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Charakteren
15.01.2018 11:55:35

In der Zwischenzeit haben wir keine kleinen Kätzchen mehr, sondern kleine und grosse Körper mit lauter eigenständigen Charakteren. Die Kleinen haben sich gemausert und sind nun alle erkennbare Persönlichkeiten. Zum einen haben wir die Buben mit Daryl und Dante, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Daryl ist sehr ruhig, heckt allerdings auch einiges aus. Ruhig eher gegenüber Menschen, aufgedreht gegenüber und mit Dizzy und Darin. Die Drei spielen manchmal zusammen mit Don und Dima die schwarze Fraktion. Unsere schwarzen Katzen sind unglaublich aktiv, hecken sehr viel aus, sind sicher sehr intelligent, aber müssen auch stark beschäftigt werden. Dizzy ist die Grosse und Darin die Kleine, wobei nicht nur ein halbes Kilo zwischen den beiden liegt. Darin hat echt auch ein Mundwerk für zwei. Nachmittags, wenn sie wach ist, muss sie meinem Liebsten jeden Traum im kleinsten Detail erzählen und gibt nicht eher Ruhe, bis er sich ihr widmet. Da ist Dizzy schon die Stillere, dafür heckt sie auch vieles aus. Wobei auf die Schnelle sind Dizzy und Darin für mich noch immer kaum unterscheidbar…

Heute Morgen erreichte mich ein markerschütternder, tiefer Schrei und Daryl kam ins Badezimmer. Danach steckte er suchend seine Nase überall hin und da packte ich ihn blitzschnell. Ich stellte ihn auf das grosse Klo und sofort grub er sich ein Loch… aha, war das Klo wegen putzen geschlossen? Jedenfalls kannte ich diesen tiefen Laut noch gar nicht. Ich wusste gar nicht, dass Daryl auch (laut) kommuniziert…

Dima hingegen ist oft auch mit Dizzy und Darin auf Achse. Sie hat noch immer Untertassen-grosse Augen, ist noch immer sehr scheu (oder fast sogar wieder mehr) und heckt unglaublich viel aus. Sie hat beispielsweise den schwarzen Damen den Trick mit der Lamellenstore beigebracht, dass man dort zwischen Lamellen und Fensterscheibe liegen kann. Vieles hat sie den Damen beigebracht, die es nun noch perfektioniert haben. Don steht dann wie der grosse Bruder neben sie. Er schaut auf alle und spielt bei Chico noch immer das Baby und lässt sich von ihm putzen. Eine Eigenheit, die der eine oder andere Kleine übernommen hat. Wenn sie auch den ganzen Tag die Abenteuerin spielt, die Schönheitspflege interessiert sie nicht die Bohne und sie kann beim Bürsten schreien wie am Spiess… aber ja, auch Abenteurer sollen bei uns hübsch sein…

Dese vermisst noch immer ihre Freundin, ist jedoch nun auch einmal mit den Dakota und Darli zusammen und natürlich oft mit Dante. Sie ist eine unglaublich hübsche Katze mit ihrem fast schwarzen Gesicht und dem silbrigen Kragen. Nichts desto trotz ist sie sehr scheu, liebt es aber trotzdem zu kuscheln. Gestern hat es sie ganz übel erwischt, denn sie hatte hinter dem Ohr einen verklebten Fleck, der nach Urin roch. Wir hintersinnten uns noch so sehr, haben aber noch immer keine Idee, wie sie sich den geholt hatte. Mit viel Aloe Vera-Spray löste sich das Ganze auf, aber Dese hatte wenig Freude.

Dante hingegen ist mein fast treuer Begleiter. Oft steht er unverhofft vor mir und miaut mich an. Dann will er gestreichelt werden. Wenn er irgendwo lag und ich ihm nur kurz den Kopf kraulte, hatte er bis vor kurzer Zeit oft mich danach mit seinen Pfoten zurückgehalten. Das ist ja witzig, tut mitunter jedoch auch sehr weh. Kurz, ich wollte nicht mit den Pfoten zurückgehalten oder geangelt werden. Bei mir tut er es auch nicht mehr… Dafür steht er jetzt fordernd vor mich hin und er liebt es zu kuscheln. Ja, mein Freund!

Dakota liebt es hingegen um die Beine zu streichen, während dem wir am Esstisch sitzen und essen. Nein, sie will überhaupt nicht hochgehoben werden und gekuschelt, sie will schmeicheln. Was hingegen doch noch geht, ist wenn man sie auf den Kratzbaum legt und dort knuddelt. Eigentlich ist sie sehr scheu und doch hat sie diese Attacken, wo sie Zärtlichkeit um jeden Preis will. Sie ist zudem zu einer wunderschönen, jungen Damen herangereift, langbeinig und hübsch – und unser grösstes Mädchen.

Darli hingegen war ein neugieriges Kätzlein und wird nun immer scheuer. Sie ist fast die Kleinste und schläft sehr viel. Sie ist ein sehr liebes Kätzlein und lässt oft den anderen den Vortritt. Ja, da wird sie auch oft übertönt. Sie ist ein echt zartes Pflänzlein mit eigenem Kopf, denn auch sie hasst die blöde Bürsterei.

Ansonsten ist bei uns etwas Ruhe eingekehrt, ausser dass ich am Samstag alle Frechen auf den Mond schicken hätte können. Meine alten Orchideen sind noch immer ziemlich lädiert von den Kleinen und erholen sich nur langsam. Doch zwei Orchideen nahe am Fenster haben sich erholt und glänzen wieder. Nicht nur das, sie haben auch wieder Blütenstängel gebildet und ein Stängel war soweit, dass er drei grosse Blüten trug, die kurz vor dem Öffnen standen. Ich hatte riesige Freude an dieser Pflanze. Am Samstag dann hat jemand den Stängel mit den Blüten abgerissen. Ich war sehr, sehr wütend… und traurig.

Zinka ist im Moment überhaupt nicht tolerant mit Kleinen. Wehe sie kommen ihr in die Quere, dann wird ihnen eins paniert. Ich kann sie verstehen. Was wir das eine oder andere Mal zu lasch in der Erziehung waren, rächt sich nun… wir holen es nach, allen voran Zinka.

Neue Taten
08.01.2018 12:57:25

Wir wünschen all unseren Leserinnen und Lesern ein gutes, neues Jahr und nur das Beste für 2018, beste Gesundheit, Erfüllung, Zufriedenheit und dass sich die Wünsche erfüllen.

Die Feiertage und den Jahreswechsel haben wir mit unseren Coonies genossen – oder sie mit uns. Die Herrschaften schienen es zu geniessen, dass wir oft da waren und dadurch viel Aktivität herrschte. Doch noch nie wurden wir so sehr von unseren Kleinen erzogen, wie jetzt. Regeln scheinen da zu sein, um sie zu brechen. Sämtliche Grenzen werden ausgelotet und jedes Verbot muss täglich auf die Tauglichkeit überprüft werden. Hinzu kommt, dass mein Liebster um einiges „toleranter“ ist als ich und nur schon dann wird wieder ausgetestet, meint sie es auch wirklich ernst. Nur schon deshalb ist unser geliebter Esstisch noch immer zugedeckt. Über Wochen hatten wir den Filzschutz mit einem Papiertuch drauf und das Papiertuch sah immer innert kürzester Zeit völlig zerfetzt aus. Nach einigen Wochen, wenn nicht Monate, kamen wir nun darauf, es mal mit dem Plastiktuch vom Gartentisch auszuprobieren. Und siehe es, das Tischtuch ist schon seit über einer Woche darauf und noch immer ganz. Es hat nicht mehr so viele Haare auf dem Tisch – denn natürlich wissen wir genau, was unsere Vierbeiner machen, wenn wir nicht da sind. Endlich eine Erleichterung. Dazu haben wir neue Orchideen gekauft oder bekommen, die nun ebenfalls – wieder – alle auf dem Esstisch stehen. Doch die Herrschaften lieben es, an den Blüten zu reissen oder die Rispen zu bewegen. Daher sind unsere Orchideen neu mit einem Bad um die Töpfe verbunden, damit die Töpfe nicht umfallen. Die Rispen sind mit Bändeli aneinander gebunden, sodass sich das Wackeln auf ein Minimum beschränkt. Bislang haben also sogar meine Orchideen ohne einen Schaden gehalten. Ja, ich werde wirklich erzogen…

Als davor wieder einmal eine Orchideenblüte abgerissen auf dem Tisch lag, legte ich sie kurzerhand ins Wasser vom Duftlämpli auf der Küchenkombination. Doch egal wie weit hinten das Duftlämpli war, jeden Morgen fanden wir eine Überschwemmung rund um das Duftlämpli vor. Diese Orchideenblüte wurde wirklich jeden Tag bis zu ihrem wirklichen Tod gequält. Wenn nicht mit dem Wasser geplantscht wurde, dann erfand jemand neuen Schabernack. Darin (aber ich glaube Dima hat es ihr vorgemacht) beispielsweise hat herausgefunden, dass man bei den Lamellenstoren sich hinter die Storen drängen kann und dann kann man bestens dort liegen – und hat erst noch eine perfekte Aussicht. Die einen Lamellen mussten wir schon ersetzen, bei den anderen warten wir noch. Doch nun müssen wir, wenn wir nicht da sind, auch die Lamellen unten lassen… Was unsere Kleinen auch alles aushecken!

An einem anderen Tag wiederum waren mein Liebster und ich in meinem Büro, als wir beide dachten, es brenne bei uns. Es stank fürchterlich. Wir liefen in der ganzen Wohnung herum. Dann fanden wir in der brennenden Bienenwachskerze auf dem Esstisch (= Verbotszone) ein Büschel schwarzer Haare. Schnell nahmen wir die heraus und überprüften die Schwänze unserer schwarzen Katzen. Nichts. Doch als wir uns wieder an unsere Aufgabe machten, stank es wieder und wir suchten nochmals, warum es stank. Oh je… es war ausgerechnet Zinka und 10% ihres Schwanzes war verbrannt. Die Haare waren richtig verkohlt. Oh wie das stank! Wir schnitten ihr als erstes die verkohlten Haare ab. Doch die Haare stanken weiterhin. Wir putzen und pflegten den Schwanz, am Schluss sogar mit AloeVera. Doch es blieb ihr nichts anderes übrig, als selbst noch zu putzen. Aber wenigstens stank es nun nicht mehr in der Wohnung.

Kurz vor Silvester zogen dann noch Duke und Draina aus. Duke ist so ein richtiges Yogabärli; er kennt irgendwie insbesondere zwei Körperzustände: total relaxt oder total wach (beim Spielen). Draina hingegen war das Schmusekätzlein meines Liebsten und kaum war der Besuch gekommen, da hatte sie sich schon verliebt. Danach kam sie kaum noch zu meinem Liebsten. Das hat ihn arg mitgenommen. Doch nun scheinen sie am richtigen Platz zu sein und da „ein Duke kommt selten allein“ eine Daisy hat, heisst sie jetzt kurzum Draina Daisy. Sie kamen zu Cheyenne, die Ende letzten Jahres ihr Gspönli verloren hatte. Ihr war schon arg langweilig, aber sie brauchten doch noch etwas Zeit, bis sie sich alle Drei aneinander gewöhnen. Duke und DDaisy fühlen sich auf alle Fälle schon wohl und stellen einiges an Schabernack an…

Egal ob wir Zuhause waren oder nicht, Missou durfte ohne Windeln herumlaufen und Amur mit Windeln. Die Windeln waren zwar immer innert kürzester Zeit vollgepinkelt, aber man konnte sie so oft wechseln, wie man wollte, sie waren immer gleich wieder vollgepinkelt. Doch Amur schien es zu geniessen. Als wir dann wieder arbeiten gehen mussten, durfte er auch raus. Sofort kam er mich begrüssen und verschwand dann. Bald sah ich ihn im oberen Stock das Geschehen verfolgen. Ja, er wollte jetzt definitiv nicht zurück ins Zimmer. Es schien bis am Abend auch gut geklappt zu haben und er hatte am Abend noch immer seine volle Windel an. Sein dickes Geschäft hatte er glücklicherweise schon davor gemacht. So scheinen Amur und Missou die Zeit zu geniessen, wenn auch Missou bald doch wieder in „sein“ Zimmer geht und dort schläft. Er scheint sich dort am wohlsten zu fühlen.

Ja und so sind die Festtage schon wieder vorbei und alles nimmt wieder seinen – vermutlich – gewohnten Lauf…

2 Elemente gesamt

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