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28.06.2016 13:29:37

Am Montagmorgen ist es am Schwersten, von unseren Vierbeinern Abschied zu nehmen. Kaum stehen wir auf, rechnen alle damit, dass sie jetzt ins Schlafzimmer zum Kuscheln kommen dürfen. Die Enttäuschung ist dementsprechend gross, wenn sie merken, dass wieder der normale Alltag Einzug nimmt. Doch so schnell geben sie nicht auf und sie verfolgen uns weiter ins Badezimmer. Dort wird um die Beine gestrichen, geschmeichelt und "zur Not" dann dort gekuschelt.

Im Moment sind wir in einem scheinbar immer gleichen Rhythmus: am Montag sind alle irgendwie enttäuscht, dann nähern wir uns bis Mitte Woche wieder an und Ende Woche sind wieder alle kuschelig und liebesbedürftig. Am Schönsten ist es Zuhause zu arbeiten. Am Morgen ist es zwar anstrengend, weil dann alle ausser sich vor Freude sind und meistens sind dann unsere Coonies ziemlich überdreht. Aber am Nachmittag schlafen alle irgendwo in unserer Nähe und das geniessen wir doch sehr.

Was war in dieser Woche noch passiert? Genau; Zita entwischte vorletzte Woche unbemerkt aufs Dach und daraufhin haben wir sie die ganze Woche "überwacht". Sie hat es gehasst, dass sie nicht mehr in den obersten Korb durfte. Glücklicherweise war das Wetter oft sehr schön, sodass wir die Sonnenstoren sehr oft ausgefahren hatten. Doch am Sonntag hatte sie es dann nochmals unbemerkt geschafft und ich sah sie nur noch herunterspringen. Da war das Mass voll und jetzt hat auch der oberste Korb ein Gitter-Baldachin bekommen. Trotzdem Zita wird wieder etwas Neues aushecken...

Ein anderes Mädchen hat uns ebenfalls gestresst. Wir erschraken, als es plötzlich nach 12 Uhr an unserer Haustüre klingelte. Es war unser Unternachbar, der uns sagte, dass sie eine Katze auf der Sonnenstore hätte. Ah ja? Der Gedanke, dass kann nicht von uns sein, ist hier wohl fehl am Platz. Denn selbst bei uns regnet es keine Katzen. Doch einen Moment waren wir versucht, es nicht zu glauben, da nur... Ah, stimmt. Nur Lizzy schafft das. Natürlich. Sie lehnt sich ständig über den Balkon hinaus und ich ziehe sie sicher 3-4x am Tag zurück. Unbelehrbar! Und jetzt steht sie weinend auf der Sonnenstore und schaut uns hilfesuchend an. Mein Liebster geht nach unten und ich suche einen Korb, damit ich ihn zur Not hinunterlassen könnte. Kaum bin ich wieder auf dem Balkon zurück, kommt mir Lizzy schon entgegen. Ein Katzentheater für die Katze. Nun die Nachbarskinder hat es gefreut...

Mich hingegen hat es überhaupt nicht gefreut! Denn hier etwas zu lösen oder dieses Szenario künftig zu umgehen ist unglaublich schwierig. Ich könnte einzig Lizzy mästen, damit sie nicht mehr durch kommt. Doch diese Lady nimmt kaum noch zu und bleibt wohl so fein und zart. Und von wem sie diese "kreative" Idee hat, liegt wohl auf der Hand...

Auch eine andere hat es geschafft, für ziemlich viel Ärger zu sorgen – jedoch mal wieder kreativ anderer Art: Gini muss es irgendwie geschafft haben, den Tiefgefrierschrank auszuschalten. Wir haben es sehr lange nicht bemerkt und die Innentemperatur war bereits auf -3° Grad gesunken. Glücklicherweise schien noch immer alles gefroren zu sein und nichts angetaut. Auf dem Gefrierschrank stehen zwei Wäschekörbe ineinander und dort ist einer von Ginis Lieblingsplätzen. Doch damit sie nicht mehr an den Knopf kommt und auch damit sich die Körbe nicht mehr verschieben, steht nun das Waschmittel als Bremse dort.

Ja und dann waren wir zwei Tage weg. Glücklicherweise war das Wetter nicht hervorragend, denn wir kamen kaum von Zuhause weg und waren auch wieder viel früher zurück, als geplant. Doch den Vierbeinern ging es bestens und scheinbar hatten sie auch Unterhaltung. Irgendwann läutete das Telefon und es kam die Frage, ob sie noch mehr Nassfutter geben dürften, alle hätte Hunger. Klar doch! Gross und Klein schien scheinbar zu wissen, wie sie sich als besonders "Arme" hinstellen konnten...

Wieder zurück waren dieses Mal fast alle früher oder später sehr anhänglich. Doch als erstes durften Missou und Amur herauskommen. Kaum waren sie eine Weile läufig, waren die Windeln auch schon voll. Wir waren uns nie sicher, ob auch Missou seine Schwächen hat und gestern lieferte er höchstpersönlich den Beweis. Er markierte oder pinkelte in ein neues Schlafplätzchen, zuhinterst in einer Ecke. Er verstand es selbstverständlich überhaupt nicht, warum ich mit ihm schimpfte und ihn von da verscheuchte. Danach wechselten wir die Windeln und die Jungs blieben für den Rest des Tages sauber. Trotzdem, es war und ist nie schwer zu erraten, wo Lizzy liegt, denn Missou liegt oft ihn ihrer Nähe... Und wehe, er verliert sie aus den Augen, dann singt er so lange, bis er sie wieder gefunden hat. Ein richtiger, kleiner Romeo...

Doch irgendetwas muss in diesen wenigen Stunden, wo wir weg waren, passiert sein, denn der Balkon war voller Birkenblüten. Liegt ein Coonie dann auf die Blatten, trägt er danach alle Blüten im Fell mit. Also mussten wir noch den Balkon säubern, bevor unsere Vierbeiner darauf herumtollen durften. Aber schliesslich konnten wir uns doch noch unserer eigenen Pendenzenliste widmen und wurden dann schlafend begleitet. Dabei kam mir Chico sogar einmal freiwillig und wirklich von sich aus auf meinen Schoss. Er liebt es zu kuscheln und gestreichelt zu werden, hat aber die Nähe nicht immer gerne. Er ist lieber gross, stark und selbstständig. Wenn er allerdings etwas müde ist, ja dann, dann ist er ein ganz grosser Schmuser.

Noch jemand anderes erstaunte mich über alle Massen: Nestor. Auch er kam freiwillig auf meinen Schoss und liess sich streicheln. Dabei schnurrte er so zwar, dass sein Quietschen gar nicht zum Vorschein kam. Er blieb selbst dann noch, als ich ihn einfach "herzen" musste. Überhaupt blieb er sehr lange... Endlich wieder einmal...

Henry musste sich zuerst erholen. Er schien sehr, sehr müde zu sein und kam nach dem Grüezi-sagen gar nicht mehr hervor. Erst am Abend wurde er dann wieder anhänglich und wollte auch geknuddelt werden. Von Beau hingegen sind wir das gewöhnt. Beau muss am Nachmittag schlafen und so viel Nähe will er dann doch auch wieder nicht, nur in der Nähe sein. Allerdings schläft er so tief und fest, dass kaum etwas ihn stören kann. Trotzdem hören wir, dass seine Nase wieder mehr zu scheint und er noch mehr Geräusche macht. Scheinbar hat wirklich keine Therapie genützt oder angeschlagen. Das macht uns wirklich sehr traurig und jetzt machen wir uns wieder grosse Sorgen um ihn. Vermutlich müssen wir nun in eine neue Runde starten, um ihn endlich zu heilen. Wir wünschen uns von ganzem Herzen, dass dieser hübsche, junge Mann endlich einfach ganz gesund ist!

Ah und dann haben wir noch ganz viele Pakete erhalten mit ganz vielen Sachen. Aber auch dieses Mal hat eigentlich nur der Karton interessiert... Doch das neue Spielzeug lässt sich abends hervorragend für die Beschäftigung einsetzen... Und der Karton ist schon zu einer neuen Burg zusammengeklebt...

Dachsteiger
22.06.2016 07:52:37

Jetzt wird wieder gekotzt! Ich habe mir schon überlegt, ob wir auf Katzengras verzichten sollten, damit nicht mehr so viel erbrochen wird. Doch auf die Dauer ist das ja auch keine Lösung. Zudem sind unsere Vierbeiner sehr wählerisch, was Katzengras anbelangt. Jedes Gras fressen sie nicht! Ich habe drei Sorten im Angebot, wobei zwei verschmäht werden. Das Gimpet-Gras ist unbeliebt, auch wenn es so viel einfacher zum Herstellen wäre und gleich aussieht, wie das Katzengras von der Migros oder vom Coop. Es nützt nichts, es wird verschmäht oder als Liegeplatz benutzt. Dann habe ich noch zwei Arten von Katzengras-Samen, die ich je in einem Balkonkistchen ausgesät habe. Das eine kommt zart und klein und ist wie ein Rasenteppich. Dieses Kistchen wird besonders als Liegeplatz geliebt. Wer auch immer dort liegt, stinkt danach wie ein Gartenzwerg - nach nasser Erde und Gras. Das andere Katzengras war auf dem anderen Balkon und sehr hoch. Es scheint schon fast "ausgeschossen" zu sein und so zügelte ich es letzte Woche ebenfalls auf den anderen Balkon. Es wurde sogleich heiss geliebt und danach viel erbrochen. Tz! Doch kaum stand das Kistchen ein paar wenige Tage da, musste ich mir keine Sorgen wegen der Höhe des Grases mehr machen. Ich muss mir noch nicht einmal mehr Gedanken machen, ob jemand davon fressen will: das Katzengras kam zum Erliegen. Beau oder Chico, einer hat das Kistchen vermutlich als Schlafplätzchen genutzt...

Die andere, verrückte Story hätte ich mir sparen können: eines Abends vermissten wir Zita. Alle anderen waren bereits in meinem Büro und wir waren am Spielen. Im Moment ist eine abwechslungsreiche Spielstunde wieder sehr intensiv. Beau und Zita lieben den Ledertänzer, wobei aber Beau das gefangene Spielzeug kaum wieder retour gibt, sondern abschleppt. Zinka und Amur lieben den Strohanhänger und Federn. Anka fliegt auf das kleine Glöcklein. Chico macht überall mit, macht allerdings beim Strohanhänger am meisten Luftsprünge. Auch Lizzy und Henry machen überall mehr oder weniger mit, lieben allerdings den Laserpointer am meisten. Nestor kann man nur mit der Feder kitzeln und Gini macht nur mit, wenn sie das Spielzeug garantiert alleine fangen kann. Missou ist im Moment sehr ruhig und schaut lieber den Kids zu. Zwischendurch macht er beim Laserspiel mit, aber auch den Federtänzer liebt er. Ja und so kommt jeder mit seinem Spielzeug zum Zug. Anspruchsvoll!

An besagtem Abend fehlte allerdings Zita und auch ihr Lieblingsspielzeug konnte sie nicht hervor locken. Mein Liebster vermutete sie im oberen Stock und ich beschloss, später da nachzusehen. Doch jetzt war Spielzeit angesagt. Währenddessen suchte mein Liebster seine Liebste weiter. Er sah in jedem Zimmer nach, suchte jedes Plätzchen ab, schaute zweimal auf dem Balkon nach und fand Zita noch immer nicht. Hatte sie ein neues Versteck gefunden? Im Moment ist unsere liebe Zita besonders wagemutig und kreativ, was neue "Wege" anbelangt. Sie hat wieder einen neuen Weg entdeckt, wie sie auf die Küchenkombination gelangen kann. Sie weiss genau, wie sie Ärger machen kann!

Als mein Liebster zum dritten Mal auf dem Balkon nachsah, kam Zita durch das Gitter auf den Grill geschlüpft. Sie war auf dem Dach gewesen. Tags darauf sah ich dann, wie sie das vermutlich geschafft hatte: vom obersten Korb war es für sie nur ein kleine Sprung bis aufs Dach. Ab da holten wir sie jedes Mal aus dem Korb, wenn sie oben war. Auch sonst überwachten wir sie anschliessend ziemlich oft. Am Sonntag sah ich dann plötzlich aus den Augenwinkeln, wie Nestor im obersten Korb war und so neugierig nach oben sah. Da wusste ich, jetzt muss ich nachsehen. Siehe da, Zita war bereits wieder auf dem Dach!

Als sie mich sah, sprang sie sofort herunter, zu Nestor in den Korb. Dann noch ein Satz und sie sprang auf den Boden. Ich hasse es, wenn sie von einer solchen Höhe herunterspringt. Sie schafft es auch regelmässig, vom Garderobenschrank herunter zu springen. Als wäre das gesund! Trotzdem kam sie nicht umhin, dass ich mit ihr ein ernstes Wörtchen sprechen musste. So geht das gar nicht! Sie darf von mir aus im nächsten Leben ein Vogel sein, aber damit kann sie noch eine ganz lange Weile warten!

Ja und jetzt sind wir etwas ratlos, was wir machen sollen. Zita hat auf alle Fälle Balkon-Verbot. Doch leider bringt es wenig, wenn wir den obersten Korb entfernen würden. Denn Zita weiss nun genau, wie sie nach oben kommt und das würde sie auch vom unteren Korb schaffen. Vermutlich werden wir die nächste Zeit die Sonnenstoren herunterlassen müssen. Ja, wenn es nicht Gini ist, dann ist es Zita: eine von beiden fordert uns immer heraus...

Ja und wie geht es den anderen? Die Untersuchungen bei Beau haben ergeben, dass seine Lungenwerte, das Volumen und eigentlich alles was mit der Atmung zusammen hängt, beste Werte aufzeigt. Trotzdem bleibt das Krächzen bei der Atmung. Deswegen bekam er schon Medikamente vor der Kastration, bei der Kastration wurde auch nochmals alles überprüft und vor einer Woche bekam er dann noch Cortison. Anfangs wurde es endlich etwas besser, doch in der Zwischenzeit ist es noch schlimmer geworden. Es ist schon sehr hart, dass man Beau immer kommen hört. Neuerdings ist mir aufgefallen, dass er uns auch oft folgt. Er schläft zwar tief und fest, aber meistens an einem Ort, wo einer von beiden sich aufhält. Ist niemand mehr da, weckt ihn ein siebter Sinn und er sucht sich danach wieder ein Schlafplätzchen in unserer Nähe. Ausgerechnet ich, die so geräuschsensitiv bin, habe nun den permanent Cello-spielenden Unternachbarn, einen neuerdings surrenden PC und den schnarchenden Beau um mich. Ja, so macht Arbeiten zuhause Spass.

Lizzy und Henry verziehen sich nachmittags zu ihrem Schlafstündchen, ebenso wie Zita. Von ihnen bekommt man nichts mehr mit. Chico hingegen ist eher irgendwo in unserer Nähe. Manchmal kann er sich nicht entscheiden und liegt dann eine Weile bei meinem Liebsten und kommt dann eine Weile zu mir. Vermutlich wechselt er ab. Wenn er bei mir schläft und ich aufstehe, dann konnte er vermeintlich noch so tief schlafen, wenn ich zurückkomme, liegt Chico auf meinem Stuhl.

Ansonsten heisst Chico im Moment "Chico unbelehrbar". Nur schon wenn er seinen Namen hört und den Blick sieht, weiss er ganz genau, dass er nicht auf den Esszimmertisch darf. Doch wir arbeiten daran, dass er es bereits im Vorfeld weiss und es gar nicht erst versucht. Mein Liebster unterstützt diese Erziehungsmassnahmen allerdings nur bedingt. Er stellte die Esswaren auf den Tisch und hantierte weiter in der Küche. Als ich um die Ecke kam und auf den Tisch sah, sah ich, wie Chico vom Fleischkäse stibitzte! Schnell hatte er sich eine Schnitte geholt und war damit in den Spieltunnel verschwunden. Als ihm jemand zu nahe kam, wurde gefaucht und geknurrt. Nur war der Fleischkäse so fein geschnitten, dass er ihn kaum fressen konnte. Unter knurren nahm ich ihm diesen Weg und fütterte ihn Häppchen für Häppchen. Was für einen grösseren Erfolg hätte Chico noch erreichen könne?

Nachlaufend
13.06.2016 10:23:49

Chico ist im Moment eine besondere Freude und gleichzeitig auch ein besonders grosser Lausbube. Er ist sehr anhänglich, will aber gleichzeitig nicht (immer) zu viel Nähe. Mir scheint es, als wäre es eine Gratwanderung, ihm gerecht zu werden. Gleichzeitig macht er es mir auch einfach, denn obwohl er nicht viel Nähe will, hat er sie doch gerne. Zumindest einen kurzen Moment lange.

Letzte Woche fiel es mir weniger auf, doch vermutlich hat es sich in den letzten Tagen "zugespitzt". Gestern war es dann ziemlich auffällig: Chico verfolgte mich! Sass ich am Esstisch, bettelte Chico oder blieb so lange, bis er sicher war, dass ich sitzen bleibe. Dann ging er auf den Balkon. Doch als ich in mein Büro ging, kam er wenig später nach. Natürlich legte er sich mitten auf die ausgebreitete Arbeit. Als ich kurz aufstand und nach draussen ging, setzte er sich sofort auf den eben frei gewordenen Bürostuhl. Kam ich nicht sofort wieder, suchte er mich. Dann kam er mit mir zurück ins Büro. Dieses Mal legte er sich auf die Kissen. Ich blieb eine Weile da und es schien, als würde Chico nun tief und fest schlafen. Doch als ich wieder aufstand und hinausging, kam er mir wenig später nach. Dieses Mal setzte er sich im Rücken von mir, weil ich nicht anlehnte. Kaum stand ich auf, bereitete er sich aus - wie der grösste Kater, den er einmal werden wird. Ja, am Sonntag hatte Chico ein anstrengendes Leben.

Dafür hatten wir einen wunderschönen Freitag. Das Wetter was so schön, dass wir den ganzen Nachmittag auf dem Balkon verbrachten. In der Zwischenzeit haben wir auch ein Gitter als Schutz beim vordersten Liegesitz montiert, da unsere Mädchen schon ausprobiert hatten, ob sie auf dem Geländer stehen können. Sie sind sehr begabt, aber es ist nicht erforderlich, dass sie das weiter ausprobieren. Deshalb hat es nun ein Gitter - zu ihrem und vor allem zu meinem Schutz.

Tagsüber wird auch schon fleissig beobachtet, was alles passiert, wobei das Hauptinteresse noch immer den Krähen gilt. Ist eine Krähe in der Nähe, wird nichts anderes mehr wahrgenommen. Trotzdem ist und bleibt am Tag die Haupttätigkeit Schlafen. Abends hat es dann noch mehr zum Beobachten und dann kann es schon mal vorkommen, dass all unsere Vierbeiner auf engstem Raum zusammen Ausschau halten.

Dummerweise hat allerdings die Fliegensaison begonnen (und ich habe den Fliegenvorhang noch nicht montiert). Dementsprechend ging die Jagd los. Wir schafften es während dieser Zeit nicht, Henry so zu erziehen, dass die Küchenkombination TABU ist. Chico begriff immerhin, dass wenn wir seinen Namen (vermutlich böse) aussprachen, dass er sofort vom Esstisch springen musste. Aber wirklich begreifen taten beide nicht. Chico liebt den Angriff auf unser Essen, hat er doch noch fast jedes Mal etwas ergattert. Tz!

Auch lieben tun die Kleinen die Röhre. Die Ikea-Röhre ist perfekt für unter dem Tisch durch und seit einiger Zeit haben wir auch das Kinderzelt dazu, dass perfekt, nahtlos von der Röhre übergeht. Beau hat dort seinen festen Schlafplatz - und wird vermutlich dabei ab und zu mal übersprungen.

Besonders süss war Beau dann am Samstag. Ich habe ihm seinen Platz gestohlen und habe ihn dabei aufgeweckt. Dann wollte ich ihn auf meinen Schoss nehmen, doch er musste sich putzen. Wenn man erwacht und aufsteht, wäscht Katze sich. Ich genoss die Zeit für mich und konnte lesen. Wenig später bekam ich dann doch Besuch und Beau platzierte sich auf meinem Schoss. Eigentlich liebt er es zu kuscheln, aber trotzdem kam er nicht immer. Das hat sich nun etwas geändert. Nun ist es gut möglich, dass er neben uns steht und – für seine Grösse – tief miaut. Wenn man ihn streichelt und gehen möchte, kann er sich festkrallen, damit man bleibt und wenn es ihm doch nicht ganz so passt, beisst er. Er kann also sehr klar ausdrücken, was seine Wünsche sind. Und der aktuelle Wunsch ist: kuscheln auf meinem Schoss. Beau blieb lange Zeit, so hatte ich schön warm und es war sehr, sehr gemütlich zum Lesen... Als Beau genug hatte, kam erstaunlicherweise sogar Chico noch auf meinen Schoss und wiederum später sogar noch Henry... Ich hatte einen sehr kuscheligen, gemütlichen Nachmittag, den ich sehr genossen hatte...

Viel später widmeten wir uns einem Paket voller Kleider, die probiert werden wollten. Eigentlich gibt es nichts bequemeres, als Kleider Zuhause zu probieren, dann wenn ich möchte. Doch neuerdings wird es schwieriger. Dass sich immer mal wieder einer auf den Kleidersäcken platziert, gab es immer. Dass die heraus- oder herabhängenden Etiketten zum Spielen einladen ist klar. Doch nun übertrieb es Chico arg. Er begann die Plastiksäcke anzugreifen und die Kleider festzukrallen. So macht probieren keinen Spass! Mein Liebster hatte alle Hände voll zu tun, um die Kleinen von mir und den Kleidern fern zu halten. Irgendwann zottelte dann Chico sehr beleidigt ab. Nein Chico, wir spielen später mit dir; nicht jetzt!

Zum Dank bekamen unsere Vierbeiner eine Schachtel zu ihrer Verfügung. Sie hatten schon seit einiger Zeit keine mehr bekommen. Die Schachtel füllte ich mit den leeren Plastiksäcken auf. Ich war gespannt, was sie damit machen würden.

Am nächsten Morgen war die Schachtel schon arg verbissen. Ich hätte sie nicht wiederverwenden können. Ein Sack war aus dem Karten gehüpft, der Rest lag noch drinnen. Es schien ein Fest zu sein, mit der Schachtel arbeiten zu können. Am Sonntag wurde die Schachtel auch immer wieder von einem grossen Coonie belegt. Einmal lag Amur schon drinnen und ich legte ihm Chico dazu. Der kleine Frechdachs griff daraufhin Amur an, Amur hob seine Pfote und packte Chico darunter. Nun konnte sich der Kleine drehen und wenden wie er wollte, da blieb er. Anschliessend wurde Chico ausführlichst geputzt und er lieb "leidend", erduldend liegen. Es sah unglaublich süss aus, aber die Fotos dazu folgen erst Ende Woche.

Chico ist ein Meister im Herumtragen. Oft trägt er ein Mäuschen herum, hat es nichts in der Nähe, plündert er auch schon meinen keinen Papierkorb. Wenn es Leckerli gibt, holt er dies und trägt sie stolz in die Küche oder ins Badezimmer und verspeist sie erst dort. Als es gestern dann Frischfleisch unter dem Futter gab, das noch in grösseren Stücken war, ergatterte er diese und stolzierte damit unter den Esstisch und frass erst dort. Was für eine Sauerei. Nun ja...

Lizzy hingegen fand das kleine Täschchen mit den Cosma-Leckerli drinnen. Sie trug es überall herum, knurrte jeden an, der ihr zu nahe kam, aber ob sie wirklich ein Leckerli herausfischen konnte? Sie ist eine Meisterin im Leckerli ergattern, aber ob sie das winzige Handtäschchen öffnen konnte? So oder so sah es witzig aus, als Lizzy mit diesem kleinen Täschli (3x2cm) herumspazierte. Sieht so eine Katze mit Handtasche aus?

Beau und Henry haben die Kastration hervorragend überstanden. Sie und v.a. Ihre Schwänzchen sehen schöner den je aus. Sie sind schon jetzt unglaublich buschig und Beau beherrscht die Disziplin des Schwänzchens zum Kopf hin zu tragen zur Perfektion.

Missou und Amur sind noch immer separiert. Keine Ahnung, wie lange das bei Amur noch so weiter geht. Noch haben wir Hoffnung, aber noch stört es uns auch nicht sonderlich, dass die zwei separiert sind. Dennoch müssen wir bald damit rechnen, dass Lizzy zu rollen beginnt und niemand anders würde es zuerst bemerken, als Missou. Und selbstverständlich ist die keine Lady noch zu jung für Nachwuchs. Missou trägt es mit Fassung und läuft ihr weiter nach. Er putzt Lizzy und ist sehr besorgt um sie. Aber selbstverständlich ist dieser grosse Kater auch sehr lieb zu Henry und Chico. Beau hat ihn nicht so gerne und deshalb lässt er ihn in Ruhe, würde ihn aber schon auch putzen. Wenn Missou mal nicht am Schwärmen und Nachlaufen ist, liebt er es, auf dem Balkon zu sein. Dort kann er den ganzen Nachmittag verbringen. Überhaupt scheint mir, dass Missou sehr an Stärke und Sicherheit gewonnen hat, zum einen seit Lizzy zurück ist, aber zum anderen auch seit er separiert ist. Will er zurück ins Zimmer, steigt er an der Türe hoch, wie ich es sonst nur von Hunden kenne. Spannend! So oder so ist Missou ein sehr, sehr lieber Kater. Er würde nie von sich aus kommen und stören - als würde er je stören! Deshalb ist es noch immer so, dass oft wir auf ihn zugehen. Im Moment sowieso: Missou ist ziemlich oft damit beschäftigt, ganz Romeo zu spielen und in seinen Liebesschwüren aufzugehen...

Pinkler
06.06.2016 17:47:42

Endlich, endlich ist bei uns wieder Normalität eingekehrt. Am meisten merken wir es im Putzaufwand, der doch wieder beträchtlich abgenommen hat. Endlich, endlich ist es wieder viel einfacher, unsere Wohnung "im Schuss" zu halten. Natürlich hat es noch immer viele Katzenhaare, aber im Grossen und Ganzen nicht mehr oder weniger als davor. Doch all das ist nur die halbe Wahrheit und nicht das wirklich "Schlimmste". Für mich war das allerschlimmste auf Erden das "herumpinkeln". Wir kennen den "Übeltäter" noch immer nicht, aber seit einiger Zeit sind Amur und Missou separiert. Auch Beau musste 1.5d dran glauben und seither ist wirklich einfach Ruhe. Doch an besagtem Wochenende mussten wir natürlich dann die Wohnung putzen. Vorher kam ich schon in die Wohnung und konnte riechen, dass etwas passiert war. Das Schlimmere war allerdings, dass ich nicht alle Stellen sofort fand. Vieles fanden wir erst an besagtem Wochenende.

Einfach eingetrocknete, kristallisierte Bisis wegzuputzen, ist schon schlimm. Das Bisi lange nicht zu finden und doch zu riechen ist noch schlimmer und das Schlimmste war, wenn ein Bisi unter etwas gelang. So hatte ich letztes Jahr einen Eisen-Holz-Engel auf einer Eisenstange erarbeitet. Die Eisenplatte stand auf einem simplen Lappen, damit sie nicht den Parkett verkratzen konnte. (Un-) Glücklicherweise musste ich den Engel verschieben und dann kam das Malheur zum Vorschein. Besagter Lappen war vollgesaugt von Bisi und getrocknet, doch in der Zwischenzeit war schon der Parkett schwarz geworden.

Bei meinem Korpus hingegen konnte ich es schon seit einer Weile riechen, aber hatte es nie gefunden. Dann beim Putztag fand ich die verunreinigte Stelle. Doch auch in den darauffolgenden zwei Wochen empfand ich diesen Ecken als stinkend. Wo die Stelle war, konnte ich allerdings partout nicht finden. Am Freitag fand ich sie. Der Verantwortliche hat so gut gezielt, dass die Pinkelresten zwischen Schublade und Tablar landeten. Noch bin ich nicht sicher, ob nun wirklich alles sauber ist, aber ich brauche wieder etwas Zeit, bis meine Nase wieder etwas riecht.

An einem anderen Ort ist der Schaden ebenfalls unrettbar entstanden: bei der Schuhkommode. Dort ist ebenfalls alles auch auf das unterste Tablar geronnen, wo man mit der Hand kaum hinkommt, sodass es mit der Zeit zu oxidieren begonnen hat. Das ist nun. Und damit ich das Kapitel nun abschliessen konnte, betätigte ich mich letzte Woche als Fleckenmaler und beseitigte so das Gröbste. Ich kann sehr gut riechen und zeitweise war unsere Wohnung für mich der blanke Horror. Meiner Nase war keine Erholung mehr gegönnt und ich war auszugsbereit. Doch jetzt geniesse ich es wieder, endlich eine saubere Wohnung zu haben.

Wer der Pinkler wirklich war, weiss ich nicht. Ich weiss nur, dass Amur massiv dazu beigetragen hat. Doch war er alleine oder hat er einen Mittäter? Das wissen wir nicht. Wenn die beiden Jungs in der Wohnung herumlaufen, haben sie nun ihre Höschen an. Doch da wir es nicht immer mitbekommen, wenn sie auf die Toilette gehen, geht schon mal der ganze Seich ins Höschen. Falls das nicht der Fall ist, sind die Höschen allerdings meistens sauber. Ist das so, weil sie nun wissen, dass wir darauf achten? Wer weiss schon... Und die Jungs geben uns keine Antwort...

In der Zwischenzeit haben wir auch zwei neue Höschen gekauft. Die alten halten gerade Mal noch zusammen, doch die Nähte lassen nach. Die Hundewindeln sind okay, aber behalten nicht nur das Bisi in sich, sondern auch ein Geschäft. Die neuen Höschen sind ebenfalls aus dem Hundesortiment und halten wieder tiptop und sind erst noch einfach anziehbar - scheinbar. Auch scheinen die Jungs besser damit klarzukommen. Also ist es im Moment super, wie es ist...

Obwohl Amur und Missou herauskommen durften und das Höschen trugen, haben sie sich am Wochenende immer wieder in "ihr" Zimmer verzogen. Erstaunlicherweise scheint es wie ein Rückzugsort für sie zu sein. Ein Ort der ihnen Sicherheit vermittelt? Vielleicht. Aber gleichzeitig ist dieser Raum natürlich bei den anderen auch besonders begehrt...

Am Sonntag hatten wir dazu die ärmsten Katzen der Welt. Das wieder Auffüllen des Trockenfutters stand an und ich gab ihnen über Nacht die Chance, noch alles leer zu essen. Natürlich hatte es dazu noch von einem Futter, dass sie überhaupt nicht gerne haben und mein Plan war, dass sie auch davon noch fressen würden. Nun ja... Am Sonntagmorgen mussten unsere ärmsten Katzen der Welt betteln. Sie hatten scheinbar Hunger... Meine Strategie war natürlich nur bedingt aufgegangen. Doch so konnte ich wenigstens mal alle Futterteilchen entsorgen und wirklich wieder komplett frisches Futter hinstellen. Kaum war das Trockenfutter wieder aufgestellt, wurden zwei, drei Happen gegessen und dann war es schon wieder uninteressant. Jaja, wir haben schon sehr verwöhnte Vierbeiner...

Fressen war das Thema Nummer eins letzte Woche. Henry und Beau mussten am Freitagmorgen nüchtern zum Tierarzt gehen und der Einfachheit halber mussten Amur und Missou ebenfalls auf das Essen verzichten. Amur hat schon ein kleines Kater-Ränzli und somit genügend Reserven, aber er fand es am wenigsten lustig. Natürlich bekamen sie am Morgen sofort wieder Trockenfutter und auch noch einen Teller Nassfutter, sodass sie dann wieder selig waren.

Tagsüber tat Chico etwas langweilig und auch Lizzy schien die beiden Jungs zu vermissen. Es dauerte ewig, bis Chico endlich einschlafen konnte. Der kleine Mann wird immer mehr erwachsen und sein Kopf nimmt langsam eine prägnante, kantige Form an. Ja, er wird nun immer mehr zum Manne. In gewissen Verhaltensweisen ist er wie sein Papa und in anderen wie seine Mami. Doch was der kleine Mann Sachen herumtragen kann, ist weltmeisterlich. Solange es Mäuse und Spielsachen sind, ist es witzig und man kann mit Chico so auch spielen. Weniger lustig ist hingegen, dass der kleine Frechdachs nun auch meinen offenen Papierkorb im Badezimmer ausräumt. Er liebt die Blätter von der Kleberolle, die voller Haare sind. Wenn ich sie zu einer Kugel forme, sind sie Schwups weg. Doch in der Zwischenzeit nimmt er sie selbst dann, wenn sie als Blätter im Papierkorb liegen. So finde ich immer mal wieder Abfall in der Wohnung. Eigentlich schon erstaunlich, wie wenig so ein Kätzlein zum Spielen braucht. Doch egal, wo ich mich aufhalte, Chico findet etwas zum Ausprobieren. Im Badezimmer ist es der Papierkorb und die Badewanne, im Gang kann es LEIDER schon mal meine Handtasche sein, im Katzenzimmer sind es die intelligenten Futternäpfe, im Büro sind es die Kabel und im Esszimmer ist es der Esstisch selbst, welches das Objekt der Begierde ist.

So kommt es, dass Chico immer wieder verbotenerweise auf dem Esstisch landet und wir ihn immer wieder herunterholen müssen. Dummerweise habe ich dem kleinen Mann auch schon etwas vom Tisch gegeben und nun kommt er ab und zu zum Betteln. Doch das ist weniger das Problem, er liebt es auch einfach, dann zum Kuscheln zu kommen. Wehe einer von uns schiebt den Stuhl beim Aufstehen nicht wieder sorgfältig zurück, dann steht Chico sofort darauf und kommt auf den Tisch. Gestern war er so schnell, dass er sofort den Teller meines Liebsten erkundigte. Dort hatte es noch Resten von Vanille-Creme und Backpapier, das an der Wähe geklebt hatte. Ich konnte noch nicht einmal reagieren, schon schnappte sich Chico das Backpapier, sprang auf den Boden und Schwups war das Backpapier verschwunden. HILFE? Mein Liebster grölte, ich bin etwas unsicher - hoffentlich kommt das Backpapier wieder einfach im Geschäft heraus! Tz! Nun ja, so können wir dem kleinen Frechdachs das nie abgewöhnen, wenn er einfach alles frisst! Tztz!

Henry und Beau kamen dann abends entmannt wieder zurück. Erstaunlich, wie gut die Zwei die Operation überstanden hatten. Sie waren etwas müde, hatten vor allem Hunger, aber als sie zu fressen begannen, hatten sie doch nicht mehr so Hunger. Henry hatte unglaubliche Mühe damit, dass in der Zwischenzeit der Boden geputzt war und musste überall herumschnüffeln. Beau war eher noch etwas müde. Doch bereits am Abend waren beide wieder die Alten und spielten schon wieder fleissig mit.

Beau hat ein Spielzeug, das er heiss und innig liebt. Es hat ein wattiertes Stoffstück und Lederzotteli. Wenn er es fängt, krallt er sich dermassen fest, dass man/frau es nicht mehr bekommt, bis Beau loslässt. Doch er will es dann nur für sich und will dann davonspringen. Das ist der Moment, wo wir Katzen an der Leine führen...

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