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Blutbad
30.05.2016 12:31:28

Seit dem Ausstellungswochenende ist Anka eine sehr, sehr stolze Katze. Selbstverständlich darf sie auch sehr stolz sein. Sie hat die Ehre "verdient" und endlich weiss es die ganze Welt. Mein Liebster meinte dann, dass das mit der Schweinchen-Nase nicht nett wäre und wir ihre Schönheit verkannt hätten. Aber nein doch. Dass sie eine Schweinchen-Nase hat, liegt in der Natur der Sache von einer durchgehend rosa Nase. Das ist ein Unikat und somit ihr Markenzeichen. Aber ja; selbstverständlich werden wir künftig auf diesen Kosenamen eher verzichten. Doch ausgerechnet am Sonntag bekamen wir Besuch und dieser wollte unbedingt das Schweinchen-Näschen von Anka sehen...

Der Höhepunkt der Woche bildete der Samstag, als Gini ein Blutbad anrichtete. Ich hatte schon einmal eine Katze bluten gesehen, als Capo sich wenig geschnitten hatte. Doch dort hatte ich das Gefühl, dass das Blut sehr dünnflüssig war oder zumindest gleich wie bei mir. Gini macht Amur ständig wütend und plagt ihn. Leider ist Amur (sorry Amur) auch noch so blöd, ihre Spielchen nicht zu durchschauen. Gini kann vor Amur hin stehen (von sich aus!) und danach weinen, wie wenn sie die ärmste Katze auf der Welt wäre und dabei hat sie sich so platziert. Der zieht bei mir echt nicht mehr! Doch ihr zweites Spielchen ist gemeiner: dort springt sie davon und weil sie davonspringt, muss Amur instinktiv hinterher. Das hingegen wird ihm jedes Mal zum Verhängnis. Schon Frodo kapierte dieses Spielchen nicht und Amur erst recht nicht.

Also, dann geht die Jagd durch die Wohnung los, die meistens im oberen Stock endet. Dann gibt es irgendwann Schreie und dann ist es vorbei. Wir sehen schon gar nicht mehr nach, denn wir wissen eh was passiert: Amur bekommt eins "ausgewischt". Die Frage ist nur, wie schlimm ist es dieses Mal. Später trottet Amur bei mir vorbei und ich nehme ihn auf meinen Schoss, um ihn zu trösten. Ich kann ihm das noch so oft erklären, er begreift nicht, dass er Gini nicht nachspringen darf. Sie provoziert ihn und er muss einfach cool bleiben...

Doch... Oh Schock! Was ist denn hier passiert? Meine Hände sind voller Blut, aber halt, auch die Pfoten und das Brüstchen von Amur sind voller Blut. Schnell hält mein Liebster Amur, damit ich abtasten kann, wo die Wunde ist. Währenddessen tropfen einige sehr dicke Blutstropfen auf den Boden. Amur und meine Hände "stinken" nach Eisen, wir putzen den armen Buben. Bei der Wunde sind wir unsicher. Gini‘s Tatze könnte bei der Nase gelandet sein. Wir sind allerdings froh, als es zu bluten aufhört.

Nach dem Händewaschen putzen wir die dicken Blutstropfen auf dem Balkon. Sie liessen sich gut entfernen, waren aber wirklich sehr dick. Komisch. Normal? Amur selbst verzog sich bald in "sein" Zimmer. Als ich später mal nachsehen ging, stand Gini 1m vor ihm und Amur hatte sich in seiner Kratzbaumliege ganz auf die entferntere Seite gedrückt. Im "Vorbeigehen" packte ich Gini und brachte sie woanders hin. Sie ist ein Biest und ich frage mich, warum sie immer jemanden plagen muss. Deshalb ist bei mir im Moment auch die Frage latent im Raum: können wir Gini und Nestor trennen? Wenn die Frage steht: Gini oder Amur, dann bleibt Amur. Denn wenn Gini bleibt, Amur ausziehen würde, würde sich Gini auf den nächsten Mann "einschiessen". Es würde sich nichts ändern. Doch zuerst werden wir wohl noch intensiv mit Gini arbeiten...

Das Ausmass des Blutbades sah ich erst am nächsten Tag, als ich den oberen Stock betrat. Überall hatte es getrocknetes Blut, sei es als verklebte "Blutlachen" oder auf dem Spielzeug. Kurzerhand brachte ich alles Waschbare nach unten und die waschbaren Spielsachen kamen in die Abwaschmaschine. Hier stand eine Komplett-Reinigung an. Doch das war nicht das einzige. Wir hatten beschlossen, dass nach dem Putzen Missou und Amur separiert bleiben. Ich hatte gedacht, dass Amur in diesen Tagen "sauber" sein würde, doch er erfüllte meine Hoffnung nicht. Noch kann er das "Markieren" nicht lassen. Wir hatten diesbezüglich einen ziemlichen Putzaufwand, vermuten aber, dass da doch noch ein zweiter ist. Bloss wer? So oder so, Lizzy wird langsam auch zur jungen Frau und Missou macht ihr schon ziemlich stark den Hof. Ob er dazu auch die Frust-Bissi‘s platziert? Ich bin auf alle Fälle glücklich, wenn wir in der kommenden Woche Henry und Beau zur Kastration bringen können. Doch Lizzy macht mir Sorgen. Wie werden wir zwei potente "Kätzlein" aneinander vorbeibringen, ohne eine ungewollte Schwangerschaft? Das wird vermutlich noch anspruchsvoll... Missou dürfte jetzt... Aber für Lizzy wäre es massiv zu früh...

Ja und das waren unsere grossen Sörgelis. Ansonsten nimmt alles seinen Lauf: Chico kämpft am liebsten mit Beau, Henry oder Lizzy, wobei Henry lieber mit Lizzy kämpft und Lizzy am liebsten überhaupt nicht kämpft. Beau hingegen hat den "Knopf aufgemacht". In der Zwischenzeit liebt der kleine Mann das Kuscheln ebenso wie die anderen. Er ist einfach unglaublich süss. Am Sonntag-Nachmittag schlief er auf dem Balkon und bekam überhaupt nichts mehr von seiner Umgebung mit. Er schlief sowas von tief und fest, sodass er sogar die Fütterung verpasste. Irgendwann am späteren Nachmittag erwachte er und kam zu mir. Er strich mir um die Beine, als wolle er sagen, halte und streichle mich. Doch ich wusch mir gerade die Hände. Als ich fertig war, war Beau beim Futternapf und ich wollte ihn nicht stören. Also ging ich an den Ort zurück, wo ich vorher war und machte weiter. Plötzlich hatte ich ein Köpflein an meinem Kopf, das mich stupfte und kuscheln wollte. Natürlich bekam er dann seine Streicheleinheiten...

...das war die unglaublich süsse Seite, wo ich mich täglich neu in Beau verlieben könnte. Am Abend war ich dann unglaublich wütend auf Beau (oder vielleicht doch auf mich?). Ich nahm extra Beau's Lieblingsspielzeug hervor. Er und Chico versuchen immer, das Spielzeug zu fangen und dann im Mund wegzutragen... Wenn Beau das Spielzeug fängt, dass krallt er sich so fest, dass ich das Spielzeug eh nicht mehr bekomme. Also spielte ich danach mit einem anderen Spielzeug weiter. Ich setzte mich auf den Boden und prompt kam Beau zurück. Während dem Jagen nahm er meine Oberschenkel als Abkürzung und schlug später seine kleine Pranke mit gefühlt voller Wucht auf meinen Fuss. Nun habe ich wieder ein paar Kratzer, die höllisch schmerzen und beissen. Da hätte ich den kleinen Mann auf den Mond schicken können. Beim Spielen kennt er keine Grenzen und auch hier ist sein Motto: alles oder nichts, aber das Spielzeug fange ich um jeden Preis.

Henry ist bei so viel Willen oft überrumpelt und Spielen gehört da nicht mehr zu seiner grossen Lieblingsbeschäftigung. Ausser beim Laserlicht macht er kaum noch mit und beim Laserlicht macht er vermutlich auch nur mit, weil Beau da nicht mitmacht. Mit dem stürmischen Chico kann er da schon umgehen. Ja und so setzt sich die Spielzeit zusammen aus einem Spielzeug für Beau, dann eines für die "Kleinen" und später noch eines für die Grossen, so dass zumindest Missou, Zita, Zinka, Amur und Anka noch spielen können. Gini macht selten mit und Nestor macht nur mit, wenn wirklich niemand, absolut niemand in seiner Nähe ist, der ihn beim Spielen berühren könnte. Er hasst Bodychecks. Fühlt er sich sicher, kann der grosse Mann beim Spielen durchaus ganz verrückt werden. Aber urplötzlich ist genug. Fertig.

Ja und so hatten wir wieder eine erlebnisreiche Woche und auch ganz viel erledigen können. Nur eines fehlt noch immer. Wir haben eine exakte Vorstellung, welche Art von Netz wir noch für den Balkon suchen, aber genau das gibt es nicht mehr. Mal sehen. Im Moment klappt noch alles bestens mit der Aussicht. Noch sitzen oder liegen alle - bis auf Zita - schön brav im Körbchen und geniessen die Aussicht. Zinka muss immer die Pfoten aufs Geländer stellen, von Zita erzähle ich nicht und Missou ist so gross, dass er eher mal den Kopf auf das Geländer legt und so die Aussicht geniesst. Trotzdem, mit einem kleinen Netz würde ich mich da wohler fühlen... Die Suche danach geht weiter...

Ausstellungsschönheit
23.05.2016 21:35:48

Ein Ausstellungswochenende birgt viel Arbeit im Voraus. Bereits eine Woche vorher haben wir die Kandidaten einer gründlichen Reinigung unterzogen. Missou wurde von meinem Liebsten entfettet, Anka und Lizzy von mir. Die Prozedur für drei Coonies dauerte gefühlt ewig, doch die Resultate waren bei Anka und Missou verblüffend. Plötzlich kamen hier zwei Flauschis daher, deren Fell bei jedem Schritt mitschwingt. Doch um den Schwanz wirklich "fettfrei" herzubekommen, würde es nochmals eine Session benötigen.

In der Zwischenzeit genossen die Zwei ihr flauschiges Dasein. Doch leider hatten ausgerechnet diese Zwei diese Woche Probleme mit dem Stuhl. Er verfing sich in den Haaren! Damit markierten die Zwei in der ganzen Wohnung, wo sie jeweils gesessen hatten. DAS war ein Putzaufwand.

So oder so kamen Anka und Missou am Freitagabend nochmals unter die Dusche. Natürlich prüften wir vorher nochmals, wo sie noch "fettig" waren, sodass auch das letzte Bisschen in den Abfluss fliessen konnte. Missou war sehr nett mit mir und hielt auch bestens her. Nicht dass er verstanden hätte, um was es ging, aber er liess es über sich "ergiessen". Anka hingegen musste - wie immer - alles kommentieren und herummeckern. Vermutlich genoss sie die Aufmerksamkeit trotzdem auf ihre Weise.

Ausgerechnet am Samstag hatte sich dann der Stuhl wieder in Missou`s Fell verklebt. Gut sahen wir das Malheur noch vor der Abreise und konnten den jungen Mann noch bürsten. Dann konnte die Fahrt endlich losgehen. Sie war eine Tortur für unsere Vierbeiner. Anka beschwerte sich dauernd und lautstark, sodass auch Lizzy ihren Kommentar dazu abgeben musste und Missou gleich mit Anka mitredete. Dabei sehen sie sich von Box zu Box und Anka hatte dazu noch den aussichtsreichen Mittelplatz. Aber ja... Vielleicht hat Anka auch nur alles kommentiert, was sie gesehen hatte, da sie mehr sah als Lizzy und Missou...

In Altstätten angekommen, folgten die Impf-Kontrolle und der Tierarzt-Check. Dann ging es ans Einrichten des Käfigs. Kaum war Missou als letzter im Käfig, suchte er schon ein Plätzchen zum Verstecken. Er versuchte seinen Kopf unter ein Deckeli zu schieben, damit ihn niemanden mehr sehen würde. Das Motto war: wenn ich die Augen schliesse, sehe ich Dich nicht mehr? Na Bravo! Wie sollte das noch enden?

Missou kam als erster dran. Er traf scheinbar auf diese Richterin, die alles am genausten nahm und dafür scheinbar auch die meiste Zeit benötigte. Ausgerechnet er musste nun so lange in diesem kahlen Käfig warten. Er zitterte am ganzen Körper, hielt seinen Kopf ganz flach auf den Boden gedrückt – vermutlich weiter in der Hoffnung, dass ihn niemand sehen würde. Kurz, die Ausstellerei war überhaupt nicht sein Ding. Als er endlich an die Reihe kam, drückte er sich eng an meinen Liebsten und der Schwanz war unter seinem Körper versteckt. Dabei hätte unser hübscher Langbeiner mit den Black-Tabbies locker mitmachen können! Die Kommentar zu seinem Körperbau waren dementsprechend: Exzellenter, kräftiger Körperbau. Wunderschönes noch leicht „kittenartiges“ Fell. Hervorragend schöne Box. Leider ein leichtes „Spitzmaul“ und die Augen ein wenig zu eng beisammen, aber exzellentes „Dreieck“. Insgesamt eine Benotung mit CAC, Exzellent 1.

Missou musste für die Schlussrunde wieder in den Käfig. Währenddessen wurde Lizzy aufgerufen und es kam, wie es kommen musste. Nachdem Lizzy bei Missou warten konnte, wurden dann beide fast zeitgleich aufgerufen. So musste ich mit Lizzy antraben, war dann allerdings froh, als ich wenig später Missou zurück in unseren Käfig bringen konnte. Lizzy machte einen guten Job. Ihr Fell war ok, aber nicht superflauschig. Dazu hätte ich sie am Vorabend nochmals pflegen müssen, was mein Liebster cancelte. Ihre Kommentare waren: Exzellenter noch „kittenhafter“ Körperbau. Wunderschönes Kittenfell. Exzellente Gesichtsform, perfekt ausbalanciertes „Dreieck“. Wunderschöne Ohrenpinsel. Insgesamt eine Benotung mit Exzellent, vorzüglich, 1.

Zu guter Letzt kam unser Anka-Mädchen dran. Anstelle von in Käfig schliessen, setzte ich mich mit Anka nach vorne auf ein Bänklein und wartete mit ihr auf ihren Termin und dass mein Liebster wieder kommen würde. Ihn interessieren die Richterkommentare brennend. Anka machte ihren Job hingegen super. Auch sie hatte Angst, aber sie bemerkte auch, um was es ging und die Aufmerksamkeit tat ihr gut. Dementsprechende Kommentar erhielt sie: Exzellenter, ausnehmend schöner Körperbau. Wunderschönes Fell. Hervorragender Rutenbau (Schwanz). Hervorragend ausbalanciertes „Dreieck“. Leider leicht eine „fliegende“ Stirn. Insgesamt eine Benotung mit CAC, Exzellent, 1.

Anschliessend kam die Schlussrunde, wo Anka als "Schönheit" auserkoren wurde. Was es hiess, war uns nicht bewusst. Wir zottelten ab und gingen zurück zum Käfig. Wenig später wurden wir aufgeregt gesucht und gebeten wieder zu kommen. Wieder gab es eine Ausscheidungsrunde und dieses Mal zwischen Maine Coon und Norwegern. Anka "gewann" die Nominierung für die „Best in Show“. Wouw! Ich glaube, unser Mädchen und mein Liebster sind gerade einen Kopf gewachsen!

Was allerdings den ganzen Tag über im Käfig passierte, war spannend, aber auch sehr langweilig. Als ich Anka holte, gab ich Missou das Zelt in den Käfig. Von diesem Moment an war Missou nicht mehr gesehen. Er machte sich noch so klein, Hauptsache niemand sah ihn. Lizzy hingegen nutzte die Käfiggrösse und zeigte sich von allen Seiten. Ihr machten die vielen Menschen überhaupt nichts aus und sie genoss die Aufmerksamkeit - Klein-Frodo? Kaum war Anka zurück im Käfig, verkroch sie sich über Missou hinweg ins Zelt, sodass diese zwei grossen Coonies in einem kleinen Zelt mit vielleicht 40x40 cm lagen. Wie sie das hinbekommen hatten, war mir schleierhaft. Dass sie das mit der Körperwärme überhaupt aushielten, ein Wunder. Aber Hauptsache, es passte ihnen...

Ich bekam vom letzten Teil nichts mehr mit und hatte mich verabschiedet. Zuhause konnte ich mehr bewirken. Doch als erstes zog ich mich mit meinen übrigen Vierbeinern eine Weile auf den Balkon zurück. Es war ja so traumhaft schönes Wetter, dass wir etwas Sonne tanken konnten. Ich war allerdings die einzige, die sich auch verbrannt hatte. Das Zusammensein mit meinen Flauschis genoss ich allerdings. Sie genossen es auch und einer nach dem anderen forderte seine Streicheleinheiten ein oder legte sich irgendwo in meiner Nähe nieder. Anschliessend kam dann das Putzen, Waschen, Aufräumen, Einkaufen und wieder Zurückfahren. Die Zeit verging viel zu schnell und ich kam ziemlich exakt auf die Ausstellungs-Endzeit zurück. Zusammenpacken, zum Auto gehen, Einpacken und losfahren. Unterwegs erhielt ich dann all die Informationen (nochmals), die ich vorher über SMS und Anruf erhalten hatte ;-) Anka war tatsächlich nominiert worden und meisterte die "Best in Show" Bravurös. Ich hoffe sehr, dass sie die viele Aufmerksamkeit genossen hat. Auf alle Fälle stolziert sie seither sehr erhaben herum ("seht her, ich bin die Schönste"). Scheinbar hat sie gegen eine Norweger-Dame verloren. Somit ist sie inoffiziell die schönste Maine Coon-Dame gewesen. Herzliche Gratulation an Anka!

Desto mehr Anka herumstolzierte, desto trauriger wirkte Amur. Zu allem Übel verfing sich am Abend auch noch die „Gaggeli“ in der Katerhose. Kurzerhand stelle ich unseren grossen Kater unter die Dusche und begann auch diesen jungen Mann zu entfetten und zu duschen. Anschliessend war Amur nicht nur wieder sauber (und nass), sondern begann auch selbst ein Super-Flauschi zu werden. Nach ihm kamen noch Zinka und Zita dran, die seit der Geburt und der Aufzucht selbst etwas fettig waren, und auch die Beiden wurden entfettet und geduscht. Nun haben wir fast nur noch Super-Flauschis zuhause. Natürlich müssen wir jetzt immer allen sagen, wie Hübsch sie sind, was ja bei Anka bereits bewiesen ist. Doch nun geht es auch Amur besser und ich habe ihm versprochen, dass er das nächste Mal mit Anka mitdarf... Mal sehen...

Ja, das war zusammengefasst unser Ausstellungswochenende. Es war zeitintensiv mit all den Vorbereitungen und brachte uns nun viele, stolze Flauschis... Hoffentlich hält das noch lange ;-)

Mobbing
18.05.2016 13:27:44

Schuldig oder unschuldig? Verdient oder unverdient? Sicher wird es an dem ganzen Gezeter, dass Gini ablässt, etwas dran haben. Doch so wie die "alte" Lady sich aufführt, grenzt es an Mobbing. Amur schlief oder tat etwas mit voller Hingabe. Gini schlich sich bei ihm an und schnüffelte am Schwanz. Dann drehte sich Amur eher zufällig um und erschrak. Innert einer Sekunde stand er und sah Gini an. Gini ist allerdings auch imstande, aus heiterem Himmel zu weinen zu beginnen, wenn Amur in ihrer Nähe ist. Sie grenzt ihn richtiggehend aus. Sie kämpft nicht mit ihm, sie lässt sich nicht berühren, aber wehe er ist in ihrer Nähe, dann folgt ein Gezeter und Mordio. Kurz, sie schwärzt ihn an, mobbt ihn und grenzt ihn aus.

Ob Amur etwas "macht"? Von ungefähr wird diese Situation ja nicht kommen. Vermutlich resultiert dieses Verhalten noch aus der potenten Zeit. Vermutlich hat er Gini einmal zu oft bedrängt oder Gini hat jedes Mal protestiert, wenn er irgendwo markiert hatte (das ist natürlich nur mein Wunschdenken). Doch in der Zwischenzeit hat sie ihn richtig auf dem Kicker. Auch Zita hat begonnen, Amur anzufauchen, wenn er in ihrer Nähe ist. Fauchen die beiden Damen, dann steht auch Zinka hin und paniert Amur eins. Aber warum, erklärt mir keiner. Da steht nicht nur Amur blöde da, sondern auch wir, denn wir verstehen unsere Zicken gerade nicht. Glücklicherweise vergehen diese "Situationen" meist so schnell, wie sie gekommen sind.

Doch es zicken nicht nur die Damen, auch Henry hat etwas gegen Amur. Jedes Mal wenn Amur bei ihm vorbeigeht, knurrt er ihn an. Vermutlich ist das bei Henry noch ein Überbleibsel seiner anfänglichen Angst. Aber vielleicht ist ihm Amur auch einfach zu gross? So oder so gefällt uns der Blick auf die Waage nur beschränkt. Seit Amur kastriert ist, nimmt er zu und zu und zu. Unglaublich! Jetzt sind wir schon bei 8,7kg und es scheint nicht aufzuhören. Natürlich hat Amur schon ein kleines Wohlstandsränzli. Was mich mehr erstaunt ist, dass ich nicht sehe, dass er unglaublich viel mehr fressen würde. Es hängt jetzt einfach mehr an. Ja und Amur zum Letzten: er trägt noch immer seine ungeliebten Katerhösli. Wir hatten ihn zweimal ohne Hösli herausgelassen und beide Male ging er auf den Balkon und pinkelte den Grill an. Das war zweimal zu viel.

Ansonsten erlebten wir ein sehr eingreifendes Wochenende. Am Samstag zogen Capo und Benji aus. Eigentlich wäre der Auszug schon eine Woche früher geplant gewesen, doch beim Routine-Check zeigte sich, dass Capos Ohr wieder eine Entzündung auswies. So warteten wir lieber eine Woche, bis der Befund da war und wir sicher die Medikamente geben konnten. Es war nichts Schlimmes. Medikamente ins Ohr flössen, klappt bei Capo fast schon "spielend", aber Tabletten geben, klappt hingegen überhaupt nicht. So hatten wir doch noch den einen oder anderen Kampf. Doch gegen Ende der Woche schien alles zu seinem Besten zu sein, sodass dem Auszug grundsätzlich nichts im Wege stand - ausser, dass wir die Zwei natürlich gerne noch länger behalten hätten und die Heilung gerne noch etwas "beobachtet" hätten (eher mit der Nase denn mit den Augen). Aber da Nubi nun schon eine Woche länger alleine geblieben war... Ja, der Auszug kam dann am Samstag. Den Morgen verbrachten wir noch alle zusammen im Bett und so konnten wir nochmals ausgiebig mit Benji kuscheln. Capo liebt Nähe eher dann, wenn er müde war, aber der grössere Kuschler ist Benji.

Die Fahrt war "unterhaltsam". Anfangs schienen beide zu weinen, aber vermutlich redete lediglich Benji für zwei. Später weinte Benji nur noch, wenn ein Tunnel kam. Benji bereitete sich auch für zwei aus, sodass es in der Box eng schien. Sinnbildlich wünsche ich mir von ganzem Herzen, dass Capo sich den Platz nimmt. Aber vermutlich ist er viel mehr (heimlicher) Chef, als ich denke. In der Ruhe liegt die Kraft?

Benji und Capo schienen sofort angekommen zu sein. Sofort wurde alles erkundet. Benji hingegen fing dann doch an zu weinen - oder erzählte alles? Irgendwann kam ein Düftchen angeflogen, dass ein Geschäft vermuten liess. Erst später bemerkten wir, dass das Geschäft in der Badewanne gelandet war. Oje. Welche Katastrophe. Doch; war das Trotz? Vermutlich. Trotzdem schien es Benji danach besser zu gehen. Währenddessen war Capo hingegen schon müde beim Kratzbaum eingeschlafen. Er lag keinen Meter von mir entfernt und hätte von dort spielend alles beobachten können. Doch er schlief schon tief und fest.

Nubi hingegen war ganz ruhig und beobachtete alles aus "sicherer" Distanz. Es gab je einmal der obligate Begrüssungs-Nasenstüber, aber ansonsten blieb Nubi für sich und sah den zwei Neulingen einfach zu. Nun Benji machte auch ein grosses Theater, sodass es genug zum Zusehen gab. Bald darauf verliessen wir das Kleeblatt und somit die Männer-WG. Nachdem Lizzy und Henry zurückkamen denke ich, hoffentlich kommt das gut und hoffentlich war es nicht "zu früh". Natürlich ist es nicht; „nur“ die Gedanken sind halt da…

Bereits abends kamen die ersten Fotos. Capo zuoberst auf dem Kratzturm mit bester Aussicht und Benji tief schlafend auf dem Rücken, auf dem Sofa. Fotos zum Verlieben. Ja, Benji schläft gerne so „verzwirbelt“ – also wird es ihm schon besser gehen.

Dann kam der grosse Moment, als wir Alba und Frodo wieder sahen. Zu meinem grossen Erstaunen scheinen sie auch mich noch zu kennen, auch wenn Alba gerade zickte. Scheinbar war sie noch auf Ümi wütend, da diese es gewagt hatte, sie zu bürsten. Ja, unsere rote Meita ist wirklich schon eine schön grosse Lady geworden. Ich erkenne das zarte Kätzlein kaum wieder! Auch Frodo hat jetzt ein schönes, flauschiges Fell. Und natürlich lieben es beide, zu uns ins Gästebett zu kommen. Frodo liegt sogar meinem Liebsten wie früher auf die Brust - sonst macht er das bei Putz...

Wieder Zuhause spüren wir die Veränderung, die Benjis und Capos Auszug mitgebracht hatten. Chico ist EXTREM anhänglich und weicht uns kaum mehr von den Füssen. Doch was nun folgt, ist natürlich auch besonders spannend. Jetzt werden die Kratzbäume entsorgt, allen voran zuerst jener auf dem Balkon. Das Holz hat durch die Feuchtigkeit zu stinken begonnen und somit muss der Kratzbaum nun weichen. Anstelle davon haben wir uns nun für ein Metall-Gerüst entschieden, in das wir Körbe fixiert haben. Aufgestellt hatten wir das Gerüst schon vor einer Woche, aber noch war diese neue Liegelandschaft nicht über alles begehrt. Aber nun gab es keine Alternative mehr und bereits am nächsten Tag waren die Körbe heiss begehrt. Somit ist unser Balkon nun auch sommertauglich und das schöne Wetter kann kommen.

Dann ging es bereits drinnen weiter. Glücklicherweise hatten wir die grossen Kartonschachteln von letzter Woche aufbewahrt, sodass wir die vielen Sisal-Röhren dort sammeln konnten. Endlich konnten wir die Katzenhaar-Sammelstellen aus der Wohnung entsorgen. Desto mehr Fell ein Kratzbaum hat, desto mehr Katzenhaare zieht er an. Irgendwann scheinen diese Kratzbäume - nebst den Löchern - nur noch aus Haaren zu bestehen; egal wie oft man diese bürstet. Doch weg ist nun weg. Einzig ein Kratzbaum durfte noch bleiben, musste allerdings in eine andere Ecke weichen. Komischerweise wollen nun alle immer auf diesem Kratzbaum liegen. Nun ja.

Erst dann stellten wir die zwei neuen Kratzbäume auf. Einer war dasselbe Modell, das wir schon hatten und den wir jetzt einfach ersetzten. Der andere hingegen war ein ganz neues Modell. Er besteht aus drei sehr tiefen Hängematten in verschiedenen Höhen und ist speziell für grosse Katzen. Ich finde den Baum noch immer genial, aber noch stiess er nicht auf ultimative Gegenliebe. Allerdings haben die tiefen Höhlen einen ganz grossen Nachteil. Unsere Coonies können sich komplett darin verstecken, sodass beispielsweise Chico deswegen einmal aus Versehen auf die schlafende Zita sprang, weil er eine leere Hängematte erwartet hatte...

Maitanz
09.05.2016 16:13:12

Der Maitanz bekommt bei uns gerade eine ganz neue Bedeutung. Die Tage sind schön, die Abende auch, sodass unsere Vierbeiner auch einmal länger draussen bleiben durften. In der Abenddämmerung zu beobachten, scheinen sie besonders zu lieben und so liessen wir ihnen diese Freude. Dabei beobachteten wir, dass sie wie zur Freude zu tanzen schienen. Doch der Schein trügt, alle waren im Jagdfieber. Gross und Klein jagte nach Maikäfern, die es in dieser Dämmerung en mass zu scheinen gab. Wären es Marienkäfer gewesen, hätte ich unsere Mannschaft herein beordert. Doch Maikäfer? Da kommen mir all unsere vielen Blumentöpfe voller Engerlinge in den Sinn, deren Inhalt ihnen zum Opfer gefallen ist. Nein, jeder Maikäfer, der hier vorbeikam, war selbst schuld... Doch eine Bedingung hatte das Ganze: die eroberten Maikäfer mussten auf dem Balkon bleiben; gell Benji!

Am nächsten Morgen durfte dann Gross und Klein wieder zu uns in Schlafzimmer zum Schmusen kommen. Hoffen wir, dass sich in der Zwischenzeit alle den Mund und die Pfoten geputzt hatten. Anka und Amur müssen immer der Länge nach auf uns liegen und wehe, Anka bekommt nicht ihre Aufmerksamkeit (oder nicht so, wie sie sich das wünscht), greift sie hässig Amur an. Wenn einmal alle ihre Streicheleinheiten bekommen hatten, dann können wir in Ruhe nochmals das Bett geniessen. Die einen verziehen sich dann, die anderen liegen uns zu Füssen und wiederum die anderen spielen noch irgendwo - unglücklicherweise meistens Fangis im Schlafzimmer.

Eine Möglichkeit, um alle Vierbeiner wieder aus dem Schlafzimmer zu bekommen, ist, die Balkontüre zu öffnen. Das funktioniert meistens. Doch an besagtem Tag passierte Unglaubliches. Es kamen nicht nur alle freudig angesprungen, sondern es kamen alle (90%) in schnellem Tempo und stürmten richtiggehend auf den Balkon. Mir blieb der Mund vor Staunen offen. Wenig später sah ich, was Gross und Klein so erregte. Sofort suchten sie unter dem Wackel-Kratzbaum nach überlebenden Maikäfern. Sie mussten gestern dorthin geflüchtet sein und unsere Vierbeiner erwarteten, dass sie auch noch dort seien. Ihr Instinkt gab ihnen Recht. Sie beförderten sofort noch ein paar Käfer hervor, die sogleich zum Hockey-Spielen genutzt wurden...

Der Tag war wunderschön und die Balkontüre sozusagen den ganzen Tag offen. Aber Halt, wir hatten noch Besuch, der in erster Linie wegen Chico kam. Er ist ein besonderer Kater, wo wir uns einen besonderen Platz wünschen. Doch auch Beau ist ein besonderer Kater. Ihn nervt es, dass sich alle Menschen an seinem Auge stören, denn er wünscht sich so sehr ein Plätzchen, wo er ganz viel Aufmerksamkeit bekommt und ganz viel gespielt wird. So schien es schon fast, dass Beau und Chico um die Gunst wetteiferten. Wir wünschen uns wahre Liebe für die Zwei. Kaum war der Besuch gegangen, kämpften Chico und Beau, als würden sie austragen, wer mehr bevorzugt wurde. Oder war es, weil Beau wütend war, dass er schon wieder nicht zum Zug kam? Es schmerzt Beau so zu sehen, da er abgesehen von seinem linken Auge ein wunderschöner, intelligenter Kater ist. So heisst es vielleicht auch Zwei oder Keiner.

Einer kam allerdings überhaupt nicht hervor. Lizzy beobachtete alles aus der (sicheren) Entfernung heraus, doch Henry zeigte sich nicht. Als wir ihn einmal holten, sperrte er sich dermassen und hatte so grosse Angst, dass er sofort wieder davondüste. Es tat weh, ihn so zu sehen. Ob er vor Menschen Angst hatte? Wohl kaum. Als wir einmal früher nach Hause gekommen sind, war Bea noch da und hielt den nun nicht mehr schlafenden Henry in den Armen. Er wollte so unbedingt mit ihr kuscheln und war dann bei ihr eingeschlafen. Sie verdrückte gerade ein Trännchen, weil sie so gerührt war. Henry braucht sehr viel Zeit zum Kuscheln. Er liebt Menschen, v.a. wenn sie sich Zeit für ihn nehmen.

Nachmittags pflanzten wir dann Blumen in die bestehenden Töpfe und ich bekam aktive Pfotenhilfe. Sie war nicht immer so willkommen, v.a. da die Wohnung schon geputzt war und Erde in der Wohnung unerwünscht war. Doch meine Wünsche wurden nicht von allen ernst genommen. Capo platzierte sich als erstes wieder IN der Weidenkugel. Ich freue mich darauf, dass Capo wächst und dort bald nicht mehr Platz hat. Es ist ja schön und witzig, dass es ihm Freude macht. Doch anschliessend ist der Plattenboden voller Weiden - und er sowieso. Beau hingegen muss immer in einen Pflanzentopf liegen, Benji eigentlich auch. Doch diese beiden Jungs schlafen glücklicherweise noch irgendwo im Innern. So komme ich doch zügiger vorwärts.

Da ich sturmfrei habe, esse ich abends auf dem Balkon, muss allerdings mein Essen verteidigen. Unglücklicherweise gibt es noch Resten, die dann ausnahmsweise Zinka und Chico essen dürfen. Doch gerade bei Chico muss ich aufpassen. Das ist schon der dritte Tag in Folge, wo er etwas vom Tisch bekommt. So schnell kann man eine Katze daran gewöhnen, denn der kleine Mann bettelt schon nach Futter!

Jemand anderes hatte allerdings keine Freude am vorhandenen Futter. Ich hatte unsere Vierbeiner nach dem Mittagessen gefüttert, mit meiner Meinung nach sehr leckeren Sachen und verzichtete am Abend darauf. Der Nassfutter-Topf war noch gefüllt und nur weil es nicht schmeckte, musste es ja nicht etwas Neues geben. Doch derjenige, der in der Zwischenzeit auf die Küchenkombination gepinkelt hatte, war wohl anderer Ansicht. Solle er sich zuerst melden, dann würden wir weitersehen. Ehrliche vor!

Später liess ich den Abend mit Fernsehen im Bett ausklingen - absoluter Luxus pur, der sonst so nie vorkommt (oder einmal ist das erste Mal?). Ein Teil blieb auf dem Balkon, ein anderer Teil genoss die Zeit mit mir, als dann mein Liebster nach Hause kam. Er trommelte alle zusammen, resp. alle mussten vom Balkon hereinkommen. Wenig später kam er zu mir - der Film war gerade an einem Höhepunkt - und erklärte ziemlich "erregt", dass er Nestor nicht finden könne. Nun gut, mein Liebster, ich helfe dir. Bis auf Chico und Capo weiss ich nämlich - scheinbar im Gegensatz zu meinem Liebsten, wie ich meine Lieblinge zum Kommen "motivieren" kann... Im Katzenzimmer habe ich neuerdings alle intelligenten Futternapfsysteme aufgestellt, damit ich sie nutzen kann, aber auch, weil in der Spensa im Moment nicht viel Platz bleibt. Einmal Cosma-Leckerli-Röhrchen schütteln und schon kommt Gross und Klein angesprungen. Dann platziere ich ein paar Leckerlis in den verschiedenen Systemen und siehe da, Nestor hat seine Nase bereits in der Nähe des Leckerlis. So geht es nun all meinen Lieblingen wieder bestens und ich kann meinen Film zu Ende sehen...

Am nächsten Tag hatten wir dann viel Besuch und wir erwarteten mit Spannung, wie wohl Henry reagieren würde. Zu unserem sehr grossen Erstaunen kam der junge Mann sofort hervor und liess sich von jedem Besucher "hämpfeln". Endlich kam er voll und ganz auf seine Kosten und er konnte unendlich viel kuscheln und schmusen. Natürlich liebten ihn alle und natürlich wollte ihn auch keiner mitnehmen – dieses Bürschchen ist wohl sehr kalkuliert! Kommt Henry nur hervor, wenn er nicht ausziehen muss? Will er so unbedingt hierbleiben? Schwervermittelbar... Grundsätzlich darf er selbstverständlich so lange bleiben, wie er möchte, doch irgendwann soll er schon ausziehen dürfen. Mein einziges Problem ist, dass ich Ümi versprochen habe, dass sie weniger Vierbeiner hüten darf, als letztes Mal. Nun geht es Vollgas auf mehr Vierbeiner zu... Dann kommen noch Alba und Frodo dazu... Und für eine Woche Zarah und Zorro...

Zarah und Zorro wollten wir schon lange mal wieder aufnehmen. Zorro ist echt ein grandios schöner Kater geworden und auch Zarah ist eine sehr hübsche Dame. Allerdings sind beide nur bei einer, neuerdings bei zwei Personen zutraulich. Rein nur schon daher wollten wir diese Zwei aufnehmen, um zu sehen, was sie von den anderen Vierbeinern in zwei Wochen lernen und ob sie mit der Zeit doch noch zutraulicher werden würden. Wir sind unglaublich gespannt auf diese Zwei!

An diesem Tag bekam ich noch Tomaten-Setzlinge, die ich am späten Nachmittag kurzerhand auch noch pflanzte. Kaum waren sie gesetzt und alles wieder aufgeräumt, kam Beau und legte sich mitten über die Pflänzchen. Ich war schockiert, packte dieses Schlitzohr und brachte ihn auf den anderen Balkon. Ob ich die Pflänzchen noch retten konnte, wird nun die Zeit zeigen. Beau, das wäre nicht nötig gewesen! Das macht mich sehr traurig! Hoffen wir, dass die Tomatenpflanzen einen starken Willen haben…

Am Freitag war gefühlt der beste Zeitpunkt zum Entsorgen. Somit haben wir am Donnerstag-Abend allen Karton in der Wohnung gesammelt und bereitgestellt. Die Enttäuschung war natürlich gross, als ausgerechnet an diesem Tag die Sammelstelle geschlossen blieb. Doch das hielt uns nicht davon ab, trotzdem die Umstellungen vorzunehmen. Im oberen Stock stellten wir etwas um. Auf dem kleineren Teil eröffneten wir wieder die übergrosse „Hängematte“. Dazu stellten wir den Tisch umgekehrt auf, sodass wir über die vier Füsse das Plastik hängen konnten. Es war eine Herausforderung, dass 4x5m grosse Plastik entsprechend zusammen zu legen. Dann haben wir die Wurfbox geöffnet und wieder neu „ausgepolstert“, sodass sie als Höhle dienen kann. Dazu kommt, dass wir die „Leiter“ wieder montiert haben, sehr zur Freude von Benji und Capo. Beide konnten nicht vom grösseren Teil rüber springen und so blieb ihnen dieser Teil einige Zeit „verwehrt“. Doch bevor diese Zwei den kleinen Teil eroberten, gehörte er noch den Mädels. Gini, Zita und Zinka genossen es und erkundeten alles. Die „Hängematte“ war sofort beliebt…

Unbelehrbar?
03.05.2016 13:54:58

Ich habe das Gefühl, dass die Wochen wieder nur so dahinfliegen. Wir hatten doch erst gerade Ostern, schon ist Muttertag. Doch die Tage ändern nichts daran, dass auch unsere "Kleinen" zu grossen Coonies heranwachsen und tagtäglich ihre Erfahrungen machen. Lernen ist noch immer ein unersetzlicher Bestandteil unseres Alltages - denke ich. Aber vermutlich sind da nicht alle meiner Meinung. Die Kleinen denken, sie sind schon gross und die Grossen denken vermutlich, hoffentlich werden die Kleinen bald gross - und ich heute auch. Wenn wir morgens je alleine unterwegs sind, dann ist unser jeweilige Fahrplan eng und genau dann passiert "etwas". Diese Ereignisse benötigen immer, ausschliesslich immer, Zeit. So kam es, dass wir am selben Morgen ziemlich viel "Ärger" hatten. Bei meinem Liebsten pinkelte Amur vor seinen Augen auf seinen Pult. Welchen Teufel da Amur geritten hat, ist uns schleierhaft. Trotz? Wut? Langeweile? Sofort landete Amur auf dem regulären Klo und erledigte den Rest des Geschäftes da. Doch Zeit zum Putzen ist nicht einkalkuliert und so muss die Zeit "komprimiert" genutzt werden. Einiges später kam ich kaum auf und ich hörte schon lange, dass vor der Schlafzimmertüre ziemlich etwas los sein musste. Als ich dann heraus kam, erwartete mich eine Kartonlandschaft. Der ganze Inhalt unserer Kartonsammlung verteilte sich vor meinen Augen. Alle waren da und jeder hatte etwas zum Spielen. Die einen beschäftigten sich mit Kartonhockey und verteilten so den Karton in der ganzen Wohnung (und vermutlich v.a. unter jedem Möbelstück). Die anderen bissen sich die Zähne am Karton aus und verteidigten "ihr" Stück auf Leben und Tod. Nun ja, ich wusste schon lange, dass Karton die ideale Katzen-Beschäftigung ist. Doch dass man damit auch ein Katzenparadies schaffen konnte, war mir neu. Kurzum entschied ich, dass ich sie im Katzenparadies schwelgen lasse und erst heute Abend aufräumen werde. Was soll's! Der Karton war ja eh schon überall. Aber meine grossen und kleinen Coonies waren auch schon überall um mich herum und ziemlich wach. Einer nach dem anderen wollte geknuddelt sein. Normalerweise haben wir ein paar Frühaufsteher, aber dass gerade alle wach sind, ist selten.

Dementsprechend musste ich mich später beeilen. Als ich ins Schlafzimmer wollte, wollte Capo mitkommen. Doch das geht heute nicht. Wiederum später musste ich nochmals etwas holen und zack war Capo schon an mir vorbeigeeilt und steuerte zielsicher unter das Bett. Na bravo. Ich muss wohl nicht schreiben, dass ich schon längst hätte gehen müssen. Nun musste ich mit Capo "fang mich" spielen und verfrachtete ihn anschliessend wieder hinaus. Zum Dank streckte er seine Pfote aus, wollte mich vermutlich "halten, aber kratzte mich an meinem Knöchel. Normalerweise wäre das vielleicht eine kleine Verletzung gewesen, doch heute trug ich Strumpfhosen. Anschliessend trug ich Strumpfhosen mit Laufmaschen...

Bei der abendlichen Fütterung haben wir noch immer die ähnlichen Rituale. Irgendwann bekommen unsere Grossen und Kleinen das Abendmahl serviert und immer interessiert es Anka und Lizzy nicht. Nestor kann manchmal zum Schnuppern begeistert werden, Gini frisst an guten Tagen mit und Amur kommt meistens später dazu, wenn es am Katzentisch etwas ruhiger ist. Gibt es hingegen Applaws kommt irgendwann auch Anka, Nestor bleibt und Amur frisst auch mit. Spannend; aber es bleibt dabei: nicht alles Futter ist beliebt und gleichermassen geschätzt.

Anschliessend geht es dann zum Spielen weiter. Es ist und bleibt ein Kampf, Gini zum Mitkommen zu überzeugen. Doch manchmal kommt sie schon freiwillig mit oder noch besser: neuerdings ist Gini manchmal schon dort!

Phasenweise habe ich mein Lieblingsspielzeug, wechsle aber oft und gerne ab. Dann gibt es natürlich noch Spielzeug, das eher mein Liebster verwendet und jenes, das ich verwende. Eigentlich gehört der Laserpointer daher eher meinem Liebsten. Doch beide haben wir ihn letzthin kaum noch genutzt. So habe ich ihn wieder für mich entdeckt, zumal das "automatische" Laser-Spielzeug eh kaputt gegangen ist. Mit grosser Freude registrierte ich, dass ich hier in der Dunkelheit 3/4 der Vierbeiner "herumjagen" konnte. Chico und Capo waren vorne dabei, Benji schaltete zeitweise seine Pfoten dazwischen, doch endlich machten auch Henry und Lizzy mit. Sie waren bislang eher zurückhaltend gewesen, doch dem Laserpointer konnten sie scheinbar nicht widerstehen. Perfekt! Zeitweise kam auch Zinka dazu, manchmal Amur oder Anka, aber Missou mischte voll und ganz mit. Beau hingegen war anfangs Woche eher zurückhaltend und taute erst Ende Woche wieder auf. Doch jetzt mischen auch seine Pfoten wieder voll und ganz mit.

Mit Beau ist das so eine Sache: er ist echt unsere Schnüffler-Katze. Wenn wir irgendwo mit Pinol putzen, ist Beau an erster Stelle und muss sofort schnüffeln. Manchmal scheint es, als wäre er schon auf den "Spritztonn" abgerichtet, so schnell kommt er angesprungen. Doch das kann wohl kaum gesund sein. So kommt es, dass wir mit einer Hand putzen und mit der anderen Hand Beau weghalten. Er ist unermüdlich, wir sind unermüdlich.

Unermüdlich sind wir auch bei der Reinigung. Irgendjemand pinkelt in unserer Wohnung herum und wir finden weiter partout nicht heraus, wer es sein könnte. Amur alleine kann es nicht sein, aber er steht auf der Verdächtigen-Liste zuoberst. Um die Jungs nicht wieder der Reihe nach einzusperren, haben wir Hunde-Windeln gekauft, die nun an den bevorzugten Orten liegen. Sie sollten das Geschäft aufsaugen und der Plastik sollte nicht durchlässig sein. Dies klappt meistens auch, hält allerdings nicht ewig. Wir waren noch abwesend, was die Situation "verschärfte". Doch dank diesen Windeln finde ich überhaupt heraus, wo etwas passiert ist. Die Kissen im Katzenzimmer sind schon seit einiger Zeit "sauber". Doch letztes Wochenende haben wir unsere Wohnung kurzerhand wieder wohnlich gemacht und alle Teppiche hervorgeholt. Nun ist auch der Teppich in der Ankleide wieder dort. Ich hatte die Hoffnung, dass das Pinkeln in dieser Ecke damit aufhören würde. Nichts gewesen. Die Geschäfte haben den Teppich "unterlaufen". Die Schar bekommt noch eine Chance von einer Woche. Dann geht’s wieder ab ins Katzenzimmer, bis wir herausgefunden haben, wer der Übeltäter ist...

So gab es nach unserer Rückkehr auch einiges zu waschen. Einmal hatte ich den Steh-Wäschekorb vor mir stehen und hängte die entsprechende Wäsche auf. Während dem ich mich umdrehte und ein Wäschestück aufhängte, sprang Benji in den Korb und platzierte sich auf der frischen, nassen Wäsche. Wie nett... Später machte er dasselbe auf der trockenen Wäsche... Ansonsten sind seine aktuellen Lieblingsplätzchen in den Nasszellen, wo der Boden schön warm ist. Jetzt wo die Teppiche wieder daliegen, ist es auch schön kuschelig...

Nur noch bequemer muss es auf dem Esszimmertisch sein. Wir tolerieren keine Pfoten auf dem Tisch, doch das kümmert nicht alle. Die Grossen wissen (theoretisch), dass dies eine Tabuzone ist. Dementsprechend verschwinden sie - meistens, bevor wir kommen. Doch nun machen die Kleinen ihnen einiges nach und spazieren selenruhig auf dem Tisch herum. Es braucht viel Geduld, den Coonies beizubringen, dass dies die Sperrzone ist. Ich habe schon den ganzen Tisch zugestellt, aber es hat auch nichts gebracht. Zudem wackelt ein Tischset und ich höre überall in der Wohnung, wenn jemand dieses Set zum Wackeln bringt... Wir bleiben dran!

Der Höhepunkt stellen allerdings die Leckerli dar. Abends spielt einer mit den Grossen und Kleinen, währenddessen können wir ungestört lüften und die Leckerlis vorbereiten. Die intelligenten "Spielzeuge" stehen an zwei Standorten und stellen unterschiedliche Anforderungen, um die Leckerli auch zu bekommen. Manchmal reicht es mir schon vorher, alles vorzubereiten. Danach wartet Nestor vor der Zimmertüre und lässt die Türe nicht mehr aus den Augen. Dann ist es das Schlimmste für ihn, das er ins andere Zimmer wechseln und die Spielzeit über sich ergehen lassen muss. Kaum geht die Türe danach auf, sprintet er durch die Wohnung zu besagten Zimmer und ist für die nächste Zeit beschäftigt. Die anderen tun es ihm meistens nach und folgen ihm dicht auf den Fersen. So kommt es vor, dass ein knappes Dutzend Vierbeiner auf engstem Raum sich mit dem Spielzeug beschäftigen und hoffen, dass der andere etwas knackt oder öffnet und sie von seinen Früchten ernten können. Bei Benji und Lizzy führt das Erwischen eines Leckerlis dazu, dass sie es knurrend verteidigen und schon knurren, wenn jemand auch nur ein Bisschen in die Nähe kommt. Benji ist zudem ein Leckerli-Hockeyaner. Er kann mit allem spielen und irgendwann frisst er es auch. Bei Benji und Chico ist auch beliebt, dass sie mir anschliessend das Leckerli ins Badezimmer bringen. Selbstverständlich ist das sehr nett. Doch anschliessend wird damit gespielt und bald liegt der Badezimmerteppich nicht mehr so, wie vorher... Egal, Abendstunden sind spannend und die Grossen und Kleinen haben nie mehr überschüssige Energie und Schalk wie abends...

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