AnNa's Welt
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Lugenentzündung
23.02.2016 09:48:06

In dieser Woche überschlugen sich die Ereignisse. Es passierte so viel, sodass wir noch immer am Verarbeiten und Verstehen sind. Alles begann damit, dass Beau unbedingt bei den Kleinen liegen und spielen wollte. Es schien, als dass er wieder Klein sein wollte. Er dockte bei Zinka an, lag mit und unter allen anderen. Er genoss das Zusammensein.

Nach Cielo steckte sich Cima an. Heute auf Morgen ging es ihr sehr schlecht. Das Antibiotikum schlug nicht oder nicht so schnell an und zwei Tage später war sie tot. Wir versuchten zuvor sie von Hand zu ernähren, gaben ihr Nassfutter, Milch oder auch nur Wasser. Doch bei allem, was wir ihr geben wollten, Cima biss stur die Zähne zusammen. Sie verweigerte selbst Zinka's Zitzen. Es schmerzte unglaublich, dass sie bereits so jung von uns gegangen ist. Sie war so eine hübsche Schildpatt-Dame und glich Anka unglaublich fest. Wenn auch ein kleiner Trost, wenigstens ist Cielo nicht mehr alleine.

Kurz darauf bemerkten wir Anzeichen bei Chico. Morgens hatten wir auch festgestellt, dass er abgenommen hatte und hatten dann abends den Termin für ein neues Antibiotikum. Doch bereits abends hing sein Leben am seidigen Faden, bei ihm ging es mit der Gesundheit rapide abwärts. Capo behandelten wir gleich mit und er bekam dadurch nur einen „Streiffung“. Doch Chico musste echt kämpfen. Am nächsten Tag legten wir ihn alle paar Stunden wieder an Zinka’s Zitzen. Chico hielt sein Gewicht, nahm aber nicht zu.

In der Zwischenzeit ging es Cisna schlechter. Sie hatte schon vorher Anzeichen einer Erkältung und bei ihr schien das erste Antibiotikum zu wirken. Doch nun schien es ihr auch schlechter zu gehen. Schnell ging es wieder zum Tierarzt, um das andere Antibiotikum zu spritzen. Ihre Lungen hörten sich dabei überhaupt nicht gesund an. Doch glücklicherweise frisst Cisna schon seit einiger Zeit Nassfutter, sodass sie immer Nahrung zur Verfügung hat. Aber bereits tags darauf erbrach sie Blut und wieder ging es sofort zum Tierarzt. Sie bekam reinen Sauerstoff und das Atmen fiel ihr einfacher, trotzdem hing ihr Leben noch immer am seidenen Faden. Nun mussten wir entscheiden, wie es weiterging.

Ich habe immer gesagt, dass ich gegen die Rettung um jeden Preis bin. Wesen dürfen nicht leiden. Doch wann beginnt ein Leiden? Wann ist es eine „Rettung um jeden Preis“? Cisna kämpfte und kämpfte. Sie schien einen eisernen Willen zu haben. Trotzdem mussten wir uns für sie entscheiden: 1. Sauerstoff-Box oder Zelt, 2. Einfach mit Antibiotikum leben lassen oder 3. Einschläfern. Niemand machte uns Hoffnung, aber jeder bemerkte ihren eisernen Willen. Der nächste, mit Sauerstoffboxen ausgerüstete Ort ist in Chur. Selbstverständlich kam Cisna nun in die Tierklinik in Chur, wo sie in der Sauerstoff-Box gepflegt wurde. Sie ist jetzt bereits eine grosse, selbstständige Katze. Sie ist alleine und wir sind überglücklich, dass sie wenigstens frisst. Jeder sagt, dass sie normalerweise nicht so kleine Katzen behandeln und jeder betont, wie das kleine Kätzchen stark kämpft. Kämpft für ihr Leben.

Nach 24h wollte man sie nochmals behalten, nach weiteren 24h nochmals und nochmals. Eigentlich hätten wir sie nach 3 Tagen abholen können, doch dann bekam Cisna ausserhalb der Box erneut Probleme. Jetzt haben sie Cisna nochmals in der Box therapiert. Heute bekommen wir nun wieder eine Antwort. Gleichzeitig soll ein neues Röntgenbild zeigen, ob sich ihre Lunge vom Infekt erholt hat.

In der Zwischenzeit macht uns Chico wieder grösste Sorgen. Er frisst nichts anderes ausser Zinka Milch an Zinka’s Zitzen. Nichts. Wirklich überhaupt nichts! Dieser sture Grind bringt uns echt noch zum Verzweifeln. Er ist nur noch Haut und Knochen und hält sich von allem fern, als würde er nicht nur zum Ausdruck bringen, sondern auch sagen, dass er der Ärmste sei. In der Zwischenzeit müsste es ihm eigentlich schon viel besser gehen und wenn er nicht bald frisst, haben wir andere Probleme, als die Erkältung.

Also nahm ich Chico während dem Arbeiten zu mir. Ich hatte ihn auf das Heizkissen gesetzt und mit einem Tuch zugedeckt. Er hasste es, war es ihm doch viel zu warm. Gleichzeitig hat er es geliebt, bei mir zu sein und mir und meinen Fingern beim Schreiben zuzusehen. Immer wieder legte er seine kleine Pfote auf meinen Finger, einfach um mich zu halten. Er ist so klein und doch schon so ein grosser Schmuser. Ja, er würde wirklich einen schönen, lieben Kater abgeben – wenn er sich nur endlich zum Fressen entscheiden würde. Bis zum Abend hat Chico wieder abgenommen. Kurzerhand packten wir Chico und Zinka ein und gingen wieder zum Tierarzt. Mein Liebster hatte davor noch das neue Antibiotikum abgeholt und gewusst, dass er noch da war. Und Glück gehabt, er war auch noch jetzt da.

Wieder bekam Chico eine Intensiv-Behandlung und wieder war die Prognose, eigentlich müsste es jetzt wirklich aufwärts gehen. Dieses Mal bekamen wir dazu noch ein besonders bekömmliches Futter, das er wirklich einfach fressen müsste. Es blieb beim Müsste. Chico verweigert einfach sämtliche Zufütterung. Er dürfte ja auch selbst fressen – wie seine grösseren Geschwister – aber nein, verbissen hält er seinen Mund zusammen. Er will nur Zinka-Milch. Doch die kurze Kontrolluntersuchung bei Zinka ergab, dass sie nur noch zwei Zitzen hat, die Milch geben. Ja, das ist zusammengefasst unsere Situation. Dazu kommt, dass einige Behandlungsmöglichkeiten bei so kleinen Kätzlein keine Option sind wie bspw. den Tropf. Wieder liegt es an Chico; er muss nun entscheiden, wohin sein Weg führt. Es ist traurig, so machtlos zuzusehen.

Doch auch ein paar andere haben ihren Weg in eine neue Zukunft gemacht. Am Samstag haben wir von Bligi und Brilla Abschied genommen. Sie sind in ein wunderschönes Zuhause gezügelt, mit Fenstern bis zum Boden und unglaublich vielen Pflanzen. Kaum durften die zwei Damen aus der Box, war Bligi auch an vorderster Front beim Erkunden. Brilla war da eher weinend unterwegs. Irgendwann liessen wir die Kleinen und widmeten uns dem „Administrativen“ und den „Erklärungen“. Die zwei Mädels blieben in unserer Nähe und bearbeiteten eine Kartonschachtel. Es war so plötzlich ruhig, dass wir es gar nicht sofort bemerkten und wir suchten die Mädels. Nach einigem Suchen fanden wir sie unter dem Esszimmertisch, auf den Stühlen neben uns. Sie waren eingeschlafen. Scheinbar hatte Brilla abends dann wieder geweint und ich habe die leise Vermutung, dass sich Bligi über kurz oder lang dem Grünzeug annehmen wird… Wir sind total gespannt, wie sich die Dreier-WG weiterentwickelt!

Tags darauf zogen Lizzy und Henry aus. Henry weinte bereits im Auto, sodass die Fahrt doppelt so lange schien. Irgendwann nahm ich ihn aus der Box, doch auch das half nur wenig. Schliesslich kamen wir an und suchten uns den Weg durch die Altstadt. Henry und Lizzy zogen in ein historisch-altes Haus, das überall spannende Geräusche von sich gibt. Natürlich werden diese Geräusche anfangs sicher noch furchteinflössend sein. Doch obwohl gerade Henry Menschen über alles liebt, war er ziemlich eingeschüchtert. Sie gaben ihre Erkundungen bald auf und blieben bei ihrem wunderschönen, neuen Kratzbaum. Dort konnten sie sich gleichzeitig zeigen und verstecken. Kaum hatten sie sich etwas eingewöhnt, schnurrte Henry nicht mehr nur zur Beruhigung, sondern auch weil er gestreichelt wurde.

Scheinbar durften die Zwei in der Nacht im grossen Bett im Schlafzimmer schlafen, wobei wir uns nicht sicher sind, ob der Schlaf in dieser Nacht wirklich „eingezogen“ ist. Für den sensiblen Henry war das eine riesen Umstellung, nur mit Lizzy kann man immer Pferde stehlen. Sie schlief scheinbar so tief, dass sie völlig relaxt im Schlaf Mäuse fing, sodass ihre zwei Büchsenöffner völlig überrascht waren und nicht wussten, was jetzt mit diesem Kätzlein los ist. Henry hingegen hätte sie bereits alle paar Minuten gewaschen, als wäre es Zeit zum Aufstehen… Es war scheinbar keine entspannte Nacht… Auf alle Fälle hoffen wir, dass Henry bald auch nachts viel Schlaf benötigt…

Zuhause erwarteten wir nun eine ruhige gemütliche Zeit, nachdem Bligi ausgezogen war. Sie konnte nicht nur überzeugend kuscheln, nein, sie konnte eben auch ziemlich viel anstellen. Doch kaum war Bligi ausgezogen, konnten sich die Jungs entfalten. Sie leben nun, als hätte Bligi ihnen alles beigebracht… einfach etwas „milder“. Vorher waren die Mädels auch ab und zu bei den Kleinen und haben sie geputzt, erstaunlicherweise gingen nun auch Benji und Branco ab und zu zu den Kleinen. Aber wohl eher wegen dem superlässigen Spielzeug…

Bono hingegen hat sich wieder arg gemausert und ist wieder viel zutraulicher geworden. Er wird zu einer „älteren“ Katzen-Dame (zumindest älter als er ;-)) ziehen und neuerdings beobachten wir, dass er ganz oft bei Astor und Alpha liegt. Erstaunlich; nicht?

Hart
18.02.2016 14:33:16

Mit kleinen Katzen ist immer etwas los und diese Woche schien sogar besonders viel los zu sein. Aus mir noch nicht logischen Gründen schienen unsere Kleinen für diese Woche eine Wohnungsumstellung zu wünschen. Ich bekam letzte Woche einen aufgeregten Telefonanruf, dass unsere Coonies das vierstöckige Doppelkartonhaus vom oberen Stock ins Wohnzimmer „gezügelt“ hätten. Vermutlich im Eifer des Gefechts muss das Kartonhaus min. 1.5m verschoben worden sein und fiel herunter. Es riss den darunter stehenden Blumentopf mit. Schlussendlich muss das Wohnzimmer ziemlich verwüstet ausgesehen haben.

Das Kartonhaus war hinüber, resp. ich entschied kurzerhand es zu entsorgen. So kann man auch zeigen, dass es Zeit für eine Veränderung war. Die einzige Sorge meines Liebsten war, ob noch jemand im Kartonhaus mit heruntergefallen war. Astor zeigte bedenklich ängstliche Zeichen. Doch bis zum Abend war alles wieder normal. Auch der Blumentopf hatte Glück im Unglück. Er musste zwar Blätter lassen und einige Stängel sind geknickt, aber er überlebte. Auch die Laternen und das Glas rundherum blieben glücklicherweise ganz.

Weniger Glück hatte mein Schwefel-Kristall. Erstaunlicherweise hatten wir letzte Woche immer wieder Diskussionen über Sulfur. Ich fand, dass unseren Kleinsten Sulfur helfen könnte und mein Liebster war vehement dagegen, da Cima es sofort wieder ausspuckte. Egal wer etwas zu Sulfur sagte, es stiess auf dermassen grosse Ablehnung bei meinem Liebsten, dass es schon fast erstaunte. Noch mehr erstaunte mich, dass gestern Abend die grossen Kitten meinen geliebten Schwefel-Kristall herunterschmissen. Zuerst dachte ich schon, er wäre in tausend Stücke zerfallen. Glücklicherweise blieb der Stein ganz und einzig zig Schwefel-Teilchen hatten sich gelöst. Die grossen Kitten waren da, spielten mit den kleinen Schwefel-Teilchen oder leckten sie auf. Das ganze Büro stank nach Schwefel und von den Händen brachten wir den Geschmack nicht mehr weg. Ich lachte Tränen, ab dieser absurden Situation. Erstaunlicherweise schienen die jungen Kitten Schwefel zu brauchen – und mein Liebster vermutlich auch. Was für ein Sarkasmus. Aber natürlich war ich auch traurig, weil der Schwefel-Kristall in seiner Schönheit nun gelitten hatte. Natürlich ist er jetzt einen Stock höher im Bücherregal.

Etwas anderes beschäftigt mich noch immer: Cielo. Ich hatte emotional so grosse Mühe mit seinem Tod – auch wenn mir jeder sagt, dass er einen Herzfehler hatte und nicht überlebensfähig gewesen wäre – dass ich mich von den Kleinsten abgegrenzt hatte. Ich hatte mein Herz verschlossen, weil ich nicht noch mehr zu ertragen schien. Das ganze endete dann damit, dass am Sonntagmorgen während unserer Kuschelzeit meine zwei Lieblinge auf dem Bauch meines Liebsten lagen. Bei Nestor ist das noch ertragbar, weil er gerade dort schmeichelt, wo es passt, aber bei Zinka? Erst da begann ich wieder zu funktionieren. Kurzerhand zügelten wir die Kleinen nun ins Katzenzimmer. Vorher waren sie noch immer mitten im Wohnzimmer, sodass wir sie jederzeit beobachten konnten. Doch sie sind nun wirklich schon gross und haben das Anrecht auf mehr Auslauf. Trotzdem dass wir ihnen mit dem Gatter immer mehr Auslauf gegeben hatten, scheinen sie nun am neuen Ort viel mehr Abwechslung zu haben. Hürdenlauf war das erste, was die Kleinen machten.

Kurzerhand setzte ich mich zu den Kleinen, was vorher nicht möglich war. Das brachte auch die Nähe, die für alle so dringend nötig war. Einfach dasitzen und streicheln wer kommt, ist Balsam für die Seele. Chiara ist eine der grössten und absolut quick-fidel. Sie frisst auch schon Nassfutter. Alle anderen haben unterschiedliche Grössen und sind irgendwie noch am Kränkeln. Aber damit beschäftige ich mich nun nächste Woche.

Wem es unglaublich massiv besser geht, sind Benji und Beau. Es war ein Kampf, Benji nochmals 7 Tage die Antibiotika-Tablette zu geben. Nach Rücksprache mit dem Tierarzt mussten wir dann nochmals verlängern. Doch der Kampf hat sich gelohnt. Endlich, endlich geht es den Zweien wirklich richtig gut – zumindest äusserlich scheint es so. Wir haben grosse Freude an den Zweien. Aber natürlich haben die Zwei jetzt auch einen grossen Nachholbedarf und strapazieren ziemlich unsere Nerven. Beau ist fähig, an wirklich jedem Bauch nach Zitzen zu suchen. Natürlich kassiert er bei Nestor eins, wenn er es da versucht, aber nicht bei seinen Geschwistern. So landete er am Bauch von Benji. Als ich ein paar Sekunden später wieder hinsah, nuckelte Beau am Gliedlein von Benji. Um Himmelswillen, haben wir hier einen schwulen Kater? Das kleine Gliedlein von Benji war schon ganz nass – und kam heraus. Nun Buben, so nicht. Wir taten es als eine einmalige Sache ab, doch einen Tag später versuchte es Beau nochmals…

Benji hingen ist ein Fussfetischist. Kaum findet eine Pfote den Weg vor seinen Mund, muss er diese so lange putzen, bis die Zehen komplett nass sind – egal welche Zehen und Pfoten und egal von wem. Oder nuckelt auch er? Mmmhh… ich glaube, wir haben zwei Kater „unter Beobachtung“!

Das Schönste ist jetzt natürlich, wenn wir Zuhause arbeiten. Nachmittags sind die Grossen und Kleinen müde und suchen sich meist ein Plätzchen irgendwo in unserer Nähe. Ist nur einer Zuhause, müssen sie sich nicht entscheiden. Mittags sind sie in der Nähe des Esstisches und am Nachmittag in der Nähe von meinem Arbeitsplatz. Alpha liegt entweder vor meinem PC oder auf dem gegenüberliegenden Tisch. In der Zwischenzeit dürfen sich sogar die Kleinen zu ihr legen. Auch Astor ist in meiner Nähe und ich war überglücklich, als er auch einmal auf meinen Schoss kam. Missou liegt zu meinen Füssen, was etwas meine Bewegungsfreiheit einschränkte. Doch als er davor im riesen Kissen lag und Henry dazukam, wurde es ihm scheinbar zu eng. Auch Lizzy war bei mir und als sie sich einmal im Schlaf dehnte und streckte, drehte sie sich zu fest und prompt fiel sie zu Boden. Sie landete hellwach auf allen Vieren. Wouw!

Die Einzige, die Terror macht, ist Gini. Den Kleinen geht sie gehörig aus dem Weg. Sie findet, dass diese nun genug alt sind. Doch auch sonst will sie absolute Ruhe und alleine sein. Wehe es stört sie jemand! Und einer stört sie immer… Amur. Sie hat sich total auf ihn eingeschossen und terrorisiert ihn. Er ist an allem Schuld und versteht es nicht. Im Gegenteil, wenn Gini sich so gegen ihn wehrt, muss er nach ihr sehen und will kurz mit ihr „näseln“. Aber wenn er ihr zu nahe kommt, schreit sie das ganze Haus zusammen. Das gab gestern die aberwitzige Situation, dass Amur im Katzen-WC war und Gini vor der Türe weinte, als könnte sie nirgends wo hingehen und wäre deshalb die Ärmste auf der Welt.

Unser Problem ist nun, dass wir hier überhaupt nichts richtig machen können. Wenn ich mit Gini schimpfe, fühlt sich Amur bestätigt, wenn ich mit Amur schimpfe, versteht er nicht nur die Welt nicht, sondern Gini fühlt sich auch in ihrem Verhalten bestätigt. Ich habe mich deshalb dafür entschieden, wenn ich in solche Situationen gerate, dann nehme ich Gini und platziere sie an einem Ort für sich – sie hat viele dieser Verstecke, die ihr gehören.

Etwas anderes war ziemlich dekadent. Am Sonntag gab es getrocknetes Entenfleisch zum Brunch. Wir nahmen je ein Stückchen davon und beide dachten wir, oje, riecht sehr anstrengend. Doch seit das Entenfleisch auf dem Tisch war, unternahm Astor alles, damit er sehen konnte, was so gut (?) riecht. Nun ja, wir gaben ihm ein Stückchen und es war wie immer. Astor kann ganze Stücke nicht beissen, also verriss ich es ihm. Er wollte mehr und mehr und mehr. Doch nun kamen auch die anderen dazu und rissen mir das Fleisch fast schon aus den Händen. Die einen frassen es ganz, die anderen wollten einen Happen. So oder so, sie schienen es zu lieben. Ja, das war wirklich dekadent...

Süsse Katzenkinder
09.02.2016 09:00:32

Wieder haben wir eine ereignisreiche Woche hinter uns. Auch ging noch nie so viel zu Bruch, wie mit dieser Rasselbande. Ja, wir haben definitiv „ägschen“ Zuhause. Es passiert zurzeit sehr viel. Hier der Versuch, etwas der Reihe nach zu erzählen…

Seit Benji und Beau beim Tierarzt waren, haben sie einen argen Rückschlag. Sie sind so stark erkältet, wie noch nie. Wieder müssen die kleinen Kerlchen Antibiotika nehmen. Bei Beau klappt das dank Le Parfait einigermassen, aber bei Benji ist es ein täglicher Kampf. Mir tut er so leid, was den Kampf natürlich noch schlimmer macht. Doch es muss sein…

Beau ist so oder so ein Schlitzohr. Er ist ein kleiner, frecher Bursche. Will er streiten, sucht er sich jemand zum Streiten und scheut den Kampf mit Gross und Klein nicht. Er ist wirklich ein mutiger Mann – und gleichzeitig auch einfach noch ein Baby. Er ist überhaupt nicht damit einverstanden, dass er jetzt von seinen zwei Mamis „entwöhnt“ wird. Im Gegenteil, er will noch unbedingt Mami-Milch trinken und hat dafür auch schon die perfekte Lösung gefunden. Wann immer es ihn danach gelüstet, quartiert er sich bei Zinka und ihren Babies ein. Die Kleinen kämpfen eh um die besten Zitzen, da kann Beau gleich mitkämpfen. Auch liebt er es neuerdings bei den Kleinen zu schlafen. Ich habe bereits den ersten Baby-Kratzturm wieder hervorgeholt und prompt schläft Beau da. Mmmh. Haben wir hier ein ewiges Baby? Wohl kaum; einfach ein kleines Schlitzohr, das für sein Wohl sorgt. Für Beau besteht wohl gerade Katzenparadies und Schlaraffenland in einem – aber Hauptsache er steht die Erkältung nun bald wieder durch.

Bligi sorgte ebenfalls für ziemliche „Abwechslung“. Dieses junge Mädel hat es ziemlich in sich und tut alles, um die Aufmerksamkeit zu bekommen. Eine Mittelpunkts-Katze und dafür stellt sie viel an. Sie folgt uns gerne und wenn sie die gewünschte Aufmerksamkeit nicht bekommt, verschafft sie sich diese damit, dass sie in der Garderobe an unsere Jacken hochspringt oder Sachen herunterzieht. Wenn das noch nichts nützt, dann nimmt sie den Sack mit dem gesammelten Karton auseinander, sodass bald überall Karton herumliegt. Als nächstes steht sie vor den Wassernapf und planscht. Bei mir hatte sie die Aufmerksamkeit schon nach der ersten Schandtat. Aber es dauerte dann noch einen Moment, bis ich begriff, dass ich sie nun beschäftigen musste – was nicht immer passt.

Der liebste Kratz- und Kletterort aller Kleinen ist im Moment mein geliebter Bürostuhl. Glücklicherweise hält er einiges aus, aber … wie lange noch? Abgesehen davon ist es das zweitlustigste, wenn man arbeitet und plötzlich klettert einem eine Katze am Rücken des Bürostuhls hinauf.

Letzthin fragte ich mich irritiert, warum das Katzengras im Moment kaum mehr hält und meistens schon nach kurzer Zeit flach liegt. Ich dachte schon, es liege an der Mischung, die ich im Moment mache, um noch alte Samen zu nutzen. Doch in dieser Woche fand ich dann heraus warum. Henry legte sich über das ganze Katzengras und nutzte das weiche Polster als Sofa. Kein Wunder, steht das Gras nicht mehr…

Grosse Freude bereitet uns auch Branco. Er ist sehr stürmisch, immer Vollgas beim Spiel dabei und hat dann selten Zeit. Neuerdings kommt er in zaghaften Schrittlein auch mal zu Kuschel-Sekunden. Aber wir üben noch. Seine Fell und seine Körper-Zeichnung werden hingegen von Tag zu Tag schöner. Er ist und bleibt mit Abstand der allergrösste und hat einen total athletischen Körperbau. Eine Wunderkatze!

Das komplette Gegenteil hingegen in Bono. Er ist zwar immer noch der Kleinste (was er mit drei Wochen Abstand auch sein darf), aber er hat die leichten Mädels bald eingeholt. Optisch ist er gleich gross. Leider steht er noch immer oft etwas abseits und schaut lieber zu. Nichts desto trotz wäre auch er ein Meister im Fangen – wenn er sich dann traut. Sein Gesicht hingegen finde ich einmalig. Irgendwie sieht er noch aus wie ein Kind, aber wenn er mich anschaut, könnte er auch ein Menschlein sein. Im Moment hat er die spannende Augenfarbe blau-grün. Bono ist allerdings ein kleiner Freigeist und er hasst es, wenn er gehalten wird. Das geht gar nicht! Doch gestern hatte ich die Ehre, dass er bereits am frühen Nachmittag vor mich hin stand. Geistesgegenwärtig nahm ich ihn auf den Schoss, sodass er sich selbst hinlegen konnte. Dann streichelte ich ihn. Er blieb den ganzen Nachmittag über bei mir und wechselte zwischen meinem Schoss, dem Pult und dem Kissen ab. Zeitweise war sein Schnurren so laut, dass es das Surren des PCs übertönte. Er genoss es. Astor und Anka waren auch da und zwischendurch kuschelte er sich in Astor. Astor war so dermassen müde, dass er nur die 30cm zwischen Kissen und Pult hin und her wechselte. Ansonsten bekam ich nichts von ihm mit. Überhauptnichts! Er schnappte sich noch nicht einmal meinen Bürostuhl, wenn ich aufstand…

Am Wochenende durften dann alle wieder zu uns ins Schlafzimmer kommen. Doch die Kleinen waren daraufhin so überdreht, dass ich irgendwann sagte „sie oder ich“. So kann man gar nicht kuscheln, wenn die Rasselbande einen Wettlauf über das Bett macht. Das verscheucht auch alle Grossen und dann sind diese wieder „eingeschnappt“. Also bugsierten wir die Kleinen hinaus und liessen die Grossen drinnen. Das freute alle sehr, denn nun konnten sie sich wieder abwechseln mit Kuscheln.

Am nächsten Tag liess ich dann nur die Grossen zu mir. Der Frechste kommt zuerst und meist streiten sich Amur und Anka um die ersten Kuschelmomente. Wenn sie genug haben kommt Nestor, Astor liegt zu meinen Füssen und Alpha kommt später, wenn sie Ruhe und Platz hat. Doch beginne ich erst einmal Alpha zu streicheln und höre auf, dann werde ich „gebissen“. Sie knabbert mich an und zeigt, hey, mach weiter! Nach ihr könnte das ewig weitergehen. An diesem Morgen bekam ich dann aber noch Benji zu Besuch. Er war etwas unruhig und ich wollte nicht, dass jemand die anderen stört. Kurzerhand nahm ich ihn unter meine Decke, sodass nur der Kopf auf meiner Brust hervor lugte. Dem kleinen Mann gefiel es so gut, dass er schnurrte und sich nicht mehr bewegte.

Am gleichen Tag hatte ich dann allerdings einen „Zusammenstoss“ mit Benji. Er sah so gebannt und voller Anspannung dem Staubsauger zu, dass ich ihn „retten“ wollte. Ich wollte ihn von hinten nehmen, aber da er mich nicht sah, nicht hörte und voller Anspannung den Staubsauger anstarrte, erschrak er höllisch. Das Resultat war eine arg zerkratzte Hand mit tiefen Wunden. Doch Benji liess sich dann entführen und an einen „sicheren“ Ort bringen.

Ja und wie immer gibt es wieder zwei Charakteren bei den Kids: die einen interessiert der Staubsager überhaupt nicht und die anderen haben davor Angst – und das obwohl nach unserer Meinung keines ein schlechtes Erlebnis mit dem Staubsager hatte und jeder ihn schon von klein auf kennt. Ja, das nennt man wohl (auch) Charakter…

Am Sonntag bekamen die Kleinen wieder Besuch und logischerweise waren sie danach sehr, sehr ruhig. Sie hatten die Spielzeit genossen, sich richtig ausgetobt und natürlich auch von ihrer besten Seite gezeigt. Danach musste man nichts mehr von ihnen wollen. Erst am Abend kam dann der eine oder andere wieder aus seinem Versteck hervor, mit einem „aufgeweckten“ Gesichtlein. Gerade jene Kätzlein, die hellrote Haut um die Augen haben, sehen frisch erwacht aus, als hätten sie einen riesen Kater und seien total übernächtigt. Glücklicherweise legt sich das schnell wieder.

Natürlich sind da noch die Kleinsten. Der Abschied von Cielo hat uns sehr geschmerzt, doch nun beanspruchen seine Geschwister all unsere Aufmerksamkeit. Das eine oder andere Äugelein wurde rot und benötigte Pflege, der eine oder andere wollte nicht so fressen und bekam Mami-Milch von uns, einfach um bei allen sicher zu sein: hey, ihr müsst jetzt gross und stark werden! Das hatte dann auch den Vorteil, dass wir das Milchpulver unter das Nassfutter ziehen konnten und nun schon die ersten das sehr, sehr lecker finden. Somit macht es fast einen fliegenden Übergang ins selbstständige fressen. Perfekt.

Abschied
01.02.2016 14:32:47

Es ist ein Abschied für immer. Er schmerzt uns sehr und fühlt sich nach „Versagen“ an. Es war die schlimmste Woche seit sehr langem.

Seit ich wusste, dass im Jahr 2016 C-Namen gelten und dass Zinka im 2016 gebären würde, sagte ich, dass ein grauer Bube Cielo heissen würde. Ich wünsche mir regelrecht einen Cielo. Kaum zeichneten sich die Farben der Zinka-Kids ab, wussten wir, es hatte ein Cielo gegeben. Es war einfach klar. Ja, wir hatten einen Cielo bekommen.

Am Montag registrierte ich dann „komische Geräusche“ von Cielo. Selbstverständlich bekam er noch am selben Tag Medizin. Am nächsten Tag verschlimmerte sich trotzdem alles und bereits am Mittwoch hatte mein Liebster das Gefühl, Cielo werde sterben. Doch Cielo kämpfte und wir wirbelten nochmals, wie man dem Kleinen noch anders helfen konnte. Cielo hatte bereits von 320g auf 270g abgenommen, trotz der vielen Zufütterung. Danach intensivierten wir unsere Bemühungen, Cielo kämpfte weiter. Am Freitag auf Samstag gab er dann massiv ab und war nur noch ein Schatten seiner selbst. Er kämpfte weiter. Nachmittags hatten wir das Gefühl, jetzt würde er es schaffen, denn das erste Mal seit Beginn seiner Krankheit ging er an die Zitze seiner Mutter und trank. Ja, wir dachten, jetzt geht es nur noch aufwärts.

Doch es war einmalig, dass Cielo die Zitze seiner Mutter fand. Wir hatten uns die Zufütterung aufgeteilt und wurden tatkräftig von Bea unterstützt. Trotz der vielen Kitten-Milch, die Cielo bekam, nahm er bis unter 245g ab. Da haben wir aufgehört zu wiegen. Am Freitag noch hatte ich mit ihm gekuschelt und intensiv mit ihm gesprochen. Er liebte es, wenn man ihn am Kopf streichelte und kuschelte sich auch oft in die warme Hand meines Liebsten. In der Nacht auf Sonntag ging er dann für immer von uns.

Der Abschied von Cielo fiel uns sehr schwer. Er liess uns tieftraurig zurück. Warum? Fragen ohne Antworten und eine grosse Lücke in unserem Herzen. Jede Samtpfote ist einzigartig in seiner Farbe, in seinem Wesen oder in seinem Charakter. Uns hat tief imponiert, wie stark Cielo gekämpft hat. Gleichzeitig macht es mich tieftraurig, dass wir ihm mit dem heutigen Stand der Medizin nicht helfen konnten, dass wir ihn bei seinem Kampf nicht besser unterstützen konnten. Statt besser, wurde es immer schlimmer. Nun wünschen wir Cielo von ganzem Herzen, dass er (und wir) seinen Frieden findet und dass er nun an einem schönen Ort, bei einem lieben Katzenmami aufgehoben. Ist. Wir wünschen ihm aus tiefstem Herzen nur das Beste und die Liebe, die jedes Wesen verdient hat. Wir vermissen Dich!

Auch jemand anders hatte noch Mühe. Die kleine Ausgabe von Anka hatte Probleme mit ihrem linken Auge. Wir hatten schon die Woche davor ihr immer wieder das Äugelein ausgewaschen und am Sonntag hatten wir dann das Gefühl, so jetzt bleibt es offen. Bereits am Dienstag über den Tag verschloss sich das Auge wieder komplett. Als ich es am Abend putzen wollte, sah ich eine Flüssigkeit auf der Watte. Ich war irritiert. Ich putzte nochmals und dann spritzte die gelbliche, milchige Flüssigkeit die ganze Umgebung voll. Mir wurde ziemlich übel. Aber wir putzten das Auge so lange, bis es überhaupt wieder zum Vorschein kam. Es war geschwollen und arg gerötet. Selbstverständlich bekam die Kleine auch sofort von der Augensalbe und innert 24h war nichts mehr davon zu sehen. Glücklicherweise bleibt ihr Auge seither offen.

Nun stehen wir allerdings bereits vor dem nächsten Problem. Die Kleinen schauen aus der Wurfbox heraus und scheinen auch unbedingt heraus zu wollen. Es war schwierig, Cielo zu betreuen und allen anderen auch gerecht zu werden. Nun fordern sie zu Recht ihren Teil ein und zeigen uns, wie gross sie schon geworden sind. Sie wollen Freiheit und schienen schon heute, kleine Freigeister zu sein. Wir einigen uns auch einen Kompromiss, sodass wir sie weiterhin im Wohnzimmer behalten können. Sie bekommen einen kleinen Auslauf zu ihrer Wurfbox.

Dieser Auslauf war natürlich das Highlight für die grossen Kleinen. Sie mussten sofort alles beschnüffeln und erkunden. Nur einer hat das schon vorher gemacht: Beau. Der kleine Frechdachs hatte bereits vorher gefunden, dass er in seinem Leben noch nicht genügend Mami-Milch bekommen hatte. Er zapfte bei Zinka an… Ein Handy-Schnappschuss an meinen Liebsten… aber er hat den „Fehler“ nicht erkannt… ja, süsses Bild… Ja, aber was ist falsch? Aha, ist etwas falsch? Ja. Seit wann hat Zinka rote Babies? Mmmmhh, stimmt…

Stimmt, Zita und Gini füttern nicht mehr so oft, wie auch schon. Immer öfter suchen die beiden Mamis ein Plätzchen, in dem sie alleine liegen können – fernab ihrer Kinder. Findet ein Kitten sie, wird es zwar noch gepflegt, geputzt oder mit ihm gesprochen, aber dass es an die Zitze darf, ist nicht mehr selbstverständlich. Es beginnt die Entwöhnung…

Eigentlich ist für die Kitten die Mami-Milch „nur“ noch wie ein Dessert zwischendurch. Sie wünschen es sich, bekommen es aber nicht mehr immer. Dafür hätten sie ja eigentlich genügend Futter da. Die Auswahl an Trockenfutter ist grösser denn je und auch Nassfutter hat es immer zur Verfügung. Die Kleinen fressen uns – zeitmässig – noch zu armen Tagen, so viel Nassfutter fressen sie. Der Aufwand für die Fütterung ist gross. Noch nie haben wir so viel Nassfutter bereitgestellt – dafür kommt immer alles ratzeputze weg… Einzig Zita und Gini sind im Moment wieder besonders wählerisch und fressen nur „ausgesuchtes“ Futter. Aber für Nachschub ist gesorgt und es scheint, als wäre die Vorratskammer gefüllt mit Dosen für die Katze…

Etwas anderes geht uns aber tatsächlich aus: das Katzenstreu. Glücklicherweise hatten wir vor Jahresende noch eine Grossbestellung gemacht und bekommen. In der Zwischenzeit kann man noch einzelne Säcke bestellen – wenn überhaupt. Jetzt hoffen wir, dass es ab der nächsten Woche wirklich wieder lieferbar ist und der Engpass beim Lieferanten behoben ist.

Jemand anders hat uns allerdings arg beim Katzenstreu-Sparen unterstützt. Man muss zwischendurch das „Negative“ auch von einer anderen, positiven Seite betrachten. In der Badewanne steht ein kleines Klo, weil irgendjemand die Badewanne als Klo missbraucht hatte. Nun ja. Selbstverständlich ist es das kleinste Klo auf Erden, weil wir ja nicht wollen, dass sie es nutzen – aber es steht da. Und wer nutzt es? Die Grossen. Auf alle Fälle muss jemand wirklich grosses – oder unförmigen – auf dem Klo gewesen sein. Er muss vorwärts in das Klo gegangen sein, als sein Kopf an der Wand war muss er mit seinem Geschäft begonnen haben, dass nun vor dem Katzen-Klo zum Liegen kam… Hey, DAS muss man noch hinkriegen! Und ja, das spart definitiv Katzenstreu!

Aber so oder so ist dieses „Hauswirtschaften“ mit dem Katzenstreu nicht unser Ding. Es ist viel schöner, so zu leben, als würde es immer genügend haben: immer saubere Klos mit genügend Katzenstreu – zum Wohlfühlen für alle. Aber noch reicht es…

Würde ich jetzt den Blog weiterschreiben wollen, käme ich nicht dazu. Deshalb müssen gerade ein paar Notizen reichen. Denn Alpha liegt in meiner Armbeuge und wenn ich sie nicht alle paar Minuten streichle, beisst sie mich. Andere nennen das Liebesbisse, für mich bleiben es Bisse. Das sind die Momente, wo ich sie engumschlungen halten kann und sie es liebt. Sonst möchte sie ja sozusagen NIE gehalten werden, sondern immer selbst bestimmen. Ja, unser Freigeist hat auch seine kuscheligen Momente, die dann sehr, sehr intensiv sind. Sie ist eine echte „Vollgas“-Katze – alles oder nichts und alles extrem.

Dann ist da noch Zinka, die sich im Moment arg auf Amur „eingeschossen“ hat. Kaum sieht sie ihn, will sie ihn schon „verprügeln“. Keine Ahnung, was er gemacht hat. Aber im Moment ist er der „schwarze Peter“. Vermutlich daher ist er auch besonders anhänglich und läuft oft auf Samtpfoten von einem zum anderen Ort – ja nicht auffallen. So machten wir wieder einmal einen Versuch, dass er bei uns schlafen durfte. Doch als er zwei Stunden später meinen Rücken (oder war es doch der Bauch?) als seinen Schlafplatz ausgesucht hatte, erwachte ich. Werde ich geweckt, muss Amur ausziehen. Doch während dem ich erwachte, zog er schon weiter, auf meinen Liebsten. Er nutzte ihn wie als Thron. Nun ja. Nein Amur, so musst du wieder alleine schlafen.

Ja und ansonsten werden unsere Nerven im Moment arg auf die Probe gestellt. Zum ersten Mal ging schon richtig viel zu Bruche. Letzthin habe ich völlig irritiert meinen Stuhl am Esstisch bestaunt, als ich von der Unterseite eine Pfote herunterhängen sah. Sofort nahm ich den Stuhl und begutachtete ihn von unten. Ja. Hier hatten die Kleinen ganze Arbeit geleistet, die Unterseite aufgerissen und nun als Nest genutzt.

Mein geliebtes Stern-Ton-Teelicht lag eines Morgens auch in tausend Teilen am Boden und gestern habe ich erstaunt festgestellt, dass eine sehr dicke, stabile Vase einen Riss zierte. Ja und vieles mehr. Nun, diese Kleinen haben es arg in sich…

Noch immer wird abends gespielt. Letzthin hat mein Liebster diese Aufgabe übernommen, als ich dazu stiess. Ganz erstaunt fragte ich, ob denn niemand mit ihm spielen wolle. Doch kaum nahm ich den grünen Vogel mit dem Glöcklein hervor, hatte ich quicklebendige Kitten, die alle spielen wollten. Anfangs spielten wir noch eher „springender Vogel“, wechselten dann zu „hüpfender Vogel“ und landeten schliesslich bei „fliegendem Vogel“. Ich war verblüfft, wie gut die Mädels schon fangen können. Die Drei sind richtige Luftakrobaten. Branco macht da eher auf Tarzan oder Fledermausangriff, Henry krallt, wenn er etwas in die Finger bekommt, Beau und Bono sind zurückhaltend, aber krallen auch, wenn sie die Möglichkeit haben. Einzig Benji zieht sich zurück. Ihm hat es zu viele, unkontrollierte Bewegungen. Da spielt er lieber mit den Grossen...

Ja, zusammengefasst bleibt es wieder dabei: wir hatten eine Woche mit viel Freud und Leid. Es bestätigt sich wieder einmal, dass Freud und Leid oft auch beieinander liegen…

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