir sicher drei Mal, dass wirklich nichts passiert sei, ausser eine Stunde bevor wir kamen, stiess Alpha die grosse Yucca im kleinen Topf um, was doch eine beachtliche Sauerei gab. Astor war dann sofort zur Stelle und tappte durch die Erde... Cristina meinte, dass Alpha sauer war, weil sie wieder gehen musste. Nun ja, die Situation ist nun endlich für alle geklärt - auch für mich. Gestern holten wir die Zwei wieder zurück, sodass sie schnellstens wieder bei allen integriert sind. Doch mehr davon nach unseren Ferien.

Dass Zinka, Zita, Gini und Amur mit uns mitkommen durften, mussten wir schon einiges vorher entscheiden, um die entsprechenden Tollwutimpfungen zu machen. Wir hatten bei einem Hotel eine Ferienwohnung gebucht, durften Katzen mitnehmen und hatten doch die "Verwöhnpension" vom Hotel. Das war fast wie der Fünfer und das Weggli. Doch die Entscheidung, wer mitkommen durfte, fiel uns nicht leicht. Klar war schon früh, dass Alpha und Astor zu Cristina durften. Ja und da ich immer denke, dass Nassfutterfresser Aufwand machen, war auch klar, dass Zita und Zinka mit uns kamen. Männlein und Weiblein wollten wir nicht explizit trennen, also musste auch eine Durchmischung her. Nestor konnten wir nicht mitnehmen, da er nicht geimpft ist und Frodo ist absolut Ümis Liebling, Nestor und Alba hat Putz gerne. Da blieben noch Gini, Amur und Anka. Da Gini bei Ümi und Putz die meiste Zeit unter dem Sofa verbrachte, kämpfte ich lange dafür, dass sie mit uns mitkommen dürfe. Sie liebt meinen Liebsten absolut und war auch unendlich dankbar, dass sie mit ihm zusammen sein konnte - mein Liebster dann auch... Ja und so hatten wir drei Mädels und da war klar, dass Amur mit uns kommen würde. Ich liebe unseren kleinen, grossen Kater, aber ich war auch skeptisch. Er braucht schon viel Aufmerksamkeit...

Also, Amur, Gini, Zita und Zinka wurden rechtzeitig gegen Tollwut geimpft (was weder auf dem Hin- noch auf dem Rückweg je jemand kontrollierte) und vertrugen die Impfung glücklicherweise auch ohne Probleme. Mit nur vier Katzen war es dann auch ein "Einfacheres", die Wohnung vor den Ferien gründlich zu putzen und aufzuräumen. Zum Dank hatte Gini noch erbrochen. Nein, nicht einfach irgendwie auf den Boden, nein, kunstvoll vom Turm. Jawohl! Unglaublich; nicht wahr? Normalerweise liegt sie im Kratzturm in den höheren Lagen. Doch als ich das Erbrech-Geräusch hörte, lag sie ungewöhnlicherweise auf der untersten Etage. Da niemand anders am Erbrechen war oder erbrochen hatte, sah ich dann bei ihr nach. Da sah ich das Unglück. Sie hatte tatsächlich von ihrem „Hochsitz“ aus, über alles erbrochen. Unglaublich! Ich war ziemlich genervt. Nun, also putzten wir auch das noch. Dann ging unsere Reise in die Nacht los.

Gini hasste es in der Transportbox zu sein und fauchte immer mal wieder Amur an. Sie hasste seine Nähe, eingesperrt zu sein und liess ihren ganzen Unmut an ihm aus. Dann blieb Amur wie erstarrt danebenliegen und machte einfach gar nichts mehr. Doch er hielt stoisch durch und das war sein Glück. Damit errang er endlich die Akzeptanz von Gini und bis am Schluss waren sie beide friedlich im Käfig und auch sonst akzeptierte Gini endlich seine Anwesenheit.

So kamen wir ohne Zwischenfälle und Halt an unserem Zielort an. Wir wurden sofort von meinen Eltern begrüsst, die bereits am Nachmittag angereist waren und gerade das Abendessen abgeschlossen hatten. Sie zeigten uns unsere Ferienwohnung und wir waren hocherfreut über die Zimmer und den Grundriss. Wir hatten zusammen ein Entree, wo wir die Schuhe platzieren konnten. Von dort gingen zwei Türen weiter. Die eine Türe führte zu einem Zimmer mit Badezimmer, dass meine Eltern für sich beansprucht hatten. Die andere Türe führte zur eigentlichen Wohnung. Als erstes kam man zu einem langen Gang, von dort führte die erste Türe zur Wohnküche, die nächste Türe zu einem zweiten Schlafzimmer, geradeaus noch ein kleines Einbett-Schlafzimmer und rechts davon das Badezimmer. Die Wohnung war wirklich einfach perfekt für uns.

Meine Eltern hatten schon die Betten mit Omis ungebrauchten Leinentücher abgedeckt, wir deckten noch das Sofa und die Eckbank ab. Das Katzenklo stand schon, sodass wir unsere Vierbeiner sofort aus den Boxen lassen konnten. Einräumen konnten wir dann nach dem Abendessen.

Die ersten 24 Stunden waren für unsere Coonies vermutlich der Horror. Kaum hörten sie etwas, versteckten sie sich gleich unter eines der Betten. Wenn man unter das Bett sah, sah man nur Bettrahmen. Erst als wir den Lattenrost hochhoben sahen wir, dass sich unsere Coonies durch den kleinen Durchgang zwischen Rost und Bettrahmen durchzwängten. Damit hatte Amur auch innert kürzester Zeit nicht mehr weisse Pfoten, sondern schwarze Schuhe. Das nervte mich dermassen, denn wenn wir wegen unseren Katzen schon so viele Reinigungskosten zahlen, dann soll auch die Wohnung sauber sein! So beschwerte ich mich und platzierte meinen Frust. Kaum gesagt, war es für mich erledigt. Nicht so für unsere Coonies.

Wir gingen anschliessend Skifahren und genossen einen schönen Tag bei besten Schneeverhältnissen. Als wir am Nachmittag zurückkamen, stand nicht nur unsere Wohnungstüre offen, nein, der Boden war noch feucht und die Putzfrau hatte scheinbar alles geputzt. Entsetzt fragten wir, ob sie unsere Katzen gesehen hätte. Nein. Nun gut. Die Dame hatte auch gesaugt und bei diesem Lärm kam vermutlich keiner mehr hervor…

Doch nach dieser Episode ging es nur noch bergauf. Unsere Coonies gewöhnten sich schnell an die neue Umgebung und liebten den Fensterausblick. Bei einem der Balkone hatte es sogar ein Schwalbennest. Kaum durften unsere Coonies am Morgen in unser Schlafzimmer kommen, sassen sie auch gleich auf dem Fenstersimms. Dieses Fenster hatte oben einen Balken und dort platzierten sich die Schwalben stinkfrech. Dann hatte es im Balken vom Schrägdach noch weitere Nester. Auf der gegenüberliegenden Seite hatte es zusätzliche Nester von vermutlich wilden Tauben und so waren unsere Coonies arg beschäftigt.

Immer morgens durften sie zusätzlich mit meinem Vater auf den Küchenbalkon. Dort durften sie dann Sachen machen, die ich nicht alle weiss – und vielleicht auch besser nicht wissen sollte. Er zeigte ihnen die Aussicht…

Zum Aperitif nahmen meine Eltern die Küche in Beschlag und spielten. Da waren wir noch im Wellnessbereich und genossen die Entspannung. Währenddessen schliefen unsere Coonies immer in Menschennähe, nur Amur und Zinka wollten immer mal mitspielen und brachten vermutlich die Zahlenreihen durcheinander.

Nach dem Abendessen kam in der Küche die Digestiv- oder auch die Fernseh-Runde und wieder kuschelten sich alle in unsere Nähe. Jeder genoss es, so viel Aufmerksamkeit zu bekommen. So hatten wir ausführliche Kuschel- und Spielstunden.

Nur ein ganz grosses Problem hatte ich fast jeden Morgen. Amur begleitet mich immer auf meine Toiletten-Gänge und will dann gekuschelt werden. Das ist ja ok und Zuhause passt das auch. Doch dummerweise war dieser Topf sicher 10cm höher und das kalkulierte Amur bis zuletzt nie ein! Kurz zusammengefasst, meine Knie sehen ziemlich zerkratzt aus…

Das nächste war, dass wann immer ich mich abends im Badezimmer für das Abendessen parat machen wollte, musste zuerst Amur auf den Topf und dann Zinka. Das war also echt stinkig von ihnen! Und immer, wenn Zinka für das kleine Geschäft auf dem Topf war, guckte sie nach oben. Wir nannten dann dieses Geschäft „Zinka guck in die Luft“.

Diese Woche ging leider viel zu schnell vorbei und bald kam der Rückreisetag. Wir packten unsere Sachen bereits am Freitagabend und hatten dabei eine ziemlich überdrehte Katzenschar, die von einem Zimmer ins nächste jagte. Doch am Morgen ging alles ruck zuck und wir hinterliessen ziemlich wenige Spuren zurück. Die grösste Spur hinterliessen wir bei der Abfalldeponie, da wir all die kleinen Kratzgelegenheiten sogleich entsorgten… Dann packten wir das Auto, platzierten unsere Coonies und traten bald die Rückreise an. Und wie es danach weiterging, erzähle ich nächstes Mal…

Schönheitspflege
13.03.2015 13:38:06

Vielleicht geben auch viele kleine Geschichten eine grosse Geschichte? In der Zwischenzeit scheint mir wenig passiert zu sein, aber beginnen wir mal mit dem Wichtigsten von dieser Woche. Dieses Mal stand die Schönheit an oberster Stelle. Doch damit wir durchkommen, ist die Schönheitspflege zwischenzeitlich ein Akt in mehreren Abschnitten. Nicht jeder benötigt das Gleiche an Schönheitspflege und so teilen wir die Arbeiten auf.

1. Verfilzungen: Gini und Frodo sind gerade Meister im Verfilzen. Wenn man eine Katzenhöhle aus Katzenhaaren filzen würde, könnte man glatt i Haare verwenden. Frodo hat so feines Haar und jammert so ausführlich bei der Schönheitspflege (Männer!), dass wir frustriert zum Rasierapparat gegriffen haben. Nun wächst das Haar wieder schön und leider auch wieder dünn nach und erleichtert die Pflege. Dachte ich. Doch das Bürsten zeigte bald, dass es rundherum wieder neue Verfilzungen gab. Himmel Bursche, was machst du nur mit deinem Fell? Doch da müssen wir durch. Auch der Fellwechsel macht sich bemerkbar und die Haare fallen gefühlt büschelweise aus, was natürlich mit viel Jammern unterstrichen wird.

Als nächstes kommt Gini an die Reihe. Zu unserem grossen Erstaunen, hat sie an denselben Orten wie Frodo Verfilzungen. Doch die kleine Gini versteckt sich in meinem Schoss, will nichts von Schönheitspflege wissen und jammert fast annähernd so wehleidend wie Frodo (Weiber!). Was mich allerdings mehr frustrierte war, dass wir zwei Tage später wieder von vorne hätten beginnen können. Gini war schon wieder verfilzt!

Ich wollte noch "schnell" Nestor den Bauch bürsten, da er mich sonst nicht lässt und zu zweit geht es einfach besser. Doch oh Schreck, auch hier kommt ein Filzknopf hervor. Allerdings war es wirklich nur einer. Aber Nestor hasst das Bürsten am Bauch wirklich sehr. Am liebsten hätte er immer nur den Schwanz gebürstet. So ging der Abend und der Akt 1 zu Ende.

2. Fettfell: ich hatte vor ca. zwei Wochen unsere Coonies "entfettet" und bin erfreut, dass es in der Zwischenzeit kein übermässiges Nachfetten gab. An diesem Abend stehen drei Coonies auf dem Programm und ich beginne mit Astor. Ich staune immer wieder, dass Astor so unglaublich viel Fell hat. Bei ihm kann man mit der Hand in sein Fell fahren, die Hand schliessen und man hat einfach nur Fell in der Hand. Sagenhaft! Dementsprechend liebt es Astor, wenn man ihn richtig knuddelt. Er hat so viel Fell, vermutlich bekäme er sonst nicht viel mit vom Streicheln... Bei ihm muss ich das Fell einfach bürsten und schon sieht er wieder gepflegter aus. Sein Schwanz hat nicht nachgefettet und ist Knoten-frei. Einzig sein schon jetzt richtig grosses Coonie-Krägli braucht etwas mehr Pflege. Ja und währenddessen lässt Astor alles über sich ergehen und geniesst es teilweise sogar, was mit lautstarkem Schnurren Kund getan wird.

Nach dem nächsten Kandidaten sehe ich lädiert aus. Amur hat wieder einen leichten Fettglanz über seinem ganzen Körper. Dementsprechend pudere ich ihn nicht nur ganz ein, sondern versuche das Talk-Puder auch in sein Fell zu bekommen. Dafür streiche ich immer wieder gegen den Fellstrich. Amur hasst das und jammert nicht nur, nein, er protestiert lautstark und wird natürlich handgreiflich, äh pfotengreiflich. Er krallt sich an meiner linken Hand fest, die nun mit Krallenspuren übersät ist, aber dafür konnte ich ihm gerade auch noch den Bauch bürsten. Immer dieses Jammern! Männer!

Jemand, der dies alles einfach über sich ergehen lässt, ist Zinka. Sie habe ich mir zum Schluss aufgespart. Einfach pudern, einfach bürsten, einfach streicheln und schon sind wir fertig.

Ja und der letzte Akt ist die Hose zu kürzen. Das ist ein Akt für Alpha und Astor, wobei es für Alpha immer in das grösste Drama ausartet. Ach ja und dann fehlt da noch das simple und einfache Bürsten. Das machen wir immer dann, wenn wir alle Coonies wiegen. So stellen wir sicher, dass jede und jeder gepflegt ist, aber auch, dass jeder seine Bürsten-Einheit bekommt. Natürlich variiert diese Einheit zwischen 10 Sekunden bei Zita, die so lieb ist und so gut herhält und so einfaches Haar hat, bis zur grössten Zicke aller Zeiten Alpha, wo alles zu einer langen, qualvollen Tortur wird, weil sie einfach nicht gebürstet werden will.

Das war die Schönheitspflege bei den Mollydooker's.

Ja und wenn unsere Coonies gerade nicht gepflegt werden und gerade nicht schlafen, dann spielen die einen beispielsweise Futterhockey. Ich würde ja sagen, dass das Essen nicht zum Spielen da ist. Doch hat das eine Katze je schon geglaubt? Spielen und dann fressen geht noch durch. Doch öfters mal wollen unsere Coonies ja auch ein Tor schiessen und das befindet sich unter dem Kuhfell = Fressen versenkt. Dann komme ich, ich habe nicht gesehen, dass unsere grossen Jungs wieder Futterhockey gespielt haben, stehe auf das Kuhfell und höre gerade noch, wie es zu knirschen beginnt, aber da ist es schon zu spät. Ich weiss, jetzt habe ich dem Futter auch noch den Todesstoss gegeben und zum Dank darf ich nun putzen...

Eine andere machte meinen Arbeitstag Zuhause etwas zur Qual: Anka. Sie ist gerade rollig und schafft es tatsächlich, dieselben Jaul-Töne von sich zu geben, wie Frodo. Meistens sucht sie sich einen Ort mit besonders hervorragender Akustik aus, sodass es auch wirklich jeder in unserer Wohnung hört – hoffentlich nicht weiter, dass sie einen Burschen zum Vergnügen haben will. Zeitweise ist Amur eingesprungen, der ganz wirr im Kopf war und ihr immer wieder nachlief. Dann rammelten die Zwei wie grosse, sodass ich Anka nahm und an die kühle Luft auf den Balkon setzte. Das lenkte sie eine Weile von ihren Gefühlen ab und sie widmete sich – ganz ruhig – dem Beobachten.

Überhaupt ist unser Balkon beim Eindunkeln das Highlight. Mir war noch gar nicht bewusst, dass es jetzt schon so viele Vögel hat, die nun wieder das Eindunkeln kommentieren.

Dann hörte ich dieses Geräusch von Erbrechen, dem ich nachgehen musste. Zuerst sah ich nicht, wer es gewesen sein könnte, da alle unschuldig dastanden oder dalagen. Doch dann sah ich das Unglück. Unfassbar! Es war Gini! Sie lag auf dem einen Kratzbaum, auf dem untersten Kissen, lehnte über das Kissen und sah nach unten. Ja, von dort hat sie sich nach unten übergeben, über alle Spielsachen… Himmel Mädel, Du kannst mir auch Extra-Arbeiten machen! Ist das der Dank für die Schönheitspflege? Glücklicherweise ist das Malheur schnell beseitigt und ich kann endlich wieder in Ruhe weiterarbeiten.

Ja und jetzt sind wir wieder alle gehübscht und geschönt und für neue Abenteuer in der neuen Woche bereit...

Zimmer mit Aussicht
09.03.2015 10:01:16

Ich gebe es ja zu, dass unsere Tierchen nur unter Aufsicht auf den Balkon dürfen. Doch der Balkon interessiert sie nur, wenn wir gerade die Türe öffnen und dann, wenn es eindunkelt. Grosse Beliebtheit hat allerdings der Pult meines Liebsten, weil man da Aussicht auf die Pappeln hat und es dort immer irgendein Vogel zu sehen gibt. Auch grosser Beliebtheit erfreut sich neuerdings das grosse Katzenmöbel-Gestell. Vorher stand es im Esszimmer und war wenig gebraucht. Doch jetzt steht es vor dem Fenster und ein kleiner Kratzbaum davor. Beide sind nun ein Highlight, um die Menschen auf dem Rasen zu beobachten. Bea erzählt uns dann immer, wer alles am Fenster gelegen und beobachtet hat...

Ja, Bea. Wir waren bei ihr und ihrer Familie zum Essen eingeladen. Ich war erstaunt, wie gross Aris und Amy sind! Ich dachte, Amur, Astor und Anka sind gross. Doch wenn diese Drei gross sind, dann sind Amy und Aris bereits Riesen. Sie haben beide sicher schon locker die 6kg-Marke überschritten. Beide sind schön und gepflegt, aber auch aufgestellt und bei den Menschen. Als Geschenk haben wir eine Ikea-Kinderröhre mitgebracht. Die war gleich bei beiden das Highlight. Die Röhre ist so aufgebaut, dass wenn man darauf springt, auf der Röhre liegen bleibt und dann wieder aufsteht, sie in die ursprüngliche Form zurückgeht.

Natürlich konnte ich es nicht lassen und ich musste immer wieder mit einer Federn-Angel mit den zwei grossen Grautierchen spielen. Einmal war ich unachtsam, resp. gerade in ein Gespräch vertieft und hielt die Angel an meine Achsel. Ich sass auf einem Stuhl und urplötzlich hatte ich Amy bei meiner Achsel. Ich erschrak gehörig. Was mich allerdings noch immer sehr erstaunt ist, dass Amy sich zwar in meinem Pullover festkrallte, ich aber davon herzlich wenig spürte! Das kann ich noch immer nicht nachvollziehen... So oder so hat diese clevere Lady meine Unachtsamkeit voll genutzt...

Auch das Essen war selbstverständlich vorzüglich. Als davor mein Liebster aufgefordert wurde mit "Nimm hier Platz, Aris", mussten wir alle lachen. Ja, die vielen A-Namen können verwirren. Ich staune noch heute, dass wir alle auseinander halten konnten. Doch neuerdings muss ich eingestehen, dass auch ich Alpha und Alba manchmal verwechsle, resp. den Namen auf die Schnelle nicht geben kann.

Auch Amy und Aris schaffen es scheinbar nicht immer, das Klo-Geschäft fehlerfrei zu erledigen. Wir haben das schon bei Alpha und Astor bemerkt, dass sie öfters Mal Resten an den Hosen hatten. Obwohl sie immer schöne Häufchen kacken, schaffen sie es anschliessend, vermutlich beim "Abschütteln", ihre Hose durch das Häufchen zu streichen. Daraus werden dann später unschöne Flecken auf dem Parkett. Kurz und gut, wir hatten Alpha und Astor die Hosen gestutzt und hatten seither wieder massiv weniger Aufwand. Alpha wird sowieso zu einer Hexe, sobald sie die Bürste sieht und gestutzte Hosen sind dann für sie und mich eine Entlastung.

Zurück zu Amy und Aris. Bea brachte mir ein Badetuch, ich legte Aris auf meine Knie und hielt seine Hinterbeine. Mein Liebster rasierte und Aris jammerte – so wie ich das von Amur und Frodo kenne. Oh ich Ärmster! Ach, immer diese Männer… Bei Amy ging es schneller und einfacher. Mein Liebster wollte Aris danach nochmals holen, weil wir bei ihm zu wenig herausgeschnitten hatten. Da wurde er lautstark angefaucht. Zuerst war ich erstaunt darüber, danach musste ich grinsen. Ich hatte Aris und Amy so gehalten, dass sie meinem Liebsten beim Schneiden zusehen konnten. Doch das hiess vermutlich auch, dass mein Liebster der alleinige Böse war, weil sie mich beim Schneiden nicht gesehen hatten...

Wieder Zuhause wurden wir kein bisschen beschnuppert oder angefaucht. Ich hatte den Eindruck, dass unsere Coonies noch nicht einmal bemerkt hatten, dass wir bei anderen Coonies zu Besuch waren. Auch das hat mich gehörig erstaunt! Unsere Lieben bekamen nun einen späten Znacht und wurden mit Applaws verwöhnt. Doch heute schien ihnen der Hunger abhanden gekommen zu sein.

Als Astor allerding am nächsten Tag einmal auf meinen Schoss sprang, hatte ich das Gefühl, einen Fischkutter vor mir zu haben. Er stank fürchterlich nach Fisch... Dafür kuschelte Astor sich in meine Arme und liess sich knuddeln und verwöhnen. Ich staune immer wieder, wie viel Fell Astor hat. Ihn kann man richtig „durchkneten“…

Ja und dann waren da noch die zwei wunderschönen Wochenend-Tage. Nachdem Nestor letzte Woche unbedingt auf das Dach springen wollte, hatte ich genug, aber auch endlich eine zündende Idee. Ein Netz zu spannen brachte nichts, da ich ein Dreieck benötigte. Doch endlich hatte ich eine Idee, wie ich das bewerkstelligen konnte. Mit Schnurr machte ich selbst dieses dreieckige Netz. Nun können wir unsere Lieben auch auf diesem Balkon unbeaufsichtigt draussen lassen.

Doch auch wir genossen ein paar Stunden auf dem Balkon. Es war so herrlich warm und schön, dass man einfach nur geniessen konnte. Das fanden auch unsere Coonies, die uns abwechslungsweise Gesellschaft leisteten. Irgendwann hörten wir unsere Nachbarn, wie sie das "Netz" begutachteten und sich erklärten. Es ist noch witzig, wenn man so daliegt und alles mit anhören kann. Weniger witzig fand ich, dass Zinka auf dem Blumentopf nahe am Geländer stand und unsere Nachbarn sie „zeukelten“ („komm bsbsbsbss…“ „tztztzt…“)…

Aussicht ist das Grösste für unsere Coonies. Egal von wo, Hauptsache Aussicht. So habe ich unseren Coonies einen Stuhl ans Geländer gestellt. Nestor stand sofort darauf. Über die ganze Stuhlrückenlehne machte er "Männchen" und liess seine Pfoten über das Geländer hängen. So stand er lange Zeit da und beobachtete alles. Wer das von unten gesehen hätte, hätte sicher gestaunt. Es sah zumindest witzig aus! Die anderen sahen zwischen dem Geländer durch und beobachteten Nachbars Katze auf dem unteren Balkon oder die Raben...

Der Tag ging in die Nacht über und uns wurde es zu kalt auf dem Balkon. Doch jetzt begann die spannendste Zeit für unsere Coonies. Dazu hatten sie heute scheinbar noch zu wenig Auslauf und begannen übermütig herumzuspringen: Balkon, Röhre, Turm, oberer Stock – oberer Stock, Turm, Röhre Balkon, dann Balkon, Wohnzimmer, Katzenzimmer und zurück oder dazwischen auch mal ein abrupter Stopp und zurück. Ja, heute war wirklich was los...

schwarzer Dienstag
02.03.2015 11:18:36

Alles begann damit, dass ich voller Stolz erklärte, dass bei uns eigentlich wenig passiert. Dafür, dass wir Nestor haben, der gerne die Übersicht hat, Neues ausprobiert und am liebsten in die Höhe geht und egal, wo er ankommt, auch allem mit seiner fiesen Pranke einen Stoss versetzt, ja, dafür passiert wenig bei uns. Doch egal was passiert, wenn etwas passiert, ist es handkehrum mit grossem Ärger verbunden. So kam dieser schwarze Dienstag.

Wir waren sehr früh aufgestanden und es war für uns ein sehr langer Tag. Als wir dann auch früh nach Hause kamen, sahen wir sofort, dass ein Bilderrahmen am Boden lag. Ein zweiter Blick bestätigte mir, dass eine Deko-Kugel in der Glasvase gelitten hatte. Wenn man die Glaskugel aufnimmt, bricht sie auseinander. Lasse ich sie stehen, hält sie. Wie schade, es ist gerade meine Lieblingskugel, die nun zu Bruch gegangen ist. Jetzt liegt sie da und sieht nicht mehr wie eine Deko-Kugel aus, sondern wie ein verirrter Tennisball...

Einiges später sahen wir, dass in meinem Büro ein Blumentopf heruntergeschmissen war. Der Topf lag noch auf dem Sideboard, auf den Lieblingsplätzen meiner Coonies und die Erde war überall, aber auch wirklich überall auf und unter meinem Pult verteilt. In jeder Ritze schien Erde versteckt zu sein. Mein Liebster hat den Topf entdeckt und da ich bereits unter der Dusche stand, begann er mit dem Staubsaugern.

Kaum machte er eine Pause und war einen Moment nicht im Büro, da knallte und klirrte es. Ich sah, wie Amur schnell das Weiter zu suchen versuchte. Doch nun war mein Liebster so etwas von stinkesauer, dass Amur sich hätte verstecken können, wo er wollte, er hätte ihn gefunden. Ja und nun wurde gehörig geschimpft, sodass Amur seine Lauscher flach hinlegte und sehr wohl wusste, dass das eben ein „Seich“ gewesen war!

Nein, der grosse Blumentopf war nicht zu Bruch gegangen, was doch sehr erstaunlich war. Es war wieder die Deko, die es nicht überlebt hatte. Doch der Schaden war beträchtlich. Nicht nur, dass alles eine tiefe Furche im Parkett hinterlassen hatte, nein, der Topf hatte Wasser drinnen und nun war ein Gemisch aus Wasser und Erde überall verteilt. Nein, nicht nur auf dem Boden, sondern auch noch im Gestell, in den Boxen, unter den Rollboxen, an der Wand, einfach überall. Der Fernsehabend war gestrichen und unsere Laune auf dem Tiefpunkt...

... das war der schwarze Dienstag. Selbst am Mittwoch fand ich noch Erdresten und musste nochmals alles saugen. Dazu strich ich kurzerhand die Wand, resp. verdeckte die Wandflecken und nun sind – ausser dem Loch im Parkett und der kaputten Glaskugel – die Schandtaten nicht mehr ersichtlich. Äusserlich…

Dann kam der Donnerstag und ich bekam den Rasierapparat in die Finger. Er stand noch immer im Koffer herum. Ich packte unseren Riesen-Kater und ging mit ihm in die Duschkabine. Dort rasierte ich ihm die halbe Flanke, die meiner Meinung nach total verfilzt war. Ich drohte meinem Liebsten, wenn du Frodo nicht täglich bürstest, rasiere ich ihn kahl! Ich kann es weder glauben, noch verstehen, warum Frodo als einziger beim Rücken verfilzt ist. Das macht einfach keinen Sinn! Im Moment beobachten wir mit Argusaugen, an was es liegen könnte. Ich bin überzeugt, es hat einen Grund... Aber in der Zwischenzeit haben wir einen halbkahlen Frodo…

Da Alpha und Astor unverständlicherweise ihr Geschäft zwar sauber erledigen, dann aber ihr Hinterteil zu tief parkieren, hatten sie in den letzten Tagen oft ein dreckiges Hinterteil. Das hat den Putzaufwand wieder etwas erhöht, sodass wir ihnen heute kurzerhand die Haare um den Po stutzten. Nun gelingt das dicke Geschäft wieder fehlerfrei...

Im Moment sind wir ziemlich „filz-frei“. Klar kann mal der eine oder andere ein Knötchen haben, doch im Moment – Holz berühren – haben wir diesbezüglich vielleicht auch einfach Glück? Aber vielleicht liegt es auch am Lachsöl, dass unsere Coonies fast täglich zusammen mit dem Futter bekommen? Schliesslich soll das für ein schönes Fell sorgen!

Trotzdem kommen auch wir nicht um die Fellpflege herum. So kam der "Puder-Tag". Einige von unseren Vierbeinern sind fettiger als andere und diesem Fett machen wir mit Talk den Graus. Astor kam als erstes dran. Erst beim Herausbürsten des Talks sah ich, dass der kleine Mann am Schwanz doch schon kleine Filz-Knötchen hatte. Das Fett hatte die Haare verklebt und so beginnen sie zu "verklumpen". Ich war also mit meinem "Puder-Tag" gerade richtig gekommen. Astor sah danach richtig flauschig aussah. Er hat unglaublich viel Fell, ein unglaublich schönes Krägli und jetzt auch wieder einen richtig buschigen Schwanz. Er ist ein sehr schöner, kleiner Mann! Nur sein Köpfchen ist für eine Maine Coon etwas klein. Nichts desto trotz passt es zu seiner Erscheinung und seinem hellen Fell.

Alpha hat glücklicherweise ein pflegeleichtes Fell, sodass sie heute verschont bleibt. Dafür muss ich mich lange Zinka's Schwanz widmen, der einfach nicht fettfrei werden will, aber wenigstens nicht verzottelt.

Auch Amur beansprucht ziemlich viel Zeit. Bei seinem Schwanz sieht man das Fett nicht und die Haare am Schwanz sind so dünn, dass sie sich nur schon deswegen schnell verknoten – oder es sich zumindest beim Bürsten so anhört. Ja, hören. Mein Liebster ertastet sich Knötchen, ich "erhöre" sie mir. An der Art, wie es sich anhört, wenn ich mit der Bürste durch das Haar fahre, höre ich, wenn es Widerstand gibt. Ja und so hat jeder sein eigenes System. Da ich meistens für das Halten unserer Lieblinge verantwortlich bin, musste ich mich sowieso auf mein Gehör verlassen, da ich in der Hand dann jeweils zwei Pfoten habe…

Doch zurück zu Amur. Er hasst und liebt es gleichzeitig, gebürstet und gestriegelt zu werden. Da er am Körper meisten fettig ist, streiche ich ihm den Talk am Körper "gegen den Strich" ein. Hui, wurde ich da angefaucht. Amur, hör auf! Du hast Mundgeruch! Aber dann kamen wir gut vorwärts und auch Amur ist wieder ein Hübscher – nur sieht man bei ihm den Unterschied nicht so stark wie bei Astor. Doch der Schwanz ist wieder locker und flockig. Himmel und voller Erstaunen nahm ich wieder zur Kenntnis, wie breit Amur's Schwanzansatz ist! Wird er wirklich noch so gross, wie der Schwanzansatz vermuten lässt???

5 Elemente gesamt

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