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Vorfreude
25.08.2015 19:11:05

Ja, die Vorfreude ist gross, doch davor steht noch einige Arbeit und v.a. einige Nacherzählungen an. Ich habe nämlich letztes Mal vergessen zu erzählen, dass wir im Tierspital waren. Die zweite Herz-Untersuchung stand an und dieses Mal begleiteten uns Frodo, Gini und Zita. Für Frodo war es ein Ausflug, den er mit Spannung genoss. Für Gini und Zita war es eher ein notwendiges Übel. Trotz allem, der Arzt war begeistert – und wir anschliessend auch. Alles Bestens! Aber sie wissen, es kann trotzdem… jaja, Ärzte. Immer absichern…

Für Frodo kam diese Untersuchung gerade zur rechten Zeit. Die Züchterin von Nestor und Gini bekam einen Engpass, da ihr Bube partout kein Interesse an ihrem Mädchen zeigte und das Mädchen sehr rollig war. Die Frodo-Züchterin gab das OK, dass Frodo einspringen darf (oder vielleicht besser aufspringen…). So gab es an diesem Abend noch eine Blitzaktion. Wir hatten eine Stunde Zeit, Frodo „reisefertig“ zu machen. Glücklicherweise ist Frodo unkompliziert und einzig die Transportbox musste bereitgestellt werden. Danach konnten wir alle füttern, sodass auch Frodo gut gestärkt abreisen konnte.

Eine erste SMS zeigte, dass Frodo die neue Umgebung sofort akzeptierte. Die zweite SMS am nächsten Tag verriet, dass Frodo seine Aufgabe als Deckkater bestens erfüllte und die dritte SMS besagte, dass Frodo der liebste Kater auf Erden war. Der junge Sohn seit total begeistert von Frodo, weil dieser ihm abgeleckt hatte… Frodos Einsatz dauerte rund 48 Stunden, resp. so lange war er weg.

Die Zeit war so kurz, dass das Fehlen von Frodo noch nicht einmal auffiel. Als er zurückkam, separierten wir ihn allerdings sofort, damit im Falle aller Fälle… auf alle Fälle konnte er sich nun ausgiebig putzen und lecken. Am nächsten Tag wollte schon Nestor zu Frodo und es war, als wäre er nie weg gewesen. Es fauchte noch nicht einmal jemand, weil Frodo vielleicht anders riechen würde. Perfekt. Und mein Liebster meinte selig, Frodo hätte wieder einen glücklichen und zufriedenen Gesichtsausdruck…

…nun ja mein Liebster, mein Gesichtsausdruck blieb beschränkt begeistert, als Frodo bereits am kommenden Tag wieder – glücklicherweise – in die Windeln markierte. Wenn Frodo glücklich wäre, müsste er ja nicht markieren… aber ja. Kater!

Gini ist nun schon seit über zwei Wochen „pillen-frei“. Es ist unglaublich, wie stark die Pille das Wesen von Gini verändert. Ich finde es schockierend und werde mir für sie wohl künftig etwas anderes ausdenken müssen. Ohne Pille ist Gini wieder anhänglich, streicht um unsere Beine, ist viel öfters um uns herum – oder will sie uns etwas sagen und ich verstehe es nicht? So oder so warten wir mit Spannung darauf, dass sie zu rollen beginnt…

Da dies nun länger dauern könnte, bekam dieses Wochenende auch Zita keine Pille. Mal sehen, welche Dame zuerst rollen wird. Ja, das bis jetzt beschriebene war der Alltag eines Züchters. Mit der neuen Babyplanung sind wir wieder mittendrin und warten voller Spannung, wie es weitergeht.

Doch da war noch mehr. Das Ultimative passierte ebenfalls vor fast zwei Wochen, als mein Liebster mir plötzlich rief, dass ich mit der Fotokamera kommen müsse. Und ja, der Anblick war mindestens ein Foto wert, aber auch ein starkes Kopfschütteln, so nicht! Nestor lag auf der Stehlampe!

Abends oder nach getaner Arbeit stelle ich mein Stehpult immer auf die höchste Höhe ein, damit die Orchideen auf meinem Pult schön hängen können. Dann ist der Stehpult sehr hoch und die Stehlampe nahe. Nun weiss ich, dass ich das Stehpult auf eine Mittelstufe einstellen muss, sodass es für die Orchideen stimmt, aber auch damit Nestor diesen Liegeplatz kein zweites Mal erreicht. Jaja, mein Nestor ist immer wieder für eine Überraschung gut…

Nestor selbst liebt Überraschungen überhaupt nicht. Er hasst überraschende, laute Geräusche und erschrickt meistens auch. Gut, ich verstehe, dass es tagsüber schon sehr ruhig ist in unserer Wohnung, aber immer gleich Erschrecken? Aber ja, neuerdings können wir abends noch nicht einmal mehr Musik laufen lassen, da ein Coonie es besonders spannend findet, die Kabel herauszuziehen. Wie um Himmelswillen schaffen sie das nur? Auf alle Fälle wurde es uns zu blöde, immer danach zu suchen, wo das Kabel ausgesteckt ist und seither hören wir kaum noch Musik… Leider.

Doch das hat nichts mit der Schreckhaftigkeit zu tun. Dieses Mal war das Geräusch vermeintlich banal. Ganz genau weiss ich auch nicht, was passiert ist, doch dem Geräusch nach und der Aktion, die danach folgte, war Amur vom Stuhl gefallen. Kann es echt mal geben. Doch genau in diesem Moment sprang Nestor an den Stühlen vorbei und erschrak zu Tode. Sofort machte er einen 90°-Dreh, um nachzusehen, wer ihn verfolgte und landete mit den Hinterbeinen Frontal in der Box. Anschliessend wollte er mit den Hinterbeinen am Boden davonspringen.

Nun waren wir zu Tode erschrocken, weil wir dachten, Nestor hätte Lähmungserscheinungen und könne nicht mehr richtig gehen. Sofort holten wir ihn, prüften, ob er Schmerzen hätte. Natürlich bekam er auch Notfallkügeli. Wir machten uns die grössten Sorgen und Nestor machte sich nur Sorgen darüber, was wirklich geschehen war, warum er erschrocken war. Er lief eigentlich nur aus Angst so tief am Boden… Kaum war die Angst überwunden, war alles wieder bestens!

Ja und so ist es bei uns: erschreckt einer, stecken sich alle sofort an. Sprintet einer völlig aus dem Nichts heraus drauf los, erschrecken die anderen. Der grösste Angsthase ist Amur. Er schafft es immer wieder, alle zu erschrecken, nur weil er gerade erschrickt und eine plötzliche Sprint-Aktion macht. Ja, so schreckhaft empfinde ich im Moment meine Familie. Das wird sich wieder etwas ändern, wenn wir Kids haben. Denn dann wird es wieder ganz viele plötzliche Laute geben… YEAH!

Und so kommen wir zum vorläufigen Ende und zur Vorfreude von dem, was folgen wird: dieses Jahr wird wahr, was letztes Jahr nicht klappen wollte. Gestern fand die Übergabe statt, wo was steht, wie was gemacht werden soll und wer was will. Ab Mittwoch gilt es dann erst. Wir fliegen für 2.5 Wochen in die Ferien und Ümi und Putz halten solange die Stellung und geniessen unsere Coonies in unserer Wohnung und mit vielen Ausflügen.

Damit alle die Zeit möglichst geniessen können sind sogar all unsere Coonies gestriegelt, gekämmt und ein bisschen enthaart. Gestern mussten alle ihre Hinterteile zeigen und wer zu viele Haare um den Po hatte, durfte Haare lassen. Jetzt sind alle bereit für die grossen Genuss-Wochen.

Auf alle Fälle sind wir schon jetzt auf die Geschichten gespannt, die Ümi und Putz mit unseren Coonies erleben werden. Das eine oder andere werden uns anschliessend sicher auch unsere Coonies erzählen. Doch vorher heisst es noch Wohnung putzen, packen und von allen verabschieden. Natürlich werden uns die letzten zwei Aufgaben schwer fallen.

In diesem Sinne wünschen wir all unseren Leserinnen und Lesern einen wunderschönen Spätsommer und unserer grosse Familie viel Freude, Genuss und Streicheleinheiten…

Frodo live
17.08.2015 10:52:55

Und wieder dachte ich, dass es für Frodo das Schlimmste sein, wenn er separiert ist. Doch immer wieder durfte ich feststellen, dass er sich dadurch sicherer fühlt. Wenn er mit seinem Katerhöschen in der Wohnung ist, ist er ständig in Bewegung. Ständig muss er einem Mädchen oder einem Duft nachgehen und kommt so überhaupt nicht zur Ruhe. Wenn er in seinem Zimmer ist, kommt er zur Ruhe, man kann ihn streicheln und er ist wieder sich selbst.

Über Nacht schläft meistens Nestor bei Frodo. Wollen würden vermutlich alle, denn abends stehen alle vor dieser Zimmertüre Schlange und möchten hinein. Aber natürlich wollen sie nur so lange hinein, bis sie alles erschnüffelt haben und feststellen, dass es gar nichts spannenderes dort drinnen hat. Das ist dann der Grund, warum wir die Damen und Herren nicht mehr hinein lassen, damit sie denken, es wäre dort etwas Spannendes…

Für mich hat es allerdings noch andere Vorteile, wenn Nestor in diesem Zimmer die Nacht verbringt. Er kann morgens nicht an der Türe kratzen. Dazu kommt, dass er nicht eifersüchtig sein muss, wenn er Zinka sehen würde. Denn in der Zwischenzeit hat sie diese schwere Aufgabe übernommen, mich morgens zu wecken. Jeden Morgen wartet sie geduldig vor der Schlafzimmertüre und mein Liebster lässt sie hinein. Wehe sie ist einmal nicht da, dann würde ein Blick, ein Geräusch oder zur Not ein „Zinka“ reichen und sie steht da. Das sind ihre 9 Minuten schmusen.

Über das Bett meines Liebsten kommt sie zu mir und beginnt schon von der Mitte ihres Weges an zu schnurren. Dann steigt sie auf meinen Bauch und legt sich so hin, dass sie 5cm vor meiner Nase zu liegen oder stehen kommt. An ruhigen Tagen liegt sie einfach hin und geniesst es, an anderen Tagen ist sie unruhiger und steht immer mal wieder auf und an den ganz unruhigen Tagen wechselt sie immer zwischen mir und „ihrem“ Platz beim Kopfkissen meines Liebsten.

Wenn ich aufstehe, folgt sie mir sofort zur Schlafzimmertüre und kommt wieder mit mir hinaus. Danach ist sie eine glückliche Katze und geht meistens fressen. So hat sie wieder ihre eigene Schmusezeit, die nur ihr gehört. Und eben daher ist es wichtig, dass Nestor sie nicht sieht – weder ins Zimmer gehen, noch aus dem Zimmer kommen. Denn Nestor hätte auch gerne seine Schmusezeit. Doch wenn beide in mein Zimmer kommen würden, dann würde Nestor nur irgendwo auf dem Boden liegen und warten. Wenn nur er kommen dürfte, dann braucht er so ewig, bis er geknuddelt und gestreichelt werden möchte, dass ich bis dahin schon lange aus dem Haus bin. Somit kommt das nie zum Klappen.

Doch gerade heute Morgen war eine dieser raren Phasen, wo Nestor gestreichelt werden wollte. Ich stand mit meinen schwarzen Jeans vor dem Spiegel und hatte Gel in den Händen. Er strich um meine Beine. Meine Hosen waren innert kürzester Zeit voller Haare und streicheln konnte ich ihn doch noch nicht, da ich meine Frisur zuerst fertig richten musste. Endlich konnte ich die Hände waschen und hob den grossen, schwarzen Kater in das andere Lavabo und streichelte ihn ausführlichst.

Wenig später mahnte mich schon mein Liebster zur Eile. Denn eigentlich hatte ich mein Budget für Schmusezeit bereits aufgebraucht und natürlich war ich schon wieder zu spät dran. Immer morgens kommen Anka und Amur und wollen gestreichelt werden. Alba kommt auch immer, aber sie möchte dann weniger gestreichelt werden. Ja, so ist das Leben und schon wieder muss ich mich beeilen.

Dieses Wochenende waren wir zum ersten Mal seit sehr langem weg. Eigentlich war es schon sehr ungewohnt, unsere Vierbeiner nicht dabei zu haben und vom Wetter her hätten wir geradesogut zuhause bleiben können. Doch zuhause sah mein Vater nach dem Rechten. Zweimal wollte er mich erreichen und zweimal erschrak ich zutiefst, weil ich dachte, es wäre etwas passiert. Nun das erste Mal war nur die Frage, was soll ich füttern und das zweite Mal wäre die Frage gewesen, wo muss ich die volle Binde entsorgen. Scheinbar wurden Frodos Katerhosen voll beansprucht.

Kaum waren wir wieder zuhause, öffneten wir die Balkontüre. Natürlich strömten dann alle sofort hinaus. Doch kaum machten wir etwas in der Wohnung, hatten wir den grössten Teil unserer Schar wieder um uns herum. Jeder wollte natürlich begrüsst werden und danach wurde unser Gepäck beansprucht. Amur wollte es sich gerade so gemütlich machen, dass ich die Tasche nur noch aufheben hätte müssen und er wäre eingepackt gewesen. Natürlich ist das nicht in meinem Sinne, denn danach müssten wir alles abrollern.

Frodo bekam wenig später sein Pampers-Höschen – oder auch Windeln genannt – angezogen. Da beide seiner Katerhosen stanken, musste er damit vorlieb nehmen. Doch vielleicht war das – v.a. rückwirkend – sowieso besser. Plötzlich hatte ich den Duft von Markiert in der Nase. Nein, die Hose wirke nicht nass. Ich nahm den grossen Kater trotzdem und hielt meine Nase an seinen Bauch. Es stank fürchterlich – aber es war wirklich nicht nass.

Wir wechselten ihm trotzdem die Hosen aus – und sahen das Malheur. Jetzt sahen wir deutlich vor Augen, was markieren hiess. Es war sofort auch klar, dass das fürchterlich stank. Danach machten wir kurz Durchzug, damit der Gestank wieder aus der Wohnung ausziehen konnte.

Währenddessen hat es wieder zu nieseln begonnen. Doch das störte Alpha und Alba nicht. Sie lagen draussen auf dem Outdoor-Kratzbaum und schliefen. Von dem bisschen Nass liessen sie sich nicht stören.

Nach dem letzten Wochenende war es für mich einfach nur eine sehr grosse Erleichterung, keine markierten Stellen zu finden oder zu riechen. Endlich ist die Luft in der Wohnung wieder „rein“ und Plätzchen und Stellen würden auffallen – denke ich.

Kaum hatten wir Frodo die Windeln gewechselt, trottete er davon. Wenig später sah ich die Windeln vor der Balkontüre liegen. Ein Blick um mich herum und ich fand Frodo in der Röhre. Ich musste noch warten, bis mein Liebster kam und in dieser Zeit behielt ich Frodo einfach unauffällig im Auge. Endlich konnten wir ihm die Windeln wieder anziehen. Ich hatte vorhin das Gefühl gehabt, dass sie zu eng gesessen hätten, was in diesem Falle falsch gewesen war. Nun sassen die Hosen wieder perfekt – und mir ging es dadurch bedeutend besser.

In der Zwischenzeit hatte ich meinem Liebsten die Medikamente vorbereitet – die sonntägliche Wochenration. Die Mädels bekamen die Pille, natürlich ohne Alpha und heute auch ohne Gini. Mal sehen, wann sie zu rollen beginnt. Letztes Wochenende hatten wir ein riesen Theater, bis alle die Pille gefressen hatten. Mein Liebster hatte sonst schon keine Nerven mehr – Erinnerung: Frodo markierte überall – und da brauchte die Pillen-Abgabe erst recht viel Zeit. Doch dieses Wochenende war er wieder ruhig und somit auch die Mädels lieb zu ihm. Zinka frisst sie sofort, Alba auch. Zita braucht noch etwas Überredungskunst, doch als sie keine Alternative sieht, frisst sie sie. Das grösste Problem ist Anka. Doch die schläft irgendwo tief und fest.

Somit gehen wir über zur Fütterung. Mein Vater hatte ziemlich viel Futter vorbereitet und einige Töpfli standen im Kühlschrank. Ich hatte sie schon am Nachmittag alle fusioniert und in einen Topf zusammengeleert. Darunter mischte ich das Tierfutter von der Migros und abends gab es dann diesen Mix an Futter. Natürlich war er nicht sonderlich begehrt, aber es war alles, was unsere Lieben bekommen hatten.

Wenig später kam auch Anka. Am liebsten wäre sie einfach auf den Balkon spaziert, aber sie spürte vermutlich, dass sie die Gesuchte war. Ich bekam sie auf den Schoss und natürlich musste sie das wieder mit mehreren, lauten Miau`s kommentieren. Ich streichelte sie einfach weiter und stellte mich schon auf einen langen Kampf ein, bis sie die Pille gefressen hätte. Doch mein Liebster hielt ihr das Knöllchen Le Parfait mit der Pille drinnen keine Minute unter die Nase, bis sie dieses gefressen hatte. Sie hatte das ganze Knöllchen gefressen und es kam wenig später auch keine Pille mehr heraus – oder ich sah es zumindest nicht. Ich war so erstaunt, dass ich sie nur noch ansehen konnte… Ja, so geht das!

Immer Frodo
11.08.2015 17:32:23

Die Entscheidung ist gefallen. Wie viel Ehrlichkeit verträgt ein Blog? Soll oder darf man alles im Blog schreiben? Rächt es sich, davon zu schreiben? Oder erklärt es einfach die nächsten Schritte? Ich weiss es nicht. Doch ich mach den mutigen Schritt und bin offen...

Frodo markiert. Das ist nichts Neues, aber das Ausmass wird vermutlich erst mit diesem Blog deutlich. Ich schäme mich so für ihn, sodass wir niemandem von unserem Wochenende erzählt haben. Auch jetzt würde ich eigentlich lieber nicht davon erzählen und noch lieber würde ich einfach wieder zur bisherigen Tagesordnung übergehen. Doch Frodo hat das verunmöglicht.

Als Anka die Pille nicht frass, sie ist eine Künstlerin darin, wurde sie rollig. Mit ihrer Rolligkeit kam Frodos geballte Männlichkeit mit einem Paukenschlag zurück. Seither markierte er sporadisch irgendwo in der Wohnung, meist 1-2 Mal pro Woche. Selbstverständlich ist es das Ekligste der Welt, aber wir haben ihn nie auf frischer Tat ertappt und wollten noch mit aller Macht am gewohnten Tagesablauf festhalten. Wir waren wütend, aber so eklig wie es sich anhört, 1-2 Mal pro Woche war noch "zu bewältigen". Dachten wir.

Doch was wir dieses Wochenende erlebten, übertraf alles. Ich war im Verlauf der letzten Woche einige Male im oberen Stock, da ich das Gefühl hatte, dass es stank. Leider fand ich nicht heraus, woran es lag. So ging es mir noch einige Male in dieser Woche und es begann mich zu nerven.

Am Anfang stand am Samstag eine Beobachtung. Ich beobachtete, wie Amur auf dem Sofa herumschnüffelte und schnüffelte danach selbst dort. Es brauchte eine Brise und der Fall war klar. Es war zwischen Armlehne und Kissen markiert worden. Glücklicherweise hatten wir Waschtag, sodass wir die Kissen gleich einlegen konnten. Für das Sofa und den Teppich haben wir einen extra Spray, der Gerüche und Flecke sehr gut entfernt. Manchmal braucht es einen zweiten Durchlauf mit Sprayen, warten bis der Spray trocken ist und dann wegbürsten oder staubsaugen.

Bei den markierten Sachen ist es etwas anderes. Die legen wir in der Waschküche in den grossen Trog, füllen diesen mit Wasser und fügen Konzentrat von Desinfektionsmittel dazu. Bei frischen Markierungen hilft das, bei älteren hilft vielleicht ein zweiter Durchlauf. Letztes Wochenende hatten wir die alte Wurfbox entsorgen müssen, weil Frodo auf das Kissen darin markiert hat und alles sehr stark stank. Das Kissen haben wir schon zweimal eingelegt, haben wir schon 30° gewaschen und als alles nichts brachte, hatten wir es sogar schon 60° gewaschen. Es stinkt noch immer. Es ist ein superschönes, grosses Liegekissen, es sieht eigentlich noch wie neu aus und ich finde es so schade, dass wir das jetzt wegschmeissen müssen. Einen Versuch mit Einlegen machen wir noch. Wenn der Gestank nicht weg ist, werden wir uns danach leider vom Kissen trennen müssen.

Den oberen Stock habe ich in den letzten drei Wochen sicher schon 3-4 Mal komplett neu gestaltet und in der Zwischenzeit schon einiges entsorgen müssen. Da ich oft Sachen in den oberen Stock bringe, die ich danach entsorgen möchte, hatte ich ehrlicherweise nicht weiter darüber nachgedacht und einfach gehandelt.

Das Fass zum Überlaufen brachte schlicht eine kleine andere Handlung. Wir kamen am Samstag nach dem Sport nach Hause und ich ging Zita nach, die ins Katzenzimmer auf das Katzengestell sprang. Ich begrüsste sie, streichelte sie und sah es. Sah ich es zuerst oder konnte ich es riechen? Ich war wie vom Blitz berührt, sah es und die Entscheidung war für mich genau in diesem Moment gefallen. So nicht! In Sekundenschnelle überlegte ich mir die Wurfplanung und rechnete aus, per wann wir Frodo kastrieren können. Danach möchten wir für Frodo ein Plätzchen suchen...

Was ich gesehen habe? Das Katzengestell steht in einem 30°-Winkel zum Bücherregal. Von der 3. Etage des Katzengestells aus steht man genau der Wand des Bücherregals gegenüber. Dort hatte Frodo an die Wand gespritzt. Durch das Spritzen hatte es Spritzer am Bücherregal, am Katzengestell und vermutlich auch Markierungen auf den Kissen. Wir mussten das Katzengestell entfernen, damit wir 100% alle Spuren und Spritzer beseitigen konnten. Beim Putzen begriff ich, dass das nie aufhört, solange Frodo potent ist. Es ist keine Frage des Putzmittels, mit dem Desinfektionsmittel verschwinden alle Spuren und Gerüche. Einzig der Gestank sitzt in unseren Nasen fest. Er ist so penetrant, so beissend, so ätzend, dass wir ihn mit der Zeit nicht mehr wegbringen. Manchmal schnüffelte ich schon Desinfektionsmittel, was garantiert schädlich ist, nur um wieder eine "freie" Nase zu bekommen.

Noch immer dachte ich, das wären jetzt die 1-2 Mal von dieser Woche gewesen. Noch immer war ich optimistisch, dass wir an unserer Struktur festhalten konnten. Vielleicht, weil ich es einfach wollte. Doch diese Grundmauern unseres Alltages wurden am nächsten Tag jäh erschüttert. Ich pflegte meinen Balkongarten, als ich sah, wie Amur an "seinem" Kissen schnüffelte und es NICHT nutzte. Ich begriff sofort, dass es dort auch stinken musste. Ich überlegte kurz, wann er es zum letzten Mal genutzt hatte und wusste, dass dem schon länger nicht mehr der Fall gewesen war. Ich hatte es der Hitze zugeschoben. Nun wusste ich warum. Für Frodo sind meine drei Buben Verräter, für mich sind sie einfach von unermesslichem Wert. Ich weiss, dass sie mir zuverlässig alles zeigen, was nicht seine Richtigkeit hat. Ich muss es nur beobachten und dann selbst nachsehen. Ich hatte schon länger den Verdacht, dass es in meinem Büro stank, hatte allerdings nicht herausgefunden wo und schlicht und einfach ganz naiv nie daran gedacht, dass Frodo das machen würde. Natürlich bin ich jäh auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Nachdem ich meine Hände gewaschen hatte, begann ich systematisch ein Zimmer nach dem anderen "abzuschnüffeln". Das Resultat war ernüchternd.

Im oberen Stock fand ich nun auch heraus, dass Frodo quer über das im inneren Kreis der Kugelbahn liegende Spielzeug markiert hat. Er hat im Inneren des von mir gestalteten Tunnels markiert und er hatte auf der gegenüberliegenden Seite frisch auf einen dort liegenden Teppich markiert. Ja, alle Schandtaten kamen jetzt ans Licht und der Berg vor der Haustüre wurde grösser und grösser.

Zusammengefasst war das unser Wochenende. Die Liegeplätzchen und Kissen bekommen wir kaum noch geruchsfrei hin. Was wir putzen konnten, ist wieder sauber. Der Aufwand hätte nach meiner Meinung nicht sein müssen, doch für Frodo ist es scheinbar wichtig. Das Problem ist, dass für die Mädchen das Markierte kein Gestank ist und sie trotzdem dort liegen können. Deshalb sind für mich auch meine Buben von unermesslichem Wert!

Ich vermisse die Zeit, die letzten Monate, als Frodo's Chip noch wirkte und er der liebste Kater auf Erden war. Ich dachte, wenn er einmal diese Ruhe gefunden hat, dann wird er mit dem Markieren aufhören. Ausser dass er potent ist, hat sich nichts geändert – nur er hat sich verändert. Ja und nun reagieren wir auf die Veränderung und schützen ihn vor sich und unserer Wohnung. Seit gestern wohnt Frodo wieder im Büro meines Liebsten. Dort hat er alles, was er zum Leben braucht.

In der Wohnung hat er ein Gastrecht, aber er muss ab sofort wieder seine Katerhosen anziehen. Er hasst es, aber diese Situation hat er nun selbst ausgesucht. Ich hatte bis zuletzt die Hoffnung, dass wir wie vorher miteinander leben könnten. Auch die darauffolgenden Entscheidungen hat er herbeigeführt. Eigentlich hätten wir auch noch in 10 Jahren mit ihm als Zuchtkater arbeiten wollen. Wir werden nun demnächst Gini, Zita und vermutlich auch Zinka von ihm decken lassen und danach wird Frodo kastriert. Zu seinem und unserem Besten.

1. August
03.08.2015 16:32:54

Ich habe das Gefühl, dass es in unserer Familie im Moment ruhig, gemütlich und auch geordnet zu und her geht. Jede Woche überlege ich mir von Neuem, was war denn diese Woche speziell? War überhaupt etwas? Ich denke immer, da war doch nichts...

...und beginne zu schreiben. Aber halt, da war doch noch etwas. Wir feierten 1. August. Ich erinnere mich, dass es bis anhin nie ein Thema war und wir immer sagten, dass wir schon noch Glück hätten. Nicht so dieses Jahr. Es reicht völlig aus, wenn nur eine einzige Katze Angst hat, dass alle anderen davon angesteckt werden. Der eine, das war Amur.

Amur ist bei uns generell als eher "Geräusch-empfindlich" bekannt. Er hasst laute Geräusche und wenn etwas Überraschendes hinter seinem Rücken passiert, zum Beispiel ein Coonie, der in vollem Tempo anrast, dann erschrickt Amur. Insofern hätte es uns eigentlich nicht weiter erstaunen dürfen und wir hätten es erwarten müssen.

Der 1. August begann bei uns mit den kleinen Knaller-Feuerwerken und den Buben-Fürzen bereits am Nachmittag. Einmal erschrocken, erschreckte Amur jedes folgende noch so kleine Geräusch. Ich arbeitete indes in meinem Büro an meinem PC, als ich bemerkte, dass ich urplötzlich meinen Stuhl teilte. Bei diesem grossen Kater, der sich plötzlich neben mich zwängte, fiel schnell auf, wie er sich ängstigte. Ich nahm Amur auf meinen Schoss und schob seinen Kopf in meine Arme, sodass die Ohren etwas versteckt waren.

Leider nützte das nur für eine kurze Zeit etwas. Beim nächsten Knaller versteckte sich Amur sofort wieder im Dunkeln unter dem Pult. Als würde ihn die Dunkelheit vor den Geräuschen schützen. Wenig später düste er mit herunter gelegenem Körper auf die andere Zimmerseite in die Filzhöhle und wechselte dann immer etwas ab zwischen Pult und Höhle. Nichts gab ihm die Sicherheit, die er gebraucht hätte. Nirgends fand er die Ruhe, die er sich gewünscht hätte.

Nestor, Zinka, Alba und Frodo hingegen schienen die Geräusche nichts auszumachen. Sie genossen den Nachmittag auf den Balkon, genossen die ersten Sonnenstrahlen und wären am liebsten immer dort geblieben, wenn es nicht irgendwann wieder zu regnen begonnen hätte. Soweit so friedlich.

Dann waren wir zum Abendessen eingeladen und kamen erst wieder für das in der Region berühmte, private Feuerwerk zurück. Natürlich wurden wir auch dieses Jahr nicht enttäuscht, es fand statt – zwar bei strömendem Regen – und war so schön wie alle Jahre. Wir sassen auf dem Balkon im Trockenen und hatten beste Aussicht. Eingewickelt in die warme Decke war es gemütlich.

Doch als wir wieder nach Hause gekommen waren, begrüsste uns einzig Frodo. Alle anderen Augenpaare lugten ängstlich unter dem Sofa hervor. Bei jedem Knall verschwanden sie wieder – die Coonies, wie die Augenpaare. Als wir auf dem Balkon sassen, hatten wir die Balkontüre offen. Einzig Frodo setzte sich zu uns. Zwischendurch kam Alba, aber als es zu viel Lärm hatte, ging auch sie. Die anderen zeigten sich erst, als es bei den Feuerwerken eine Pause zu geben schien. Als es weiter krachte, verkrochen sich alle wieder.

Ich muss allerdings zugeben, dass selbst ich die Knaller der Feuerwerke laut fand. Wir vermuten, dass infolge des Regens und der Nebeldecke sich die Laute noch zusätzlich verstärkten. Zeitweise war es so laut, dass ich dachte, ja so musste sich Krieg anhören. Dem war glücklicherweise nicht so und bereits um 22.30h nahmen die Knaller ab.

Wir dachten, dass wir nun unsere Coonies füttern konnten. Wir hatten das Mittagessen spät offeriert und somit wären wir gut im Rhythmus gewesen. Dachten wir. Natürlich waren alle noch so von den Knallern aufgeregt, dass kein einziger etwas frass. Das war wörtlich für die Katze.

Um Mitternacht ging die nächste Knaller-Reihe los, doch da waren bei uns schon alle Fenster geschlossen und wir versuchten zu schlafen. Unsere Coonies suchten noch den Schutz des Sofas, aber bis zum Morgen hin musste der eine oder andere seinen Hunger gestillt haben, denn die zwei Futternäpfe waren fast leer.

Für mich war die Nacht gefühlt kurz gewesen. Als ich morgens kurz auf die Toilette ging, wollten Nestor und Zita um jeden, aber wirklich jeden Preis ins Schlafzimmer. Ich liess sie schlussendlich. Zita machte sich bei meinem Liebsten breit und der hörte dafür auf zu schnarchen. Nestor legte sich irgendwo auf den Boden hin und ich döste ein.

Irgendwann beim Dösen bemerkte ich, dass es auf meinem Bauch sehr, sehr schwer war. Ich war schon fast eingenickt, doch jetzt war an Schlaf nicht mehr zu denken. Aber so richtig wach wurde ich auch noch nicht. Ich begann Nestor zu streicheln, halb wach, halb schlafend. Ich war froh, als mein Liebster wenig später aufstand und aufs WC ging. Nestor ging sofort mit ihm mit.

Zurück kam mein Liebster mit Zinka und wir versuchten wieder zu schlafen. Doch Zinka putzte sich dermassen laut, als würde ein Wasserfall zwischen unseren Betten plätschern. Scheinbar beanspruchte aber auch Zita immer mehr Platz, sodass mein Liebster nochmals aufstand und beide Damen hinaus bugsierte. Endlich nochmals etwas schlafen...

...und beim nächsten Mal wurde ich wieder von Zinka geweckt, dieses Mal allerdings zu einer viel späteren Stunde. Sie hatte scheinbar schon sehr lange darauf gewartet, dass sie zu mir kommen durfte. Früher war ich ihr ein und alles und dann war dies ihre Schmusestunde. Früher. Heute teile ich ihre Gunst. Zinka hat erfasst, dass mein Liebster mindestens ebenso schön streicheln und kraulen kann. Wenn wir beide nebeneinander liegen, dann kommt Zinka zuerst auf meine Brust, nach einer Weile wechselt sie zu meinem Liebsten und dann wieder zurück. Das kann dauern, wenn sie ihre Gunst zwischen mir und meinem Liebsten aufteilt und dabei schnurrt sie laut und selig. Wenn es Zinka gut geht, geht es uns auch gut. Mein Liebster geniesst es, dass er endlich auch Zinkas Gunst bekommt und ich bin glücklich, dass Zinka glücklich ist – also sind alle glücklich.

Uns geht es allerdings nicht gut, wenn Nestor an der Türe kratzt. Als ich noch schlief habe ich diese Geräusche nur sehr entfernt mitbekommen, aber das war vermutlich der Grund, warum mein Liebster schon viel früher aufgestanden war. Ich vermute, dass die zwei ein ernstes Wörtchen miteinander geredet hatten. Mein Liebster hasst dieses Geräusch, wenn die Krallen auf dem Holz oder Glas fahren. Nestor kommt zwar selten an sein Ziel, denn er wird dann nicht ins Schlafzimmer gelassen, aber er bekommt zumindest Aufmerksamkeit. Ist das sein wirkliches Ziel?

An diesem Morgen war hingegen einer ziemlich "hässig"; nämlich Amur. Er griff jeden Vierbeiner an, der gerade in seiner Nähe war. Er sprang auf die Mädels und biss sie, jagte Astor und machte scheinbar nach meinem Liebsten noch viel mehr Ärger und alle gingen ihm – soweit möglich – aus dem Weg. Amur musste einen ziemlich schlechten Tag gehabt haben. So kam es auch, dass der "kleine" Frechdachs auf Frodo los ging und Frodo sich wehrte.

Eine Viertelstunde später kam Amur wieder, machte den Katzenbuckel vor Frodo und wollte geputzt werden. Doch Frodo wusste nicht, wie mit dieser Änderung umzugehen ist, ob der Ruhe zu trauen ist und biss Amur irgendwo am Kopf. Danach weinte Amur fürchterlich und Frodo begann in zu lecken. Sagenhaft dieses Schlitzohr! Doch von jetzt an war Amur wieder der liebste Kater auf Erden, der ständig irgendwo in unserer Nähe war. Von der Ängstlichkeit des Vorabends war nichts mehr zu spüren und auch sonst bestanden keinerlei Nachwehen vom 1. August. Einzig ein paar Erfahrungen reicher ging das Leben weiter...

4 Elemente gesamt

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